Deutsche AKW: Warten auf die Sicherheitsempfehlungen

DPAWie müssen Deutschlands Atomkraftwerke nach dem Fukushima-Schock nachgerüstet werden? In einem halben Jahr will die Reaktorsicherheitskommission dazu weitere Empfehlungen vorlegen. Den Grünen dauert das zu lange.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...819912,00.html
  1. #1

    Dr. phil.

    Während in Deutschland also auch ein Jahr nach Fukushima Daiichi auf notwendige Sicherheitsempfehlungen "gewartet" und wahrscheinlich gehofft wird, dass das Thema bis zum Herbst endgültig in Vergessenheit geraten ist, zeigen sich die Japaner konsequenter: Dort sind gegenwärtig 52 von 54 Kernkraftwerken abgeschaltet, weil lokale Behörden die notwendigen Genehmigungen zum Wiederanfahren verweigern. Und es ist nicht der Fall, dass dort nun die Leute im Dunkeln sitzen würden oder so. Das lernt uns erstens, dass Kernkraftwerke selbst in einem Land, das keine Elektrizität von seinen Nachbarn importieren kann, nicht unbedingt notwendig sind,

    zweitens, man auch (oder gerade?) ohne eine Grüne Partei im Lande innerhalb eines Jahres "Atomausstieg" machen kann,
    drittens, selbst die Betreiberfirmen der Kernkraftwerke offenbar nicht an deren Versorgungssicherheit geglaubt haben, da sie praktisch die gesamte Kernenergie-Kapazität in Form von Kohle-, Öl- und Gaskraftwerken vorhalten.

    Auch die Altmeiler von Fukushima Daiichi standen mehr oder weniger kurz vor dem Ende ihrer jeweiligen Laufzeit. Die erste Lehre, die wir in Deutschland aus der Katastrophe dort ziehen müssen, ist doch wohl, dass es eben gar keine gute Idee ist, die Augen zu verschließen und zu hoffen, dass bis zur Stillegung schon alles irgendwie gut gehen wird.
  2. #2

    einfache Antwort

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie müssen Deutschlands Atomkraftwerke nach dem Fukushima-Schock nachgerüstet werden? In einem halben Jahr will die Reaktorsicherheitskommission dazu weitere Empfehlungen vorlegen. Den Grünen dauert das zu lange.

    Deutsche AKW: Warten auf die Sicherheitsempfehlungen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Sicherungen gegen:
    1) Erdbeben Mag>7
    2) Tsunamis

    Nachdem beides hierzulande nicht auftritt, ergibt sich folglich als klare Antwort:
    Im Bezug auf den "Fukushima-Schock" besteht hierzulande kein Handlungsbedarf.

    Aber wie stehts mit Asteroidentreffern? Klimawandel? Pilzbefall? Ach - man weiss so wenig!
  3. #3

    xxx

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie müssen Deutschlands Atomkraftwerke nach dem Fukushima-Schock nachgerüstet werden? In einem halben Jahr will die Reaktorsicherheitskommission dazu weitere Empfehlungen vorlegen. Den Grünen dauert das zu lange.

    Deutsche AKW: Warten auf die Sicherheitsempfehlungen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Das ist doch alles Augenwischerei, all diese Pseudo-Stresstests und das Gequatsche von Nachrüstung. Siehe zerbröselndes Fass in Brunsbüttel etc. Solange die Atomindustrie in privaten Händen ist, werden die Betreiber immer versuchen, jedwedes Risiko und sämtliche Kosten zu externalisieren und zu minimieren. Auch auf Kosten der Sicherheit.

    Und AKW gegen die Gefahren des 21. Jahrhunderts nachzurüsten, seien es Neturkatastrophen, seien es Terroranschläge, ist illusorisch. Zehn Jahre lang haben die Konservativen der westlichen Welt Terrorpanik geschürt, aber keiner von denen hatte Lust, darüber zu reden, was passiert, wenn ein einigermaßen gut ausgebildeter Terrorist ein Kleinflugzeug mietet und in ein AKW reinsteuert.

    Das heißt, solange es AKW gibt, wird die Bevölkerung den wesentlichen Teil der Kosten und Risiken tragen.

    Das rostende Fass in Brunsbüttel und die wie immer unerträgliche Informationspolitik zeigen doch, wie es um die Sicherheit bestellt ist Die können noch nicht mal ein blödes Fass vernünftig lagern.
  4. #4

    tzz

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie müssen Deutschlands Atomkraftwerke nach dem Fukushima-Schock nachgerüstet werden? In einem halben Jahr will die Reaktorsicherheitskommission dazu weitere Empfehlungen vorlegen. Den Grünen dauert das zu lange.

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    den grünen ist langweilig. deutsche anlagen waren und sind sicher.
    zum jahrestag kann man wieder schön aktionismus betreiben.
    und die medien manchen auch wieder schön mit mit ihren "experten".
    die sollten sich mal genauestens mit den kohlekraftwerken auseinandersetzen. hat man da schon mal eine kinderkrebsstudie angestossen ? was pusten die noch so in die luft ausser co2 ? was passiert mit der schlacke ?

    deutschland steigt aus und in 10 jahren ist schluß. jetzt ist doch der netzausbau das wichtigste, geht das alles mit rechten (grünen) dingen zu ? nicht das man einen juchtenkäfer seiner heimat beraubt.
  5. #5

    Die

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie müssen Deutschlands Atomkraftwerke nach dem Fukushima-Schock nachgerüstet werden? In einem halben Jahr will die Reaktorsicherheitskommission dazu weitere Empfehlungen vorlegen. Den Grünen dauert das zu lange.

    Deutsche AKW: Warten auf die Sicherheitsempfehlungen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Prüfer konnten aus Zeitgründen selber nicht vor Ort sein. Man müsse sich auf die Angaben der Betreiber verlassen. Das ist so paradox, als ginge ich zum TÜV und würde dem Prüfer sagen, mein Wagen sei in Ordnung. Stempel drauf - fertig.
    Die Atomkomiker sind immer wieder für einen Spaß gut.
  6. #6

    und..

    Zitat von Alfons Emsig Beitrag anzeigen
    Während in Deutschland also auch ein Jahr nach Fukushima Daiichi auf notwendige Sicherheitsempfehlungen "gewartet" und wahrscheinlich gehofft wird, dass das Thema bis zum Herbst endgültig in Vergessenheit geraten ist, zeigen sich die Japaner konsequenter: Dort sind gegenwärtig 52 von 54 Kernkraftwerken abgeschaltet, weil lokale Behörden die notwendigen Genehmigungen zum Wiederanfahren verweigern. ....
    und das ist jetzt auch ein problem in japan, das kohle-, öl- und gaskraftwerken wieder laufen. bisher war das mit ein grund für die gesunde lange lebenserwartung, das diese nicht am netz waren. diese kraftwerke stossen nicht nur co2 aus, sondern auch noch andere giftstoffe. man muss jetzt aufpassen, das die daraus resultierenden genmutationen und krebserkrankungen nicht alleinig der akw-havarie zugeschrieben werden !
  7. #7

    Ferndiagnose

    Aus dem Artikel:
    Ein Besuch der Prüfer in den AKW für den "Stresstest" war aus Zeitgründen nicht drin. Die Kommissionsmitglieder mussten sich auf die Angaben der Betreiber verlassen.
    Das ist völlig verständlich. Wenn die Prüfer leichtsinnigerweise ihren Fuß in ein deutsches Kernkraftwerk setzen würden, würden sie dann zum Beispiel das hier zu sehen bekommen. Dieser Anblick ist natürlich nicht gut für die Augen und nicht gut für den gesunden Schlaf - und wir wollen doch alle nur das Beste für die Prüfer.
  8. #8

    gähn

    Zitat von Dumpfmuff3000 Beitrag anzeigen
    Das ist doch alles Augenwischerei, all diese Pseudo-Stresstests und das Gequatsche von Nachrüstung. Siehe zerbröselndes Fass in Brunsbüttel etc. Solange die Atomindustrie in privaten Händen ist, werden die Betreiber immer versuchen, jedwedes Risiko und sämtliche Kosten zu externalisieren und zu minimieren. Auch auf Kosten der Sicherheit.

    Und AKW gegen die Gefahren des 21. Jahrhunderts .....
    ihr wissensstand ist unerträglich.
    bezüglich der kernenergie kann man nicht mehr vernünftig und sachlich umgehen, man sieht es an ihnen, was die medien angerichtet haben. das ist der hauptgrund für den atomausstieg und nicht fukushima.
    sie sollten sich mal informieren, wieviele rostende fässer in der nord-und ostsee lagern mit senfgas.
  9. #9

    Was

    Zitat von darkangel_ger Beitrag anzeigen
    ihr wissensstand ist unerträglich.
    bezüglich der kernenergie kann man nicht mehr vernünftig und sachlich umgehen, man sieht es an ihnen, was die medien angerichtet haben. das ist der hauptgrund für den atomausstieg und nicht fukushima.
    sie sollten sich mal informieren, wieviele rostende fässer in der nord-und ostsee lagern mit senfgas.
    Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun?

    Wohl aber BEIDES TÖDLICH!!!