Neuer Bundespräsident: Merkel muss nachsitzen

dapdChristian Wulffs Rücktritt trifft auch die Kanzlerin. Angela Merkel hat den peinlichsten Bundespräsidenten in der Geschichte Deutschlands zu verantworten. Jetzt ist sie in derselben Lage wie nach dem AKW-Gau in Fukushima: Sie kann einen zentralen politischen Fehler korrigieren.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...816034,00.html
  1. #120

    Rottweiler

    Zitat von wschwarz Beitrag anzeigen
    wie wäre es mit heiner geißler?
    Keine Ahnung, ich denke heute noch mit Unbehagen an die Zeit zurück, als Geißler noch Kohls Rottweiler....äähh....CDU-Generalsekretär war. Der war in dieser Funktion ja schlimmer als Rühe und Hintze zusammen.
  2. #121

    IST überflüssig!

    Zitat von wohlmein Beitrag anzeigen
    1. Der Bundespräsident hat durchaus Aufgaben im Politbetrieb,
    z.B. Gesetze zu prüfen und zu unterzeichnen, damit sie rechtgültig werden können - und vieles mehr, das den Bürgern nicht bekannt ist, das sie aber durchaus nachlesen können, wenn ihnen danach zumute ist. - Und, wer weiß, vielleicht benötigen wir Volk ja irgendwann ein Schwergewicht, das uns in schwerer Zeit Trost zuspricht oder auch ermutigt - oder in der Lage ist, unsere Situation, in der wir vielleicht dann sind, zu relativieren.

    ......

    Zu Ihrem Punkt 1.: Kurz und bündig ist das einfach Quatsch. Schauen Sie sich mal an, wie die demokratisch vorbildliche Schweiz ohne diesen formalen Kokolores auskommt. Jeder Minister macht diese Show mal für ein Jahr nebenbei. Wenn sich der BuPräser übrigens weigert, ein Gesetz zu unterzeichnen, wird das vom Bundestag (auf Wunsch der jeweiligen Lobby - Ironie Ende -) einfach doch beschlossen. Gabs mal bei Heuss, wenn ich mich recht ensinne. Wurde damals bei uns im Sozialkundeunterricht in der Höheren Schule ausgiebig behandelt, um zu zeigen, wie der Staat in der Praxis funktioniert. Könnte bei Scheel auch noch mal vorgekommen sein - oder bei Rau?

    Zu Ihrem Punkt 2.: Unter der untersten Gürtellinie, no comment!
  3. #122

    ...

    Zitat von joachim_m. Beitrag anzeigen
    Jetzt auch noch gleich eine Kirchenfunktionärin. Nein, danke!
    Die gefühlten Tausend allein hier im Forum genannten Namen - und die Ablehnung, die diese sogleich bei anderen hervor rufen - zeigen wie schwierig die Suche eigentlich ist. Der Kandidat aller kann wohl nur jemand sein, der stromlinienförmig genug ist, um nirgendwo anzuecken, sich auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner bewegt und niemandem weh tut. Ob von so jemanden inspirierende Reden zu erwarten sind? Vielleicht ist Konsens am Ende doch nicht so toll?
  4. #123

    Zwei Probleme mit einem Schlag gelöst

    Zitat von wschwarz Beitrag anzeigen
    heiner geißler?
    Ilse Aigner for President!!!!!!!!! Das wäre es! Da kann man nicht viel falsch machen und mit ihren jungen Jahren hat sie bestimmt noch nicht so viele (finanzielle) Versuchungen wie ein Alt-Ministerpräsident gehabt. Das Wichtigste aber ist: Ein (unauffälliger und) stilvoller Abgang als Agrarministerin. Man sollte sie unbedingt jetzt weg loben!
  5. #124

    Norbert Lammert

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Christian Wulffs Rücktritt trifft auch die Kanzlerin. Angela Merkel hat den peinlichsten Bundespräsidenten in der Geschichte Deutschlands zu verantworten. Jetzt ist sie in derselben Lage wie nach dem AKW-Gau in Fukushima: Sie kann einen zentralen politischen Fehler korrigieren.

    Neuer Bundespräsident: Gesucht: Einer für alle - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik


    Norbert Lammert, ist schlicht der einzige Politiker, der sich den Respekt vor dem Souverän und der Verfassung erhalten hat. So sehen Vorbilder, vor allem für Politiker aus.
    Ich fürchte nur, der wird aus dem selbem Grund auch im Bundestag gebraucht.
  6. #125

    Vorschlag fûr einen Bundespräsidenten

    Nach dem Rücktritt von Horst Köhler hat vier Wochen lang der Bremer Bürgermeister Jens Böhrnsen bewiesen, dass er das Amt hervorragend ausfüllen kann.
  7. #126

    Daniel Barenboim

    Es gibt ja hier einige gute kabarettistische Vorschläge. Das ist der Situation durchaus angemessen.
    Ersthafter genannte Namen wie zum Beispiel Joachim Gauck, Margot Käsmann oder Katrin Göring-Eckardt verstehe ich dagegen überhaupt nicht. Was haben die geleistet? Postoral alleine reicht m.E. nicht aus. Reden können die auch nicht. Predigen möchte ich keine hören. Dafür ist die Kirche zuständig.
    Wie ich es drehe und wende: mir fällt aus dem politischen Betrieb niemand ein, der sittlich und moralisch geeignet wäre.
    Deshalb: jemanden aus der Kultur. Daniel Barenboim zum Beispiel. Dieser Mann ist im besten Sinne den Menschen zugewandt, hat Charme und Witz, ist gebildet und einer der herausragensten Humanisten in diesem Land.
  8. #127

    Lieber Hubert

    Zitat von hubertrudnick1 Beitrag anzeigen
    Nicht nur die CDU ist bei uns in Deutschland ein Saustall, sondern alldiejenigen können sich damit einreihen, die sich den deutschen Staat zur ihrer Beute gemacht haben.

    Es ist doch imgrunde nur eine Geschacherei, es geht um Postenverteilung und um die Sicherung der eigene Macht.

    Auch die hier aufgestellte Kandidatenliste ist mehr als merkwürdig.
    Mit Demokratie hat das alles nicht zu tun, man verkauft uns das nur immer, aber in Wirklichkeit möchte man das Volk draußen vor lassen, die Entscheidungen trifft man unter sich.
    HR
    Das Wort Saustall ist richtigerweise von dir genannt worden! Doch wer hilft dabei diesen Saustall auszumisten! Es werden immer wieder neue Ferkel eingestallt, und die entwickeln sich später wieder zu Sauen. Hilfreich wäre aber Parteispenden zu verbieten. Nebenjobs als Abgeordneter zu verbieten. Damit würde Lobbyismus weitgehend unterbunden. So wie derzeit, geht Demokratie immer mehr den Bach herunter! Kein Licht derzeit am Ende des Tunnels!
  9. #128

    Breit

    Zitat von Bono Beau Beitrag anzeigen
    im Gegensatz zu Wulff, nicht nur "von einer Mehrheit", sondern "von einer breiten Mehrheit" getragen. Ich frag' mich aber schon lange, wie breit eine Mehrheit wohl sein muss, um das zu tragen......
    Breit wie ein Haus. Mutti stehen die Kleider, in denen die Presse in Griechenland, Italien, Spanien, Irland, England, Polen und, wie ich kürzlich sah, sogar Foristen aus Indien, sie gerne darstellen, doch sehr gut. Das passt schon. Und vergessen Sie doch endlich einmal diesen ganzen Quatsch mit der Würde und der Ehre und Menschenrechten und solchem Zeug. Mit der Würde des Amtes, der Griechen, des Rechtsstaats, der von der EUdSSR vergewaltigten Nationen, der Flugzeugpassagiere, der Eltern usw. - das ist alles common nonsense. Schon Anfang 2008 war der Bundesverfassungsgerichtspräsident einerseits nicht willens und / oder nicht im Stande, den Artikel 1 des GG öffentlich zu zitieren, ohne dabei die Pflicht aller staatlichen Gewalt zum Schutz der unverletzlichen Menschenwürde zu vergessen. Das distingierte und an sich sehr kritische Publikum hat sich daran nicht weiter gestört, es wohl für einen läßlichen Fehler gehalten oder noch nicht einmal bemerkt. Andererseits hat der Herr Bundesverfassungsgerichtspräsident ja auch bedauert, dass sein Gericht über keine Exekutivgewalt verfügt, "nicht den Gerichtsvollzieher schicken kann". Drei Jahre zuvor, drei Jahre vor der Wirtschaftskrise, mit der jetzt die ganze Welt ringt, in dem Jahr, in dem mit Frau Merkel als deutscher Kanzlerin das "vielleicht ein bisschen gefährlich" und "notfalls ehrlich reden, aber mein Ziel ist es" - Pragmatriarchat Richtlinie deutscher Politik wurde, hatte die Bundesjustizministerin auf Frage nach Gesetzen zum Schutz vor Korruption und Betrug öffentlich erklärt, sie "sehe keinen Handlungsbedarf, weil" sie "auf die selbstregulierenden Kräfte des Marktes vertraue". Wäre es nicht wunderbar gewesen, wenn sich die Märkte 2008 endlich selbst reguliert hätten? Mutti hat aber lieber die Planwirtschaft eingeführt. Sie sehen also, das System selbst legt es mit seinen Repräsentantinnen und Repräsentanten spätestens seit 2005 auf Subversion an. Der Rechtsstaat gilt seither zudem nicht nur als wirtschafts - , sondern auch als frauenfeindlich, da er einen disparate impact oder einen adverse impact der affirmative action nicht vorsieht. Eine Gemeingefährlichkeit ihrer Bundeskanzlerin scheint die Deutschen nicht weiter zu stören. Subversion und Zersetzung waren doch auch bei der Stasi schon das Mittel der Wahl bei der "operativen" Auseinandersetzung mit "feindlich - negativen" Kräften. Mutti sagt, sie kann sich nicht erinnern. Da ist sie wieder, die Kunst des Vergessens, die sogar so weit geht, dass Fotos angestrengt vergessen werden, die Frau Merkel beim unschuldigen Spaziergang in Grünheide zeigen. Vor siebzig Jahren waren es die Buben, jetzt sind eben 'mal die Mädchen dran. Die dürfen das. Fehlt eigentlich nur noch, dass das Amt des Präsidenten im Amt des Kanzlers aufgeht, wie am 2. August 1934.

    So ein Land als Präsident zu repräsentieren, ist an sich eine Entwürdigung. Jeder, der es nicht als Präsident repräsentiert, hat mehr Menschenwürde. Und eine "Würde des Amtes" gibt es nicht. Ämter haben keine Würde. In Deutschland jedenfalls nicht. Da ist die Würde von Ämtern, sollte es so etwas jemals gegeben haben, schon lange verwirkt.
  10. #129

    Das kann ich nur unterstützen!!!

    Zitat von supernovaiswatching Beitrag anzeigen
    Ich habe immer schon Gysi als Politiker und Persönlichkeit geschätzt. Allerdings konnte ich ihn wegen seiner Parteizugehörigkeit zu den Linken nicht wählen, weil das nicht mein Lager ist. Gut, jedem seins.

    Aber als Bundespräsident könnte er uns allen dienlich sein, weil er Persönlichkeit besitzt, sehr gebildet ist und ein Allroundtalent ist. Zudem gehört er keiner der etablierten Großparteien an und würde eine gewisse Unabhängigkeit und unabhängiges Gegengewicht zur Alleinherrschaft von Frau Merkel bringen. Die Machtbalance würde das günstig beeinflussen - checks and balances, wie es sein sollte und für echte Demokratie sorgen.

    Dass Frau Merkel ausgerechnet die Linken nicht eingeladen hat, finde ich bedenklich. Die FDP ist dabei, aber die Linken haben mehr Zustimmung im Land als die FDP, die gerade auf 2% und somit nicht mal ins Parlament kommen würde.

    Gysi wäre unsere beste Wahl und mal erfrischend anders, als der kungelnde CDU-Filz. Wir wissen alle, dass wir Wulff und diese letzten schlimmen Wochen Frau Merkel zu verdanken haben. Die ist Bundeskanzlerin und tut nichts für die Innenpolitik, weil sie es zum Teufel meidet. Von der Leyen wäre eine weitere Fehlbesetzung, weil die genauso wie Merkel nur auf Machterhalt zielt und in meinen Augen eher eine schlechte Politikerin ist - meine Meinung. Da ist keine echte Substanz bei Frau von der Leyen.

    Gysi for President!
    ...und das wichtigste! ...die Medien werden dann endlich Ruhe geben da kein "konservativer" mehr auf dem Präsidentenstuhl hockt!!! Gysi beherrscht das allseits gewünschte Repertoir "politisch korrekter" Floskeln aus dem ff und wird somit den Medien keinen Anlass geben das Feuer zu eröffnen!!!! ...und das ist doch schon etwas!