Flensburg-Punkte: Wer richtig schummelt, ist nicht zu fassen

DPADie Reform des Verkehrssünderregisters in Flensburg könnte einem speziellen Service zur Renaissance verhelfen: Autofahrer mit wenigen Punkten auf dem Konto stellen sich Rasern oder Ampelsündern als Sündenböcke zur Verfügung und nehmen die Strafe auf sich - die Behörden sind weitgehend machtlos.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...817222,00.html
  1. #80

    Zitat von Pascal Meister Beitrag anzeigen
    Achtung Falschmeldung im Artikel: Verjährung ist neu 6 Monate!

    Bitte beachten, nicht dass man sich nach 3,5 Monaten sicher wähnt...
    Haben Sie auch eine Quelle?
    Oder verwechseln Sie lediglich die Fristen?
  2. #81

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    Zitat von Illya_Kuryakin Beitrag anzeigen
    dann gilt da Tempo 80. O.K.... man will ja nicht als "Opa" gelten, also fährt man schon 100. (wenn du dort wirklich 80 fährst, wirst du getötet!!!) Trotzdem ist man plötzlich gefühlt der Langsamste, weil ständig irgendwelche Affen mit 120...140 an einem vorbeidonnern.
    Ja! Ich gebe es zu: Ich würde mir wünschen, dass auch nur eines dieser Fahrzeuge ein ProViDa der Polizei wäre und den Assis mal eine verbretzelt!
    Wie wahr! Auf der anderen Seite muß die Frage aber erlaubt sein: Warum ist dort überhaupt 80 vorgeschrieben? Die Geschwindigkeitslimits empfindet man bei heutigen Autos schlicht als Schickane, denn Fahrwerk und Bremsen sind deutlich besser geworden. Früher waren 40m Bremsweg aus 100km/h Sportwagenwerte und normale Autos lagen bei 45 bis 50m; heute liegt jedes normale Auto unter 40m. Und ABS&Co. hilft auch unbedarften Fahrern, diese Werte in der Praxis wirklich zu erreichen.

    Auf meiner Standard-Autobahnstrecke darf man nun viele Kilometer nur noch 130 fahren, wo ich früher über viele Jahre mit Tempomat problemlos über 200 gefahren bin (das ging völlig entspannt und meistens völlig ohne Bremsen). Neuerdings gibt's auf einem anderen Teilstück eine lange Limitierung auf sogar nur noch 100 - und das trotz nur ganz wenig Verkehr. Wenn man dort nachts unterwegs ist, schläft man fast vor Langeweile ein und baut dann einen Unfall...
  3. #82

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    Zitat von schnutzibaer Beitrag anzeigen
    Ich bin selber Vielfahrer (60.000km/Jahr)
    ...
    Ansonsten bin ich in den letzten vier Jahren ca. 150.000 km gefahren, mit Null Punkten und NULL Bußgelden und einem sehr entspanntem Nervenkostüm!!
    Sorry, aber wenn Sie bei angeblich 60.000km/Jahr in 4 Jahren nur 150.000km schaffen, glaub' ich das wortreiche Märchen vom ach so entspannten Fahren auch nicht...
  4. #83

    Zitat von tarvos Beitrag anzeigen
    Ist doch ganz einfach, Lärmschutzlimits sollten nur uhrzeitgebunden festgelegt werden dürfen. Dann steht auf der Autobahn beispielsweise "unbegrenzt, von 22-6 Uhr 120 km/h".
    Bin dagegen. Es gibt keinen Grund, Leute nur nachts vor Lärm zu schützen. Lärm stört und Lärm macht krank. Also bitte weiter das bisherige unbürokratische Verfahren, Strafe einfach einheitlich für die Höhe der Überschreitung.
  5. #84

    Lärmschutz

    Zitat von BeitragszahlerwiderWillen Beitrag anzeigen
    Lärmschutz ist eine beliebte Ausrede. Wen der Lärm einer Großstadt plötzlich stört, der sollte aufs Land ziehen.
    Statt 50 im 5. Gang fährt man halt 30 im ersten. Dann ist der Lärm+Schadstoffausstoß noch größer und alle Vorschriften wurden eingehalten...
    Aber das machen ja nur Idioten. Machen Sie das ?
  6. #85

    Zitat von BeitragszahlerwiderWillen Beitrag anzeigen
    Weil Menchen unvollkommen sind, wird es immer wieder Fehler und Unfälle geben. Das wird nie zu vermeiden sein. Genauso, wie sich in Deutschland jeden Tag 25 Menschen das Leben nehmen oder 581 an Krebs sterben. Ein Verkehrsmittel mit Null Risiko gibt es nicht!
    Je mehr man die Menschen mit teilweise unnützen und überzogenen Vorschriften und Überwachungen stresst, um so mehr Menschen werden krank. Vielleicht haben wir irgendwann mit unvorstellbarem Aufwand nur noch 11 Verkehrstote jeden Tag, aber dafür 20 Herzinfarktfälle mehr...
    Wen ein Verkehrsschild bis zum Herzinfarkt stresst, der braucht einen Psychater.
  7. #86

    Super! Ich finde es übel wenn ein Täter für seine Tat nicht einsteht und auf andere abwälzt.

    Kaum wird mal von den Geschwindigkeitskontrollen geredet, wird von Abzocke gefaselt- bei lächerlich niedigen Strafen.
    Meinetwegen düften alle, die mit 10kmH drüber erwischt werden, ihre Fahrerlaubnis für mindestens eine Woche abgeben zusammen mit dem Tatwerkzeug.Bei höheren Übertretungen entsprechend mehr.
    Tut weh, kostet den Tätern viel Aufwand bei der Suche nach Alternativen.
    Die Punkteregelung ist nicht allzu schlecht. Je näher der Entzug der Fahrerlaubnis kommt, desto mehr fangen die Täter an zu schwitzen.
    Die neue angedachte Regelung geht aber in die Falsche Richtung, da beharrliches zu schnell fahren nicht zum Entzug der Fahrerlaubnis führen.

    Übrigens, die maximal erlaubte Geschwindigkeit der Geschwindigkeitsbegrenzungen dürfen nur annähernd gefahren werden, wenn die Straßenbedingungen sehr gut sind.
    Bei niedig stehender Sonne,Regen und anderer Widrigkeiten muss langsamer gefahren werden.
  8. #87

    Antworten gefordert

    Zitat von Pookaa Beitrag anzeigen
    ... warum wird aber 1 Uhr morgens in der Baustelle auf der Autobahn geblitz?
    Weil die Verkehrsregeln tageszeitunabhängig gelten. Ist das so schwer zu verstehen?
    Zitat von mancunian6 Beitrag anzeigen
    Meine Erfahrung: es ist zum bleichwerden wie einige ueberkorrekte die Sicherheit anderer gefaehrden, ohne eine einzige Sekunde an die Menschen hinter sich zu denken. Bremsen bei Vorfahrt, Wagen um Ecken schieben, Mittelspur belagern, Beschleunigungsstreifen ihren Sinn nehmen etc.. Aber gefuehlte 200 Jahre (oder so) unfallfrei. Schon klar.
    Und die Erfahrung zeigt ja, dass Motorradfahrer die korrektesten Verkehrsteilnehmer der Welt sind. Vor kurzem erst erlebt: ich blinke links, um eine ausreichend große Lücke zwischen PKW und Motorradfahrer für den Spurwechsel zu nutzen (Stadtverkehr). Was passiert? Der Motorradfahrer versucht die Lücke zuzufahren und begibt sich damit selbst überhaupt erst in eine Gefahrensituation, weil es ja nicht sein kann, dass sich ein Auto dazwischendrängelt. Der erzählt sicherlich nachher wie schlimm doch der Autofahrer war. Hat der doch einfach die Spur gewechselt. Und das obwohl der Motorradfahrer nur gut 15 Meter Abstand zum Vordermann gehalten hat.
    Zitat von Altesocke Beitrag anzeigen
    100-1000 war bei '18 Punkte und Schluss'
    Nun bei '8 punkte und laufen' duerften 220-2200 das rechnerisch auf eine nettere Summe erhoehen! ;-]
    Würde man nur so berechnen können, wenn es für die gleichen Tatbestände die gleiche Punktzahl geben würde.
    Zitat von muunoy Beitrag anzeigen
    Also, nicht einfach immer brav zahlen und maulen, sondern aktiv gegen die Wegelagerei vorgehen!
    *gäääähn* Nicht einfach immer dumm gegen Verkehrsregeln verstoßen, sondern aktiv die Regeln einhalten!
    Zitat von Flufwuppich Beitrag anzeigen
    Niemand wird ernsthaft gegen Verkehrskontrollen ansich argumentieren
    Richtig, Verkehrsregeln sind super, solange sie nur gegen die anderen angewandt werden.
    Zitat von felisconcolor Beitrag anzeigen
    als Motorradfahrer nur unterstreichen. Noch hinzu zu fügen wäre nicht Kreisel fahren können und mich als Motorradfahrer kaltlächelnd
    abdrängen.
    Als wenn das nur Motorradfahrern passieren würde. Wie oft musste ich schon auf "mein Recht" verzichten, damit der Motorradfahrer weiterleben konnte!
    Zitat von felisconcolor Beitrag anzeigen
    Ach ja und für die hier schon so oft geposteten "Rechthaber". Passives Fahren ist übrigens nach StVO vorgeschrieben.
    Übrigens auch für Motorradfahrer.
    Zitat von schnitti23 Beitrag anzeigen
    Der Anwalt als Komplize, und das bleibt ohne Folgen?
    Nicht genug, daß Anwälte strafvereitelnd tätig sind und von der Schuld des Angeklagten wissen, ihn aber vor dem Gesetz schützen.
    Genau, diese dreckigen Schweine von Anwälten, die Mörder vor Gericht verteidigen. Wie können die nur Nachts ruhig schlafen? *kopfschüttel*
    Zitat von bildungsarbeiter Beitrag anzeigen
    Ihr "Problem" damit ist ein psychologisches, kein sachliches.
    Richtig, wie der Taxifahrer, der letztens im Fernsehen zu sehen war. War 35 zu schnell unterwegs und heult den Polizisten voll, dass er ja schon 15 Punkte habe, ob man da nicht was machen könne. Wie dumm muss man sein, wenn man schon 15 Punkte hat (die kommen ja nicht von irgendwoher) so zu fahren.
  9. #88

    Lärmschutz

    Zitat von falco1001 Beitrag anzeigen
    Bin dagegen. Es gibt keinen Grund, Leute nur nachts vor Lärm zu schützen. Lärm stört und Lärm macht krank. Also bitte weiter das bisherige unbürokratische Verfahren, Strafe einfach einheitlich für die Höhe der Überschreitung.
    Ich persönlich finde ja die Leute tolle, die ein Haus in der Nähe einer Autobahn bauen und danach dann gegen die Lärmbelästigung wettern.

    Aber das ist off topic.

    Die erstmals seit Jahr(zehnt?)en wieder angestiegene Zahl von Unfalltoten im Jahr2011 ist laut einhelliger Expertenmeinung vor allem auf mehr Trunkenheit am Steuer und häufigeres zu schnelles Fahren innerhalb geschlossener Ortschaften zurückzuführen.
    Auch habe die gute Witterung zu mehr Motorradfahrten geführt, deren Unfalltote auch deutlich zugelegt haben.

    Vor diesem Hintergrund geht es ja nun nicht um ein allgemeines Tempolimit auf Autobahnen sondern vielmehr um eine bessere Durchsetzung der geltenden Regeln, sprich Kontrolle!! Aber das geht natürlich nicht mit gleichzeitigem Personalabbau bei Polizei Ordnungsämtern und in Zeiten moderner EDV kann es doch nicht schwer sein, innerhal von 3 Monaten mal ein Passbild mit einem Gesicht zu vergleichen. Punktesharing kann man eher leicht eindämmen - wenn man denn wirklich möchte!!
  10. #89

    Das der Punktehandel so gut funktioniert, liegt doch in allererster Linie daran, das sich die Kommunen nur für's Geld (also den eigentlichen Sinn der meisten Geschwindigkeitsüberwachungen) interessieren : Hauptsache, irgendjemand bezahlt und das Geld klingelt in der Stadtkasse. Das es dafür manchmal auch Punkte gibt, ist für die Kommunen nur lästiger Verwaltungsmehraufwand. Dementsprechend gering ist auch das Interesse der Behörden, sich überhaupt Gedanken darüber zu machen, ob tatsächlicher und angeblicher Verursacher wirklich ein und dieselbe Person sind.
    Zitat von cokommentator Beitrag anzeigen
    Übrigens, dass SIE noch keinen Unfall gebaut haben, liegt nicht an IHNEN, es liegt an der Aufmerksamkeit der anderen, die für SIE mitdenken.
    Wenn ich mal hochrechne, wie vielen unfähigen Autofahrern ich durch mein mitdenken schon einen Unfall verhindert habe, müßte ich eigentlich für's Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen werden...