Deichkind als Lehrer: Checkt erst mal ab, für was ihr brennt

Philipp ReisAuf der Bühne verspritzen die Deichkind-Musiker Alkoholika aus Plastikschläuchen, im Klassenraum geben sie sich eher lieb. Für das Jugendmagazin "Spiesser" sprangen sie in einer Hamburger Schule als Lehrer ein, erzählten von Horrorjobs und vom Studium in Amsterdam.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/0...816665,00.html
  1. #1

    Vorbildlich

    Was hier nicht erwähnt wird: wenn ein finanzschwaches Elternhaus hinter dem Kind steht muss es das machen, wo es halt denkt, es kommt durch damit.
    Wenn natürlich Muddi und Papa drei-vier abgebrochene Studien mitbezahlen kann man das natürlich tun.
  2. #2

    Zitat von abby_thur Beitrag anzeigen
    Was hier nicht erwähnt wird: wenn ein finanzschwaches Elternhaus hinter dem Kind steht muss es das machen, wo es halt denkt, es kommt durch damit.
    Wenn natürlich Muddi und Papa drei-vier abgebrochene Studien mitbezahlen kann man das natürlich tun.
    Wie wärs denn mit Arbeit neben den diversen Studien, um nicht den armen Eltern auf den Taschen zu hocken?
    Arme Eltern sollten nicht als Ausrede dienen um schon quasi im vorauseilenden Gehorsam seine Träume zu beerdigen.
    Wenn man was will muss man dafür kämpfen und nicht jammern.
    Selbst wenn Studiengebühren und Regelstudienzeiten auch noch gegen einen sind.
  3. #3

    Sie wollen...

    Zitat von niska Beitrag anzeigen
    Wie wärs denn mit Arbeit neben den diversen Studien, um nicht den armen Eltern auf den Taschen zu hocken?
    Arme Eltern sollten nicht als Ausrede dienen um schon quasi im vorauseilenden Gehorsam seine Träume zu beerdigen.
    Wenn man was will muss man dafür kämpfen und nicht jammern.
    Selbst wenn Studiengebühren und Regelstudienzeiten auch noch gegen einen sind.
    ...doch nicht ernsthaft den Zusammenhang zwischen der beruflichen Zukunft und der sozialen Herkunft bestreiten?

    Natürlich haben Sie Recht, jeder soll für seine Träume kämpfen. Nur die Bürschchen aus finanziell starken Elternhäusern fahren mit 21 im neuen 3er vor der Uni vor und der Arbeitersohn hat trotz 15 Stunden Arbeit pro Woche nebenher nur ein altes Damenrad. Daran hat sich auch nach Zig-Jahren Bafög nichts geändert.
  4. #4

    Titel:

    Zitat von abby_thur Beitrag anzeigen
    Was hier nicht erwähnt wird: wenn ein finanzschwaches Elternhaus hinter dem Kind steht muss es das machen, wo es halt denkt, es kommt durch damit.
    Wenn natürlich Muddi und Papa drei-vier abgebrochene Studien mitbezahlen kann man das natürlich tun.
    Stimmt schon aber Kinder von Eltern die jeden Euro rumdrehen müssen sind doch eh nicht relevant für die Medien.
    Das sind (wie meine Eltern) üble Proleten die es nicht besser verdient haben.
    Hipp und cool ist nur das Elternhaus was dem Töchterchen ein WG Zimmer zahlt, einen Mini vor die Tür stellt und jedes Jahr ein neues iBook :D
    Während meines Studiums gabs da eine exakte Trennung zwischen den Loosern wie mich die ernsthaft nebenbei arbeiten mussten und denen die es nicht im geringsten nötig hatten zu arbeiten.
    Das war dann auch die Mehrheit der Studenten.
    Gearbeitet ham die auch mal ab und an aber nicht wirklich weil sie es brauchten. Papa hat alles wesentliche schon gemacht.
  5. #5

    Zitat von sappelkopp Beitrag anzeigen
    ...doch nicht ernsthaft den Zusammenhang zwischen der beruflichen Zukunft und der sozialen Herkunft bestreiten?
    Nein. Menschen aus der Mittel- und Unterschicht haben es natürlich ungleich schwerer nach oben zu kommen. Unser Staat ist nunmal darauf ausgerichtet bestehende 'Eliten' zu zementieren und Emporkömmlingen Steine in den Weg zu schmeissen.
    Ich weiss aus eigener leidvoller Erfahrung dass es so ist, trotzdem muss man kämpfen und manchmal wird man belohnt.
  6. #6

    ....

    Zitat von niska Beitrag anzeigen
    Nein. Menschen aus der Mittel- und Unterschicht haben es natürlich ungleich schwerer nach oben zu kommen. Unser Staat ist nunmal darauf ausgerichtet bestehende 'Eliten' zu zementieren und Emporkömmlingen Steine in den Weg zu schmeissen.
    Ich weiss aus eigener leidvoller Erfahrung dass es so ist, trotzdem muss man kämpfen und manchmal wird man belohnt.
    Weil sie nicht mit ein dicken Auto vor die Uni fahren können?
    Einige scheinen irgendwie den Sinn für die Realität verloren zu haben. Die Unterschicht leidet an keiner materiellen Armut, im Gegenteil denen geht es so prächtig das sie nicht mal Arbeiten müssen um zu überleben, ganz anders als bei mir in der Heimat. Die leiden primär an einer geistigen Armut, oder anders gesagt sie sind einfach dumm. Es konnte mir keiner verdeutlichen warum durch mehr Geld die Aufstiegschancen steigen sollen, alles sinnlose Ausreden um von seiner eigenen Unfähigkeit abzulenken.
  7. #7

    t

    Zitat von Mathe-Freak Beitrag anzeigen
    Weil sie nicht mit ein dicken Auto vor die Uni fahren können?
    Einige scheinen irgendwie den Sinn für die Realität verloren zu haben. Die Unterschicht leidet an keiner materiellen Armut, im Gegenteil denen geht es so prächtig das sie nicht mal Arbeiten müssen um zu überleben, ganz anders als bei mir in der Heimat. Die leiden primär an einer geistigen Armut, oder anders gesagt sie sind einfach dumm. Es konnte mir keiner verdeutlichen warum durch mehr Geld die Aufstiegschancen steigen sollen, alles sinnlose Ausreden um von seiner eigenen Unfähigkeit abzulenken.
    Das ist einfach nur eine dumme Pauschalisierung.
  8. #8

    ...

    Tolle Idee, Künstler als Berufsberater für 10. Klasse Realschüler wirken zu lassen. Weiter voneinander entfernt gehts ja garnicht. Die können nur an den Jugendlichen vorbeireden oder Ihnen allenfalls Flausen in den Kopf setzen.

    Die meisten Menschen sind (glücklicherweise) mit weniger zufrieden als man denkt. Wer will schon mit der Getriebenheit (dem sog. "Brennen") einer Künstlerseele tauschen? Innerlich bleiben diese Menschen stets einsam.
  9. #9

    Ach...

    Zitat von urban4fun Beitrag anzeigen
    Das ist einfach nur eine dumme Pauschalisierung.
    Aber leider ist was dran...