Kampf der Ministerinnen: Drei Frauen, drei Quoten

REUTERSEine Frauenquote für ganz Europa? EU-Kommissarin Viviane Reding droht großen Konzernen mit neuen Vorgaben aus Brüssel. Fraglich ist allerdings, ob sie sich damit durchsetzen kann. Der Fall Deutschland zeigt: Schon innerhalb einer Regierung gibt es komplett unterschiedliche Meinungen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...819371,00.html
  1. #1

    Kampfhennen tragen ihren Streit öffentlich aus

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine Frauenquote für ganz Europa? EU-Kommissarin Viviane Reding droht großen Konzernen mit neuen Vorgaben aus Brüssel. Fraglich ist allerdings, ob sie sich damit durchsetzen kann. Der Fall Deutschland zeigt: Schon innerhalb einer Regierung gibt es komplett unterschiedliche Meinungen.

    Kampf der Ministerinnen: Drei Frauen, drei Quoten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Es ist scheußlich, wenn sich Frauen auf dem Rücken von Frauen profilieren wollen! Wäre es nicht sinnvoller zunächst hinter verschlossenen Türen eine einheitliche Position zu suchen - da shilft den Frauen - anstatt hier populistisches, dummes Zeug zu schwafeln.
  2. #2

    Quoten, Quoten, Quoten

    Egal ob Frauen, Migranten oder Homos, den EU-Diktatoren ist das Leistungsprinzip egal. Wie wäre es mit mehr Frauen in harten Drecksjobs? Ich meine, wieso sollen sie denn bequem vom Bürosessel aus führen, bloss weil sie Weiblein sind? Sollen sie bei der Reinigung hochgiftiger chemischer Tanks, bei der Feuerwehr, Seenotrettunsdienst, Bergwacht, in der Kanalisation in der Scheisse heumwühlen. Verordnet, per Quote. Ach, solche Quote wäre ihnen dann doch nicht genehm?
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine Frauenquote für ganz Europa? EU-Kommissarin Viviane Reding droht großen Konzernen mit neuen Vorgaben aus Brüssel. Fraglich ist allerdings, ob sie sich damit durchsetzen kann. Der Fall Deutschland zeigt: Schon innerhalb einer Regierung gibt es komplett unterschiedliche Meinungen.

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    Hallo,

    diese ganze diskussion ist absurd denn wenn man Frauenquoten verlangt muss mann auch Männerquoten verlangen UND wenn man gleichen lohn fordert muss man das ganze lohngefüge gleichsetzen. Warum verdient ein manager mehr als ein busfahrer? Mir kommen diese gleichmachereien ja irgendwie bekannt vor.
  4. #4

    Man muss beim Gesetzgeber anfangen

    Frauen-, Homo-, Behinderte-, Alters-, Führerschein-, Berufsgruppen-, Kinderzahl-,... quoten für Abgeordnete!

    Wenn man alle Begehrlichkeiten zusammen nimmt, kann man sich die Wahlen sparen, es gibt dann nur noch eine zulässige Zusammensetzung des Parlaments. Normale Wahlen würden ja nur unzulässige Parlamente produzieren.

    Entscheidungen waren gestern, jetzt haben wir klare Richtlinien!
  5. #5

    Vorstellungen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine Frauenquote für ganz Europa? EU-Kommissarin Viviane Reding droht großen Konzernen mit neuen Vorgaben aus Brüssel. Fraglich ist allerdings, ob sie sich damit durchsetzen kann. Der Fall Deutschland zeigt: Schon innerhalb einer Regierung gibt es komplett unterschiedliche Meinungen.

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    Was haben die "Politessen" um Schröder eigentlich erwartet? Glaubten sie, dass in weniger als 12 Monate ein größerer Teil der Aufsichtsrat- und Vorstandsmandate für ihre Schwestern geräumt werden? Für deren Besetzung ist weniger das Geschlechtsmerkmal, sondern vor allem Fachkompetenz und Führungsfähigkeit ausschlaggebend. Es geht hier um Privatgeld, nicht um Staatsknete. Fähige Kandidatinnen kann man nicht in 12 Monaten herbei zaubern, die müssen über Jahre heran gebildet werden. Vor allem in technischen Branchen.

    In der Politik gehts auch, werden einige sagen, Ja, da gehts, da ist Sachverstand auch nicht vorrangig, sondern vor allem Kommunikationsfähigkeit und Opportunismus.
  6. #6

    tiev verwurzelter Sexismus

    Zitat von Haligalli Beitrag anzeigen
    Es ist scheußlich, wenn sich Frauen auf dem Rücken von Frauen profilieren wollen! Wäre es nicht sinnvoller zunächst hinter verschlossenen Türen eine einheitliche Position zu suchen - da shilft den Frauen - anstatt hier populistisches, dummes Zeug zu schwafeln.
    Warum sollten Politiker auf einmal die öffentliche debatte scheuen, nur, weil sie weiblich sind? Männer streiten, diskutieren und argumentieren doch auch lebhaft und verteidigen ihre Positionen. Sollen Frauen sich alle verstecken oder ihre Meinungen geheim halten? Oder erwarten Sie ernsthaft, dass die 40 Millionen Frauen in Deutschland in allen Punkten gleicher Meinung sind, weil sie Frauen sind?

    Wie verbreitet Sexismus leider immer noch in unserer Gesellschaft ist, zeigt sich schon an Ihrer Verwendung des Begriffes "Kampfhennen" die "dummes Zeug schwafeln" (wie wäre es stattdessen mit einem sachlichen Kommentar?) - damit beschreiben Sie drei Politikerinnen mit unterschiedlichen Positionen zu einem bestimmten Thema, die um eine Lösung ringen. Was dies mit Geflügelmetaphern zu tun hat, entzieht sich meiner Kenntnis.
  7. #7

    real existierende Männerquoten

    Zitat von kdshp Beitrag anzeigen
    diese ganze diskussion ist absurd denn wenn man Frauenquoten verlangt muss mann auch Männerquoten verlangen.
    Es gibt real existierende Männerquoten - siehe Guttenberg und jeden Mann, der glaubt, nur aufgrund seiner Leistung eingestellt worden zu sein, aber eigentlich nur deswegen genommen wurde, weil er nicht schwanger werden kann.

    Den meisten Männern ist dies überhaupt nicht bewusst, dass sie - mit dem gleichen Lebenslauf, Zeugnis, Arbeitserfahrung, Erfolg - als Frauen ihre Position vermutlich nicht bekommen hätten.
  8. #8

    Dichtung und Wahrheit

    1. Nein, es gibt keinen Nachweis dass Unternehmen mit Frauen zwingend erfolgreicher sind als solche mit Männern (Korrelation und Kausalität sollte man auseinanderhalten können...auch in der Spon-Redaktion). Wäre auch absurd und hätte i.ü. ähnlichen Aussagegehalt wie "Unternehmen mit blonden Mitarbeitern sind erfolgreicher als solche mit braunhaarigen"...ein Bravo für so viel Wissenschaftlichkeit.

    2. Ja, Frau Reding ist wirklich zu allem bereit. Vor allem zur systematischen Geschlechterdiskriminierung von Männern. Auch Ihnen ein Bravo Frau Reding - und noch einen Tipp: Lesen Sie mal ihre eigenen EU-Richtlinien zu dem Thema und schauen Sie sich kurz mal die Rechtsprechung zum europäischen Gerichtshofs an. Könnte ihren Bildungsstand deutlich anheben.

    3. Wer "verzichtet" denn auf Frauen, Fr. vdLeyen? Meinen Sie Müllabfuhr, Bergbau...oder wieder mal nur Vostandsposten?! Kann es zudem sein dass Unternehmer einfach nicht so ganz verstehen wollen warum sie Frauen permament bevorzugen sollen ? Warum sollen etwa Männer die "Ochsentour" für Karrieren machen, Frauen aber bequem per Quote? Ist das Gerechtigkeit a la vdLeyen?

    4. Schröder wird früher oder später umkippen, ihr fehlt einfach das Standing. Bleibt mal wieder Fr. Leutheusser-Schnarrenberger, die als Juristin wohl noch das ausgeprägteste Gerechtigkeitsverständnis hat und folgerichtig gegen die Quote ist.
    Wirklich mal ein Merkmal das die F.D.P. deutlich positiv von den anderen Parteien abhebt - hier könnte sie wirklich mal Profil gewinnen in dem sie sich dieser Kampagne (vgl. nur den aktuellen Stern...plumper gehts nimmer) verweigert.
  9. #9

    Artikel 3, GG

    Ich zitiere hier mal Artikel 3, Absatz 3 unseres Grundgesetzes:
    ,,Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden."

    Man darf also aufgrund des Geschlechtes nicht benachteiligt werden, aber auch nicht bevorzugt. Ist eine Quote den etwas anderes, als eine Bevorzugung der Frauen und eine Benachteiligung der Männer?

    Wieso reicht dieser Artikel unserer Verfassung (nur zur Erinnerung) nicht aus, um die ganze Diskussion zu beenden? Ist die Verfassung nicht der Boden auf dem die Diskussion erlaubt ist und alles darüber hinaus gehende ist verfassungswidrig?

    Es ist eine Ungeheuerlichkeit, dass unser Grundgesetz von Institutionen, wie der EU oder den Vereinten Nationen, einfach so ausgestochen werden kann, obwohl beide über keinerlei demokratische Legitimation verfügen?

    Und noch eine kleine Anekdote:
    Als ich vor einigen Monaten (es war noch letztes Jahr) eine ähnlich Diskussion in einem Forum hier verfolgte, fragte ich mich, warum den die Grünen so offensichtlich gegen diesen Artikel 3 verstoßen, also fragte ich bei unserem grünen Ortsverbandsprecher nach.
    Eine Antwort ließ nicht lange auf sich warten, er fände die Frage interessant und habe sie an einen Kollegen weitergeleitet, der neben der Parteiarbeit noch als Anwalt tätig sei.
    Auf dessen Einschätzung warte ich immer noch, kann mir jemand hier im Forum helfen, am liebsten mit Quellenangabe.
    Ich frage mich ernsthaft, fern jeglicher Polemik, wie Quote und Artikel 3 zusammenpassen.