S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal: Puritanismus, hilf!

Das säkulare Deutschland achtet streng auf die Kirchenferne des Staates. Aber wenn es ernst wird, müssen doch die Männer Gottes nach vorn. Bei der Kandidatensuche für das Amt des Bundespräsidenten lag die Wahl am Ende zwischen Bischof Huber und Pastor Gauck.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...816422,00.html
  1. #10

    Welche Chance?

    Zitat von dosmex Beitrag anzeigen
    Warum hat man die Chance nicht genutzt und gleich einen Imam genommen? Und das, wo doch der Islam ein Teil Deutschlands ist?! Man hätte die Chance nutzen und ein Zeichen setzen können, ein Zeichen für die Weltoffenheit, die Toleranz und die Integration unserer muslimischen Mitbürger, die sich dadurch viel besser hätten repräsentiert gefühlt. Wirklich verwunderlich, dass da noch niemand drauf gekommen ist in unserer politisch ach so korrekten, heilen Welt.
    Wen hätten Sie denn da im Blick gehabt, Pierre Vogel etwa? :-)
  2. #11

    Dem Anspruch an die moralische Autorität für das höchste Amt im deutsche Staate, so wie es gerade der Speigel immer wieder (bei Wulff) fordert und schreibt, wird Gauck in keinster Weise gerecht.
    Allein der Lebenswandel in Bezug auf seine Ehefrau. Seit Jahren Verheiratet, aber er zeigt sich nur mit seiner Geliebten. Wer wird denn nun die First Lady?????

    Und Demonstrationen als albern zu bezeichnen ist für den Stammtisch geeignet, aber nicht für solche angeblich honoriegen Menschen, wie Gauck.
  3. #12

    Danke, Fleischhauer

    Hab' ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge (wg occupy und so) gelesen. Besonders nett fand ich den Absatz mit der "Marmeladenindustrie". Aber wo Sie Recht haben, sollen Sie auch Recht bekommen: Der Mann ist alles andere als verdächtig, bei irgendwelchen "Freunden" die Hand aufzuhalten. Jetzt können wir nur hoffen, daß er seinen "Machern" - wie andere schon vor ihm bewiesen haben - auch ab und an Paroli bietet, zB bezüglich ESM ...
  4. #13

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das säkulare Deutschland achtet streng auf die Kirchenferne des Staates. Aber wenn es ernst wird, müssen doch die Männer Gottes nach vorn. Bei der Kandidatensuche für das Amt des Bundespräsidenten lag die Wahl am Ende zwischen Bischof Huber und Pastor Gauck.

    Kirchenmänner für Bellevue: Puritanismus, hilf - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
  5. #14

    nee

    Zitat von weltoffener_realist Beitrag anzeigen
    Gaucks Positionen sind von einer urliberalen Weltsicht geprägt: Der, dass der Mensch für sein Handeln in erster Linie selbst die Verantwortung zu übernehmen hat. Seine pastorale Herkunft sei ihm da verziehen.
    Verziehen nicht, denn sein kirchlicher Background spricht für rückständigen Götzenglauben.
    Hoffnung kann man haben, dass er nicht jeden Satz mit Amen beendet.

    Auch Liberal hat er sich in letzter Zeit oftmals gerade nicht gezeigt, aber auch hier muss man aushalten, dass er andere Meinungen äußert. Er hat wenigstens welche.
  6. #15

    Pastoren an die Macht

    Grüne und SPD haben eben Verständnis für Gauck. Jemand, der bis zu seinem 50. Geburtstag in einem System leben musste, wo er nicht mal einen Bausparvertrag abschließen konnte, findet nun mal eben diese merwürdige "antikapitalistische" Occupy-Bewegung etwas albern. Tragischer ist eher seine Position zu Sarrazin. Da sollten Grüne und SPD auf Nachbesserung bestehen.
  7. #16

    Moral ?

    Zitat von jüttemann Beitrag anzeigen
    Bei der anderen Fraktion klappt das nicht mit der "First Lady" ...
    Ein seit 20 Jahren von seiner Ehefrau getrennt lebender Pastor .... welcher mit einer wesentlich juengeren Dame liiert ist kann uns hier auch nicht weiterhelfen ist zumindest keine Vorzeige Person .
  8. #17

    Gelebte demokratische Heuchelei

    Ich freue mich schon auf den Moment, wann dem scheinbar Honorigem der Heiligenschein angekratzt wird. Amüsant, daß die Menschen in diesem Land Politiker wollen, die moralisch kurz vor der Heiligsprechung stehen und deren geforderte Heiligkeit niemals auch nur annähernd von dem Wahlvolk erreicht wird.
    So kann man sich dann leichter empören und entrüsten und vergißt geflissentlich, daß da, wo Menschen sind, es eben menschelt. Aber wir sind ja alle so gut und altruistisch . . .
  9. #18

    Imam

    Zitat von dosmex Beitrag anzeigen
    Man hätte die Chance nutzen und ein Zeichen setzen können, ein Zeichen für die Weltoffenheit, die Toleranz und die Integration unserer muslimischen Mitbürger, die sich dadurch viel besser hätten repräsentiert gefühlt.
    Vielleicht hat man keinen weltoffenen und toleranten Iman mit deutscher Staatsbürgerschaft gefunden.
    Selbst bei den Katholiken wird dies immer schwerer.
  10. #19

    Reden ans Volk

    Zitat von weltoffener_realist Beitrag anzeigen
    Gaucks Positionen sind von einer urliberalen Weltsicht geprägt: Der, dass der Mensch für sein Handeln in erster Linie selbst die Verantwortung zu übernehmen hat. Seine pastorale Herkunft sei ihm da verziehen.
    Das Volk hört auch mehr auf eine Predigt. Wie sonst ist es zu erklären, daß die "C" Parteien nicht zum Teufel gejagt werden?