Milieu-"Polizeiruf" aus Rostock: Der neue Schimmi ist ein Ossi

NDRIst Rostock das neue Duisburg? Wie einst im "Tatort" mit Götz George leuchtet der "Polizeiruf" das Milieu der Proleten und Kleingangster aus. Und Charly Hübner gibt seinen Ermittler als gekonnte Schimanski-Variation: Bulle Bukow steckt mindestens so viel ein, wie er austeilt.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,815135,00.html
  1. #10

    Maria Kwiatkowsky

    Schade, dass in dem OST -WEST Thema völlig untergeht, das dies der letzte Film mit Maria Kwiatkowsky ist! Ich habe Sie in der Volksbühne erleben dürfen und bin mir sicher, dass sie im Polizeiruf eine herausragende Rolle spielen wird.

    Ein seit 20 Jahren in Dresden lebender Duisburger, der immer weniger Unterschiede zwischen Ost und West und viel mehr zwischen Arm und Reich sieht, egal wo!
  2. #11

    Geht's noch?

    Man will als Hamburger oder Berliner nicht in Rostock begraben sein? Was ist denn das für ein merkwürdiger Kommentar? War der Autor selbst auch noch nicht in dort? Fakt ist, dass sich M-Vs einzige Großstadt zu einer der attraktivsten Städte im Osten, neben Dresden, Leipzig und Erfurt, gemausert hat. Und darüber hinaus war und ist diese Stadt gerade bei Berlinern beliebt, denn dort fahren sie an den Strand. Leider werden auch nach 20 Jahren immer noch untragbare Vorbehalte gegen Rostock geschürt. Die Wahrheit sieht allerdings anders aus.
  3. #12

    lächerlich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ist Rostock das neue Duisburg? Wie einst im "Tatort" mit Götz George leuchtet der "Polizeiruf" das Milieu der Proleten und Kleingangster aus. Und Charly Hübner gibt seinen Ermittler als gekonnte Schimanski-Variation: Bulle Bukow steckt mindestens so viel ein, wie er austeilt.

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    "gekonnte Schimanski-Variation"? Das ist ja wohl lächerlich. Abgesehen von dem sinnfreien Übermaß an Gewalt, die im Unterschied zu den "Schimmies" reiner Selbstzweck zu sein scheint, hatte ich bei jedem Temperamentsausbruch Bukows, verbal oder physisch, den Eindruck, Hübner müsse sich dafür einen ordentlichen Ruck geben, und es kam immer viel zu aufgesetzt rüber. Es ist ein Unterschied, ob jemand ein Raubein ist oder es zu sein vorgibt. Ganz zu schweigen von den sonstigen Schwächen des Plots.
    Sicher macht es einen Unterschied, wieviel Einfluß der Schauspieler auf die Ausgestaltung seines Protagonisten nehmen kann, aber in der Authentizität, der Qualität der Darstellung, der Überzeugungskraft der Figur kann Hüber dem George nicht das Wasser reichen.
  4. #13

    Zitat von spiegel-hai Beitrag anzeigen
    "gekonnte Schimanski-Variation"? Das ist ja wohl lächerlich. Abgesehen von dem sinnfreien Übermaß an Gewalt, die im Unterschied zu den "Schimmies" reiner Selbstzweck zu sein scheint, hatte ich bei jedem Temperamentsausbruch Bukows, verbal oder physisch, den Eindruck, Hübner müsse sich dafür einen ordentlichen Ruck geben, und es kam immer viel zu aufgesetzt rüber. Es ist ein Unterschied, ob jemand ein Raubein ist oder es zu sein vorgibt. Ganz zu schweigen von den sonstigen Schwächen des Plots.
    Sicher macht es einen Unterschied, wieviel Einfluß der Schauspieler auf die Ausgestaltung seines Protagonisten nehmen kann, aber in der Authentizität, der Qualität der Darstellung, der Überzeugungskraft der Figur kann Hüber dem George nicht das Wasser reichen.
    Mit dieser Sichtweise stehen Sie ziemlich sicher alleine da.
    Diese 'Es kann nur einen geben'-Argumentation ist sowas von unnötig und albern. Schimi war vor zwanzig Jahren super, Bukow ist es heute. So einfach ist das.