Plagiatsaffäre : FDP-Abgeordneter verliert Doktortitel

DPADie Universität Köln hat dem FDP-Bundestagsabgeordneten Bijan Djir-Sarai seinen Doktortitel aberkannt. Der Promotionsausschuss begründete das mit einem Verstoß gegen die Regeln wissenschaftlichen Arbeitens. Eine Doktorarbeit müsse "eine vollständige wissenschaftliche Eigenleistung" sein.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...819496,00.html
  1. #30

    sind..

    Zitat von Flesh-Gordon Beitrag anzeigen
    Könnten Sie bitte ein Link zu dieser Satistik setzen, oder erläutern, wo sie diese gefunden haben?
    Ich habe 3,5 Jahre (als billige Arbeitskraft) an einer dt. Großforschungsanlage an meiner Diss. gearbeitet, wie viele andere auch. Möglichkeiten zum Abschreiben ......
    sie doch stolz,denn sie gehören zu den 2/3.
  2. #31

    Zitat von ginakatze Beitrag anzeigen
    warum sucht keiner mal bei der SPD, den Grünen und den Linken nach Plagiaten, seltsamerweise immer bei CDU, FDP und CSU

    das mutet schon sehr merkwürdig an, ein Schelm der böses dabei denkt
    Für wie minderbemittelt halten Sie die Parteiapparate von CDu/CSU und FDP? Meinen Sie nicht, die setzen alle Hebel in Bewegung, um ein ausgeglichenes Sündenregister zu erreichen und haben Forscher angesetzt?

    Scheint wohl an etwas anderem zu liegen. Zu doof.
  3. #32

    Alle Doktoren

    Zitat von allereber Beitrag anzeigen
    Laut Statistik ist jeder dritte Doktorentitel illegal.
    Sogar bei Medizinern.
    Die meißten Krankenschwester und Pfleger haben
    mehr Wissen als die Herren in weißen Kittel.
    In der DDR bekamen nur poltisch SED freundliche,
    diesen Titel.
    schreiben aber "die meisten" richtig.
    QED: Vox populi vox Rindvieh
  4. #33

    Hallo Fritz

    Zitat von OlMan Beitrag anzeigen
    ... Zitat:
    "Die Titel sind nur Zierden für Alberne; große Männer brauchen nur ihre Namen."
    (Friedrich II., der Große, (1712 - 1786), preußischer König)
    als Anrede hätten Majestät aber kaum goutiert.
  5. #34

    Als kleinen Ausgleich sollten deshalb...

    Zitat von allereber Beitrag anzeigen
    Laut Statistik ist jeder dritte Doktorentitel illegal. Sogar bei Medizinern. Die meißten Krankenschwester und Pfleger haben mehr Wissen als die Herren in weißen Kittel.
    In der DDR bekamen nur poltisch SED freundliche, diesen Titel.
    ...alle schwarz-gelben Abgeordneten diesen Titel ebenfalls von vornherein zuerkannt bekommen!
    Dann könnten sich die universitären Doktor-Jäger endlich in Ruhe auch mal den ganzen linken Plagiatoren zuwenden, für die sie im Moment anscheinend einfach keine Zeit mehr übrig haben...

    (Haben die Meißter der Rechtschraibung in DDR, denn gar keinen Titel bekommen???)
  6. #35

    wer hält Sie ab?

    Zitat von links_rechts Beitrag anzeigen
    All das kann ich nur unterschreiben.
    Wobei auch auffällig ist, das bisher nur Politiker von CDU/CSU sowie FDP auf Plagiate untersucht wurden. Bei Politikern aus dem linken Spektrum erlahmt der Ehrgeiz von Usern von Vroniplag und Clonen auf einmal merklich.
    Ein Schelm, wer Böses dabei vermutet...
    Na dann hängen Sie sich mal rein, wer hält Sie ab?

    In Bayern hängt die halbe Junge Union im Internet, aber seltsamerweise haben die bis heute noch keine profunden Erkenntnisse.
  7. #36

    Harte Fächer

    Zitat von Mel.M Beitrag anzeigen
    Nicht nur in harten Fächern - auch in den Sozialwissenschaften.
    ...
    Vielleicht ist ein Lösung, dass ein Professor das Recht zu promovieren zumindest vorübergehend verliert, wenn unter seinen Promovierten ein Plagiat entdeckt wird. Oder er/sie müssten in Zukunft immer mit externen Drittgutachter promovieren. Das hätte sicherlich eine abschreckende Wirkung und würde bei den Professoren zu mehr Aufmerksamkeit führen.
    Die Koinzidenz zwischen Plagiatshäufigkeit und Studienfach ist in meiner Wahrnehmung schon größer als die zur Parteiangehörigkeit. Die allermeisten Fälle scheinen doch bei BWL, Jura und artverwandten Fächern aufzutauchen, und das sagt m.E. schon etwas über die Sicht von Professoren und Studenten in diesen Fachbereichen auf "wissenschaftliches" Arbeiten aus. Den o.g. Vorschlag, auch Sanktionen gegen die Doktorväter von Plagiatoren zu ermöglichen, finde ich daher sehr interessant.

    Ich kenne bisher noch keinen Plagiatsfall aus Mathematik, Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, etc. Das Wissenschaftsverständnis ist dort eben doch ein anderes, und die Herangehensweise an eine Promotion sowieso.

    Vermutlich ist in CDU/CSU und FDP einfach der Anteil an Menschen höher, die einen Titel in BWL oder Jura haben und diesen Titel primär als Aushängeschild erworben haben, ohne an wissenschaftlicher Arbeit interessiert zu sein.

    Als promovierter Mathematiker und (noch) FDP-Mitglied und ehemaliger Naumann-Stipendiat habe ich da einige persönliche Erfahrungen. In den Naumann-Seminaren war ich immer der totale Exot.