Debatte über Frauenquote: Streichelzoo-Journalismus

Seit 350 Journalistinnen eine Frauenquote für Führungspositionen in den Redaktionen gefordert haben, wird in den Verlagshäusern heftig gerechnet. Wenn eines beweist, dass die Zeitenwende unaufhaltsam ist, dann die um Anerkennung bettelnde Reaktion der Männer an der Spitze.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...819303,00.html
  1. #1

    Frauenquote

    Ist das ein Scherz?

    Beim Spiegel arbeiten 78 % Männer in den relevanten Bereichen. Gleichzeitig sind aber nur 66 % der Führungspositionen mit Männern besetzt? Früher nannte man so etwas kurzerhand Diskriminierung. Stattdessen soll eine Frauenquote eingeführt werden - um die armen überrepräsentierten Frauen zu fördern....

    Das ist ja wohl keine Förderung der Gleichberechtigung, sondern ganz simpel positive Diskriminierung - also Diskriminerung des Bevölkerungsanteils, der mit Hilfe von Gesetzen und gesellschaftlichem Druck aus seiner angeblichen dominanten Position herausgedrückt werden soll. Was bei Behinderten durchaus in Ordnung ist, ist bei Geschlechtern alles andere als das. Soweit ich weiß kämpfen Frauen schließlich schon lange dafür, als gleichberechtigt angesehen zu werden und nicht als behinderte Randgruppe.
  2. #2

    wird es...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit 350 Journalistinnen eine Frauenquote für Führungspositionen in den Redaktionen gefordert haben, wird in den Verlagshäusern heftig gerechnet. Wenn eines beweist, dass die Zeitenwende unaufhaltsam ist, dann die um Anerkennung bettelnde Reaktion der Männer an der Spitze.

    Debatte über Frauenquote: Streichelzoo-Journalismus - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    dann demnächst in Stellenanzeigen auch Formulierungen geben wie: "Aufgrund der Überrepräsentation von Frauen in unsererer Firmenstruktur stellen wir bei gleicher Eignung bevorzugt Männer ein"?
    Ich hatte in unserem Hause 70 Mitarbeiter (Frauenanteil 75 %) bei der oben beschriebenen Sachlage diesen Vorschlag gebracht und relativ viel Gegenfeuer erhalten.
    Man hat sich dann auf ein etwas schwammiges "Ausgewogenheitsziel" geeinigt...
  3. #3

    Erste?

    "bei der Frau, die es als erste in der westlichen Welt an die Spitze einer Regierung schaffte"

    Ist es "westliche Überheblichkeit" oder "männliche Unkenntnis", hier für Frau Thatcher eine Sonderrolle zu definieren? Gehört Israel nicht zur westlichen Welt? Und gebührt Golda Meir dann dieser Titel? Oder wozu gehört Sri Lanka, wo Sirimavo Bandaranaike als erste Frau weltweit Regierungschefin wurde? Und auch Indira Gandhi würde eher als Ikone gelten. Eine Teilung der Welt in Ost, West und Süd ist bei der Gleichberechtigung der Frau nicht wirklich ein sinnvolles Kriterium, außer man will die Rückständigkeit des Westens aufzeigen.
  4. #4

    Quelle?

    Zitat von google Beitrag anzeigen
    Ist das ein Scherz?

    Beim Spiegel arbeiten 78 % Männer in den relevanten Bereichen. Gleichzeitig sind aber nur 66 % der Führungspositionen mit Männern besetzt?
    Wie kommen Sie auf die letztere Zahl? Ich finde im Artikel nichts dergleichen.
  5. #5

    Restauration im namens des fortschritts

    Durch die französische revolution wurde die gleichheit vor dem gesetz erkämpft. Jetzt plant unter anderem die EU durch geschlechtsquotierung und geschlechtsdiskrimierung das rad der geschichte zurückzudrehen. Geschlechtsquoten bedeutet die rückkehr der apartheit... weil du das falsche geschlecht hast, darfst, musst du diskrimmiert werden! Bravo!!!

    Daneben sind nicht zu unterschätzende wirtschaftliche probleme zu erwarten, wenn die deutsche wirtschaft künftig nicht mehr primär nach leistung, sondern in erster linie nach geschlecht einstellt.

    Frage mich ob dann wenigstens die UN der EU mit sanktionen droht und umsetzt. diese halfen schliesslich das apartheitreqime in suedafrika zu stürzen.
  6. #6

    Beileid

    Das kriegen wir schon wieder hin. Uns geht es einfach noch viel zu gut. Es muß erstmal wieder richtig den Bach runtergehen, schade eigentlich, damit wir uns auf die wesentlichen Dinge das Lebens konzentrieren müssen statt aus machtpolitischen Gründen die Geschlechter aufeinander zu hetzen. Aber wir steuern ja zielstrebig auf den Untergang zu.
  7. #7

    Die Frauenqoute ist längst

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit 350 Journalistinnen eine Frauenquote für Führungspositionen in den Redaktionen gefordert haben, wird in den Verlagshäusern heftig gerechnet. Wenn eines beweist, dass die Zeitenwende unaufhaltsam ist, dann die um Anerkennung bettelnde Reaktion der Männer an der Spitze.

    Debatte über Frauenquote: Streichelzoo-Journalismus - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    erreicht und zwar überall. Oder glaubt tatsächlich irgendwer, dass auch nur ein Mann der da sein Gesicht nach außen trägt nicht von irgendeiner Frau im verborgenen gesteuert wird?

    Frau regiert die Welt, auch wenn man Mann dann vorschieben muss, aber Frau ist immer der Chef!

    Die Natur hat das so entschieden. Männer dürfen halt träumen und manchmal liegen Frauen auch daneben wie im Falle Wulff.

    Es gibt halt auch dumme Frauen, sozusagen.

    MFG
  8. #8

    Woher

    Und woher sollen denn die ganzen Frauen kommen, die für diese Positionen die entsprechende Qualifikation mitbringen?


    In Schweden, teilen sich 70 Frauen 700 Posten - tolle Wurst!

    Es gibt keine Flut von tausenden, hochqualifizierten Frauen im mittleren Management, die nach oben drängen. Deshalb wird man halt - wie im Fall des letzten Telekom Quotenfrauendesasters - die nächst besten nehmen, Hauptsache das Geschlecht stimmt.

    Wie verlogen die Ganze Nummer ist, sieht man schon daran, daß vor allem diejenigen, die am lautesten für die Quote schreien, meistens genau die Damen sind, die gerne noch ein paar von diesen Posten hätten und daran, daß es hier nur um hochdotierte lockere Nebenjobs in Nobelpositionen geht und nicht um Autowerkstätten, Straßenbau oder Müllabfuhr.
  9. #9

    "Nach mir die Quote!"

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit 350 Journalistinnen eine Frauenquote für Führungspositionen in den Redaktionen gefordert haben, wird in den Verlagshäusern heftig gerechnet. Wenn eines beweist, dass die Zeitenwende unaufhaltsam ist, dann die um Anerkennung bettelnde Reaktion der Männer an der Spitze.

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    Richtig erkannt. "Nach mir die Quote" ruft der Chefredakteur, wenn er mit der ZEIT gehen will. Ihn selbst trifft sie ja nicht mehr; und lieber sich an die Spitze der Welle setzen, als von ihr verschluckt zu werden.

    Die ganze Gender-Debatte ist an Verlogenheit und Feigheit kaum zu überbieten. Gegen die Quote darf man nur sein, wenn man Frau ist, sonst macht man sich per se verdächtig. In dieser hysterischen Debatte zählen ohnehin nur noch ganz einfache Signale, die jede/r versteht. Wer nicht für die Quote ist, ist gegen Frauen. Ist doch klar. Als Chefredakteur halte ich da lieber die Klappe oder gelobe zumindest Besserung. Egal wie dumm und falsch die Quote ist und egal, dass Gleichberechtigung eigentlich beim Individuum und nicht bei einer obskuren "Gruppengleichheit" ansetzt.

    Dabei haben die Zeitungen selbst die Quoten-Kampagne angeleiert, meinten aber eigentlich die böse Wirtschaft, doch dann kam der Bumerang. Die gleichen schrecklichen Männerbünde, die man doch immer in der Wirtschaft vermutete, konnten sich offenbar unbemerkt im eigenen Hause ausbreiten! Früher hätte man die heilige Inquisition zur Hilfe gerufen; aber zum Glück gibt es ja die Quote: Diese schafft eine durch Stahlbetondecke geschützte Komfortzone, in die dann ganz sicher kein Mann mehr rein kommt, egal wie gut er ist.

    Derweil scheint mir die Leserschaft doch zunehmend angewidert zu sein, von diesem leicht durchschaubaren Kampagnenjournalismus. Man kann es in den Foren täglich lesen.