Quote und Karriere: Wer Frauen fördert - und wer nicht

CorbisEine Frauenquote für die Vorstände europäischer Unternehmen? EU-Kommissarin Vivane Reding befeuert eine Debatte, vor der sich auch deutsche Konzerne oft drücken. Dabei müssen sich viele von ihnen beim Thema Frauenförderung nicht verstecken, wie eine aktuelle Studie zeigt.

http://www.spiegel.de/karriere/0,1518,818024,00.html
  1. #10

    Frauen

    Zitat von Zephira Beitrag anzeigen
    Das schöne ist, dass sich so etwas auf dem freien Markt von allein regelt. Die Unternehmen, die bei ihren Mitarbeitern Genitalien über Kompetenz, kaufen Produktivitätseinbußen ein und bestrafen sich dadurch selbst. Jetzt bräuchten wir nur noch einen freien Markt...
    Ich finde den Ausdruck "Frauenfoerderung" so unangebracht. Wenn die Frauen ihren Universitaetsabschluss hinter sich haben, haben sie doch bewiesen, dass sie faehig sind. Wieso sollten sie dann noch "gefoerdert" werden ? Da sollte man ein anderes Wort finden, denn ich bin sicher, dass eine Frau mit Doktortitel genau so gut ist wie ein Mann mit Doktortitel.
    Den Firmen sollte verboten werden, die Schwangerschaftsfrage zu stellen, denn das ist Diskriminierung. Hier in den USA ist es verboten, solche persoenlichen Fragen zu stellen. Natuerlich kommt das sicherlich auch da her, dass wir hier kein Erziehungsjahr haben. Es waere eine Loesung, wenn es den Eltern selbst ueberlassen bliebe, ob sie ein Erziehungsjahr nehmen wollen. Das wuerde die Frauenquote sehr schnell steigern.
    Aber eine Frau einstellen zu muessen, nur weil sie eine Frau ist, finde ich zutiefst kontroproduktiv. Man wird als "Quotenfrau" angesehen und fragt sich am Ende selbst, ob man gut oder nur weiblich war !
    Wir haben das mit Schwarzenquoten hinter uns. Am meisten haben die talentierten Schwarzen darunter gelitten, dass sie oft unterschaetzt wurden. Das hat am Ende genau das Gegenteil von dem erreicht, was es erreichen sollte.
    Ende der Diskriminierung bei der Einstellung und dann soll der Markt Alles Weitere besorgen.
  2. #11

    Intelligenzfrage!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine Frauenquote für die Vorstände europäischer Unternehmen? EU-Kommissarin Vivane Reding befeuert eine Debatte, vor der sich auch deutsche Konzerne oft drücken. Dabei müssen sich viele von ihnen beim Thema Frauenförderung nicht verstecken, wie eine aktuelle Studie zeigt.

    Quote und Karriere: Wer Frauen fördert - und wer nicht - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - KarriereSPIEGEL
    Tut mir leid, meine Damen Politikerinnen, die meisten ihrer Geschlechtsgenossinnen sind einfach zu intelligent, um sich einen sogenannten "Führungsjob" zu suchen. Es ist ein Zeichen hoher Intelligenz, sich einen Typen zu suchen, der die Kohle ranschafft und selbst den gemütlichen Part zu pflegen; dagegen ist es ein Zeichen absoluter Dummheit, alle Verhaltensweisen an den Tag legen zu wollen, die schon seit Generationen dafür sorgen, daß die Lebenserwartung der Männer an die der Frauen nicht herankommt. Daß nun ein paar großmäulige Damen, die von Biologie nichts verstehen, versuchen, auch Frauen für solch unsinniges Verhalten zu begeistern, kann nur als Versuch der Rentenkassen verstanden werden, die Bezugsdauer bei beiden Geschlechtern gleichermaßen zu verkürzen.
  3. #12

    Frauenquote

    Wenn in einer Technikfirma 90% der MitarbeiterInnen Männer sind, resultieren für mich zwei Punkte: 1. In der Führungsetage sollten maximal 90% Männer sein, 2. Wieso gibt es so wenige Technikerinnen an den Unis, sowie bei den Berufsanfängern? Eine europaweite feste Quote ist kompletter Unsinn. Das Mann-Frau-Verhältnis des zu führenden Bereiches muss die Meßlatte sein. Wenn in einer anderen Branche 90% der MA Frauen sind, sollten doch eher 90% der Führungskräfte Frauen sein, und parallel gefragt werden, wieso es in dieser Branche so ungleichgewichtig zugeht. So macht es für mich Sinn. Ciao
  4. #13

    Zitat von dubmaid Beitrag anzeigen
    So ein Spruch kann nur von einem Mann kommen. Ein Artikel, und schon geht das Geheule der verweichlichten Germanen los. Neidische Muttersöhnchen, die es nicht glauben, dass ihr eigenes Versagen nichts zu tun hat mit der de-facto-Ungleichstellung und Ungleichbezahlung bei GLEICHER Arbeit, und wenn sie es nicht schaffen, dann sollen die dummen Weiber ES ERST RECHT NICHT SCHAFFEN DÜRFEN.
    Interessant wäre doch mal wie diese unsäglichen Studien "Gleiche Artbeit" definieren.
    Ich fürchte, da wird mangelns Statistischem Datenmaterial ganz einfach die formale Qualiffikation herangezogen.
    Da wird dass das Durchschnittsgehalt von 100 weiblichen Juristen mit dem Gehalt von 100 männlichen Juristen vergleichen.
    Und heraus kommt, oh Wunder, die Männer verdinen mehr.
    Dass Männer viel mehr Überstunden machen, im Gegensatz zu Frauen praktisch nie Teilzeit arbeiten, viel intensiver an ihrer Karriere arbeiten, öfter auch eine eigene Firma gründen oder zwecks Karriere den Bertrieb wechseln wird halt nicht berücksichtigt, da nicht messbar (und da es das gewünschte Ergebnis verfälscht)

    Je genauer man hinsieht, desto geringer werden die Unterschiede.
  5. #14

    Lieber anonymisierte Bewerbungen

    Ich bin Studentin und wiss. Mitarbeiterin in einem eher "männlichen" Fach. Trotzdem oder vielmehr gerade deswegen bin ich gegen Frauenquoten: Ich möchte nicht den Kollegen in einem neuen Job zuerst beweisen müssen, dass ich eben keine Quotenfrau, sondern aufgrund meiner Fähigkeiten genommen worden bin.
    Ich finde das Verfahren "anonymisierter" Bewerbungen viel besser: In den ersten "Runden" werden alle persöhnlichen Angaben inklusive Alter, Name und Geschlecht entfernt. Im wissenschaftlichen Bereich müssen auch z.B. Publikationslisten entfernt bzw. die Titel geschwärzt werden, damit keine Rückschlüsse mehr möglich sind. Auf diese Weise werden Entscheidungen weder bewusst noch unterbewusst durch Faktoren wie Alter, Herkunft und Geschlecht beeinflusst. Es zählen zunächst nur Leistungen...
  6. #15

    So ein Unsinn

    Menschen sollen gefördert werden, nicht ein einzelnes Geschlecht, es gibt auch Männer, die keine guten Jobs oder Leitungspositionen haben. Aber trotz Meinung der breiten Mehrheit, wie man ja auch hier sieht, wird diese irre political correctness von unseren Politikern erzwungen werden, koste es was es wolle.
  7. #16

    Wer fördert Frauen und wer nicht

    Die EU-Kommissarin und Vizepräsidentin der EU-Kommission droht den Unternehmen. Sie selbst hat es als Frau in eine der höchsten Führungspositionen in Europa geschafft. Im einzelnen: Vorsitzende des Petitionsausschusses (1989-1992); Stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für soziale Angelegenheiten und Beschäftigung (1992-1994): Stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Grundfreiheiten und innere Angelegenheiten (1997-1999).
    Trotzdem war es ein Mann, der die EU-Institutionen ermahnen musste, endlich die EU-Richtlinie für Elternurlaub umzusetzen. Mit anderen Worten: Die EU-Institutionen nehmen die bei ihnen beschäftigten Frauen und deren Rechte nicht ernst, obwohl eine Frau, Viviane Reding, auf höchster Ebene für die Bürgerrechte zuständig ist.

    Auch die EU-Institutionen sollten einen Steckbrief veröffentlichen. Noch besser wäre es, wenn man bei den dort beschäftigten Frauen eine Umfrage durchführen ließe, um herauszufinden, wie ihre Karriere und Gehaltsentwicklung verlaufen ist, wenn sie ihr Recht auf Elternurlaub, Teilzeitbeschäftigung und flexible Arbeitszeiten in Anspruch genommen haben, um Kinder und Beruf zu vereinbaren. Erst wenn sich herausstellt, dass die EU-Institutionen in der Praxis vorbildliche Beschäftigungsbedingungen für Frauen bieten, die sich im Endeffekt nicht nachteilig auf sie auswirken, haben sie das Recht, Unternehmen in den Mitgliedsstaaten zu drohen.
    MÉDIATEUR EUROPÉEN
    Jacob Söderman

    "Die EU sollte halten, was sie
    verspricht in Bezug auf Elternurlaub", sagte der Europäische Bürgerbeauftragte