Kommentar: Stoppt die 130-Milliarden-Überweisung!

DPAGriechenland ist pleite. Das Land braucht nicht 50 oder 70, sondern 100 Prozent Schuldenerlass, soll es wirtschaftlich wieder auf die Beine kommen. Doch das Hilfspaket, über das die Euro-Finanzminister heute Nachmittag beschließen sollen, hilft nicht in erster Linie den Griechen, sondern ihren Gläubigern.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...816369,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Griechenland ist pleite. Das Land braucht nicht 50 oder 70, sondern 100 Prozent Schuldenerlass, soll es wirtschaftlich wieder auf die Beine kommen. Doch das Hilfspaket, über das die Euro-Finanzminister heute Nachmittag beschließen sollen, hilft nicht in erster Linie den Griechen, sondern ihren Gläubigern.

    Kommentar: Stoppt die 130-Milliarden-Überweisung! - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Alexis Sorbas.
    Tanzt und lacht am Strand - dann sieht sie Welt wieder schön aus :)
  2. #2

    :{[

    Marshallpan - den gibt es für Griechenland schon seit Jahrzehnten.


    Peffekoven Griechen müssen Bedingungen für Investitionen verbessern - Ex-Wirtschaftsweise warnt vor "Fass ohne Boden" | Interview | Deutschlandfunk

    Barenberg: Sind die europäischen Partner - das zum Schluss, Herr Peffekoven - in der Pflicht, im Rahmen einer Art Marshallplans zusätzliche Mittel zur Verfügung zu stellen?

    Peffekoven: Also an den Mitteln an sich hat es auch in der Vergangenheit nicht gemangelt. Es werden ja gerade jetzt Zahlen genannt, Griechenland hat während der Mitgliedschaft sehr von den Strukturfonds der EU profitiert. Selbst wenn man die eigenen Leistungen zum EU-Budget abzieht, dann sind das wohl in den letzten 20 Jahren an die 100 Milliarden gewesen. Also am Geld hat es nicht gemangelt, sondern es mangelt an diesen Rahmenbedingungen für Wirtschaften, für Investieren, und die müssen dringend angegangen werden.
  3. #3

    Das stimmt zwar aber in einem hat der Autor Unrecht:

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Griechenland ist pleite. Das Land braucht nicht 50 oder 70, sondern 100 Prozent Schuldenerlass, soll es wirtschaftlich wieder auf die Beine kommen. Doch das Hilfspaket, über das die Euro-Finanzminister heute Nachmittag beschließen sollen, hilft nicht in erster Linie den Griechen, sondern ihren Gläubigern.

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    Die Finanzmafia hat die Politmafia derart fest im Griff, dass es immer munter so weiter gehen wird.
    Sprüche, Drohungen, Endzeitszenarien und Weltuntergangsprophezeiungen.
    Dann rollt der Rubel ungebremst und bei den Bankern knallen mal wieder die Champagnerkorken.
    Die Maschmeyers dieser Welt haben alles richtig gemacht.
  4. #4

    Etwas spät

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Griechenland ist pleite. Das Land braucht nicht 50 oder 70, sondern 100 Prozent Schuldenerlass, soll es wirtschaftlich wieder auf die Beine kommen. Doch das Hilfspaket, über das die Euro-Finanzminister heute Nachmittag beschließen sollen, hilft nicht in erster Linie den Griechen, sondern ihren Gläubigern.

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    Leider müssen bei einer solchen Entscheidung nicht nur der Finanzmarkt sondern auch die Menschen die es betrifft bedacht werden. Was senden wir für ein Signal wenn wir die Griechen in wenigen Monaten zu Reformen zwingen, die zugegebenermaßen so schon hätten Jahre zuvor erfolgen müssen, und ihnen dann sagen: "Ja die Reformen habt ihr ja ganz schön gemacht aber Geld gibts trotzdem keins." Vielleicht wäre es mal an der Zeit das wir die Szenarien durchrechnen BEVOR wir Geld versprechen. Auf den letzten Metern dann aber die Unterstützung zu versagen geht nicht.
  5. #5

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Griechenland ist pleite. Das Land braucht nicht 50 oder 70, sondern 100 Prozent Schuldenerlass, soll es wirtschaftlich wieder auf die Beine kommen. Doch das Hilfspaket, über das die Euro-Finanzminister heute Nachmittag beschließen sollen, hilft nicht in erster Linie den Griechen, sondern ihren Gläubigern.

    Kommentar: Stoppt die 130-Milliarden-Überweisung! - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Oh je! Das Hilfspaket ist nach den Bedürfnissen der Finanzmärkte und nicht nch den Bedürfnissen der Bürger ausgelegt. So eine Frechheit! UNd über die hohen Pensionen und dem untragbaren Staatshaushalt der Griechen darf man ja auch nicht mehr reden in den linken Medien.

    Es ist ganz einfach: Könnten sich die Griechen an den Finanzmärkten Geld leihen, dann könnten sich sich auch Hilfspakete schnüren, die ihren Bedürfnissen entsprechen. Aber eben, sie haben halt mit ihrer linken Politik über die ganzen Jahre hinweg jegliche Glaubwürdigkeit verspielt. Dann bleibt wohl doch nur ein Hilfspaket, das den Anforderungen der Finanzmärkte entspricht.

    Eine Pleite heisst übrigens nicht, dass alle Schulden vergessen werden. Das heisst es nie. Wie hoch der Schuldenschnitt sein soll, darüber kann man streiten. Wenn man so kindisch naiv gleich alle Schulden im Vorfeld vergisst, lädt man andere dazu ein, über ihren Verhältnissen zu leben. Auch deutschland kann nicht die Schulden aller Länder der Euro-Zone tragen. Ausser den linken Schreiberlingen weiss das auch jeder. Deshalb braucht man einen solchen UNfug auch nicht anzufangen.

    Zum Glück haben wir eine Regierung, die verantwortungsbewusster mit dem Geld der deutschen Steuerzahler umgeht als die Linken.
  6. #6

    Statt Finanzspekulanten für ihr Hasardspiel zu belohnen,

    sollte das Geld lieber vollständig in den Neuaufbau der griechischen Volkswirtschaft fließen?

    Die griechische Volkswirtschaft ist nach allen Erkenntnissen leider völlig unreformierbar. Egal wie viel Geld man da reinsteckt, es wird versickern. Also: vergesst die Sanierungsvorschläge, richtet euch darauf, Griechenland auf ewig zu subventionieren. Es kann nur noch darum gehen, welchen Lebensstandard man den Bürgern dieses 'failed state' zugesteht.

    Das ändert nichts an der richtigen Erkenntnis des Artikels, dass all die Rettungsmilliarden einzig der Hilfe der Finanzindustrie dienen.
    Allein die beiden LTRO-Tender der EZB: das werden bald an die 1,2 Billionen Euro sein - zu einem Zinssatz von 1% auf 3 Jahre. Die Banken verleihen es weiter zu durchschnittlich 4,5%, völlig risikolos, da abgesichert durch die Steuerzahler der Rest-Eurozonenländer.
    Macht einen durch Mario Draghi den Bankstern zugeschusterten Zusatzprofit von um die 130 Milliarden.
  7. #7

    Belohnung für Missmanagement?

    Als Belohnung für jahrelanges Missmanagement Griechenland mit Geld überschütten? Na ob das den besten Anreiz für die übrigen Krisenstaaten gibt ordentlich zu wirtschaften, wage ich zu bezweifeln...

    Mich würde auch interessieren, ob der Autor mit seinem eigenen Geld genauso locker um sich werfen würde...
  8. #8

    Die Banken haben gesiegt über der Demokratie

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Griechenland ist pleite. Das Land braucht nicht 50 oder 70, sondern 100 Prozent Schuldenerlass, soll es wirtschaftlich wieder auf die Beine kommen. Doch das Hilfspaket, über das die Euro-Finanzminister heute Nachmittag beschließen sollen, hilft nicht in erster Linie den Griechen, sondern ihren Gläubigern.

    Kommentar: Stoppt die 130-Milliarden-Überweisung! - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Bravo, schöner Kommentar vom Spiegel, Hut ab! Genau das ist der Punkt, im Moment gewinnen wieder die Banken. Wir ergeben uns den Zockern, die CDU spielt scheinbar gerne mit.
    Erschreckend, wie schwach unsere Demokratie geworden ist. Lohnt sich unser System überhaupt noch?
  9. #9

    xxx

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Griechenland ist pleite. Das Land braucht nicht 50 oder 70, sondern 100 Prozent Schuldenerlass, soll es wirtschaftlich wieder auf die Beine kommen. Doch das Hilfspaket, über das die Euro-Finanzminister heute Nachmittag beschließen sollen, hilft nicht in erster Linie den Griechen, sondern ihren Gläubigern.

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    Der Autor tut gerade so als wenn GR von mehreren Tsunamis überrascht worden wäre. Wo ist das Geld geblieben? Eine Antwort könnte Dieter Ondracek geben.
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    FOCUS 07/2012: Ondracek: Griechische Steuerbeamte am Erfolg beteiligen - Kurzfassungen - FOCUS Online - Nachrichten