Auffällige Jugendliche: Wohin mit wilden Schülern?

Nina BraunMichael, 12, gilt als auffällig. Er prügelt sich oft, hat eine lange Reise durch den Jugendhilfe-Dschungel hinter sich. Als er seinen Lehrern zu anstrengend wird, schließen sie ihn vom Unterricht aus. Dabei müssen in Deutschland alle Kinder gemeinsam lernen - doch viele Schulen sind überfordert.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/0...814149,00.html
  1. #320

    Nein.

    Zitat von fördeanwohner Beitrag anzeigen
    Wenn dem mal so wäre ...
    Lehrkräfte, die SuS herabwürdigen, haben in der Regel nicht viel auszustehen. Sie werden gefürchtet. Später sagt man über sie, sie wären zwar "Hardliner" gewesen, aber bei ihnen hätte man jedenfalls etwas gelernt.
    Diejenigen Lehrkräfte, die was man gemeinhin als nett bezeichnet sind, bekommen das herabwürdigende Verhalten mancher SuS zu spüren.
    Das entspricht meiner Erfahrung überhaupt nicht. "Hardliner" sind in erster Linie die, die gar nicht persönlich werden, weder im negativen, noch im positiven Sinne. Der Mathelehrer z.B., der "kreative Notation" gnadenlos mit Punktabzug bestraft. Spätestens nach der 2. Klassenarbeit hat jeder Schüler kapiert, das er sich an die vom Lehrer vorgegebenen - rein sachbezogenen - Regeln zu halten hat. Logischerweise sind das dann die Lehrer, bei denen man auch etwas lernt.

    Die "netten" Lehrer dagegen - "Ich finde, wir sollten uns alle duzen. Wir wollen doch Freunde sein?!" - erweisen sich allzuoft als falsch, halten sich nicht an eigene Versprechen, benoten völlig subjektiv und haben kein Problem, einen Schüler vor versammelter Klasse bloßzustellen, mit einem Grinsen im Gesicht.

    Allerdings kenne ich auch einen Hardliner, der skrupellos ausgeteilt hat (etwa im Stil von Dr. House!). Bei dem hat aber auch keiner was gelernt, allenfalls an Lebenserfahrung gewonnen.
  2. #321

    Zitat von Zitrone! Beitrag anzeigen
    Die "netten" Lehrer dagegen - "Ich finde, wir sollten uns alle duzen. Wir wollen doch Freunde sein?!" - erweisen sich allzuoft als falsch, halten sich nicht an eigene Versprechen, benoten völlig subjektiv und haben kein Problem, einen Schüler vor versammelter Klasse bloßzustellen, mit einem Grinsen im Gesicht.
    Sie sind schlicht unprofessionell aus meiner Sicht.
    Ich bin an der Uni. Eventuelle Duzangebote erst nach abgeschlossenem Examen. Punkt.
  3. #322

    Antwort VI

    Lieber Gott, ich danke Dir von ganzen Herzen für die wunderbaren Lehrer, die meine Kinder, meine Enkel und Urenkel erleben durften.
    Die uns voller Engagement auf den Weg ins Leben begleitet haben, die unsere Neugierde geweckt haben und deren warmherzige Fürsorge auch bei behinderten, auffälligen Kindern nicht auf die Nulllinie fiel.

    Ich danke Dir für Lehrer, für die der Ritt auf Paragraphen nicht wichtiger war, als wir Kinder. Für Lehrer, die sich und ihre Gefühle nicht hinter Fachwissen verborgen haben, sondern die uns gelehrt haben, wie wunderbar dieses Leben mit all seinen Höhen und Tiefen ist und die uns lehrten, nicht aufzugeben sondern aufzustehen, wenn wir auf die Nase gefallen ist.

    Ich danke Dir für Lehrer, die mit bitterernstem Gesicht mit einer Strafpredigt begannen, um dann in unserer Gekicher einzustimmen, ohne Angst vor Gesichts- oder Autoritätsverlust. Für Lehrer, die ihre Macken hatten und die aus unseren Macken kein Drama machten.
    Und ich danke Dir von ganzen Herzen für die wunderbaren Lehrer, die seit immerhin 5 Generationen ein „Du darfst heute nicht in die Schule“ als schlimmste Strafe möglich machten.

    Und jetzt dürft Ihr wieder losspucken.
  4. #323

    Zitat von sinasina Beitrag anzeigen
    Und jetzt dürft Ihr wieder losspucken.
    Anstelle eines unnötigen Gebetes hätten sie sich vielleicht die Zeit nehmen sollen die Fragen zu beantworten.
    Und ich setze an ihr Gebet noch etwas hinzu: Danke lieber Gott, dass ich Lehrer hatte die mir nicht nur erlaubt haben meinen Durst nach Wissen zu stillen sondern die mich dabei auch unterstützt haben.
    Danke Lieber Gott für die Lehrer die eine Atmosphäre geschaffen haben bei der ich nicht zu Spielen gezwungen wurde weil ein paar wenige Kinder nicht lernen wollten/ konnten.


    Also jetzt zum dritten Mal:
    Was haben sie Unterrichtet?
    Haben sie ihre Ausflüge während der Schulzeit gemacht oder außerhalb?
    Was haben die Eltern dazu gesagt das sie ihre Kinder an der Schule festgehalten haben?
    Warum ist ein Make-up flüssig, ein anderes aber aus feinem Staub?
    Warum boxen die Boxer unterschiedlich?
    ...

    Die Antworten auf diese Fragen beantworten übrigens auch die große Frage ob sie mit den Schüler etwas wie Unterricht gemacht haben oder ob sie nichts anderes machen wie bespaßung und Eltern Ersatz spielen.
    Weigern sie sich deswegen hartnäckig vor der Beantwortung?
  5. #324

    @fpa: Habe ich sie richtig verstanden jemand der ihre Artikel über schwierige Schüler (ADHS) nicht liest und sich den Regalmetern die zu diesem Themenfeld geschrieben wurde verweigert ist asozial?
    Was ist mit Lehrern die sich nicht in den Umgang mit Autistischen Kindern, Sprachstörungen, Schwerhörigen Kindern, Drogenabhängigen Kindern, Magersüchtigen Kindern, Missbrauchten Kindern … einarbeiten? Sind diese auch asozial da diese sich den leicht zugänglichen Quellen verschließen?

    Und was ist mit Lehrern die sich neben den ganzen Kindern mit größeren und kleineren Problemchen denjenigen Kindern widmen möchten die in keiner der Förder- und Krankheitshilfe
    gelandet sind?
    Warum genau sind Lehrer asozial die den größten Teil einer Klasse nicht ignorieren oder einfach nur mitlaufen lassen da diese ja keine sichtbaren Probleme haben?
  6. #325

    ???

    Zitat von sinasina Beitrag anzeigen
    Lieber Gott, ich danke Dir von ganzen Herzen für die wunderbaren Lehrer, die meine Kinder, meine Enkel und Urenkel erleben durften.
    Waren Sie nicht diejenige, die sich in anderen Beiträgen recht kritisch über Lehrer bzw. deren Unterrichtsmethoden geäußert hat?

    Wenn Ihre Kinder, Enkel und Urenkel so wunderbare Lehrer hatten, können Sie davon ausgehen, dass solche "guten Exemplare" auch andernorts häufiger anzutreffen sind.

    Bei meinen Kindern haben ebenfalls ganz "wunderbare" Lehrer unterrichtet, allerdings waren auch ein paar dabei, die den Kindern das Leben schwer und ihrer Zunft keine Ehre gemacht haben. Schwarze Schafe gibt es in jedem Beruf, darum sollte man sich mit seinen persönlichen Erfahrungen nicht als Besserwisser über einen ganzen Berufsstand erheben.
  7. #326

    Das ist die Frage

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Michael, 12, gilt als auffällig. Er prügelt sich oft, hat eine lange Reise durch den Jugendhilfe-Dschungel hinter sich. Als er seinen Lehrern zu anstrengend wird, schließen sie ihn vom Unterricht aus. Dabei müssen in Deutschland alle Kinder gemeinsam lernen - doch viele Schulen sind überfordert. Leider wird durch die Administratoren jegliche Diskussion platt gemacht, ich jedenfalls konnte meine Antworten nicht mehr hoch laden. Ehrlicher wäre es dann doch, gleich vorweg zu sagen, jedes Forumsmitglied darf nur x-Beiträge schreiben, dann ist sein Kontingent erschöpft. Dann wüssten wenigstens alle Forumsmitglieder, woran sie sind.
    Auffällige Jugendliche: Wohin mit wilden Schülern? - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - SchulSPIEGEL
    Gibt es eigentlich auch Plattformen, wo Lehrer diese Frage diskutieren? Gefunden habe ich leider bisher nichts, liegt aber vielleicht auch an den Suchbegriffen, die ich eingegeben habe?
  8. #327

    Back to the Future

    Zitat von sinasina Beitrag anzeigen
    Lieber Gott, ich danke Dir von ganzen Herzen für die wunderbaren Lehrer, die meine Kinder, meine Enkel und Urenkel erleben durften.
    Die uns voller Engagement auf den Weg ins Leben begleitet haben, die unsere Neugierde geweckt haben und deren warmherzige Fürsorge auch bei behinderten, auffälligen Kindern nicht auf die Nulllinie fiel.

    Ich danke Dir für Lehrer, für die der Ritt auf Paragraphen nicht wichtiger war, als wir Kinder. Für Lehrer, die sich und ihre Gefühle nicht hinter Fachwissen verborgen haben, sondern die uns gelehrt haben, wie wunderbar dieses Leben mit all seinen Höhen und Tiefen ist und die uns lehrten, nicht aufzugeben sondern aufzustehen, wenn wir auf die Nase gefallen ist.

    Ich danke Dir für Lehrer, die mit bitterernstem Gesicht mit einer Strafpredigt begannen, um dann in unserer Gekicher einzustimmen, ohne Angst vor Gesichts- oder Autoritätsverlust. Für Lehrer, die ihre Macken hatten und die aus unseren Macken kein Drama machten.
    Und ich danke Dir von ganzen Herzen für die wunderbaren Lehrer, die seit immerhin 5 Generationen ein „Du darfst heute nicht in die Schule“ als schlimmste Strafe möglich machten.

    Und jetzt dürft Ihr wieder losspucken.
    Hossianna :-/
    ...und ich danke den Lehrern die wg. dreckiger Fingernägel den Schüler mit dem Rohrstock auf die Finger geschlagen haben, die geprügelt gemoppt und mißbraucht haben....usw., usf.

    Amen
  9. #328

    Feudel?

    Zitat von abwählen! Beitrag anzeigen
    Hossianna :-/
    ...und ich danke den Lehrern die wg. dreckiger Fingernägel den Schüler mit dem Rohrstock auf die Finger geschlagen haben, die geprügelt gemoppt und mißbraucht haben....usw., usf.

    Amen
    Probieren Sie es doch bitte einmal mit der Meute, dem "mob", dann klappt es auch mit dem "mobbing".

    Wenn Sie weiter "moppen", dann haue ich Ihnen einen Feudel, Fetzen oder Wischlappen - auf jeden Fall ein Scheuertuch - auf die Tastatur:)
  10. #329

    Eltern sind nicht immer schuld

    Zitat von Zapallar Beitrag anzeigen
    Hier sind, wie immer, die Eltern in der Pflicht. Es kann nicht Aufgabe des Staates sein, Kinder zu erziehen. Die Schule hat einen Bildungsauftrag und kann nur auf der Erziehung der Eltern aufbauen bzw diese im kleinen Rahmen korrigieren und erweitern.

    Wenn die Eltern bei der Erziehung ihres Kindes versagt haben, dürfen darunter gleichtaltrige nicht leiden, indem sie von diesen Kindern im Unterricht gestört werden. Die Eltern zu bestrafen ist keine Lösung des Problems, alle auffälligen Kinder zusammen in eine Sonderschule stecken bringt nur dann etwas, wenn daran angeschlossen eine Art staatliches Erziehungsheim steht ... dann kommen wir aber in juristisch und gesellschaftlich ganz heikle Gefilde ...
    ich habe zwei kinder beide haben ADHS, mein aeltester sohn war
    hilfsbereit und hatte nie probleme mit seinem benehmen. in der schule wurde immer nur gesagt naja er ist halt nich sehr intelligent. heute
    arbeited er als manager in einer firma, wo er sich selber ohne
    schulabschluss hoch gearbeited hat . mein juengster sohn hat immer
    noch probleme, er arbeitet zwar, kann aber nicht ohne hilfe selbstaendig leben. ADHS kinder brauchen verstaendniss, da sie
    probleme mit konzentration, organisation haben. schlechtes benehmen kommt mehr vor weil die kinder oft misverstanden sind und dadurch
    falsch behandelt werden. das heist nicht das manche kinder nicht verzogen sind, aber zu sagen das die eltern bei der erziehung versagt haben ist typisch von leuten die offenbar wenig ueber adhs bescheid wissen. kinder mit adhs sind nicht dumm sie haben die gleichen rechte auf eine gute bildung wie andere kinder. mit etwas hilfe und richtiger hilfe koennen adhs kinder genauso gut abschneiden wie alle anderen. oder wuerden sie genauso denken wenn zum beispiel ein epileptisches kind mit einem fit den untericht stoert?