Frankfurter Flughafen: Gewerkschaft weitet Streik bis Mittwochfrüh aus

DPAAngekündigt war ein weiterer 24 Stunden-Streik - doch die die Vorfeldmitarbeiter am Frankfurter Flughafen haben ihren Austand ausgedehnt: Statt bis Dienstagfrüh legen sie bis 5 Uhr am Mittwoch die Arbeit nieder. Allein die Lufthansa hat zunächst rund 200 Flüge annulliert.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...816298,00.html
  1. #1

    So....

    ....wie Unternehmens- Monopole oder -Oligopole einer engen staatlichen Kontrolle unterliegen müssen, so ist es notwendig, kleine Gruppen von Berufstätigen, die durch Arbeitsverweigerung grosse Menschenmassen schädigen können, Grenzen zu setzen. Hier ist der Gesetzgeber gefordert.

    Dies sagt ein tradionell Linker, nämlich ich.
  2. #2

    Rezept "Reagan" . . .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Angekündigt war ein weiterer 24 Stunden-Streik - doch die die Vorfeldmitarbeiter am Frankfurter Flughafen haben ihren Austand ausgedehnt: Statt bis Dienstagfrüh legen sie bis 5 Uhr am Mittwoch die Arbeit nieder. Allein die Lufthansa hat zunächst rund 200 Flüge annulliert.

    Frankfurter Flughafen: Gewerkschaft weitet Streik bis Mittwochfrüh aus - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise
    ... ohne Federlesen fristlos kündigen und auf die Strasse stellen! Das ist kein Streik sondern reine Erpressung. Für's schwenken der gelben Kellen hat es genügend Interessenten und ein Abi braucht es kaum als Voraussetzung.
  3. #3

    GdF die Montagsdemo kommt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Angekündigt war ein weiterer 24 Stunden-Streik - doch die die Vorfeldmitarbeiter am Frankfurter Flughafen haben ihren Austand ausgedehnt: Statt bis Dienstagfrüh legen sie bis 5 Uhr am Mittwoch die Arbeit nieder. Allein die Lufthansa hat zunächst rund 200 Flüge annulliert.

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    Meine Forderung: weniger Arbeit für mehr Geld
    Schliessung der Nordwestbahn und Ausweitung des Nachtflugverbots
  4. #4

    mich

    Zitat von hazet Beitrag anzeigen
    ... ohne Federlesen fristlos kündigen und auf die Strasse stellen! Das ist kein Streik sondern reine Erpressung. Für's schwenken der gelben Kellen hat es genügend Interessenten und ein Abi braucht es kaum als Voraussetzung.
    würde brennend interessieren, wieviel so ein Vorfeldfuzzi in seinem FOLLOW-ME-Wagen verdient, daß er solch unverschämte Forderungen stellt.
    70 Prozent - ich fass' es nicht.
  5. #5

    Zu viel...

    Zitat von freesprit Beitrag anzeigen
    würde brennend interessieren, wieviel so ein Vorfeldfuzzi in seinem FOLLOW-ME-Wagen verdient, daß er solch unverschämte Forderungen stellt.
    70 Prozent - ich fass' es nicht.
    Laut dem Handelsblatt liegen die Gehälter besagter Personengruppe je nach Berufserfahrung zwischen 53.000 und über 70.000 €. Meines Erachtens mehr als ausreichend für das was da getan wird, ohne jemandem zu nahe treten zu wollen. Wozu das nochmal so massiv erhöht werden soll ist mir ein Rätsel...
    PS: Bitte nicht drauf festnageln. Das ist das was ich grob aus der Erinnerung heraus sagen kann.
  6. #6

    Der Streik ist richtig....

    .. es liegt doch an Fraport. Erst akzeptieren sie einen Schlichter und dann nehmen sie den Schlichterspruch nicht an - unfassbar.
    Das ist genauso wie mit den Flugzeugabfertigern. Fraport-Mitarbeiter in diesem Bereich erhalten ca. 15,50 € die Stunde, die neuen Mitarbeiter in der Fraport-Tochter ganze 7,50 € und die aus Fremdunternehmen für die gleiche Tätigkeit noch weniger. Dafür können sie sich als Aufstocker dann beim Arbeitsamt die Differenz holen.
    Grossspurig wurden mit der neuen Landebahn 100.000 neue Jobs versprochen. Laut Hochglanzbroschüre an die Anwohner im Rhein-Main-Gebiet sind bislang 3.500 neue Jobs dazu gekommen. Rechnet man im Umland mit ca. 2 neuen zusätzlichen Stellen, dann haben wir nun 10.500 neue Plätze - wo sind denn die restlichen 89.500 ?
    Und nun können wir lesen, welche Flüge gestrichen wurden: Frankfurt - Stuttgart, -Basel, - Nürnberg, -Berlin, -Bremen, -Zürich, - Paris, - München und so weiter. Mensch, dafür gibt es die Bahn.
    Der Streik wird von allen Fluglärmgeschädigten im Rhein-Main-Gebiet unterstützt und begrüsst. - Und alle gewerkschaftlich Organisierten sollten den Streikenden nicht in den Rücken fallen. Sie verdienen unsere Solidarität - gleicher Lohn für gleiche Arbeit!!!!
  7. #7

    Punktgenau das Problem getroffen

    Zitat von hazet Beitrag anzeigen
    ... ohne Federlesen fristlos kündigen und auf die Strasse stellen! Das ist kein Streik sondern reine Erpressung. Für's schwenken der gelben Kellen hat es genügend Interessenten und ein Abi braucht es kaum als Voraussetzung.
    Sicherlich funktioniert ohne diese Vorfeldlotsen der Flughafenbetrieb nicht. Die Frage ist nur ist deren Arbeit wirklich so viel wert, das sie unbezahlbar ist und deshalb jeder Preis verlangt werden kann?

    Das Problem, das wir in Deutschland haben ist das hier teilweise Berufsgruppen isoliert und ohne Wettbewerbsdruck, dank unserem Kündigungsschutzrecht, betrachtet werden können. Und so kommt dann schon mal ein Lokführer oder ein Vorfeldlotse auf die Idee "Ihr könnt mich nicht rausschmeißen und ersetzen und ohne mich funktioniert es nicht." Die Frage ist doch aber ist wenn man sich das Gehaltsgefüge mal im berufsübergreifenden Gesamtkontext ansieht: sollte ein Vorfeldlotse (brutto) mehr verdienen als ein Rechtsanwalt (Einzelkämpfer), ein Assistenzarzt, hey ich kenn sogar Zahnärzte in strukturschwachen Regionen die weniger verdienen als die Forderung dieser Vorfeldlotsen. Wo es grad das Thema war, viele Professoren kriegen "nur" fast 4000 EUR im Monat (von den Zulagemöglichkeiten mal abgesehen, aber die sind ja nicht sicher) die überwiegende Zahl der Richter bekommt "nur" R1 (von Kindern und Familie mal abgesehen kann jeder ins Gesetz schauen und rausfinden wie viel das ist.)

    Die Spitzenforderungen der Vorfeldlotsen die ich den Medien entnehmen konnte (den glaube ich allerdings auch nur soweit ich sie werfen kann) lag da deutlich drüber.

    Irgendwas ist schief im Staate Dä... Deutschland
  8. #8

    Vor einer Woche ging es um Gehälter der unverschämten Professoren. D.h. 50 000 Euro Grundgehalt und einiges an Entrüstung. Diesmal geht es um 65 000 Euro für Leute deren Qualifikation es ist ein Flugzeug am Boden die richtige Position mitzuteilen. Keine Fluglotsen! Irgendetwas scheint hier doch nicht zu stimmen, oder??? Es ist schlichtweg unverschämt und unmoralisch bis zu 70% Lohnerhöhung und 65000 Euro für einen Job den jedermann machen kann zu verlangen. Aber wahrscheinlich kommt man heutzutage nur mit blanker Erpressung weiter.
  9. #9

    Streikrecht gehört reformiert

    Das Streikrecht in Deutschland ist überholt und muss drastisch eingeschränkt werden. Es sind doch seit Jahren die Gleichen, die immer wieder streiken - Lokführer, Piloten, Flugbegleiter, Lotsen etc. Das sind beileibe nicht diejenigen, denen es am schlechtesten geht, sondern die, welche mit Streiks den größtmöglichen Kollateralschaden bei völlig Unbeteiligten erreichen. Somit versuchen diese ohnehin in der Regel gut bezahlten Arbeitnehmer auf Kosten der Allgemeinheit noch mehr herauszuschlagen. Das ist einer Solidargemeinschaft unwürdig.

    Verschlimmert wird das Ganze durch die Gewerkschaftsvertreter. Dabei handelt es sich in der Regel um drittklassige Gernegroße, deren geistige Unbeweglichkeit nicht annähernd mit ihrem Geltungsdrang standhalten kann. Einige von denen gebärden sich immer noch wie zu Zeiten des Klassenkampfs und haben gar nicht verstanden, dass es heute nicht mehr ausreicht, stumpf nach Lohnerhöhungen zu schreien, wenn man den Wirtschaftsstandort Deutschland für Arbeitgeber und Arbeitnehmer attraktiv halten will.

    Es müsste viel strengere Regeln her, um Streiks auf wenige wesentliche Einzelfälle zu beschränken. Insbesondere dürfte nicht ein und dieselbe Branche wiederholt in kurzen Zeiträumen von Streiks betroffen sein. Und es wäre auch sinnvoll, wenn vor Streiks grundsätzlich eine überparteiliche Schiedskommission angerufen werden müsste, die bei Entscheidungen das letzte Wort hat.

    Ich bin auch traditioneller Sozi, aber die Macht der Gewerkschaften muss endlich reduziert werden, zumal sie ohnehin immer weniger Arbeitnehmer repräsentieren.