Arzneimittel-Schiedsspruch: Griechenland macht deutsche Pillen billig

DPAWenn entschieden wird, was ein neues Medikament kosten darf, sollen ab sofort auch die Preise anderer EU-Länder zum Vergleich gezogen werden. Die Pharmafirmen haben nun Angst, Griechenland könnte ihre Wunschpreise unterbieten. Sie drohen mit Konsequenzen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...820214,00.html
  1. #60

    Preisbindung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wenn entschieden wird, was ein neues Medikament kosten darf, sollen ab sofort auch die Preise anderer EU-Länder zum Vergleich gezogen werden. Die Pharmafirmen haben nun Angst, Griechenland könnte ihre Wunschpreise unterbieten. Sie drohen mit Konsequenzen.

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    Die Preisbindung für ALLE Medikamente muß fallen. Ein echter Wettbewerb findet nicht statt. Online-Apotheken bieten mittlerweile an, die Praxisgebühr zu übernehmen. Die Pharmakartelle müssen weg. Es geht nicht, z.B. einem Hörgeräteakustiker mit Lieferboykott zu drohen, wenn er nicht den vorgegebenen Preis verlangt.
  2. #61

    Negativliste muß endlich her

    Zitat von Bowie Beitrag anzeigen
    Die Entwicklung eines modernen Medikamentes kostet ca. 500 Mill. € bis 1000 Mill. €, dauert ca. 10 Jahre bis Markteintritt und das Produkt ist dann patentgeschützt ca. nochmal 10 Jahre auf dem Markt exklusiv verfügbar. Niemand wundert sich darüber, dass ein Großteil der Konsumgüter in Europa preislich ein deutliches Nord-Süd-Gefälle aufweist und selbstverständlich auch eine Mehrzahl von annähernd gleichen Mitbewerbern parallel auf dem Markt ist; beim Medikamentenangebot ist aber jedesmal eine Riesenempörung fällig! Sicher - die Entscheidung über ein Medkament, bzw. dessen Preis trifft nicht der Kunde, sondern wird über unser kompliziertes System und Gesetze geregelt, die übrigens den Pharmakonzernen verbietet, direkt bei den Patienten offensiv zu werben. Aber eine ähnliche Einschränkung des freien Käuferwillens haben wir in anderen Bereichen auch, angefangen von abgesprochenen Benzinpreisen oder gleichgeschalteten Versicherungstarifen.

    Pharma-Bashing ist in und auch ganz leicht, wenn man selber nicht auf hochwirksame und verträgliche Medikamente angewiesen ist, das kann sich aber verdammt nochmal schnell ändern. Spätestens dann werden viele Foristen hier etwas leiser treten, denn ich kenne niemanden, der bei lebensbedrohlichen oder chronischen Krankheiten nicht doch auf moderne Therapien zurückgreift...

    Also - trotz oftmals erschreckender Kenntnisdefizite und dümmlichem Populismus einiger Mitforisten ist manchmal einfach ein bißchen mehr Dankbarkeit angesagt, dass wir hier jederzeit Zugang zu diesen hochmodernen Therapiemöglichkeiten haben.
    Bei den wenigen Medikamente, die wirklich was nutzen, muß man kerngesund sein auch noch die anderen Mittelchen zu schlucken. Übrigens läuft die Entwicklung meist anders ab. Erst wird was zusammengemixt, dann probiert man aus, gegen welche erfundene Krankheit man es dem Kunden andrehen kann.
  3. #62

    Mein Auto kostet auch mehr

    Zitat von Sawubona Beitrag anzeigen
    und der Apotheken,


    Es ist doch hinlänglich bekannt, dass im deutschen Gesundheitswesen dank findiger Preisgestaltung mehr Geld für Arzneimittel denn für ärztliche Leistungen ausgegeben wird.
    als meine Werkstatt; wo ist denn da Ihr Problem?
    Ganz abgesehen davon, wer der Meinung ist, das Apotheken in Deutschland überflüssig sind oder zu viel verdienen, der sollte sich nur einmal die Tarifgehälter der Mitarbeiter ansehen.
    Eine Apothekerin bekommt im 5. Berufsjahr € 3186,--, eine PTA € 2396,--, eine sog. Helferin € 1661,-- brutto.
    Wenn es da mehr zu verteilen gäbe, dann würde die ADEXA (Gewerkschaft der Apothekenmitarbeiter) das auch fordern.
  4. #63

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen

    Wenn entschieden wird, was ein neues Medikament kosten darf, sollen ab sofort auch die Preise anderer EU-Länder zum Vergleich gezogen werden. Die Pharmafirmen haben nun Angst, Griechenland könnte ihre Wunschpreise unterbieten. Sie drohen mit Konsequenzen.
    Das wird alles nicht so heiss gegessen, wie es nun den Anschein hat.
    Die Pharma-Lobby ist die haerteste Lobby in Deutschland und bestens am Ball. Mich sollte nicht wundern, wenn im Laufe der (kurzen) Zeit "positive" Aenderungen fuer die Konzerne eingeflochten werden. Der zustaendige FDP-Minister wird sicherlich nicht zu hinderlich sein...
  5. #64

    Das Dumme ist...

    alleine schon die Vorlage für diesen Artikel.

    Hier das "Kampfblatt" der VfA: http://www.vfa.de/download/statistics-2011.pdf

    Wer sich mit etwas mit "Statistik" auskennt, verfrachtes das Ding in den Müll.
    Und Laien haben eh kaum eine Chance, da den Durchblick zu bekommen.

    Und was ist von einem Artikel zu halten, der auf so etwas aufbaut?
    Ops, natürlich nicht aufbaut, sondern scheinbar lediglich nicht Verstandenes nachplappert..
  6. #65

    Hier die Pharmalobby dort die Staatsangestellten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wenn entschieden wird, was ein neues Medikament kosten darf, sollen ab sofort auch die Preise anderer EU-Länder zum Vergleich gezogen werden. Die Pharmafirmen haben nun Angst, Griechenland könnte ihre Wunschpreise unterbieten. Sie drohen mit Konsequenzen.

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    Die Gesundheit eines Landes wird auch gemessen an die Gesundheit ihrer Bürger , die Langlebigkeit spielt dabei eine wesentliche Rolle , alles der Rest ist nur Geschäftsmacherei auf die Kosten des Steuerzahlers und das nicht nur in Deutschland.
  7. #66

    Hallo Herr / Frau realpolitiker,

    m. E. versuchen Sie hier den Eindruck einer sachlichen und inhaltlich korrekten Antwort zu erwecken. Oberflächlich betrachtet ist es Ihnen auch etwas gelungen.
    Wenn man Ihren Beitrag aber gründlich liest, tauchen dann doch Fragen auf.

    Ihr nach meiner Meinung schlimmsten Vorschlag ist folgender:

    > ....Man muss über die Griechenland auch mal was Gutes sagen.
    Fast alle Medikamente sind ich Griechenland nur apothekenpflichtig - d.h. wenn ich z.B. Antibiotica kaufen möchte, dann kann ich das ohne Rezept tun. Ausgenommen sind in Griechenland nur Medikamente auf Narkotikabasis oder Arzneien, die zu einer Abhängigkeit führen können.
    In diesem Bereich kann ich die deutsche Regelungswut wirklich nicht nachvollziehen ....<

    Sicherlich haben auch Sie, als interessierter Spiegel Leser, gelegentlich von "Krankenhauskeimen" wie MRSA gelesen.
    Die Bekämpfung dieser Keime gestaltet sich in immer mehr Fällen sehr schwierig. Aber nicht nur das, auch die Auswirkungen dieser Keime auf die Patienten sind immer schwieriger zu behandeln. Oft ist eine Heilung nicht möglich und es kommt z. B. zu Amputationen oder sogar zum Tod!!!

    Und wie kommt es dazu? U. a. durch falschen Gebrauch von Antibiotika auf den verschiedensten Ebenen. Seien es Medikamentenreste im Trinkwasser, sei es falscher Gebrauch in der Tierzucht oder die Nichteinhaltung ärztlicher Vorschriften.

    Bekannt ist, dass viele deutsche Ärzte zu oft Antibiotika verschreiben, dass viele Patienten die Medikamente nicht entsprechend der ärztlichen Vorschriften einnehmen, dass viele Leute ihre Medikamentenreste über die Toilette entsorgen, dass Antibiotika oft übermässig in der Tierzucht eingesetzt wird usw.

    Und jetzt kommen Sie als "realpol,itiker" daher und wollen Zeit und Geld sparen und sich selbst medikamentieren.

    Sind wir denn plötzlich alle Ärzte, dass wir alle das mal eben so selber entscheiden können?
    Sollte ihr behandelnder Facharzt der Meinung sein, dass Sie ein Medikament länger einnehmen sollten, wird er Ihnen sicherlich die entsprechende Menge verschreiben. Damit Sie aber später nicht mit irgendwelchen schlimmen Wirkungen zu tun haben, muss Ihr Arzt Sie logischerweise zwischendurch auch mal zu Gesicht bekommen.

    Leuchtet ein oder?

    Sie schrieben:
    > ..... Es geht hier auch nicht um die Eigenbehandlung spezieller schwerwiegender Erkrankungen, sondern um normale Infekte, die man als Westeuropäer immer wieder durchmacht. ..... <

    Welche Krankheiten macht man denn als Westeuropäer immer mal durch?
    Ich habe keine auf die das zutrifft.
    Es ist sehr gut, dass nicht jeder Westeuropäer mal z. B. meine Krankheiten hat. So übertrieben häufig sind sie nicht und das mit der Wiederholung ist ben auch eher selten der Fall (besser ist´s).

    > ... Diese totale Rezeptpflicht dient nur der Geldschneiderei und ist bei einem mündigen intelligenten Bürger völlig fehl am Platze .....<

    Zählen Sie sich dazu, s. o.? Trotz der Wiedersprüche und Ihres vermutlich eher unüberlegt geschriebenen Beitrages?

    Ich belasse es bei dieser Kritik. Den Rest Ihres Beitrages betrachte ich als z. T. überflüssige Polemik, aber da hat ja auch jeder ein Recht drauf; auch Realpolitiker.

    Alles Gute wünscht
    PitterPotter1