Vorwurf der Vetternwirtschaft: FDP-Basis meutert gegen Niebel

Getty ImagesEntwicklungsminister Dirk Niebel gerät wegen seiner Personalpolitik intern in die Kritik. Der FDP-Politiker hatte einer Parteifreundin einen Job besorgt - so sieht es die empörte Basis. Manche Liberale legen aus Protest ihre Ämter nieder.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...815422,00.html
  1. #100

    Zitat von heidi1-preiss Beitrag anzeigen
    wenn die in der nächsten legislaturperiode auf 5 % kommen, fresse - natürlich esse - ich einen besen.stelle mich aber mit sicherheit nicht darauf ein, weil es nicht so sein kann und wird.
    Na dann guten Appetit. Wenn vor der nächsten Wahl rechtzeitig mit „Steuererhöhung“, „Planwirtschaft“, „Raubkopierer“, „Ökodiktatur“ und „Unregierbarkeit“ gedroht wird, sind wir nämlich ganz schnell wieder im zweistelligen Bereich.
  2. #101

    Zitat von hjm Beitrag anzeigen
    Na dann guten Appetit. Wenn vor der nächsten Wahl rechtzeitig mit „Steuererhöhung“, „Planwirtschaft“, „Raubkopierer“, „Ökodiktatur“ und „Unregierbarkeit“ gedroht wird, sind wir nämlich ganz schnell wieder im zweistelligen Bereich.
    wenn alle die zipfelmützen wieder anziehen, was ich aber bei dieser "hervorragenden" regierung nicht glaube, könnte dies passieren. aber, wie geagt, die hoffnung auf änderung stirbt zuletzt.
  3. #102

    Überascht?

    Zitat von demokrat2012 Beitrag anzeigen
    Huch! Ein politischer Entscheidungsträger besetzt einen Posten mit einem willfährigen Kumpanen (in diesem Falle natürlich mit einer willfährigen Kumpanin)? Das gibt es doch gar nicht! Hm, könnte es auch sein, dass ich etwas naiv bin? Das passiert doch ständig und überall: In der freien Wirtschaft ebeso wie in der Politik. Warum? Weil es dort ständig etwas zu mauscheln gibt. Und da ist es doch nur logisch, dass man direkte Untergebene und solche, die in gewissen Schlüsselpositionen sitzen so auswählt, dass, wenn es brennt, diese einem zu Dank verpflichtet sind. Das nennt man auch "Networking" und es schützt davor, dass diese dankbaren Leute auf den Chef mit dem Finger zeigen, wenn es eng wird. Wie eben jetzt bei Niebel. Man könnte aber auch hunderttausend andere Beispiele hier auflisten. Und was haben wir uns über die "Seilschaften" in der ehemaligen DDR mockiert...
    Es gibt auch eine ganz Menge Leute - unter Politikern wie in der Privatwirtschaft - die "mauscheln" nicht, begeben sich nicht in die Abhängigkeiten solcher "Networkings", machen doch dgl. Deals a'la "eine Hand wäscht die andere" auch erpressbar, verliert u.U. die Herrschaft und Kontrolle über die eigenen Entscheidungen.

    Mag sein, dass sich mit einer so charakterstarken Einstellung die Karriere verzögert, womöglich auf niedrigerem Niveau auch zeitweise stecken bleibt. Dafür ist sie dann bei entsprechender Ausdauer und Kontinuität im Ergebnis auch überzeugender und nachhaltiger.
    Manchem liegt auch nichts an einer "Networking"-Karriere um den Preis der Charakterverbiegung.

    Herrn Niebel und Gesinnungsgenossen fehlt es eben offensichtlich an dgl. Attributen. Leider kommen auch etliche mit einem Amigo-analogen Geschäftsmodell ans Ziel ihrer Macht- und monetären Vorstellungen.
    Damit muss selbst der Rechtsstaat leben.
    Umso wichtiger ist es aber, dass die Bevölkerung wachsam und interessiert ist und sich auch an Wahlen beteiligt.
  4. #103

    So wie das

    Zitat von hjm Beitrag anzeigen
    Na dann guten Appetit. Wenn vor der nächsten Wahl rechtzeitig mit „Steuererhöhung“, „Planwirtschaft“, „Raubkopierer“, „Ökodiktatur“ und „Unregierbarkeit“ gedroht wird, sind wir nämlich ganz schnell wieder im zweistelligen Bereich.
    Steuersenkungsmantra, das die FDP monstranzmäßig vor sich hertrug, verpufft ist, werden - zumindest für die nächste BT-Wahl - mit dgl. Drohungen keine regierungsfähigen Anteile mehr erringen lassen.
    Dazu bedürfte es auch einem qualifizierteren Personal.

    Schäffler (und "Rebellen") mit seinem Anti-€uro-Rettungskurs könnte sicher mit sehr viel Zustimmung aus der Bevölkerung rechnen. Aber das ist eben nicht die FDP in ihrer Gesamtheit.

    Ganz persönlich finde ich, dass ein liberale Partei in einer Wirtschaftsnation wie DEU einen Platz haben kann, auch gebraucht wird. Schließlich sind nicht alle FDP-Leute "niebelig" (so z.B. u.a. Gerhard Baum).

    Die derzeitige FDP muss sich jedoch h.E. erst mal neu aufbauen, bis sie wieder in die Lage versetzt ist, auch in einen Regierungsverantwortung zu kommen.
    Opposition geht eben einfacher.

    Solche Leute wie Herr Niebel tragen allerdings nicht der erforderlichen Vertrauensbildung bei und auch nicht Entscheidungen, solchen Personen ein Ministeramt (zur Selbstbedienung) zu übertragen.
  5. #104

    Besitzstandwahren schon immer

    Zitat von fuchssss Beitrag anzeigen
    Fragen Sie mal die MitarbeiterInnen der heutigen GIZ in Eschborn,
    die aus der Zwangs-Verschmelzung von GTZ, DED und Inwend hervor ging.
    Da gehts derzeit mächtig ab beim Besitzstandwahren.
    Kampf an allen Fronten: die angestammten Pfründe wollen gesichert sein.
    Und Meister Niebel hat auch da seine Vasallen längst feinsinnig installiert.
    Beim Wahren der Besitzstände war die GIZ noch nie zimperlich. Das galt auch schon zu GTZ-Zeiten für alle Führungskräfte des Eschborner Bundesunternehmens. Nur die "Indianer" hatten wenig davon. Selbst die FDP achtete bereits früher auf ihre Besitzstände. "Entwicklungspolitische Insider" entsinnen sich: 1987 wurde ein Abteilungsleiter der FDP-Bundesgeschäftsstelle als dritter Geschäftsführer der GTZ in die Organisation "hinein gedrückt", obwohl er völlig überflüsssig war. Den deutschen Steuerzahler hat das damals viel Geld gekostet. Dabei waren diese Finanzmittel eigentlich für die Armen und Hungernden in der Dritten Welt vorgesehen.
  6. #105

    ....so macht man es in der FDP

    das ist typisch FDP der schon lange unerwünschte "Partner" wird kalt abserviert... aber es ist ja nicht unbedingt ein Verlust.