Zigaretten-Stopp: Weniger Frühgeburten dank Rauchverbot

DPAWeniger Qualm führt zu gesünderen Babys: Wie eine Studie in Schottland ergab, gab es nach Einführung des Anti-Raucher-Gesetzes zu weniger Frühgeburten. Der weitreichende Zigaretten-Stopp hatte mehr positive Effekte als erwartet.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...819760,00.html
  1. #10

    Nun das gleiche mit Alkohol!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Weniger Qualm führt zu gesünderen Babys: Wie eine Studie in Schottland ergab, gab es nach Einführung des Anti-Raucher-Gesetzes zu weniger Frühgeburten. Der weitreichende Zigaretten-Stopp hatte mehr positive Effekte als erwartet.
    Wenn es jetzt gelänge, das gleiche für Alkohol durchzusetzen, hätte man nicht nur Frühgeburten, sondern auch prenatale Fehl- und Missbildungen massiv reduziert.
  2. #11

    Zitat von MtSchiara Beitrag anzeigen
    Nur Raucher haben bisher keinen Beitrag geleistet, so daß Zigarettenqualm als die nun stärkste und lästigste Giftbelastung der Atemluft übriggeblieben ist. Am einfachsten wäre es, wenn Raucher selbst das Problem lösen würden (z.B. durch Einführung der eZigarette) und somit Verbote überflüssig wären.
    schade nur, daß sie nicht mitbekommen haben, daß in der vorvergangenen woche der zoll in etlichen bundesländern die läden gestürmt hat, die e-zigaretten verkaufen. grund, es sei ein medikament, das nur in apotheken verkauft werden dürfe. dumm nur, daß es für die e-zigaretten EU-weit in keinem land eine solche einstufung gibt. soviel dazu.

    und nur weil sie die abgase jetzt nicht mehr riechen, heißt das noch lange nicht, daß da auch keine mehr wären. mittlerweile sind die rußpartikel so fein, daß sie wesentlich besser lungengängig sind als die rußpartikel aus älteren "dreckschleudern". dafür aber geruchsneutral und optisch kaum noch wahrnehmbar. ebenso wie der abrieb von milliarden autofahrten täglich und die feinstäube die aus millionen druckern jeden tag in die büros emittiert werden. schön auch hier, man sieht sie nicht, und trotzdem atmen sie das jeden tag ein.

    und was das frühgeburtenwunder betrifft. einzig und allein eine einzige mögliche ursache zu untersuchen, zeigt, daß es hier um politik und nicht um gesundheit geht. so sehr sich alle auch bemühen, noch immer konnte wissenschaftlich einwandfrei ein einziger fall nachgewiesen werden, daß mit dem rauchen assoziierte krankheiten tatsächlich vom rauchen kommen, da auch nichtraucher an den gleichen krankheiten erkranken und sterben.

    andere faktoren, wie z.b. rückstände im trinkwasser, (die gab es auch schon vor 20-25 jahren) aus allen möglichen medikamenten und in neuester zeit aus nanopartikeln werden bei der studie komplett ausgeblendet. und dabei gibt es beim wasser sogar eine doppelte belastung, einmal wenn es getrunken wird und zum zweiten, wenn es beim baden, duschen und händewaschen über die haut aufgenommen wird. die haut ist das größte organ des menschen. und wenn medikamente mit spezialpflastern über die haut aufgenommen werden können, dann können auch medikamentenrückstände so über die haut aufgenommen werden.

    es geht primär um den marktkonformen menschen in der marktkonformen demokratie. ich hatte eingangs eine studie verlinkt, dazu einen link, in dem ausgewählte passagen auf deutsch enthalten sind.

    der wichtigste aspekt bei der studie steht auf seite 7 (des reports) unten. die kosten die der wirtschaft durch frühgeburten entstehen.

    der marktkonforme mensch in der marktkonformen demokratie raucht nicht, trinkt nicht, isst nur "gesundes" essen, bringt seine kinder zum "richtigen" zeitpunkt auf die welt, und stellt seine ganze energie und arbeitskraft möglichst preiswert der wirtschaft zur verfügung.
  3. #12

    Es ist schon etwa einfältig,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Weniger Qualm führt zu gesünderen Babys: Wie eine Studie in Schottland ergab, gab es nach Einführung des Anti-Raucher-Gesetzes zu weniger Frühgeburten. Der weitreichende Zigaretten-Stopp hatte mehr positive Effekte als erwartet.

    Zigaretten-Stopp: Weniger Frühgeburten dank Rauchverbot - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft

    zu behaupten, weil weniger Frauen rauchten, habe die Zahl der Frühgeburten abgenommen.

    Da kann man ja auch behaupten, die Tatsache, dass heute weniger Kinder geboren würden als vor hundert Jahren, beweise, dass die Kinder von den Störchen gebracht würden, denn die Zahl der Störche habe ebenfalls abgenommen.

    Ich habe das Rauchen mit 16 Jahren aufgegeben, weil es mir von da an erlaubt war. Für diejenigen, die gerade mit 16 anfingen, hatte ich nur eine gewisse Verachtung übrig.
    Jetzt, wo das rauchen immer mehr verboten wird, kehrt meine Lust zu rauchen mit Wucht zurück.
  4. #13

    ...

    Zitat von Matze Ballen Beitrag anzeigen

    Insgesamt also unauffällig - zu einem Rückgang von 10% kommt man mit viel gutem/bösen Willen nur, wenn man den höchsten Wert vor Einführung (7,9%) mit dem Wert für 2010 (7,2%) vergleicht.

    ...

    4. "Ein Zusammenhang zeige sich sowohl bei rauchenden als auch selbst nicht rauchenden Müttern"

    Hallo?! Jemand zu Hause? Wenn sich die angeblichen Effekte sowohl bei Rauchern als auch bei Nichtrauchern feststellen lassen -- braucht es dann noch einen deutlicheren Hinweis, dass das Rauchverbot nichts damit zu tun hat?

    Im Umkehrschluss hieße das ja, dass sowohl Nichtraucherschutz als auch aktives Rauchen das Risiko von Frühgeburten und geringem Geburtsgewicht senken. ...vielleicht haben Raucher aber auch einfach nur von der geringeren Passivrauch-Belastung profitiert. *kopfschüttel*


    Ein gutes Beispiel für Forschung, die wissenschaftliche Standards, den politischen Zielen (Rauchverbote) unterordnet. Vom Spiegel sollte man eigentlich mehr erwarten, als nur Pressemitteilungen zu übersetzen.
    Der Rueckgang von 10% ist ein Ergebnis des statistischen Modells, nicht eine Zahl, die man sich genehmerweise durch Auswahl beliebiger Einzelwerte zurechtschustern kann - uebrigens kommt diese Zahl ja auch mit einem Konfidenzintervall (es ist also ein geschaetzter Parameter).
    Und was ist so verwunderlich daran, dass Nichtraucher von der geringeren Rauchbelastung profitieren???? Profitieren auch nur Autofahrer von geringeren Abgas-Emissionen?
    Ihr Argument beruht vor allem darauf, Einzelwerte ueberzuinterpretieren und nicht statistische Muster zu betrachten. (auch ein typischen Verhalten von Leugnern des Klimawandels: dieses Jahr war der Winter aber sehr kalt - also kann es keine globale Erderwaermung geben...) Dies erweckt kein Vertrauen in ihre Faehigkeit Daten zu interpretieren.
  5. #14

    Medizinische Vorsorge hilft auch

    Frühgeburten lassen sich auch durch
    medizinische Maßnahmen verhindern.
    Meine Frau war Nichtraucherin als sie mit unserem ersten Kind schwanger war.
    Nach sechs Monaten setzten ab und zu Wehen ein.
    Sie bekam wehenhemmende Mittel und der Muttermund wurde zugenäht.
    Das Kind kam termingerecht zur Welt.
    Ohne die Maßnahmen wäre eine Frühgeburt wahrscheinlich gewesen.
    Vielleicht hat sich die medizinische Versorgung Schwangerer in Schottland in den letzten Jahren ja verbessert, so dass es deshalb zu weniger Frühgeburten kommt.
  6. #15

    Zitat von inci2 Beitrag anzeigen
    der marktkonforme mensch in der marktkonformen demokratie raucht nicht, trinkt nicht, isst nur "gesundes" essen, bringt seine kinder zum "richtigen" zeitpunkt auf die welt, und stellt seine ganze energie und arbeitskraft möglichst preiswert der wirtschaft zur verfügung.
    dem kann ich nur beipflichten. würde allerdings zu marktkonform noch regelkonform und gesellschaftstauglich hinzufügen.
    irgendwann wird sich in diesem ganzen einheitsbrei, der frei von jeder eigenverantwortung ist, keinerlei individualität mehr finden lassen.
  7. #16

    ...

    Zitat von WILHHERDE Beitrag anzeigen
    Da kann man ja auch behaupten, die Tatsache, dass heute weniger Kinder geboren würden als vor hundert Jahren, beweise, dass die Kinder von den Störchen gebracht würden, denn die Zahl der Störche habe ebenfalls abgenommen.
    Da spricht der statistische Fachmann!! Eines der Lieblingsargumente hier im Forum ist immer, Korrelation bedeute nicht Kausalitaet. Voellig richtig - fuer wie abgundtief doof und inkompetent werden Wissenschaftler eigentlich gehalten? Eine Korrelation zwischen zwei Groessen ist aber nun mal ein hervorragender Hinweis auf Verursachung wenn es klare und bekannte Mechanismen gibt, die die beiden Groessen verbinden. Solche Mechanismen sind nun mal nicht fuer Stoerche und Babies bekannt, aber sehr wohl fuer Zigarettenrauch und Geburtsschaeden.
  8. #17

    Zitat von Suppenhahn Beitrag anzeigen
    Wenn es jetzt gelänge, das gleiche für Alkohol durchzusetzen, hätte man nicht nur Frühgeburten, sondern auch prenatale Fehl- und Missbildungen massiv reduziert.
    Ja, allerdings wäre eine dem Rauchverbot entsprechende Einschränkung des Alkoholkonsums schon nicht durchsetzbar, weil hier eine entsprechende Rechtfertigung fehlt.
    Mit dem Rauchverbot werden Nichtraucher vor dem Passivrauchen geschützt und Raucher dafür in ihrem Recht auf das Rauchen eingeschränkt. Beim Alkoholkonsum ist diese Ausgangslage nicht gegeben.
  9. #18

    medizinische Versorgung

    Zitat von WILHHERDE Beitrag anzeigen
    Frühgeburten lassen sich auch durch
    medizinische Maßnahmen verhindern.
    Meine Frau war Nichtraucherin als sie mit unserem ersten Kind schwanger war.
    Nach sechs Monaten setzten ab und zu Wehen ein.
    Sie bekam wehenhemmende Mittel und der Muttermund wurde zugenäht.
    Das Kind kam termingerecht zur Welt.
    Ohne die Maßnahmen wäre eine Frühgeburt wahrscheinlich gewesen.
    Vielleicht hat sich die medizinische Versorgung Schwangerer in Schottland in den letzten Jahren ja verbessert, so dass es deshalb zu weniger Frühgeburten kommt.
    Ich denke, dass man auch vor 5 Jahren und auch in Schottland schon so weit war das Leben des Kindes zu retten, falls eine Frühgeburt im 6 Monat anstand.
    Aber wenn das Kind nur 2 Wochen oder vielleicht auch 4 Wochen zu früh auf die Welt kommt, wird man wohl eher der Natur ihren Lauf lassen, anstatt die Mutter mit Medikamenten voll zu pumpen und den Muttermund zu zu nähen.

    Aber auch ein paar Wochen zu früh geboren macht schon einen großen Unterschied für die Entwicklung des Kindes.

    Es war schon vor den ganzen Nichtraucherschutzgesetzen klar, dass Raucher statistisch gesehen kleinere Kinder bekommen und diese Kinder anfälliger für Krankheiten sind.

    So gesehen gehören Embryonen und (Klein-)kinder auf jeden Fall auch zu den Nichtrauchern, die durch die einschlägigen Gesetze geschützt werden.
  10. #19

    eklatanter Fehler

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Weniger Qualm führt zu gesünderen Babys: Wie eine Studie in Schottland ergab, gab es nach Einführung des Anti-Raucher-Gesetzes zu weniger Frühgeburten. Der weitreichende Zigaretten-Stopp hatte mehr positive Effekte als erwartet.

    Zigaretten-Stopp: Weniger Frühgeburten dank Rauchverbot - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Das auf den ersten Blick unseriöseste Detail, das einem sofort ins Auge springt: Es ist unterblieben, bei jeder einzelnen Schwangerschaft und Geburt, die in die Statistik einfloss, mit zu erfassen und statistisch zu berücksichtigen, inwieweit die jeweilige Mutter während der Schwangerschaft geraucht hat.