Koran-Verbrennung : Republikaner ätzen gegen den "Sorry"-Präsidenten

AFPDie Republikaner haben ein neues Wahlkampfthema. Sie sind empört, dass Obama sich nach den versehentlichen Koran-Verbrennungen in Afghanistan entschuldigt hat - und bringen sogar einen vorzeitigen Abzug ins Spiel. Wankt die Strategie der US-Regierung?

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  1. #10

    Kindergarten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Republikaner haben ein neues Wahlkampfthema. Sie sind empört, dass Obama sich nach den versehentlichen Koran-Verbrennungen in Afghanistan entschuldigt hat - und bringen sogar einen vorzeitigen Abzug ins Spiel. Wankt die Strategie der US-Regierung?

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...817745,00.html
    Es wäre doch sicher langweilig, wenn das Spiel um die Macht im mächtigsten Land der Welt etwas anderem als einem Kindergarten gliche, nicht wahr?
  2. #11

    Ein fetter Fehler des Präsidenten

    Zitat von J-Créme Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, ob die Informationslage in US-Medien besser ist. Hier jedenfalls habe ich nur eine einzige dürre Information irgendwo gelesen, was es ......
    Ich glaube, dass Ihre Einschätzung vollkommen richtig ist, und die Empörung der Muslime in Afghanistan erst von von al Kaida erzeugt worden ist.
    Die Entschuldigung des Präsidenten war daher nicht nur in in Bezug auf den amerikanischen Wahlkampf ein schwerer Fehler. Auch in Afghanistan hat er damit die Lage unserer Soldaten verschlechtert. Wer dem Wahnsinn Zugeständnisse macht, gießt Öl ins Feuer.
  3. #12

    wär klagt denn über Bibel Verbrennungen?

    Zitat von Verun Beitrag anzeigen
    Es wäre doch sicher langweilig, wenn das Spiel um die Macht im mächtigsten Land der Welt etwas anderem als einem Kindergarten gliche, nicht wahr?
    Niemand doch wehe wer die Islamisten kritisiert der möge sich hüten.

    3000000 Christen unter Saddams Regide heute 800000. Selbiges für Ägypten. Fakt ist Islamisten halten zusammen Christen tuen dies nicht.
    Oh und mit nichten habe ich etwas gegen geistig verblödete religöse Eiferer da sind Christen und Muslime sich ähnlich. Siehe Teapartiesten in den USA.
  4. #13

    Die USA haben nicht im Traum daran...

    Zitat von fussball11 Beitrag anzeigen
    Das kommt davon wenn man ein Land "demokratisieren" will das man überhaupt nicht versteht.
    Kein Afgahne hat die NATO gebeten das Land zu demokratisieren, es gibt seit 10 Jahren überhaupt keine Fortschritte auf diesem Weg, seit 10 Jahren sterben dort mehr Menschen als unter den Taliban und die Mehrheit der Afgahnen hasst die ausländischen Truppen.
    Trotzdem tun wir so als wären wir Helfer.
    Wir sind das nicht.
    Genauso wie man die Russen aus dem Land geworfen hat sind nun die NATO Truppen dran. So zu tun als ginge das ohne Rückhalt in der Bevölkerung ist irrational . Die Mehrheit im Land ist gegen uns und als Demokrat sollte man die Mehrheit des Volkes achten.
    Vorgehabt, dort einzumarschieren, wenn die Taliban es al khaida nicht erlaubt hätte, von dort Angriffe auf ICE USA zu planen. Mögen sie sich untereinander mit vergnügen Abschlachten
  5. #14

    ...

    Zitat von FreieWelt Beitrag anzeigen
    ...Bei einem Land, in dem Frauen nach einer Vergewaltigung gesteinigt werden, in dem die Todesstrafe für den Abfall vom Islam droht und in dem Homosexuelle getötet werden, muss man sich wirklich nicht entschuldigen. ...
    Wenn man aber für all das Übel von Anfang an mit verantwortlich ist, dann schon:

    "Der Aufschwung des radikalen Islam in Afghanistan war ein Produkt der Zusammenarbeit von Saudi-Arabien, dem pakistanischen Geheimdienst und der CIA bei der Bekämpfung der Sowjets in Afghanistan."
    Exitstrategie gesucht - Afghanistan - derStandard.at
  6. #15

    ohne

    Zitat von FreieWelt Beitrag anzeigen
    Ich finde es äußerst dreist von Karzai, dass er eine Entschuldigung fordert und ich finde es feige und peinlich von Obama, dass er der Entschuldigung nachkommt. Bei einem Land, in dem Frauen nach einer Vergewaltigung gesteinigt werden, in dem die Todesstrafe für den Abfall vom Islam droht und in dem Homosexuelle getötet werden, muss man sich wirklich nicht entschuldigen. Karzai schuldet dem Westen eine Entschuldigung dafür, dass sein Land immer noch im Mittelalter verharrt. Menschen wegen einem Buch zu töten, ist barbarisch.
    Moralisch haben Sie ja recht, aber wenn man sich in ein Land begibt, das eine völlig andere Kultur besitzt, dann sollte man auch wissen, wie man mit dieser umgeht. Ich finde natürlich auch, dass es Schwachsinn ist, wenn man sich wegen verbrannter Korane aufregt oder sogar tötet, das ist ein Verbrechen. Aber die Amerikaner hätten es wissen müssen, dass strenggläubige Muslime so reagieren. Aber sie haben noch nie Feinfühligkeit in fremden Ländern gezeigt. Es war eine Riesendummheit, die Korane zu verbrennen und hat Menschenleben gekostet. Die Schuld der Amerikaner ist es, dass sie offensichtlich ihre Soldaten dumm und unwissend in diese Länder schicken. Im Irak hat es ähnliche Vorfälle gegeben. Afghanistan sollte schließlich nicht besetzt werden, sondern es sollte dort geholfen werden. Dann muss man auch deren Sitten respektieren, selbst wenn sie einem überhaupt nicht gefallen. Wenn Obama sich entschuldigt, tut er das ja nicht, weil er dem afghanischen Mob Recht gibt, sondern um Schlimmeres zu verhindern. Und im Grunde genommen hätte nie jemals irgendeiner nach Afghanistan gehen dürfen.
  7. #16

    ...

    Zitat von Europa! Beitrag anzeigen
    Ich glaube, dass Ihre Einschätzung vollkommen richtig ist, und die Empörung der Muslime in Afghanistan erst von von al Kaida erzeugt worden ist.
    Die Entschuldigung des Präsidenten war daher nicht nur in in Bezug auf den amerikanischen Wahlkampf ein schwerer Fehler. Auch in Afghanistan hat er damit die Lage unserer Soldaten verschlechtert. Wer dem Wahnsinn Zugeständnisse macht, gießt Öl ins Feuer.
    Ich bezweifle, dass eine Entschuldigung so völlig daneben ist... zumal die zuvor herbeikonstruierten Begründungen doch auch irgendwie komisch waren. Warum sollte man nicht mehr gebrauchte Bücher gleich verbrennen? Man hätte sie zB. den Afghanen zur Verfügung stellen können. Von daher ist es durchaus sinnig sich zu Entschuldigen, gerade weil Al-Qaida es dadurch schwerer hat die Menschen aufzuwiegeln.
  8. #17

    Zitat von Europa! Beitrag anzeigen
    Ich glaube, dass Ihre Einschätzung vollkommen richtig ist, und die Empörung der Muslime in Afghanistan erst von von al Kaida erzeugt worden ist.
    Das hat die NATO in den 10 Jahren schon ganz alleine geschafft. Es hat nur einen Vorwand gebraucht, an dem sich dann der ganze Hass entladen kann.

    Zitat von Europa! Beitrag anzeigen
    Die Entschuldigung des Präsidenten war daher nicht nur in in Bezug auf den amerikanischen Wahlkampf ein schwerer Fehler. Auch in Afghanistan hat er damit die Lage unserer Soldaten verschlechtert.
    Was für eine verquere Logik ist das denn?
    Die einzigen, die die Sicherheit unserer Soldaten gefähren, sind die US-Soldaten, die in Unkenntnis über den Islam einfach die Bücher verbrannt haben und dabei ist völlig irrelevant welchen Grund das auch hatte.

    Zitat von Europa! Beitrag anzeigen
    Wer dem Wahnsinn Zugeständnisse macht, gießt Öl ins Feuer.
    Wer ist Wahnsinn? Der Islam? Die Afghanen?
    Der Satz drückt nur mal wieder das amerikansiche Selbstverständnis aus: Niemals Fehler zugegeben, egal wieviel Mist man baut, denn ist ein Zeichen von Schwäche. Nicht wahr?
  9. #18

    Der Symbolwert der Entschuldigung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Republikaner haben ein neues Wahlkampfthema. Sie sind empört, dass Obama sich nach den versehentlichen Koran-Verbrennungen in Afghanistan entschuldigt hat - und bringen sogar einen vorzeitigen Abzug ins Spiel. Wankt die Strategie der US-Regierung?

    Koran-Verbrennung: Republikaner ätzen gegen den "Sorry"-Präsidenten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Der Einsatz der USA und der NATO in Afghanistan war von der ersten Patronenhülse an durch nichts anderes als papiergewordenes Wunsch- und Mythosdenken gerechtfertigt - also gar nicht.
    Die nachträgliche Rechtfertigung für einen massiven Eingriff in die Lebensrealität aller Afghanen hätte man sich aber über die Jahre verdienen können, wenn man nicht die dort dringend gebrauchten Resourcen auf dem noch aberwitzigeren Nebenkriegsschauplatz Irak verpulvern zu müssen gemeint hätte.

    Zunächst ist auch der heiligste Koran nicht mehr als ein Bündel bedrucktes Papier, und ich bin sicher, es wurden auch schon in der islamischen Welt zerschlissene Exemplare davon in die Altpapiersammlung gegeben oder verbrannt.

    Die Argumentation mit dem konspirativen Extremistengekritzel als Grund für die Massenentsorgung passt jedenfalls in das Bild, das die USA in letzter Zeit abgeben, ist aber vor diesem Hintergrund nachzuvollziehen und dürfte für sich alleine keinen Anlass für einen grösseren Aufstand bieten. Der Lynchmob ist Steinzeit oder aufgehetzt.

    Wer also - das wurde auf diesem Forum schon bemerkt, und ich schliesse mich dem an - ist Herr Karzai schon, jetzt Entschuldigungen zu verlangen? In seiner Rolle als Handpuppe der USA passt so ein Theater jedenfalls höchstens in eine Schmierenkomödie oder in ein Skript, das nie etwas anderes sollte, als Steilvorlagen für den US-Wahlkampf zu liefern.

    Der andere Punkt ist der mit den verletzten religiösen oder sonstwie ethischen Gefühlen, der in der Tat unbedingte Berechtigung hat. Man kann oder sollte eigentlich nie in die Fremde ziehen und sich dort aufführen wie die Axt im Wald.

    So und wahrscheinlich nur so werden Barack Obamas Entschuldigung und das Geätze der Republikaner verständlich: Übersetzt sagt er: "Tut uns wirklich leid, hömm, tja, das alles, also tut uns sehr leid, eigentlich, ja, dass wir überhaupt erst ungefragt hierher gekommen sind, um dann einen solchen Saustall zu hinterlassen (hüstel)." Und die Kritik der Republikaner heisst:"Einen Dreck werden wir zurücknehmen! Es war richtig, dass wir einmarschiert sind, es ist immer noch richtig und es wird richtig bleiben. Punkt. Wer was anderes sagt, ist einer, der vor Terroristen zu Kreuze kriechen würde, also als US-Präsident untragbar."

    Bleibt noch Ron Paul zu erwähnen, der, wenn's nach ihm gegangen wäre, gar nicht erst in Afghanistan hätte einmarschieren lassen und auch jetzt den Mund am wenigsten voll nimmt. So ist das mit der Politik: Was ganz rechts aussen vermutet wird, hat bisweilen überraschend viel gemeinsam mit linken Positionen. Das hat damit zu tun, dass Treue zu Prinzipien nur noch an den ständiger Verunglimpfung ausgesetzten politischen Rändern zu finden sind, bzw. dass Prinzipientreue durch die Abstinenz der ach-so wählbaren Mitte nach dahin verbannt wurde.
  10. #19

    Zitat von symolan Beitrag anzeigen
    Muss uns überhaupt noch interessieren, was die republikanischen Präsidentschaftsanwärter so von sich lassen? Sind die nicht derart weit rechts (und tendieren immer stärker dahin), dass die sowieso nicht den Hauch einer Chance gegen Obama haben werden?
    Hmm, Sie vergessen, dass der amerikanische Präsident in den USA gewählt wird.
    Da ist die Mehrheit der Bevölkerung - einschließlich Präsident Obama selbst - 'rechts' eingestellt.