Künftiger Präsident im Check: Jetzt muss Gauck liefern

dapdDie Erwartungen sind gigantisch: Nicht weniger als die "Erneuerung der Demokratie" erhoffen sich manche von einem Präsidenten Gauck. Der 72-Jährige bringt Qualitäten mit, die man für eine solche große Aufgabe braucht - aber er hat auch Schwächen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...816481,00.html
  1. #10

    Seine Schwäche ist seine Stärke

    Besonders die Aussagen zu Sarrazin zeigen doch, dass Gauck keine politisch korrekte Persönlichkeit ist. Genau das zeichnet ihn aus.

    Weichgespülte Waschlappen haben wir genug. Wir brauchen einen Präsidenten mit Rückrat.

    Es gibt kein größeres Lob, als von der migrationspolitischen Sprecherin kritisiert zu werden.
  2. #11

    Schwächen?

    Ein Großteil dessen, was im Artikel unter "Schwächen" abgebucht wird, empfinde ich ganz im Gegenteil als Stärken. Mir wird Herr Gauck immer sympathischer.
  3. #12

    Vorsicht!

    Herr Gauck wird ein guter Bundespräsident sein! Davon bin ich überzeugt!

    Aber Vorsicht!

    Liebe Medien, nun lasst den Mann erstmal machen. Die ganze Berichterstattung erinnert mich ein wenig an Barack Obama. Zuerst wurde er als der neue Messias gepriesen, um dann festzustellen, dass der Mann doch nicht über Wasser gehen konnte. Die Enttäuschung war natürlich groß!

    Herr Gauck kann weder Wasser zu Wein verwandeln, noch über Wasser gehen. Auch er kocht seine Nudeln nur mit Wasser!

    Er wird ein guter Präsident sein und dem Amt seine Würde zurückgeben. Und eine wilde Ehe in Schloss Bellevue tut dem Gemäuer auch gut und bringt frischen Wind!

    In diesem Sinne.
  4. #13

    keine Substanz

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Erwartungen sind gigantisch: Nicht weniger als die "Erneuerung der Demokratie" erhoffen sich manche von einem Präsidenten Gauck. Der 72-Jährige bringt Qualitäten mit, die man für eine solche große Aufgabe braucht - aber er hat auch Schwächen.

    Künftiger Präsident im Check: Jetzt muss*Gauck liefern - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Gauck ist von seiner Substanz her kein guter Präsident.
    Er kann ein guter Präsident werden, wenn er versteht, was einen guten Präsidenten ausmacht und dann quasi einen guten Präsidenten schauspielert.
    Und das wäre schon viel!

    Man vergleiche, daß was er so gesagt hat und wofür er steht, mit dem was Richard von Weizsäcker sagte bzw. wofür er stand:
    In der Zeit übte Richard von Weizsäcker 1992 schwere Kritik an den deutschen Parteien. Er kritisierte, dass sich der Einfluss der Parteien auf die gesamte Gesellschaft ausgeweitet habe. Sie seien längst zu einem sechsten Verfassungsorgan geworden, aber, im Gegensatz zu den anderen, keiner Kontrolle unterworfen. Weiterhin führte er aus, dass das vorrangige Ziel der Parteien sei, die nächste Wahl zu gewinnen und nicht langfristig Probleme dieses Landes zu lösen. Sie nähmen temporäre Stimmungen im Volk in ihr Parteiprogramm auf, um bei der nächsten Bundestagswahl möglichst viele Stimmen zu erhalten.
    Richard von Weizsäcker

    Das ist Kritik, die wir von einem Präsidenten erhoffen.

    Aber um den Mainstream zu beruhigen:
    Die Netz-Community wird diesen Mann nicht jagen, sie wird ihn aber argwöhnisch betrachten und teilt den Hype nicht.
  5. #14

    Ziemlich überheblich ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Erwartungen sind gigantisch: Nicht weniger als die "Erneuerung der Demokratie" erhoffen sich manche von einem Präsidenten Gauck. Der 72-Jährige bringt Qualitäten mit, die man für eine solche große Aufgabe braucht - aber er hat auch Schwächen.

    Künftiger Präsident im Check: Jetzt muss*Gauck liefern - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Ziemlich überheblich. Vermutlich geht der SPIEEL davon aus, dass er den Hauptanteil an Wuffs Struz hat und jetzt dazu berufen ist, weitere Bundespräsidenten zu überwachen und zu bewerten.

    Jedenfalls ist das mit dem: "muß liefern" eine Herabsetzung, bevor Gauck überhaupt erst angefangen hat.

    Glaube übrigens, dass er einer der besseren Präsidenten werden wird.
  6. #15

    Meinen Sie,...

    Zitat von dr.gerstel Beitrag anzeigen
    Herr Gauck wird jetzt unser Bundespräsident, da ist nichts mehr zu machen. Gauck ist sicher eine bemerkenswerte und ehrenwerte Persönlichkeit, ein Bundespräsident für alle wird er nicht sein. Es wird nicht allzu lange dauern und wir werden staunen, was für seltsame Statements aus dem Schloß Bellevue zu uns dringen. Gauck ist ein Mensch ohne soziales Empfinden. Zu Problemen ausländischer Mitbürger, der Islam-Debatte in ihrer politischen Dimension, der EURO-Krise habe ich noch nicht einen einzigen intelligenten und eigenständigen Beitrag von ihm gehört und gelesen. Das, was ich von ihm lesen mußte, läßt einen schaudern (s. Sarrazin). Eine Ausgeburt hoher Intelligenz und Intellektualität scheint er jedenfalls nicht zu sein. Gauck ist ein Monothematiker. Er hat ein einziges Thema, die Freiheit -zugebenermaßen, das wichtigste Thema überhaupt - und sonst nichts.
    Warum Gauck zum Heiland Wulff-geschädigter Deutscher mutiert ist, bleibt mir unverständlich. Ich fühle mich durch ihn jedenfalls nicht besser vertreten als durch Wulff. Geistig finde ich den Unterschied gering. Gauck knödelt nicht, Wulff sieht viel besser aus.
    Gut, nun ist Gauck bald im Amt. Vielleicht wird es ja doch etwas. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Eine gute Chance sollte er haben.
    ...dass Herr Gauck möglicherweise einmal ein Präsident der Mehrheit sein und nicht nur das übliche PC-Geschwafel von sich geben könnte? -Also mir macht das keine Angst.
  7. #16

    wenn nicht er ...

    Zitat von Bondurant Beitrag anzeigen
    wieder mal ein Meisterstück des politischen Journalismus. Die Herren Hengst und Musharbash (heißen die wirklich so? Und in dieser Kombination? Klingt ein bißchen nach Loriot.) liefern tolle Hintergrundberichterstattung. Das hier

    ist ein absolutes Highlight. Freiheit als (vorwerfbare) Monothematik. Toll.

    Warum muss man immerzu alles und jedes sofort von irgendwelchen Volontären kommentieren lassen?
    wer dann? Ich würde mir wünschen, dass alle sich Menschen voll reinhängen und ihn unterstützen. Lassen wir uns die Chance nicht von den Politikern kaputt machen, welche den Karren in den Dreck gefahren haben. Herzlich willkommen Herr Joachim Gauck in der Hoffnung dass wir endlich mehr Demokatie bekommen und der Knall auch von den letzten Hinterbänklern gehört wurde. Es ist die Zeit für Veränderungen.
  8. #17

    Genau

    hinschauen ist immer notwendig - und das auch in diesem Fall. Familien, die sich dem DDR-System nicht unterordneten, deren Kinder haben in nur sehr seltenen Fällen überhaupt Abitur machen und im Anschluss daran studieren können - auch und gerade, wenn es sich um Theologie handelte. Es muss also offensichlich einen Deal zwischen Staat und Familie Gauck gegeben haben, damit Abitur und Studium möglich waren.
    Ebenfalls war die Arbeit von Kirchenleuten - vom Pastor bis zum Mitarbeiter einer Pfarrei - sowie die Mitgliedschaft in einer Religionsgemeinschaft dem Staat per se verdächtig und wurde genau beobachtet (Stasi). Wer sich die Mühe macht, Pastorinnen und Pastoren über ihre Arbeit, ihr Leben, Wirken und wie es ihren Familien ging zu DDR-Zeiten befragt, wird sich wundern. Diesen Menschen und ihren Familien hat man streckenweise sehr übel mitgespielt, egal ob katholisch oder evangelisch.
    Leider ist dieses Thema im Zusammenhang mit der Causa Stolpe nach der Wende fast gänzlich aus dem Fokus geraten.
  9. #18

    Erst Wulff erlegt und jetzt gleich nachgelegt.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Erwartungen sind gigantisch: Nicht weniger als die "Erneuerung der Demokratie" erhoffen sich manche von einem Präsidenten Gauck. Der 72-Jährige bringt Qualitäten mit, die man für eine solche große Aufgabe braucht - aber er hat auch Schwächen.

    Künftiger Präsident im Check: Jetzt muss*Gauck liefern - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Erst Wulff erlegt und jetzt gleich nachgelegt.

    Laßt den Mann mal in Ruhe seinen Job machen.

    Gibt noch andere Baustellen in Deutschland/ Europa
  10. #19

    Seien wir doch mal ehrlich...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Erwartungen sind gigantisch: Nicht weniger als die "Erneuerung der Demokratie" erhoffen sich manche von einem Präsidenten Gauck. Der 72-Jährige bringt Qualitäten mit, die man für eine solche große Aufgabe braucht - aber er hat auch Schwächen.

    Künftiger Präsident im Check: Jetzt muss*Gauck liefern - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Die meisten Deutschen mochten Christian Wullf vor allem deshalb nicht, weil der gesagt hat, der Islam würde zu Deutschland gehören.

    Und den meisten Deutschen ist Joachim Gauck schon deshalb sympatischer als Wulff, weil Gauck Verständnis für Thilo Sarrazins Ansichten bezüglich Migration und deren Popularität bei den Deutschen hat.