Ersti-Tagebuch: Hilfe, die Klausuren kommen

Maren VolkVor der Klausurenphase graut es allen Studenten, die drei UniSPIEGEL-Erstsemester-Tester stecken mittendrin - und haben ganz unterschiedliche Strategien: Marc flüchtet in die Bib, Larissa brutzelt Raclette und Fabienne schmeißt mal eben ihr Hauptfach.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...813887,00.html
  1. #1

    Erstis...

    Typisch Erstis halt.
    Theologie zu studieren ohne sich mit Altsprachen, also die Sprachen der alten Texte, auseinandersetzen zu wollen, ist wie Ingenieurwissenschaften zu studieren aber nichts mit Mathe zu tun haben wollen.

    Na ja, irgendwann wird es schon zum aufwachen kommen.
  2. #2

    Zitat von banteng Beitrag anzeigen
    Typisch Erstis halt.
    Theologie zu studieren ohne sich mit Altsprachen, also die Sprachen der alten Texte, auseinandersetzen zu wollen, ist wie Ingenieurwissenschaften zu studieren aber nichts mit Mathe zu tun haben wollen.

    Na ja, irgendwann wird es schon zum aufwachen kommen.
    Das ist eine Sache, die ich nun wirklich nicht verstehe. Wie hat sich das Mädel über sein Studium und dessen Inhalt vorher informiert? Was dachte sie, dass da passiert im Theologie-Studium?
    Irgendwie habe ich bei ihr das Gefühl: Ach, egal was, Hauptsache ich bin als Studentin eingeschrieben.
    Was ist, wenn für das Philosophie-Studium dann ein Matheschein oder ein Logik-Seminar gefordert ist? Gibt sie dann auf?
  3. #3

    Zitat von muehle79 Beitrag anzeigen
    Was ist, wenn für das Philosophie-Studium dann ein Matheschein oder ein Logik-Seminar gefordert ist? Gibt sie dann auf?
    Man kann es ihr, den Profs und den Mitstudierenden nur wünschen.
    Auf mich macht sie auch den Eindruck von "Studieren ist ja sooo toll". Einfach mal aus der kunterbunten Bonbonwelt aufwachen und sich mal vorher informieren ist auch echt zuviel verlangt, wenn man die nächsten Jahre seines Lebens verplant.

    Kopfschüttelnde Grüße
  4. #4

    Logik

    Zitat von muehle79 Beitrag anzeigen
    Was ist, wenn für das Philosophie-Studium dann ein Matheschein oder ein Logik-Seminar gefordert ist?
    Das erinnert mich an einen Kurs über klassische Prädikatenlogik an meiner Uni. War laut Vorlesungsverzeichnis ein Wahlkurs für Studierende der Informatik, Mathematik und der Philosophie. Sehr anspruchsvoller Inhalt, der richtig Arbeit erforderte. Komischerweise waren aber nur ein paar Mathematiker drin, jedoch niemand aus der Philosophie. Warum bloß?
  5. #5

    Zitat von Eodaari Beitrag anzeigen
    Das erinnert mich an einen Kurs über klassische Prädikatenlogik an meiner Uni. War laut Vorlesungsverzeichnis ein Wahlkurs für Studierende der Informatik, Mathematik und der Philosophie. Sehr anspruchsvoller Inhalt, der richtig Arbeit erforderte. Komischerweise waren aber nur ein paar Mathematiker drin, jedoch niemand aus der Philosophie. Warum bloß?
    Weil Philosophiestudenten faule Gammler sind, die ihr Bafög zum Feiern aufbrauchen, später mal hundertprozentig arbeitslos werden und dem Staat auf der Tasche liegen, und weil Mathestudenten grundsätzlich fleißige, hochkompetente Menschen sind, die 24 Stunden am Tag (und nochmal 24 in der Nacht) lernen und Deutschland somit helfen, seine Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.
    Das wollten sie doch sagen, oder?
  6. #6

    Das nennt sich Studieren?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vor der Klausurenphase graut es allen Studenten, die drei UniSPIEGEL-Erstsemester-Tester stecken mittendrin - und haben ganz unterschiedliche Strategien: Marc flüchtet in die Bib, Larissa brutzelt Raclette und Fabienne schmeißt mal eben ihr Hauptfach.

    Ersti-Tagebuch: Hilfe, die Klausuren kommen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - UniSPIEGEL
    Ich finde es irgendwie süß und putzig, wie naiv junge Leute, die sich mit ihren ca. 19 Jahren so reif vorkommen, ins Studium gehen.
    Und dann zittert man vor einer 90-minütigen Klausur. Geschenkt. Unsere Fachprüfung Regelungstechnik ging 3 Stunden, wobei der Prüfer noch 15 Minuten draufgelegt hat, weil kaum einer fertig war. Das aber nur am Rande. Ein Praktikum bei den GeiWis ist für einen Naturwissenschaftler so anspruchsvoll wie ein Töpferkurs in der Volkshochschule.

    Könnte SPON nicht endlich einmal das Leben von Studierenden beleuchten, die etwas außerhalb der Geisteswissenschaften lernen? In früheren Artikeln ging es auch immer nur um Studiengänge à la "IMM" (irgendwas mit Medien, irgendwas mit Menschen) oder "IMS" (irgendwas mit Sprachen). Z. B. würden sich angehende Mathematiker oder Physiker oder Chemiker anbieten. Sind diese Studierenden zu uninteressant, weil sie keinen "hippen" Studiengang gewählt haben? Oder haben diese einfach nur keine Zeit für solche Stories?
  7. #7

    wunschkonzert

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vor der Klausurenphase graut es allen Studenten, die drei UniSPIEGEL-Erstsemester-Tester stecken mittendrin - und haben ganz unterschiedliche Strategien: Marc flüchtet in die Bib, Larissa brutzelt Raclette und Fabienne schmeißt mal eben ihr Hauptfach.

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    ...ist das Leben nunmal nicht und das Studium sowieso schon mal gar nicht.
    Ich hätte damals auch lieber einen Auslandsaufenthalt geplant anstatt mir Mathe, Phsyik und Chemie geben zu müssen. Tja, kam ich aber nunmal nicht drum rum wenn ich den B.Sc. haben wollte.
    Hat mir das Spass gemacht? Nö, aber Studium ist zum großen Teil eben auch nicht dies, was immer ganz gern vergessen wird.
    Klar ist es spannend wenn man das erste mal von zuhause raus ist und in einer fremden Stadt wohnt aber überdies sollte man auch nicht vergessen, weswegen man dort ist.

    Sich im Vorfeld mit dem Studieninhalt zu befassen ist essentiell und kann es nur jedem raten da einem so böse Überraschungen, wie das Latinum, erspart bleiben.
  8. #8

    Oh mein Gott, so ein Müll der hier teilweise geschrieben wird -.-

    Zitat von Plasmabruzzler Beitrag anzeigen
    Ich finde es irgendwie süß und putzig, wie naiv junge Leute, die sich mit ihren ca. 19 Jahren so reif vorkommen, ins Studium gehen.
    Und dann zittert man vor einer 90-minütigen Klausur. Geschenkt. Unsere Fachprüfung Regelungstechnik ging 3 Stunden, wobei der Prüfer.....
    Was erwarten Sie von Erstis? Dass sie sich für ein Studium entscheiden und von vornherein wissen: ja, das erfüllt mich zu 100% und ich weiß, dass ich mein Leben lang auf diesem Gebiet bleiben will? Natürlich sind wir jungen Leute naiv, JEDER der mal jung war, war naiv, und viele bleiben es ein Leben lang.
    Und der feine Herr Diplomingenieur hat natürlich die Nase vorn, da er einen Mehrwert zum BIP beiträgt, im Gegensatz zur unentschlossenen Theologiestudentin, die ja nur versucht, sich selbst zu finden.
    Die Hochnäsigkeit mancher Ingenieure und Naturwissenschaftler ist wirklich unerhört! Ich gebe Ihnen recht, dass in dieser Artikelserie eventuell ein wenig mehr Varianz schön wäre; auch mal einen Chemie- oder Ingenieurstudenten könnte man interviewen. Dennoch ist es unfassbar, mit welcher Selbstverständlichkeit Sie über junge Menschen urteilen und sie somit verurteilen.

    Die Universität war mal ein Hort des Wissensgewinns, egal, für welches Fachgebiet man sich entscheidet. Leider gibts es immer wieder Studenten und auch Studierte, die keinen Anstand vor anderen Menschen haben.
  9. #9

    Erst lesen, dann brüllen

    Zitat von stumpen89 Beitrag anzeigen
    Oh mein Gott, so ein Müll der hier teilweise geschrieben wird -.-
    Warum zitieren Sie dann?

    Zitat von stumpen89 Beitrag anzeigen
    Was erwarten Sie von Erstis? Dass sie sich für ein Studium entscheiden und von vornherein wissen: ja, das erfüllt mich zu 100% und ich weiß, dass ich mein Leben lang auf diesem Gebiet bleiben will? Natürlich sind wir jungen Leute naiv, JEDER der mal jung war, war naiv, und viele bleiben es ein Leben lang.
    Wenn jemand 18 ist, einen PKW-Führerschein machen darf, zur Wahlurne gehen darf, eine eigene (WG-)Wohnung bezieht und sich für ein Studium in einem Nischenfach entscheidet, erwartet man auch, dass sie/er sich vorher informiert hat. Niemand verlangt, sein Leben lang mit der Entscheidung glücklich sein zu müssen, aber zumindest für die Studienzeit. Diese "Ich-probiere-mal-einen-Studiengang"-Menschen verhindern evtl., dass jemand mit wirklichem Interesse in diesem Jahr keinen Platz im dem Fach erhält.

    Zitat von stumpen89 Beitrag anzeigen
    Und der feine Herr Diplomingenieur hat natürlich die Nase vorn, da er einen Mehrwert zum BIP beiträgt, im Gegensatz zur unentschlossenen Theologiestudentin, die ja nur versucht, sich selbst zu finden.
    Nein, ich habe mich nach einer Ausbildung bewusst für den Studiengang entschieden und nicht, weil ich so mehr oder weniger zum BIP beitragen würde. Wenn jemand Theologie oder von mir aus auch Tierheilpädagogik studieren möchte, sollte sie/er das auch tun - aber mit allen Konsequenzen.
    Und wenn man sich selbst sucht, sollte man sich vor einen Spiegel stellen.

    Zitat von stumpen89 Beitrag anzeigen
    Die Hochnäsigkeit mancher Ingenieure und Naturwissenschaftler ist wirklich unerhört! Ich gebe Ihnen recht, dass in dieser Artikelserie eventuell ein wenig mehr Varianz schön wäre; auch mal einen Chemie- oder Ingenieurstudenten könnte man interviewen. Dennoch ist es unfassbar, mit welcher Selbstverständlichkeit Sie über junge Menschen urteilen und sie somit verurteilen.
    Ist es nicht immer wieder erfrischend, seine Meinung äußern zu dürfen? Und warum urteilen Sie über eine ganze Berufsgruppe? Sie haben offenbar meinen Beitrag falsch verstanden und interpretieren ihn gemäß Ihren eigenen Vorstellungen. Ich habe über niemanden geurteilt, sondern meine Verwunderung kund getan. Wegen des Praktikums bei den GeiWis - okay, da habe ich einen rausgehauen, aber es entspricht meiner Erfahrung.