Todesurteil gegen Pastor in Iran: Für den Glauben an den Galgen?

Er wurde vom Muslim zum Christen - dafür will ihn das Regime in Iran am Galgen sehen. Seit Jahren sitzt Yucef Nadarchani in der Todeszelle, trotz Protesten aus Berlin und Washington. Doch nun gibt es eine letzte Hoffnung für den evangelischen Pastor: die Milde von Ajatollah Ali Chamenei.

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  1. #70

    Grüss Gott Herr Gessler!

    Zitat von 47/11 Beitrag anzeigen
    .... keine " Ideologie " - politisch oder religiös - ist es wert , sein Leben dafür zu opfern . Wenn im Iran die Gesetze so sind, dann müssen sie auch befolgt und respektiert werden .Bei Vergehen gegen die gültigen Gesetze wird man überall bestraft !!!
    Schlechte Nachrichten für Giordano Bruno und Sophie Scholl. Mit Ihnen kann man ja richtig Staat machen *Ironie aus*.
  2. #71

    Huizilotpochtli ist auch nicht von schlechten Eltern

    Zitat von inecht Beitrag anzeigen
    Nathan der Weise irrt sich! Toleranz zwischen Gleichartigen ist nämlich nichts wert.
    In der autoritären, gewaltverherrlichenden Grundstruktur unterscheiden sich die drei Ein-Gott-Religionen nicht.
    Auch ihre auf Unterwerfung gründende "Liebe" gleicht sich auf schreckliche Weise.
    Warum also bekämpfen sie sich so grausam?

    Die Wahrheit passt nicht zwischen zwei Buchdeckel (egal welche...)
    Ich erkenne durchaus Abstufungen zwischen den Buchfreunden. So hat das Christentum in den grossen Konfessionen unter dem Druck von Aufklärung und Säkularisierung einige Reformen erfahren, um den Anforderungen einer freien modernen Gesellschaft besser zu entsprechen. Die in dem Artikel thematisierte hat da systemisch mehr Probleme und muss die Schäfchen vielfach mit drakonischen Drohungen oder Strafen auf Linie halten.
  3. #72

    Zitat von ruebenkatze Beitrag anzeigen
    Mut zeichnet Yucef Nadarchani aus, Hochmut ist die Falle für jeden, der nur seine Sicht als die einzig mögliche richtige anerkennt und Andersdenkende mit Gewalt bekämpft. Grossmut ist das wahre Herz der grossen Religionen, möge Ali Chamenei zu jener mit Gottes Hilfe finden.
    Ob das wahre Herz der grossen Religionen auch Atheisten gegenüber Grossmut zeigt?
  4. #73

    Awo

    Zitat von Klaraussage Beitrag anzeigen
    ...

    Ich möchte nicht wissen, welche Ausmaße das Geschrei bei Agnostikern, Atheisten und notorischen Glaubenverächtern annähme, wenn die von der Gemeinschaft der Kirchenangehörigen, Christen und Wohltäter getragenen Kosten für das Sozial-Karitative nun von allen Steuerzahlern getragen werden müssten.
    Mit den Steuer- (wohlgemerkt nicht Kirchensteuer-) finanzierten Gehältern von Klerikern und Theologen könnte man kartativ schon ein paar Meter hopsen.
    Ich muss Ihnen aber nicht erzählen, dass es mehr nichtkirchlich finanzierte sozialkaritative Einrichtungen gibt, als kirchliche.
    Denunziation von Atheisten als unsozial und nicht karitativ engagiert ist eines der gemeinsten Propagandamittel von Gottesfürchtigen.
  5. #74

    Spaghettimonster

    Zitat von 4waystreet Beitrag anzeigen
    muss als solcher bezeichnet werden, absolut richtig. Leider dürfte ihnen der Nachweis der Unsinnigkeit von Religionen nicht gelingen.
    Sinnhaftigkeit wie Unsinnigkeit sind nicht nachweisbar, sondern Ausdruck von Überzeugungen. In diesem Sinne nehme ich an, es würde mir schon gelingen so manchen Religiösen von der "Unsinnigkeit" einer anderen als der eigenen Religion zu überzeugen.
  6. #75

    Zitat von hallenbeck Beitrag anzeigen
    Religionen versuchen immer, ihre Schäfchen dumm zu halten, um diese jederzeit für ihre Zwecke nutzen zu können.
    Atheisten versuchen das in keinster Weise.
    Selbst wenn Sie 1989 damit gekommen wären, hätte es für Sie nicht zum Märtyrer gereicht ... (umgekehrt lief es vorher allerdings in solch einer Weise ...)
  7. #76

    Zitat von ck25 Beitrag anzeigen
    Hier ein link zu einer Online Petition gegen das Todesurteil:
    Freiheit fr iranischen Pastor Youcef Nadarkhani - Online Petition
    Dauerte jetzt etwas zu lange, den Link zu öffnen – versuche es später nochmal!
  8. #77

    Zitat von 4waystreet Beitrag anzeigen
    muss als solcher bezeichnet werden, absolut richtig. Leider dürfte ihnen der Nachweis der Unsinnigkeit von Religionen nicht gelingen.
    Klar,man kann nicht wissenschaftlich beweisen, daß es etwas nicht gibt. Aber wieso sollte dieser Nachweis überhaupt botwendig sein? Schließlich behaupten doch die Religionen etwas, nämlich die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben und einen Gott zu haben, der alles kann. Wenn sie von mir ernst genommen werden wollen, sollten sie sich mal Gedanken darüber machen, wie die die Existenz ihres Gottes nachweisen wollen. Bis zum Nachweis sind und bleiben Religionen aller Art für mich Scharlatanerei und ein Aberglaube irgendwelcher Ziegenhirten aus der Eisenzeit.
  9. #78

    Na toll

    Zitat von muelli23 Beitrag anzeigen
    "Christen werden in Iran verfolgt, sie können ihren Glauben meist nur im Untergrund praktizieren."

    Wo hat der Autor das nur her? Im armenischen Viertel Esfahan leuchtet das Kreuz offen an jeder Kirche. Ich konnte eine solche auch ohne Probleme besuchen. Nebenbemerkt lebt im Iran auch die größte jüdische Minderheit aller islamischen Staaten, siehe z.B. hier: IRAN: Life of Jews Living in Iran.

    Der Abfall vom muslimischen Glauben wird im Iran mit dem Tod bestraft, und natürlich ist das nicht akzeptabel, aber immer noch etwas ganz anderes als die generelle Verfolgung religiöser Minderheiten.
    Es gibt im Iran einheimische Christen ja. Aber auch die geraten unter Druck. Selbst in Nordkorea, wo die Christen am schlimmsten verfolgt werden, gibt es offizielle Kirchen. Das besagt leider überhautp nichts über die Religionsfreiheit eines Landes.
    Sie schreiben hier wie ein Mensch, der den Islam verteidigen will. Es gibt aber kein islamisches Land, in dem Christen nicht verfolgt werden.
    Wie würden Sie sich aufregen, wenn bei uns Menschen auch nur im geringsten benachteiligt würden, die zum Islam konvertieren?
    Wir haben, Gott sei Dank, Religionsfreiheit.
    Und auch der Iran hat es unterschrieben, dass die Menschen dort ihre Religion frei wählen dürfen. Er verstößt mit diesem Urteil selbst gegen die eigene Unterschrift.
    Und können Sie mir vielleicht mal kurz erklären, warum Menschen sterben sollen, weil sie den muslimischen Glauben verlassen?
    Yousef Nadarkhani war übrigens nie überzeugter bekennender Muslim. Dass hat er selbst so gesagt, als man ihn aufforderte, wieder seinen alten Glauben anzunehmen. Ihm wurde dann erklärt, dass seine Eltern Muslime wären -und dann er logisch auch.
    Für mich und viele Christen weltweit ist er ein großes Vorbild: schon vier mal hat man ihm angeboten, dass er frei kommt, wenn er sich vom christlichen Glauben lossagt. Immer hat er das abgelehnt. Nicht irgendwo in einer Talkshow, sondern im Gefängnis.
    Der Iran würde mit der Hinrichtung von Yousef Nadarkhani nur beweisen, dass es dort keine Freiheit gibt. Die Freiheit der Religion gehört unablösbar dazu.
    Übrigens hat sich sogar der Vorsitzende der Landesvertretung der Muslime in Niedersachsen, Avni Altiner, für die Freilassung des Verurteilten eingesetzt. Wenn das nichts heißt.
  10. #79

    Nun ja

    Zitat von inecht Beitrag anzeigen
    Nathan der Weise irrt sich! Toleranz zwischen Gleichartigen ist nämlich nichts wert.
    In der autoritären, gewaltverherrlichenden Grundstruktur unterscheiden sich die drei Ein-Gott-Religionen nicht.
    Auch ihre auf Unterwerfung gründende "Liebe" gleicht sich auf schreckliche Weise.
    Warum also bekämpfen sie sich so grausam?

    Die Wahrheit passt nicht zwischen zwei Buchdeckel (egal welche...)
    Ja, Nathan der Weise irrte sich. Aber anders als Síe denken. Und auch Sie irren sich. Wer keine Unterschiede erkennt, hat sich mit dieser Sache einfach nicht beschäftigt. Da erübrigt sich eine Diskussion.