Kampf gegen Übergewicht: Uno-Experte fordert Steuer auf Cola und Junk Food

DPAIn Frankreich gibt es eine Cola-Steuer, Dänemark erhebt eine Fettsteuer. Experten der Vereinten Nationen fordern auch von anderen reichen Industriestaaten, Abgaben auf Dickmacher einzuführen. Damit sollen die Bürger Lust auf gesunde Lebensmittel bekommen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...819702,00.html
  1. #200

    Zitat von thebear Beitrag anzeigen
    Der Staat muss das Prinzip "durch Steuern steuern" gewissenhaft und dem Sinn gemäss anwenden.

    Das heisst nicht mehr und nicht weniger, dass bei Konstanthaltung der Gesamtsteuerlast (Abgaben natürlich eingeschlossen) ungesundes, schädliches Verhalten (Fett, Energieverbrauch, Spekulationsgewinne) hoch besteuert werden muss, dafür aber Steuern auf gesundes und nützliches Verhalten gesenkt werden müssen (Arbeit, Bioprodukte, Ausbildung).
    Und genau das ist abzulehnen. Die Steuern sollten ideologiefrei erhoben werden. Ob die Menschen sich gesund oder ungesund ernähren bleibt ihnen überlassen. Allerdings sollten die Gesundheitskosten nicht subventioniert werden, dass jeder die Verantwortung für seine Entscheidungen trifft.
  2. #201

    Durch Steuern steuern

    Zitat von Steve Holmes Beitrag anzeigen
    Und genau das ist abzulehnen. Die Steuern sollten ideologiefrei erhoben werden. Ob die Menschen sich gesund oder ungesund ernähren bleibt ihnen überlassen. Allerdings sollten die Gesundheitskosten nicht subventioniert werden, dass jeder die Verantwortung für seine Entscheidungen trifft.
    Diese Meinung dürfen Sie natürlich haben, und die "Liberalen" würden Ihnen zustimmen, aber Sie müssen sich auch darüber im Klaren sein, dass ideologiefreie Steuern völlig unmöglich sind, auch in der Theorie.

    Zur Einfachheit gehen wir mal davon aus, dass die Ausgaben des Staates feststehen, und nun die Entscheidungen getroffen werden woher das Geld kommen soll.

    Sie werden doch nicht behaupten wollen, dass es auch nur ansatzweise möglich wäre irgendeine Steuer (oder Abgabe) als "ideologiefrei" zu definieren.

    Jede Steuer hat Auswirkungen auf das Verhalten der Besteuerten, ob beabsichtigt oder nicht. Sind Regierung und Parlament von kompetententen Leuten besetzt, wir man versuchen erstrebenswertes Verhalten zu fördern, nicht erstrebenswertes Verhalten zu erschweren.

    Das ist, und sollte sein, das A und O der Steuer und Abgabenpolitik.

    Was als (nicht)erstrebenswert aufgefasst wird, wird aber in der Tat durch die "Ideologie", netter gesagt, durch die politische Ueberzeugung bestimmt.
  3. #202

    Zitat von thebear Beitrag anzeigen
    .....Sind Regierung und Parlament von kompetententen Leuten besetzt, wir man versuchen erstrebenswertes Verhalten zu fördern, nicht erstrebenswertes Verhalten zu erschweren.

    Das ist, und sollte sein, das A und O der Steuer und Abgabenpolitik.

    Was als (nicht)erstrebenswert aufgefasst wird, wird aber in der Tat durch die "Ideologie", netter gesagt, durch die politische Ueberzeugung bestimmt.
    ...schön wäre es aber, wenn diese politische entscheidungen irgendwas mit belegbaren Tatsachen zu tun hätten. Die fehlen in dem diskutierten Thema nämlich völlig - im Gegenteil. Da werden ganz normale Produkte, die der Mensch sogar noch als Nahrung BRAUCHT (Fett), verteufelt, nur weil manche Menschen diese mißbrauchen. Unter DER Prämisse könnten wir so gut wie alles verteufeln und verbieten.
  4. #203

    Richtig

    Zitat von peddersen Beitrag anzeigen
    ...schön wäre es aber, wenn diese politische entscheidungen irgendwas mit belegbaren Tatsachen zu tun hätten. Die fehlen in dem diskutierten Thema nämlich völlig - im Gegenteil. Da werden ganz normale Produkte, die der Mensch sogar noch als Nahrung BRAUCHT (Fett), verteufelt, nur weil manche Menschen diese mißbrauchen. Unter DER Prämisse könnten wir so gut wie alles verteufeln und verbieten.
    Da haben Sie ja völlig recht. Deswegen soll ja Fett, Cola usw. nicht "verteufelt" und verboten werden, sondern eben nur ein bisschen teurer.

    Genau damit werden ja nur die Leute beeinflusst, die diese Sachen missbrauchen = sehr viel davon nehmen.

    Das ist doch das Vorteilhafte der Methode "durch Steuern steuern", dass man
    - nicht 100%-tige Beweise erbringen muss (beim Rauchen hat man übrigens auch gesehen, wie selbst bei einer relativ klaren Lage wissenschaftliche Beweise ewig lange dauern oder gar nicht zu erbringen sind)
    - man nichts verbieten muss
    - man Steuern für eindeutig erstrebenswerte Dinge (z.B. Arbeit) senken kann

    Ganz generell kann ich nur meiner Ueberzeugung Raumgeben: So wenig wie möglich Bürokratie, aber steuernde Rahmenbedingungen. Die Mehrzahl der Bürger in eine bestimmte Richtung steuern, aber jedem Individuum die Freiheit lassen Vorlieben auszuleben.