Frauen und Karriere: "Die Quote gegen den Feigenblatt-Effekt"

CorbisFrauen haben heute bessere Chancen im Beruf als vor wenigen Jahren. Monika Schulz-Strelow von "Frauen in die Aufsichtsräte" fürchtet aber Stillstand, denn viele Chefs fragen nun: "Was wollt Ihr noch, wir haben doch eine Frau im Vorstand?" Im Interview verrät sie, wann Förderung für alle Seiten etwas bringt.

http://www.spiegel.de/karriere/0,1518,818033,00.html
  1. #10

    Lieber Frau Schulz-Doppelname

    Das kommt davon, wenn man politische Wissenschaften und Sprachen studiert, und nichts mit Zahlen.

    Hätten sie mal besser was "mit Mathe" studiert, dann wäre das auch was mit der Karriere in der Wirtschaft geworden.

    Warum? Machen wir mal ein klein wenig Statistik:

    1. Die allermeisten DAX-Vorstände sind 50-55 jahre alt. Haben also vor ca. 35 Jahren, d.h. Mitte der 1970er ihre Karriere mit dem Abitur begonnen. Wie hoch war die Quote an Abiturientinnen damals?
    Höher kann der Anteil an Frauen in DAX-Vorständen heute also gar nicht sein.

    2. Die allermeisten DAX-Vorstände sind Akademiker. d.h. ein Hochschulstudium ist (wohl) Voraussetzung. Wie hoch war der Anteil der Frauen eine Jahrgangs, der Mitte der 1970er ein Studium begonnen und es irgend wann Ende der 1970er/ Anfang der 1980er abgeschlossen hat?
    Höher kann der Anteil an Frauen in DAX-Vorständen heute also gar nicht sein.

    3. Die allermeisten DAX-Vorstände sind entweder Ingenieure (da zähle ich jetzt mal richtige Informatiker dazu), Naturwissenschaftler (und zwar anwendungsorientiert und nicht als Biologin Kröten zählen im Westerwald), Rechtswissenschaftler oder Wirtschaftswissenschaftler. Wie hoch war der Anteil der Erstsemester Mitte der 1970er in diesen Fächern?
    Höher kann der Anteil an Frauen in DAX-Vorständen heute also gar nicht sein.

    Sie sehen. Wenn man ein Fach studiert hat das etwas mit Zahlen zu tun hat kommt man recht schnell auf den Trichter, dass selbst 10% Anteil von Frauen in den DAX-Vorständen heute nicht möglich sind, da es schlicht keinen adäquqten Anteil an Frauen dieser Generation gibt, der die erforderlichen Voraussetzungen mitbringt.

    Und da haben wir so nette Nebenbedingungen wie eine ununterbrochene Vollzeitarbeitsvita mit wechselnden Einsatzorten alle 3-5 Jahre (incl. Ausland,...) und 60-80 Stundenwoche noch gar nicht berücksichtigt.

    Wenn heute 50% der Frauen eines jeden Jahrgangs ein Studum der o.g. Fachrichtungen beginnen und abschließen und dann die selbe Knochenmühle durchmachen wie die Männer, dann bin ich gerne bereit, im Jahr 2042 mit Ihnen für eine 50%ige Frauenquote zu kämpfen.

    Aber man kann ungleiches einfach nicht gleich machen.
    Was auch für den Vergleich mit anderen Ländern gilt, da dort oft ganz andere Unternehmen dominieren und keine derart hohe Industrialisierung als Haupt(export)wirtschaftsfaktor vorhanden ist.


    Und zu Politologen fällt mir nur eines ein. Das sind für mich quasi die Eunuchen des Politikbetriebs. Sie wissen zwar genau wie man es macht, aber selbst können sie es nicht (sonst wären sie ja in der Politik).