Arbeitslosigkeit in Spanien: Absturz mit Ansage

SPIEGEL ONLINEInformatiker und Putzfrauen, Aushilfskellner und Flugzeugmechaniker: Spanier aller Schichten wollen weg, weil sie keine Aussicht auf einen Job haben. Hochqualifizierte streben nach Deutschland - von ihrer kriselnden Heimat verabschieden sie sich ohne schlechtes Gewissen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...816278,00.html
  1. #70

    Sagt sich so leicht

    Zitat von sagmalwasdazu Beitrag anzeigen
    Aktiv werden, und fordern , fordern ..fordern , Mißstände anprangern, streiken . demonstrieren- das ganze Programm halt!
    Man kann was ändern, man muss nur aufstehen !
    100% d'accord.
    Aber wen sprechen Sie an? Soll jeder zu seinem Chef gehen und mehr Geld verlangen? Kein Problem - entweder regelt das ein Tarifvertrag und/oder der nächstbeste ALG II - Empfänger wartet auf den Job. Dank der Hartz - Reformen muss man nun jede Stelle antreten, sei sie auch unterbezahlt. Die Gewerkschaften sind zahnlose Tiger bei Abschlüssen unter der Inflationsrate.
    Soll jeder mit Heugabel und Fackel zum Bundestag laufen zu den Lobby-hörigen Politikern?

    Hier fehlt ein eindeutiger pack-an!
  2. #71

    Es ist nicht alles der Währungsparität geschuldet

    Zitat von analysatorveritas Beitrag anzeigen
    Zwischen den einzelnen Volkswirtschaften finden keine Auf- und Abwertungen mehr statt, um Handelsungleichgewichte, unterschiedliche Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeiten auszugleichen, siehe Leistungsbilanzsalden.
    Die Wettberwerbsfähigkeit von Unternehmen hängt von den Preisen der Produkte im Verhältnis zum Weltmarkt ab. Wenn die Währung nicht abgewertet wird, dann sollten die Löhne eben langsamer steigen.

    Dieses Modell hat die Bundesrepublik zu Zeiten der jahrzehntelangen Aufwertung der DM auch durchhalten müssen. Das bindet auch die Gewerkschaften ein, die z.B. in Deutschland viele Jahre Rücksicht nahm, auf Grund der Wettbewerbssituation der Firmen.

    Und bei geringerer Kaufkraft der Bevölkerung werden Preise für Lebensmittel und den privaten Bedarf auch weniger Spielraum haben.

    Das alles ist nur möglich bei großer Disziplin der politischen Führung, die langfristig denken muss, und nicht nur bis zur nächsten Wahl.

    Und selbst bei völlig unabhängigen Staaten haben die veränderlichen Währungsparitäten die Probleme nicht lösen können.

    Siehe die Inflationsraten der Staaten, die die Geldpresse als Lösung ansahen. Ich kann mich an Kurse der italienischen Lira von 120 für 1DM erinnern, und 7 Peseten für 1DM bei der spanischen Peseta.

    Hätten die Spanier sich nicht in die EU begeben, oder den Euro nicht eingeführt, es ginge ihnen heute nicht besser. Allerdings wäre es möglich, dass der Anspruch ans Leben und an den Wohlstand geringer geblieben wäre, mehr Menschen noch in der Landwirtschaft tätig wären und der Tourismus neben der Landwirschaft als einzige "exportorientierte" Industrie Devisen erwirtschaftete würde.
  3. #72

    Sie haben völlig Recht !

    Zitat von Plasmabruzzler Beitrag anzeigen
    100% d'accord.
    Aber wen sprechen Sie an? Soll jeder zu seinem Chef gehen und mehr Geld verlangen? Kein Problem - entweder regelt das ein Tarifvertrag und/oder der nächstbeste ALG II - Empfänger wartet auf den Job. Dank der Hartz - Reformen muss man nun jede Stelle antreten, sei sie auch unterbezahlt. Die Gewerkschaften sind zahnlose Tiger bei Abschlüssen unter der Inflationsrate.
    Soll jeder mit Heugabel und Fackel zum Bundestag laufen zu den Lobby-hörigen Politikern?

    Hier fehlt ein eindeutiger pack-an!
    Und einer dieser Pack-an wäre für mich Oskar L. !
    Nunja, jeder kann bsw.W auch ohne Gewerkschaftsmitglied zu sein, immer wieder seinen Unmut an diese Adresse senden.
    Sie werden es nicht Dauerhaft ignorieren können.
    Als Mitglied sowieso .
    Man kann auch Arbeiten zum Dumpinglohn schlicht, etwas kreativität umgehen, und das sooft und solang es geht.
    Wer für Almosen arbeitet, muss dagegen kämpfen!
    Jeden Tag aufs neue ! bei Sanktionen: Klagen klagen, klagen!
    Sozialklagen kosten nunmal nix!
    P.S. Als ich nach und nach merkte wie korumpiert die IGN ist, habe ich nach 12 Jahren dort das Handtuch geworfen. Aber ich kämpfe immer noch. In Bürgerbewegungen z.b!
    Helfe auch bei Leuten, die sich nicht trauen Widerspruch oder Klage zu erheben.
    Auch so kann man kämpfen. Und in diversen Foren ebenfalls.
  4. #73

    Die zwei Seiten der Medaille

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Informatiker und Putzfrauen, Aushilfskellner und Flugzeugmechaniker: Spanier aller Schichten wollen weg, weil sie keine Aussicht auf einen Job haben. Hochqualifizierte streben nach Deutschland - von ihrer kriselnden Heimat verabschieden sie sich ohne schlechtes Gewissen.

    Arbeitslosigkeit in Spanien: Absturz mit Ansage - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Spanisches Humankapital auf dem deutschen Jobmarkt bedeutet für Deutschland Gewinn, für Spanien Verlust. Die Ausbildungskosten von Hochqualifizierten werden sozialisiert, die Gewinne privatisiert. Diesen Aderlass kann sich kein Staat auf Dauer leisten.
  5. #74

    Zitat von Diskutant_EF Beitrag anzeigen
    Haben Sie den Beitrag nicht gelesen? Verglichen mit dem, was die im Beitrag genannten jungen Menschen in Spanien verdienen, ist Deutschland sicher kein Niedriglohnland.
    Tun Sie doch nicht so, als wenn die jungen Leute hier mehr Geld verdienen. Solche Lügenpropaganda können wir auch von dieser korrupten Schwatz/Geld-Regierng hören.D ist ein Niedriglohnland mit Tendenz immer weiterer Lohndumpingrunden.
  6. #75

    Zitat von dendrocopos Beitrag anzeigen
    Die Spanier kommen gerne und sind sehr willkommen. Und während ein studierter Informatiker in Spanien kaum mehr als 1.000€ / Monat netto bekommt, raschelt in Deutschland gerne das doppelte und mehr im Portemonnaie. Wäre schön, wenn wir Gegenzug ein paar arbeitsunwillige Hartzer exportieren könnten - aber wer will die schon haben...
    Viele H4-Empfänger arbeiten. Machen Sie mal die Augen auf.
  7. #76

    Zitat von sagmalwasdazu Beitrag anzeigen
    Wenn es grade passt, ist hier selbst ein CNC-Metallfacharbeiter mit CAD-
    Kenntissen und 20 jähriger Berufserfahrung unterqualifiziert.
    Der wird im Fall von arbeitslosigkeit in eine Verleihfirma für 8 €/h gesteckt . Heute Artikel über BMW gelesen ?
    Das ist ja 'ne tolle OPTION !
    Viele Menschen begreifen die Entwicklung in D erst, wenn sie selber betroffen sind. Dann ist das Geschrei aber groß. Das hab ich aber nicht gewusst.
  8. #77

    Zitat von korox Beitrag anzeigen
    Sowas wird es in diesem Land niemals geben. Selbst wenn mal annimmt, dass es auch finanzierbar wäre, wäre diese Land für solch einen grundsätzlichen Wandel in keinster Weise bereit. Deutschland identifiziert sich im hohen Maße über die Arbeit, sprich die Arbeit nimmt für viele einen zentralen Lebensmittelpunkt ein. Daran koppelt sich auch automatisch der finanzielle Verdienst. Viele denken halt, dass jemand der nicht arbeitet, aber arbeitsfähig wäre, im Sinne der Gesellschaft vollkommen wertlos ist und somit krass gesagt auch kein Leben (Überleben) verdient hat.
    Natürlich fängt das soziale Netz solche Leute auf, aber fast alle fluchen darauf (allem voran die Leute, die niemals in solch einer Lage waren). Das oftmals anzutreffende landläufige Bild von H4lern ist das eines besoffenen Penners mit amtfinanzierten Flachfernsehern, Möbeleinrichtungen etc.
    Würde man das bGE einführen, wären plötzlich alle Leute in gewisser Weise solche Schmarotzer, was natürlich im Denken nicht passieren darf! Man will sich von solchen Menschen unterscheiden!
    Allem voran glaubt fast jeder Mensch daran, dass jemand, der nicht arbeiten muss (zum Überleben), auch nicht arbeiten wird. Man glaubt ganz fest daran, dass dann alle schön in ihren Hängematten, auf ihren Sofas usw. hängen würden und keinen Finger krumm machen würden. Dass das individuell längst widerlegt ist, spielt für den allgemeinen Glauben kaum eine Rolle. Faulheit und Motivationslosigkeit wird auch weiterhin unterstellt werden. Gerade dieser dogmatische Glaube schliesst sowas wie bGE aus. In deren Glaubenswelt ist das nur kommunistischer, sozialromantischer Hirnabfall.
    Sie haben es erkannt. Die Gehirnwäsche ala Clement,Schröder, FDP,CDU,SPD,Grüne und der Wirtschaft funktioniert.
  9. #78

    Stellenanzeige bei der ARGE

    Zitat von james-100 Beitrag anzeigen
    Viele H4-Empfänger arbeiten. Machen Sie mal die Augen auf.
    Ich habe eine Stellenanzeige bei der ARGE einstellen lassen,gesucht wurde ein techn. Mitarbeiter. Bedingung Kentnisse in Elektonik, Mechanik, Computertechnik und Englisch. Erwünscht Kentnisse in Pneumatik und Hydraulik. Gemeldet haben sich 1Inder, 2 Iraner und ein Rußlanddeutscher ( ohne Englischkentnisse). Die ARGE forderte 3 Arbeitslose auf sich zu bewerben, ohne Erfolg.
  10. #79

    Zitat von derweise Beitrag anzeigen
    Das ist die Realität. Aber die Merkel hat ja die Arbeitslosigkeit beseitigt.
    Glaubt ihr das, Leute?!
    Das glauben viele!! Lesen Sie sich doch einfach mal die Kommentare durch. Vielen Foristen ist es schei..egal, ob Menschen von den Löhnen Leben oder eine Familie gründen können. Wenns Unternehmer sind, die von Niedrigstlöhnen profitieren, werden diese auch noch weiter Lohnsenkungen fordern und behaupten im Gegenzug, das hier keine Niedrigstlöhne gezahlt werden.