Occupy-Studentin: Gekommen, um zu bleiben

Jule SchulzEigentlich wollte sie fünf Tage bleiben, jetzt sind es schon vier Monate: Studentin Jule, 21, gehört zu den Protestcamp-Bewohnern, die noch immer in im Frankfurt Bankenviertel zelten. Dort fröstelte sie sich durch die meisten eisigen Winternächte - dabei ist ihre WG nur wenige Meter entfernt.

http://www.spiegel.de/unispiegel/wun...814512,00.html
  1. #40

    Zitat von Psycho Dad Beitrag anzeigen
    Komischerweise argumentieren Leute gegen das "System", die selber am meisten von ihm profitieren (ohne es zu merken) bzw. noch NICHTS zu seinem Funktionieren beigetragen haben.
    Was würde denn ein Großteil der "irgendwas mit Medien oder Menschen Wissenschaftler" und Sozialingenieure tun, wenn es nicht das von anderer Leute Arbeit bezahlte Sozialsystem gäbe? Das macht doch das Entstehen mancher Sumpfblüte erst möglich...
    Faszinierend und gleichzeitig fast schon tragisch, wie man sich mit solcher Vehemenz für eine so überflüssige und sinnlose Bewegung einsetzen kann. Wieviel besser wäre dieses Engagement anderswo aufgehoben!
    Klar, alles mit sozial bringt nichts, kostet nur, weg damit. Zurück zum Aussortieren, funktionieren, selektieren, profitieren.
    Wegtreten!
  2. #41

    Zitat von glen13 Beitrag anzeigen
    Die Studentengeneration war immer schon dazu da, alten saturierten Säcken zu zeigen, was anders laufen könnte, wenn man idealistisch an das Gute glaubt. Ich bin froh, dass sich das nicht geändert hat. Das sich mit dem Alter die Meinung ändert, macht die aktuelle Ansicht nicht schlechter.
    Es war schon immer ein Irrtum, zu glauben, Studenten seien etwas besonderes. Diese Vorstellung musst du dir einmal durchüberlegen: Wir, die Elite, sagen euch Dummerln, die ihr vom Leben ja keine Ahnung habt, jetzt einmal wo's lang geht....
  3. #42

    Zitat von glen13 Beitrag anzeigen
    Klar, alles mit sozial bringt nichts, kostet nur, weg damit.
    Ist tatsächlich so. Das Geld sollte man viel besser den Bedüftigen geben, anstatt es in der Bedürftigenverwaltung zu verprassen.
  4. #43

    Zitat von wb99 Beitrag anzeigen
    Ist tatsächlich so. Das Geld sollte man viel besser den Bedüftigen geben, anstatt es in der Bedürftigenverwaltung zu verprassen.
    Klar, sie geben dem bedürftigen Junkie das Geld, allen bedürftigen Süchtigen geben Sie Geld, sie geben das Geld direkt an die Jugendlichen, die Hilfe brauchen. Reden brauchen wir mit denen nicht. Zu teuer, zu sozial.
  5. #44

    Zitat von wb99 Beitrag anzeigen
    Es war schon immer ein Irrtum, zu glauben, Studenten seien etwas besonderes. Diese Vorstellung musst du dir einmal durchüberlegen: Wir, die Elite, sagen euch Dummerln, die ihr vom Leben ja keine Ahnung habt, jetzt einmal wo's lang geht....
    Alter heißt nicht, das man vom Leben Ahnung hat. Viele Menschen werden alt, ohne je weise zu sein. Manche junge Menschen sind da schon weiter, ohne Falten zu haben. Alt sein, heißt nicht per se Recht zu haben. Und dass sie ein Problem mit Studenten haben, zeigt sich dadurch, dass sie immer behaupten, die wollten "Eliten" sein. Das sind nur Komplexe....
  6. #45

    Erziehungsanspruch

    Zitat:

    „Occupy-Anhänger aus der ganzen Welt kämen in Frankfurt zu Besuch, sagt Jule. Alle seien offen für andere Meinungen, für Kritik und Diskussion.“
    Und in der nächsten Zeile:
    „Manchmal mache es sie wütend, wenn Passanten kein Verständnis für Occupy zeigen. Es gehe schließlich jeden etwas an.“

    … Ob sich die junge Dame wohl der Widersprüchlichkeit ihrer Aussagen (schon) bewußt ist? Vielleicht denkt sie sich ja auch: Solange alle meiner Meinung sind, ist Demokratie eine tolle Sache.
    Hoffentliche haben nicht alle angehenden Erzieherinnen diesen „Erziehungsanspruch“.
  7. #46

    Away From Keyboard

    Zitat von Crom Beitrag anzeigen
    In Hessen gibt's IMHO keine Studiengebühren.
    Meiner unbedeutenden Meinung nach (IMHO) leben Adolf, Elvis und Tupac in einer WG auf Atlantis. Soweit ich weiß (AFAIK) ist das aber - aller Wahrscheinlichkeit nach - nicht wahr. Ich habe ja gottlob nichts gegen Angliszismen, allerdings sollte man sich dann und wann vielleicht doch fragen, ob es sinnvoll ist, zusätzlich noch englische Abkürzungen, die man (augenscheinlich) in Gänze nicht versteht, in deutsche Sätzen einzubauen, die dadurch semantisch zumindest schwierig werden.

    Just my 2 cents.

    Bin dann ma AFK, folks. Keyboard spielen.
  8. #47

    ...

    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    Wenn Sie das für linksextrem halten, halte ich Sie für rechtsextrem.
    Na, dann leben wir zum Glück in einer rechtsextremen Welt: ich bin jedenfalls froh, dass wir in einem Rechtsstaat leben und den Wohlstand des Kapitalistischen Systemes geniessen dürfen. Ohne dieses hätten wir keine Eigentumsrechte und keine Freiheiten.

    Die Occupy-Idioten mit ihren vorgestrigen Kiommunisten-Ideen sind jedenfalls linksextreme Spinner. Wenn wir diese Blödeleien weiterverfolgen sollten, würden wir Wohlstand und Freiheit verlieren. Wahrscheinlich ist das aber zum Glück nicht, weil es ja nur ein paar linksextreme Idioten sind, die da in einem eiskalten Zelt vor sich herfrieren. Sie irren sich auch in einem Punkt ganz gewaltig: sie sind nicht die 99%. Sie haben nicht annähernd eine Mehrheit in der Gesellschaft.