Arbeitslosigkeit in Spanien: Absturz mit Ansage

SPIEGEL ONLINEInformatiker und Putzfrauen, Aushilfskellner und Flugzeugmechaniker: Spanier aller Schichten wollen weg, weil sie keine Aussicht auf einen Job haben. Hochqualifizierte streben nach Deutschland - von ihrer kriselnden Heimat verabschieden sie sich ohne schlechtes Gewissen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...816278,00.html
  1. #10

    Informatiker ?

    Zitat von dendrocopos Beitrag anzeigen
    Die Spanier kommen gerne und sind sehr willkommen. Und während ein studierter Informatiker in Spanien kaum mehr als 1.000€ / Monat netto bekommt, raschelt in Deutschland gerne das doppelte und mehr im Portemonnaie. Wäre schön, wenn wir Gegenzug ein paar arbeitsunwillige Hartzer exportieren könnten - aber wer will die schon haben...
    ...na da ist IBM ja auf ganz neuen Wegen unterwegs. Um bei Ihrem Beispiel zu bleiben, pegelt sich dann das Einkommen bei 1.500 € ein.
    Die einen verlieren, die anderen gewinnen....- vorerst.
    Und die Hartzer werden zu allererst kommen.... ins Paradies.
    Aus aller Herren Länder kommen die sehr gerne.
  2. #11

    Zitat von semaphil Beitrag anzeigen
    Wäre schon erstaunlich, wenn sie hier - außer von den Arbeitgebern auf der ewigen Suche nach Billigstkräften - von irgendjemandem willkommen geheißen würden. Konkurrieren sie doch mit einer Armada bestausgebildeter Akademiker, die trotz hoher Qualifikation keinen Job finden.
    ich kenne nur wenig bestausgebildete akademiker die in D keinen job haben.
    ok wenn sie natürlich reine geisteswissenschaftler meinen-theaterwissenschaft und co das kann schon sein.
  3. #12

    Fachkräftemangel

    Na das wird doch den Fachkräftemangel zum Teil beheben, oder ?
    Es kommen ja scheinbar weniger die Schulabbrecher als vielmehr die mit Berufserfahrung und Akademikergraduierung.

    Dank EU ist das alles auch kein Problem mehr.

    Ich freue mich jedenfalls auf spanische Kollegen die deutsch lernen mehr, als auf z.B. indische die englisch sprechen.
    Denn, so hörte sich das im Artikel für mich an, die Spanier kommen her und wollen sich integrieren ;)
    Und so weit auseinander liegen wir mental und hystorisch ja auch nicht mit den Spaniern.

    Ich finds gut !
  4. #13

    Zitat von dendrocopos Beitrag anzeigen
    Die Spanier kommen gerne und sind sehr willkommen. Und während ein studierter Informatiker in Spanien kaum mehr als 1.000€ / Monat netto bekommt, raschelt in Deutschland gerne das doppelte und mehr im Portemonnaie. Wäre schön, wenn wir Gegenzug ein paar arbeitsunwillige Hartzer exportieren könnten - aber wer will die schon haben...
    Im Artikel stand Informatiker = 2000 € Netto.
    Soviel liege ich da auch nicht drüber.
  5. #14

    Zitat von ladywanda Beitrag anzeigen
    Die Jugendarbeitslosigkeit ist in Deutschland zwar (NOCH) nicht ganz so hoch wie in Spanien - aber die Tendenz ist die gleiche.
    Für Sie sind 8,1 Prozent also "fast" das gleiche wie 50 Prozent? Sie haben offenbar ein sehr entspanntes Verhältnis zur Mathematik.
  6. #15

    Komisch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Informatiker und Putzfrauen, Aushilfskellner und Flugzeugmechaniker: Spanier aller Schichten wollen weg, weil sie keine Aussicht auf einen Job haben. Hochqualifizierte streben nach Deutschland - von ihrer kriselnden Heimat verabschieden sie sich ohne schlechtes Gewissen.

    Arbeitslosigkeit in Spanien: Absturz mit Ansage - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    ich suche für meine Hütte auf Mallorca dringend
    - eine Putzfrau (die auch unter den Betten wischt)
    - einen Gärtner
    - einen Natursteinmauernreparierer
    - jemand, der eine große Kettensäge bedienen kann.

    Schwer bis gar nicht zu finden. Aber Mallorca scheint nicht Spanien zu sein.
  7. #16

    Praktikum

    Zitat von ladywanda Beitrag anzeigen
    - immer mit der vagen Hoffnung, vielleicht DOCH noch eine Festanstellung zu ergattern ( ich sage nur "Generation Praktikum") - und DANN gibts da noch die so genannte "Generation Gold" - und von DER redet eigentlich KEINER mehr: hoch qualifiziert, hoch motiviert -und aufs Abstellgleis abgeschoben weil "zu alt"....
    Faktum ist: die Vollbeschäftigung ist eine Fiktion, von allen Gebrauchsartikeln ist der Mensch am leichtesten zu ersetzen und es gibt keinen vernünftigen Grund, warum es kein bedingungsloses Grundeinkommen geben sollte....
    1.) Das Bundesverfassungsgericht hatte schon vor Jahren ein Urteil gefällt, nach dem Praktikanten einen fairen LOHN bekommen sollten: Ein Chef hatte im genannten Fall eine Praktikantin für ein ganzes Jahr - ohne Bezahlung. Als sie dann aufhören wollte, versprach er ihr, sie zu übernehmen. Nach einem weiteren Jahr tat er das nicht. Das Gericht befand, dass es inzwischen zu viele solcher Situationen gibt. Der Kommentar vor der ARD "Das Ende der Generation Praktikum!". Leider halten sich die Jobcenter nicht daran. Die zwingen immer noch jeden in ein Praktikum, sobald sie ein Auftragshoch haben. Ich habe Unternehmen gesehen, bei denen ein großer Teil der Belegschaft nur aus Praktikanten besteht.

    2.) Ich glaube die Entwicklung an sich ist rückläufig. Einige Unternehmen sind in den letzten Jahren doch enorm unter Druck gekommen, weil sie zu viele, zu gute "alte" rausgeworfen haben. Die Konkurrenz schläft nämlich nicht. Und wenn jemand 20 Jahre Ingenieur bei Daimler war, wird wahrscheinlich gerne von BMW übernommen. Außerdem wissen im Zeitalter der Informationsgesellschaft die meisten Menschen sehr genau, welches Unternehmen wie mit den Mitarbeitern umgeht:
    Ich weiß als Nicht-Lehrer, dass Lehrer in BW vor den Sommerferien immer entlassen und danach wieder eingestellt werden. Viele Lehrer werden da nicht hingehen, trotzt des angeblichen Lehrer-Mangels.
  8. #17

    Endlich Fairness

    Zitat von sagmalwasdazu Beitrag anzeigen
    Herzlich Willkommen im Paradies des Niedriglohnes, die Verleihfirmen kriegen Euch schon in einen Job.
    Die Jobcenter brauchen keine Mitarbeiter abbauen, denn Aufstocker benötigt die Wirtschaft ganz dringend.
    Frau von Verleihen schlägt Purzelbäume.
    Das ist es. Die Spanier werden nur als Billigheimer ausgenutzt, nicht aber als vollwertige Fachkräfte akzeptiert. Vom Regen in die Traufe: vom hier verdienten Geld als Zeitarbeiter kann man vielfach nicht wirklich leben, man wird weiterhin nur rumgeschubbst. Kann mir einfach nicht vorstellen, dass die spanischen Einwanderer hier wirklich das bessere Los gezogen haben, immerhin ist auch hier die Jugendarbeitslosigkeit hoch.

    Normalerweise müsste es eigentlich ein Gesetz dagegen geben. Und wenn ich da ans Grundgesetz denke GIBT es sogar ein solches Gesetz. Trotzdem werden "Pendler" bzw Arbeitnehmer aus der EU für "billiges Geld" verheizt, ganz vorn dabei sind Polen und Tschechen, die Gott sei Dank rechtzeitig mitbekommen haben, wie der Hase läuft und lieber in ihrem Land bleiben, wo sie fairer bezahlt werden als hier.
    Meine Forderung an der Stelle: egal, wo jemand herkommt - wer in Deutschland arbeitet, hat Anspruch auf eine angemessene Vergütung, egal, wo der oder die ArbeiterIn herkommt. Schon haben wir zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: der NPD wurde Wind aus den Segeln genommen mit ihrer Behauptung, Ausländer würden Deutschen den Job "klauen", weil sie billiger sind UND die Arbeiter und Angestellten aus Polen, Tschechien, Spanien usw werden endlich fair bezahlt.
  9. #18

    Dann müssen sich die Spanier beeilen! Rapido, rapidio!

    Rapido, rapido! Denn in Deutschland ist die altersmäßige Einstellungsgrenze 39. Wer darüber liegt, bekomt NIE, und zwar definitiv NIE wieder einen Job - unabhängig von der Qualifikation. Die investierten Bildungsausgaben und die Schlechterbehandlung von Akademikern im Rentensystem (Nicht-Anerkennung der Studienzeit seit der Regierung Schröder) kommen dann noch in top.
  10. #19

    Man braucht halt eine Industrie die etwas verkaufen kann

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Informatiker und Putzfrauen, Aushilfskellner und Flugzeugmechaniker: Spanier aller Schichten wollen weg, weil sie keine Aussicht auf einen Job haben. Hochqualifizierte streben nach Deutschland - von ihrer kriselnden Heimat verabschieden sie sich ohne schlechtes Gewissen.

    Arbeitslosigkeit in Spanien: Absturz mit Ansage - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Ausbildung alleine hilft nicht. Es muss auch eine boesen Kapitalisten geben der einen "ausnutzt" um damit Profit zu machen und etwas zu verkaufen was jemand braucht. Europa ist auf dem Weg nach unten, der eine schneller der andere langsamer .... Man muss im Wirtschaftskampf der beste (often leider billigere) sein.