Jagd auf Rebellenchef : Aktivisten starten Kampagne gegen den Schlächter von Uganda

APSeit mehr als 20 Jahren leben die Menschen in Zentralafrika in Angst vor Joseph Kony. Der Rebell ließ Tausende Kinder für seine "Widerstandsarmee des Herrn" entführen, er ließ morden, verstümmeln, vergewaltigen - und entkam immer. Nun macht eine US-Aktivistengruppe mit einer Web-Kampagne mobil.

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  1. #80

    nochmal: Vergleich zw. Afrika & Asien

    Zitat von rantanpan Beitrag anzeigen
    Industrialisierung: Was das Anbetrifft kann ich kein wirkliches Interesse der sogenannten "westlichen" Nationen erkennen, ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu fördern. Wie soll eine afrikanische Nation mit der spärlichen Entwicklungshilfe die eigene Indusrialisierung vorantreiben, während der heimische Markt mit Fertigprodukten aus Europa, den USA und China überflutet wird?

    Welches Interesse muß denn ein Land eigentlich an der Industrialisierung eines anderen haben, - ist das nicht deren Aufgabe? Schaffte nicht Japan in einem sehr kurzen Zeitrahmen von 1850 – 1900 den Sprung zur gleichberechtigten Nation, - ganz ohne Entwicklungshilfe? Gilt ähnliches nicht auch für Korea, Hong-Kong, Indonesien, China, Vietnam, etc! Was also macht den Unterschied zwischen diesen Aufsteigerländern und den Stagnierern!? Wollen Sie mir einreden, dass es eine weltweite Verschwörung gezielt gegen Afrika gibt?


    Zitat von rantanpan Beitrag anzeigen
    Dass einige MNU bei ihren Geschäften in Afrika auch schwere Verluste hinnehmen müssen, lässt meine Augen angesichts dessen trocken.
    Na, - dann legen Sie durch Ihr Erspartes selber in Afrika an! Oder wird man plötzlich vorsichtig, wenn’s ums eigene Geld geht!?


    Zitat von rantanpan Beitrag anzeigen
    Afrika hat die Folgen der Kolonisation leider noch lange nicht überwunden. Viel schlimmer noch, ist der Neokolonialsimus voll im Gange. Der besteht übrigens nicht nur in der wirtschaftlichen Ausbeutung des Kontinents. Sondern ebenso in der einseitigen Berichterstattung über Bürgerkriege, Korruption, Aberglaube usw.
    Dann soll man halt überhaupt nicht mehr aus Afrika berichten, - ich kann auch damit leben!
    Ich wäre durchaus bereit zu helfen, - nur lasse ich mir als Europäer nicht dauernd den Schwarzen Peter zuschieben: früher wurden Lebensmittelhilfen, Kleiderspenden, etc gefordert, - heute dreht man uns einen Strick daraus! Gestern forderte man die Öffnung unserer Märkte für Agrarprodukte aus Dritte-Welt-Ländern, gerade auch nachwachsende Rohstoffe, - die Abschottung unserer Märkte und Subventionierung unserer Landwirtschaft war ein Ausdruck des bösen Kapitalismus. Wenn dann aber die Nahrungsmittel deshalb plötzlich teurer werden (... wie unvorhersehbar!), - dann weiss man plötzlich nichts mehr von den gestrigen Aussagen, fordert dafür das Gegenteil und schuld ist wieder der Westen/Kapitalismus!

    Können Sie mir Gründe für die durch unsere Schuld verursachte Unterentwicklung Afrikas benennen, die nicht auch erklären würden, weshalb SO-Asien trotzdem um soviel besser dasteht!?
  2. #81

    Anderer Ansatz

    Ich habe mich mal auf einer anderen Ebene mit dem Thema auseinandergesetzt und gebe zu bedenken, auf welche Weise auf das Thema aufmerksam gemacht wurde.

    Discipulus Somnii: Stop Kony! - Invisible Children transparent?


    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit mehr als 20 Jahren leben die Menschen in Zentralafrika in Angst vor Joseph Kony. Der Rebell ließ Tausende Kinder für seine "Widerstandsarmee des Herrn" entführen, er ließ morden, verstümmeln, vergewaltigen - und entkam immer. Nun macht eine US-Aktivistengruppe mit einer Web-Kampagne mobil.

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  3. #82

    Zitat von F.X.Fischer Beitrag anzeigen
    Welches Interesse muß denn ein Land eigentlich an der Industrialisierung eines anderen haben, - ist das nicht deren Aufgabe?
    OK, eine Nation muss nicht unbedingt ein Interesse an dem Wohlstand einer anderen haben. Die Regierung könnte auch sagen, wir wollen nur eure Rohstoffe haben, die Menschen sind uns egal. Wer dann mit Flüchtlingswellen und Terrosismus zu kämpfen hat darf sich nicht wundern. Zudem sehe ich ehemalige Kolonialmächte durchaus in Verantwortung, den Schaden den sie angerichtet haben wieder gut zumachen.

    Zitat von F.X.Fischer Beitrag anzeigen
    Schaffte nicht Japan in einem sehr kurzen Zeitrahmen von 1850 – 1900 den Sprung zur gleichberechtigten Nation, - ganz ohne Entwicklungshilfe? Gilt ähnliches nicht auch für Korea, Hong-Kong, Indonesien, China, Vietnam, etc!
    Sie bringen hier einiges durcheinander. Um 1850 wurden Japan, China und Korea ungleiche Verträge von GB, den USA, Russland auferzwungen, die vor allem die Öffnung der Märkte zum Ziel hatten.

    Zitat von F.X.Fischer Beitrag anzeigen
    Was also macht den Unterschied zwischen diesen Aufsteigerländern und den Stagnierern!? Wollen Sie mir einreden, dass es eine weltweite Verschwörung gezielt gegen Afrika gibt?
    - Afrikanische Staaten wurden intensiv kolonisiert: Entmachtung der politischen Führung, Sklavenarbeit, intensive Missionierung und die Einführung von Bildungssystemen, die den Kindern unter anderem beibrachten, dass alles was aus Afrika kommt schlecht und primitiv ist.

    - Derartig in die Abhängigkeit getrieben wurden viele Kolonien, unvorbereitet und relativ plötzlich wie zum Beispiel der Kongo in die Unabhängigkeit entlassen.

    - Als neu geformte Nationen, deren Grenzen oft mehrere in Konflikt stehende Ethnien umfassten, sollten die neuen Regierungen sich nun bewähren.

    - Währenddessen gaben die USA und europäische Staaten ihre Interessen an Bodenschätzen natürlich nicht auf. Konflikte zwischen unterschiedlichen afrikanischen Parteien wurden ausgenutzt, wenn die politische Führung nicht z.B. nicht mit den USA oder Frankreich kooperierte.

    - Auch heute noch exportieren Industrienationen Waffen in Krisengebiete wie dem Sudan. Laut Greenpeace (2006) war (ist?) Deutschland auch in diesem Segment Exportweltmeister.

    - In der WTO können sich Entwicklungsländer kaum durchsetzen. Die einen sagen, weil es an politischem Knowhow fehlt, die anderen weil die Industrienationen den Aufstieg der Kleine mit allen Tricks blockieren (Spiegel 37/2003. Der Gipfel der Heuchelei).

    - Natürlich gibt es auch hausgemachte Ursachen für die Probleme Afrikas wie Korruption zum Beispiel. Die "lohnt" sich ja auch, weil sich am Status quo der Machtverteilung bestimmt nichts ändert.

    Zitat von F.X.Fischer Beitrag anzeigen
    Dann soll man halt überhaupt nicht mehr aus Afrika berichten, - ich kann auch damit leben!
    Das wäre sehr schade. Bei all dem schlechten was es zu berichten gibt wird leider nur viel gutes übersehen. Wäre doch mal eine willkommene Abwechslung oder. Ich kann nur das Buch "Afrika kommt" vom indischen Ökonomen Vijay Mahajan empfehlen. Der Titel ist zwar etwas reißerisch und das Buch in Teilen auch kritisch zu sehen. Aber es zeigt, dass sich auch in Afrika wirtschaftlich einiges tut.
  4. #83

    Afrika - Asien

    Zitat von rantanpan Beitrag anzeigen
    OK, eine Nation muss nicht unbedingt ein Interesse an dem Wohlstand einer anderen haben. Die Regierung könnte auch sagen, wir wollen nur eure Rohstoffe haben, die Menschen sind uns egal. .
    Nun, - China macht das und niemand kritisiert China!
    Zitat von rantanpan Beitrag anzeigen
    Zudem sehe ich ehemalige Kolonialmächte durchaus in Verantwortung, den Schaden den sie angerichtet haben wieder gut zumachen. .
    OK: wo sehen Sie dann beispielsweise die Verantwortung der Türkei auf dem Balkan und Arabien, - der Tartaren in Rußland!? Oder den Italiens (Rom) in Frankreich oder DTL!? Muß England irgendeinen Schaden in den USA oder Australien wieder gut machen?
    Zitat von rantanpan Beitrag anzeigen
    Sie bringen hier einiges durcheinander. Um 1850 wurden Japan, China und Korea ungleiche Verträge von GB, den USA, Russland auferzwungen, die vor allem die Öffnung der Märkte zum Ziel hatten. .
    ... und doch haben dies Länder einen imponierenden Aufstieg hingelegt!
    Zitat von rantanpan Beitrag anzeigen
    Afrikanische Staaten wurden intensiv kolonisiert: Entmachtung der politischen Führung, Sklavenarbeit, intensive Missionierung und die Einführung von Bildungssystemen, die den Kindern unter anderem beibrachten, dass alles was aus Afrika kommt schlecht und primitiv ist. .
    Äthiopien & Liberia waren nie Kolonien, die Philippinen, Malaysia, Indonesien, Macao jahrhundertelang! Kaum ein Land hat so schreckliche Brüche zu verkraften wie China (Tai-Ping-Aufstand mit 15 Millionen Toten, Boxerkrieg, Opiumkrieg, Japanische Kriege, zwei WKe, Bürgerkrieg, Mao, der „Große Sprung“), - aber all das kann den chinesischen Fleiß nicht stoppen! Den Kindern auf der ganzen Welt wurde die eur. Kultur als Vorbild gepriesen!

    Zitat von rantanpan Beitrag anzeigen
    Derartig in die Abhängigkeit getrieben wurden viele Kolonien, unvorbereitet und relativ plötzlich ... in die Unabhängigkeit entlassen. .
    Erstens wollten die Kolonien die Unabhängigkeit, - zweitens wurden einige durchaus vorbereitet entlassen und zum anderen gilt dies auch für Asien (Indochina, Indonesien,...)!

    Zitat von rantanpan Beitrag anzeigen
    Als neu geformte Nationen, deren Grenzen oft mehrere in Konflikt stehende Ethnien umfassten, sollten die neuen Regierungen sich nun bewähren. .
    Gilt auch für Indien/Pakistan, für Indonesien, Philippinen, ...

    Zitat von rantanpan Beitrag anzeigen
    - Währenddessen gaben die USA und europäische Staaten ihre Interessen an Bodenschätzen natürlich nicht auf. Konflikte zwischen unterschiedlichen afrikanischen Parteien wurden ausgenutzt, wenn die politische Führung nicht z.B. nicht mit den USA oder Frankreich kooperierte. .
    ... wo sollte hier die Unterschied zu Asien sein?

    Zitat von rantanpan Beitrag anzeigen
    Auch heute noch exportieren Industrienationen Waffen in Krisengebiete ... .
    ... nochmal: das gilt auch für Asien!

    Zitat von rantanpan Beitrag anzeigen
    In der WTO können sich Entwicklungsländer kaum durchsetzen... .
    Jeder muß sich seinen Platz und Aufstieg erkämpfen, so was wurde einem noch nie geschenkt. Korea, China, Vietnam machen vor, das es trotzdem geht!
  5. #84

    F.X.Fischer

    Im gegensatz zu all den Ländern die Sie aufgezählt haben, leben die meisen Afrikaner ohne eine eigene Geschichte. Das heißt nicht, dass es keine gibt. Neben Ägypten und Äthiopien gab es in ganz Afrika verschiedene Hochkulturen vor der Kolonialzeit. Diese Geschichte wird aber nicht gelehrt. Es fehlt an einem positiven Selbstbild und Gemeinsinn.

    Mich würde aber mal interessieren, wie Sie die Probleme Afrikas erklären. Da kam bisher nicht besonders viel von ihnen, außer die anderen haben's doch auch geschafft und macht mir bloß kein schlechtes Gewissen.

    Zitat von F.X.Fischer Beitrag anzeigen
    Nun, - China macht das und niemand kritisiert China!
    Wo waren Sie die letzen zehn Jahre?
  6. #85

    Zufall oder usa?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit mehr als 20 Jahren leben die Menschen in Zentralafrika in Angst vor Joseph Kony. Der Rebell ließ Tausende Kinder für seine "Widerstandsarmee des Herrn" entführen, er ließ morden, verstümmeln, vergewaltigen - und entkam immer. Nun macht eine US-Aktivistengruppe mit einer Web-Kampagne mobil.

    Jagd auf Rebellenchef Kony: Aktivisten starten Kampagne gegen den Schlächter von Uganda - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    "und das zentralafrikanische Uganda, das ab 2012 mit der Förderung beginnen will, sind nur zwei Beispiele dieser Entwicklung.
    Quelle: Uganda: Ölvorkommen – Fluch oder Segen? | afrika-travel.de"

    nach 20 Jahren zu reagieren ist in etwa so wie nach Fukushima 20 Jahre im verseuchten Gebiet weiter zu leben und dann binnen 48 Stunden alle zu evakuieren...
  7. #86

    Kulturgeschichte

    Zitat von rantanpan Beitrag anzeigen
    ...Mich würde aber mal interessieren, wie Sie die Probleme Afrikas erklären. Da kam bisher nicht besonders viel von ihnen, außer die anderen haben's doch auch geschafft und macht mir bloß kein schlechtes Gewissen.
    Hochkulturen haben sich in jenem „Gürtel“ von Marokko/Spanien übers Mittelmeer, Naher Osten, Persien, Indien, Indochina, China, Japan entwickelt!
    Grund dürften hier die klimatischen Verhältnisse sein: die kalte und unfruchtbare Jahreszeit zwang zu kulturellen Entwicklungen: Kleidung, Gebäude, Vorratswirtschaft, Lagerung, etc.
    Aber was am wichtigsten war: über Jahrhunderte und Jahrtausende überwand man das in allen Kulturen zu Beginn verankerte Denken und Wirtschaften in kleinen Clangruppen und band sich in anonyme Großgesellschaften mit Institutionen, Regeln, Gesetzen ein, - anfangs meist durch Zwang, - später identifizierte man sich damit!
    Gegenden wie Afrika südlich der Sahara, Ozeanien, Australien, Amazonien fehlte eine solche Entwicklung: hier banden sich Stämme und Clans nur in Notzeiten zu Zweckgemeinschaften zusammen, - stabile übergeordnete Institutionen wurden nicht entwickelt, - man identifizierte sich hauptsächlich mit den persönlich bekannten Menschen und Autoritäten, - ihnen folgte man im Zweifelsfall!

    Das Leben in solidarischen Kleingruppen ohne ausgeprägte Hierarchien und Autoritäten und ohne strenge Normen, - mit einem hohen Maß an sozialistischen Bewusstsein (... in allen frühen Stammeskulturen gab es kein Privateigentum) mag uns sympathisch sein (... auch mir)!
    Eine moderne Gesellschaft aber braucht feste Regeln, - die Handeln und Erwartungshaltung von vielen Menschen aufeinander abstimmen.
    Eine leistungsfähige Wirtschaft baut man in einer anonymen Großgesellschaft nur auf, wenn man die Schaffenskraft der Tüchtigen und Mutigen dadurch weckt, dass jene auch von Ihren Leistungen profitieren (Rechtssicherheit!), - die dadurch aufkommenden Ungleichheiten müssen durch staatliche Maßnahmen ausgeglichen werden (Sozialgesetzgebung)!

    Was m. E. den Problemländern diese Welt am meisten fehlt, ist ein stabiler staatlicher Überbau mit belastbaren staatliche Organen und Gesetzen, denen man auch vertrauen kann! Hierunter könnte sich dann auch ein staatstragendes Bürgertum entwickeln. Oder vielleicht ist es auch umgekehrt, - vielleicht ist ein engagiertes und starkes Bürgertum Grundlage für einen stabilen Staat. Es war wohl kein Zufall, dass sich die Revolution von 1789 in jenem Frankreich entfaltete, das hier schon vor allen anderen Ländern durch ein gemeinsames Bewusstsein und aufstrebendes Bürgertum geeint war, - der König der zuvor verschiedenste Länder, Menschen und Rechtsformen zusammenhielt war überflüssig geworden!

    Wie auch immer: ich will jedenfalls niemand vorschreiben wie er es machen muß, - ich habe kein Patentrezept! Ich reagiere nur sehr allergisch, wenn über den Gutmenschenreflex der Grund für Not & Elend in aller Welt bei uns gesucht wird!
  8. #87

    @F.X.Fischer Kulturgeschichte

    Zitat von F.X.Fischer Beitrag anzeigen
    Gegenden wie Afrika südlich der Sahara, Ozeanien, Australien, Amazonien fehlte eine solche Entwicklung: hier banden sich Stämme und Clans nur in Notzeiten zu Zweckgemeinschaften zusammen, - stabile übergeordnete Institutionen wurden nicht entwickelt, - man identifizierte sich hauptsächlich mit den persönlich bekannten Menschen und Autoritäten, - ihnen folgte man im Zweifelsfall!
    Im laufe der Jahrtausende gab es in Afrika zahlreiche Zivilisationen, die das Gegenteil beweisen. Die Nok verwendeten heutigen Nigeria von etwa 1000 v.Chr. Bis 1000 n.Chr. Viel Zeit auf die Verarbeitung von Metall und die Herstellung von Kunstwerken. Nur möglich in einer arbeitsteilig organisierten Gesellschaft.

    Das Reich der Yoruba, (Nigeria, etwa 600 n.Chr bis ins 18, Jhd.) bestand aus mehreren Stadtstaaten, die Leo Frobenius mit dem alten Griechenland verglich.

    Die Hauptstadt des alten Ghana (Mali) hatte um 500 n Chr. ca. 20.000 Einwohner. All diese frühen Zivilisationen hatten komplexe politische Strukturen und pflegten weitverzweigte Handelsbeziehungen, vor allem das alte Ghana. Übrigens das Königreich der Asante im heutigen Ghana wies ebenso komplexe politische Strukturen mit vielen „festen Regeln“ auf, von denen man sich auch in der Gegenwart noch überzeugen kann.
    Die Theorie von Hochkulturen entlang eines Klimagütels kann dementsprechend auch nicht zutreffen.

    Ich will weder sagen, dass der Westen (obwohl er wesentlich zu den Problemen beiträgt) oder hilfsbereite Menschen an allen Problemen in Afrika Schuld sind – keineswegs! Menschen wie Kony sind ebenso Ursache. Mir stinkt es einfach, wenn Bilder von bettelnden, maulenden Afrikanern gezeichnet werden, die seit jeher „unterentwickelt“ und ohnmächtig zur Eigeninitiative sind. Das stimmt einfach nicht.

    Ich fand die Diskussion mit Ihnen aber sehr anregend … hat mich dazu bewegt, nochmal einiges nachzuschlagen.