Menschenrechtsbericht: Uno prangert Verbrechen libyscher Rebellen an

REUTERSWillkürliche Festnahmen, Folter, Plünderungen: Die Uno erhebt schwere Vorwürfe gegen die siegreichen libyschen Rebellen - zu bemängeln sei zudem, dass die Verbrechen nicht verfolgt würden. Die Umstände des Todes von Ex-Machthaber Gaddafi bleiben vorerst im Dunkeln.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...819008,00.html
  1. #40

    Öl gegen Unterstützung

    Zitat von Heinz-und-Kunz Beitrag anzeigen
    Eine Kontrolle im Sinne einer zentralen staatlichen Autorität gibt es nicht mehr. Gegner muß man verstehen als viele, viele unterschiedliche Gruppen und Grüppchen, die ausser der Gegnerschaft zu Gaddafi nichts einte. Nun ist Gaddafi tot und jeder kocht sein eigenes Süppchen.

    Das lässt für die Zukunft des Landes nichts gutes erwarten.

    Und bevor jetzt ein VT'ler mit dem Westen und dem Öl kommt: Die gegenwärten Umstände in Libyen sind das letzte, was man braucht, wenn man in der Ölbranche ist. Da ist Stabilität gefragt.
    Ey Leute, bevor sowas geschrieben wird, ERKUNDIGEN!

    Die Franzosen haben unter Sarkotzy ganz klar ausgehandelt:
    Wir kriegen eine beträchtlichen Teil eures Öls und dafür unterstützen wir euch militärisch.

    Das war der Deal! Also warum haben es die Franzosen dann gemacht bitte schön? Das war eine ganz klare wirtschaftliche Entscheidung.
  2. #41

    Keine Bange, die Sache läuft anders ...

    Zitat von Heinz-und-Kunz Beitrag anzeigen
    Und was bitte nutzen die Häfen ohne die Quellen und Pipelines? Garnix. Und wie man sehen kann, müßte man schon eine gewaltige Fläche unter Kontrolle haben, um die Ölförderung und den Export sicherzustellen:

    File:Libya location map-oil & gas 2011-en.svg - Wikipedia, the free encyclopedia
    Die neuralgischen Punkte sind die Ölverladeterminals. Es geht darum die Verladung zu kontrollieren. Man will ja "verkaufen", eine zerstörte Pipeline nutzt da nicht viel auch nicht eine unterbrochene Förderung, da ist man dabei diese mühsam wieder hoch zu fahren auf Vorkriegs-Niveau. Milizen und Warlords sind nicht in der Lage ein Produktionsfeld technisch am Laufen zu halten. Was interessiert ist die Verlade-Station und "Käsch in the Täsch".
  3. #42

    Weiter so!

    Zitat von Hape1 Beitrag anzeigen
    ...Ihr Beitrag endete mit "weiter so, Libyen".

    Wissen Sie, ich bin so ein Schwarzmaler.....und meine schlimmsten Befürchtungen wurden bei weitem übertroffen.
    Ja, richtig, der NTC gewinnt langsam, sehr langsam die Kontrolle über das Land. Weiter so!

    Hier wird jetzt gerne über Negatives berichtet. Aber dass die neue Armee langsam aber sicher wächst und die Milizen behutsam verdrängt, wird hier gar nicht wahrgenommen. So hat die Armee beispielsweise vor kurzem den zentralen und strategisch wichtigen Grenzübergang nach Tunesien übernommen und die Milizen abgelöst. Ohne Gewalt, sondern nach geduldigen Verhandlungen. So wird es weiter gehen. In kleinen, behutsamen Schritten. Das erfordert viel Geduld, denn schließlich sind die Milizen sehr stark und haben ihre Verdienste. Die vorsichtige Strategie der NTC gegenüber den Milizen ist richtig und alternativlos; eine offene Konfrontation mit den Milizen ist unmöglich. Der NTC setzt daher auf eine langfristige Lockstrategie: Den Übertritt in die neue Armee attraktiv machen (da hat man in jüngster Zeit nachgelegt), aber keinen geschlossenen Beitritt ganzer Brigaden dulden. Die neuen Verbände sind alle gemischt, und das ist gut so, da diese so keinen lokalen Bezug und übergeordnete Loyalitäten gegenüber bestimmten Stämmen/Regionen/Städten haben. Der Magnetwirkung guter Bezahlung und entsprechender Karrierechancen in der neuen Armee werden sich viele Milizionäre nicht dauerhaft verweigern. Die Zeit arbeitet für den NTC, zumal er am Geldhahn sitzt. Daher: Weiter so!

    Ihre Prognosen, werter Forist Hape1, waren weitaus düsterer, als die Lage sich derzeit darstellt. Ich habe Schlimmeres für möglich gehalten. Die Übergangsphase läuft bei allen momentanen Problemen und Rückschlägen dennoch auf eine langfristige Stabilisierung hinaus. Und am Ende wird es ein besseres Libyen geben als unter dem verwirrten Diktator Gaddafi! Weiter so!
  4. #43

    Der Menschenrechtsrat hätte schon etwas früher ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Willkürliche Festnahmen, Folter, Plünderungen: Die Uno erhebt schwere Vorwürfe gegen die siegreichen libyschen Rebellen - zu bemängeln sei zudem, dass die Verbrechen nicht verfolgt würden. Die Umstände des Todes von Ex-Machthaber Gaddafi bleiben vorerst im Dunkeln.

    Menschenrechtsbericht: Uno prangert Verbrechen libyscher Rebellen an - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    ... anprangern sollen. Immerhin hat er noch im März 2011 Libyen für seine Menschenrechtspolitik gelobt. Nordkorea tat sich in diesem Rat mit besonderem Lob hervor:

    "[North Korea] praised the Libyan Arab Jamahiriya for its achievements in the protection of human rights, especially in the field of economic and social rights, including income augmentation, social care, a free education system, increased delivery of health care services, care for people with disabilities, and efforts to empower women."

    Quelle: New York Times

    http://www.nytimes.com/2011/03/06/we...w/06libya.html

    Das Gremium wird von einem Haufen diktatorischer Regimes bestimmt, die mit Menschenrechten nur auf dem Papier etwas zu tun haben wollen.