Bildung schafft Integration: Ein echtes Deutschlandstipendium

DPASie sind Stipendiaten der besonderen Art: Eine Stiftung in Frankfurt schickt Kinder aus Zuwandererfamilien mit ihren Eltern ins Museum und bringt ihnen bei, was es in Deutschland kostenlos zu lernen gibt - und plötzlich klappt es auch auf dem Gymnasium.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...816039,00.html
  1. #1

    Erfolgsquote

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Von den bislang 54 Frankfurter Stipendiaten-Kindern beider Generationen wechselten 37 auf ein Gymnasium, 11 auf eine Integrierte Gesamtschule und 9 auf eine Realschule.
    57 von 54 Kindern - das ist tatsächlich ein beachtlicher Erfolg.
  2. #2

    xxx

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie sind Stipendiaten der besonderen Art: Eine Stiftung in Frankfurt schickt Kinder aus Zuwandererfamilien mit ihren Eltern ins Museum und bringt ihnen bei, was es in Deutschland kostenlos zu lernen gibt - und plötzlich klappt es auch auf dem Gymnasium.

    Bildung schafft Integration: Ein echtes*Deutschlandstipendium - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - SchulSPIEGEL
    Die gesamte Integrationsproblematik ist zu einem beträchtlichen Teil eigentlich eine Bildungsproblematik. Vergleicht man nämlich Arbeitslosenquoten, Kriminalitärsraten, Durchschnittseinkommen etc zwischen Menschen mit Migrationshintergrund und "autochthonen" Deutschen unter Berücksichtigung des Bildungsstatus, dann stellt man fest, daß die Unterschiede schon deutlich geringer sind als wenn man die gesamten Bevölkerungsgruppen miteinander vergleicht. So erklärt sich der überproportionale Anteil an Migranten unter Sozialhilfeempfängern, Arbeitslosen und Kleinkriminellen etc denn zu einem wesentlichen Teil mit geringem Bildungserfolg und nicht etwa mit ethischer und/ oder religiöser Zugehörigkeit an sich. Das Integrationspoblem ist demnach eher Teil des allgemeinen sozialen denn eines kulturellen Konfliktes.

    Worauf dieser geringe Bildungserfolg zurückzuführen ist, ist dann natürlich wieder fraglich. Man darf aber m.E. davon ausgehen, daß dieser weder monokausal auf strukturelle Mechanismen im Bildungssystem noch alleine auf mangelnde Bildungsaffinität und Leistungsbereitschaft in den Familien, sondern auf eine Mischung aus beiden und anderen Faktoren zurückgeht und sich beide Faktoren im übrigen auch wechselseitig verstärken.

    Entsprechender Ausbau staatlicher Bildungsangebote würde also auch deutlich zu einer erfolgreicheren Integration beitragen.
  3. #3

    Zitat von lezel Beitrag anzeigen
    57 von 54 Kindern - das ist tatsächlich ein beachtlicher Erfolg.
    Ein Erfolg ist auch, so habe ich eben bei der Lektüre des Artikels gelernt, wenn das angestrebte Ziel, bessere Noten für die Kinder zu erreichen, verfehlt wurde.
  4. #4

    Nach dem Museumsbesuch klappt´s mit der Bildung?

    "Eine Stiftung in Frankfurt schickt Kinder aus Zuwandererfamilien mit ihren Eltern ins Museum und bringt ihnen bei, was es in Deutschland kostenlos zu lernen gibt - und plötzlich klappt es auch auf dem Gymnasium."

    Ja klar. Wer auf einem deutschen Gynasium war, weiß auch warum das so ist. "Bildung" in Deutschland ist mit Masse reif fürs Museum, wenig nützlich für die Herausforderungen von heute oder morgen.
  5. #5

    ......

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie sind Stipendiaten der besonderen Art: Eine Stiftung in Frankfurt schickt Kinder aus Zuwandererfamilien mit ihren Eltern ins Museum und bringt ihnen bei, was es in Deutschland kostenlos zu lernen gibt - und plötzlich klappt es auch auf dem Gymnasium.

    Bildung schafft Integration: Ein echtes*Deutschlandstipendium - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - SchulSPIEGEL
    Gruslig, da habe ich jetzt schon Bange vor den Umzug in den Westen.
  6. #6

    Na gut

    Zitat von L_P Beitrag anzeigen
    "Eine Stiftung in Frankfurt schickt Kinder aus Zuwandererfamilien mit ihren Eltern ins Museum und bringt ihnen bei, was es in Deutschland kostenlos zu lernen gibt - und plötzlich klappt es auch auf dem Gymnasium."

    Ja klar. Wer auf einem deutschen Gynasium war, weiß auch warum das so ist. "Bildung" in Deutschland ist mit Masse reif fürs Museum, wenig nützlich für die Herausforderungen von heute oder morgen.
    Sollen doch mehr Leute das Abitur machen. Die Studienabbrecherquote wird trotzdem nicht sinken.
  7. #7

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Von den bislang 54 Frankfurter Stipendiaten-Kindern beider Generationen wechselten 37 auf ein Gymnasium, 11 auf eine Integrierte Gesamtschule und 9 auf eine Realschule.

    Bildung schafft Integration: Ein echtes*Deutschlandstipendium - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - SchulSPIEGEL
    Ergebnisse wie hier präsentiert darf man bei einer Positivauswahl aus einer Gruppe (hier "Migranten") wohl erwarten - kaum ein Grund zum Jubeln.

    Bei der Gruppe der türkischen und besonders arabischen Migranten handelt es sich umgekehrt offenbar um eine nichtrepräsentative Negativauswahl der Bevölkerung dieser Länder. Die Kinder dieser Gruppe schneiden schon bei der Einschulungsuntersuchung im Test sehr deutlich unterdurchschnittlich ab.
    Unbedingt lesen:

    http://www.berliner-aerzte.net/pdf/bae0812_014.pdf

    Die durch mangelhafte häusliche Förderung verursachten Defizite sind nach der Einschulung kaum noch aufzuholen.

    Toprak habe ich noch nicht gelesen. Meine persönlicher Eindruck ist, dass ein Großteil der Probleme dadurch entsteht, dass die Familien überwiegend nichtmuslimische Kontakte höchstens widerwillig in Kauf nehmen, sie aber nicht wirklich erstrebenswert finden, siehe auch die so beliebten Verwandtenehen (Cousin wird mit Cousine verheiratet).

    Es besteht meiner Erfahrung nach mehrheitlich kein wirkliches Interesse an einer Integration in die deutsche Gesellschaft. Das heißt nicht, dass man nicht beruflich nach oben möchte. Aber nicht um den Preis des Kontrollverlustes über die Familie bei Öffnung gegenüber den anderen, nämlich den Deutschen.

    sm
  8. #8

    Geht noch einfacher

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie sind Stipendiaten der besonderen Art: Eine Stiftung in Frankfurt schickt Kinder aus Zuwandererfamilien mit ihren Eltern ins Museum und bringt ihnen bei, was es in Deutschland kostenlos zu lernen gibt
    Warum auch nicht, aber das ginge noch simpler: einfach deutsches Fernsehen schauen - natürlich die richtigen Kanäle - statt die Satschüsseln für zig fremdsprachliche Kanäle aufzurüsten.

    Aber was soll das Rumgerede, alle wissen dass es Abgrenzung und Stillstand gibt, wenn von eine Gruppe zu viele auf einem Haufen sind. Fehlende Städteplanung und Zuwanderungssteuerung sind nun seit Jahrzehnten ein Grundübel dessen Auswirkungen wir (das schließt die Zuwandere ein) nun sehen.
  9. #9

    Danke!

    Zitat von Dumpfmuff3000 Beitrag anzeigen
    Die gesamte Integrationsproblematik ist zu einem beträchtlichen Teil eigentlich eine Bildungsproblematik. Vergleicht man nämlich Arbeitslosenquoten, Kriminalitärsraten, Durchschnittseinkommen etc zwischen Menschen mit Migrationshintergrund und "autochthonen" Deutschen unter Berücksichtigung des Bildungsstatus, dann stellt man fest, daß die Unterschiede schon deutlich geringer sind als wenn man die gesamten Bevölkerungsgruppen miteinander vergleicht.
    Genau so ist es! Deutsche Kinder ungelernter Arbeiter schaffen es äußerst selten bis zum Abitur oder gar an die Uni. Was soll man da von Kindern anatolischer Analphabeten erwarten? In Deutschland muss generell mehr für die soziale Durchlässigkeit aller getan werden!