Party-Logbuch Köln: "Glaub 'nem Kölner immer nur die Hälfte"

Matthias Jung"Stronzo Polizia Colonia!" In der Domstadt testet Markus Flohr das studentische Nachtleben vor dem Karneval. Er trifft einen Party-Taliban, trinkt "Kettenfett" und stürzt sich, als sonst nichts mehr auf hat, in eine Gay-Party. Und lernt: Köln denkt, es sei Paris, liegt aber nahe Leverkusen.

http://www.spiegel.de/unispiegel/hef...815779,00.html
  1. #1

    is esu !

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Stronzo Polizia Colonia!" In der Domstadt testet Markus Flohr das studentische Nachtleben vor dem Karneval. Er trifft einen Party-Taliban, trinkt "Kettenfett" und stürzt sich, als sonst nichts mehr auf hat, in eine Gay-Party. Und lernt: Köln denkt, es sei Paris, liegt aber nahe Leverkusen.

    Party-Logbuch Köln: "Glaub 'nem Kölner immer nur die Hälfte" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - UniSPIEGEL
    Tja, und trotzdem wollen alle hierhin, oder bleiben nach dem Studium hier hängen. Muss doch was dran sein ....
  2. #2

    NICHT Alle !!!

    Zitat von canUCme Beitrag anzeigen
    Tja, und trotzdem wollen alle hierhin, oder bleiben nach dem Studium hier hängen. Muss doch was dran sein ....
    Als Ruhrpott-Kind halte ich es mit Frank Goosen: "Nach Köln gehe ich nur, wenn ich Geld dafür bekomme!"

    Zu dem "glaub 'nem Kölner nur die Hälfte" würde ich nach Ihrer Aussage noch einen ausgeprägten Hang zu Verallgemeinerungen hinzufügen ;)
  3. #3

    Zitat von Bluemikey Beitrag anzeigen
    Als Ruhrpott-Kind halte ich es mit Frank Goosen: "Nach Köln gehe ich nur, wenn ich Geld dafür bekomme!"

    Zu dem "glaub 'nem Kölner nur die Hälfte" würde ich nach Ihrer Aussage noch einen ausgeprägten Hang zu Verallgemeinerungen hinzufügen ;)
    Ich liebe Köln.
    Ich habe da mal an einer Stadtführung teilgenommen.
    Der Stadtführer war ein richtigen drolligen Jeck und der Spaß begann mit ihm direkt vor dem Bahnhof.
    Er zeigte ohne zu zögern auf eine alte Kirche und sagte meine Damen un Herren wennn sie bitte mal hier schauen können sie de Dom sehen und davor die Domplatte die aber nicht ganz so alt ist.
    Begeisterung bei den Geführten.
    Dann ging wir über die Komödienstraße (da ging die Komödie erst richtig los) vorbei an der Rechtschule und Hohe Straße (wunderschöne Geschäfte wie ich sie noch nie sah: HM, Tschibo, Würstchenbuden u.s.w. und ein Köbes vor wunderschönen Häusern wie man sie nirgends anders findet.)
    Wir erreichten inmitten historischer Bauten Am Hof.
    Unser Führungsjeck, der nicht locker ließ uns mit Humor und rheinischer Fröhlichkeit Köln als die schönste Stadt der Welt zu verkaufen, drehte sich zu uns und sagte erleichtert:
    Meine Damen und Herren wenn sie bitte mal hier schauen würden dann sehen sie de Dom.
    Begeisterung über so viel Schönheit inmitten der anderen Schönheit unter den langsam rheinische Fröhlichkeit annehmenden Geführten,
    Beschwingt ging es weiter Richtung Rhein und die Heiligkeit seiner beim Weltjugendtag hinterlassen Fußspuren gingen auf die Geführten über und wir erreichten den Weltjugentagsweg und unsere beseelte rheinische Führungskraft drehte sich sichtbar erleichtert aber leicht erschöpft von der eigenen rheinischen Art um und sagte:
    Meine Damen und Herren wenn sie bitte mal dort rüber schauen würden dann können sie de Dom sehen.

    Seitdem heißt Köln bei mir, und bestimmt auch bei den anderen Geführten, nur noch De Dom (De Dom hat wieder verloren und der eher polnische De Domer Lukas bringt es auch nicht mehr und haut immer öfter daneben) weil es bei mir zu Hause auch Häuser auf beiden Straßenseiten gibt (sogar mit Geschäften) aber keinen Köbes und dafür mehrere Kirchen die nicht Dom heißen.
  4. #4

    Sehr interessant

    Und solche Berichte erscheinen dann demnächst über jedes Kaff mit mehr als 20000 Einwohnern? So kann man seine Seiten auch füllen
  5. #5

    alaaf alaaf

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Stronzo Polizia Colonia!" In der Domstadt testet Markus Flohr das studentische Nachtleben vor dem Karneval. Er trifft einen Party-Taliban, trinkt "Kettenfett" und stürzt sich, als sonst nichts mehr auf hat, in eine Gay-Party. Und lernt: Köln denkt, es sei Paris, liegt aber nahe Leverkusen.

    Party-Logbuch Köln: "Glaub 'nem Kölner immer nur die Hälfte" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - UniSPIEGEL
    Wo bitte schön, hat sich der Markus Flohr denn da nur rumgetrieben? Ich kenne das Art Farty nicht obwohl ich in Köln aufgewachsen bin und dort studiert hab. Gut, seit 2004 lebe und arbeite ich in Berlin und war zuletzt 2008 in meiner Heimat. Kann daher sein, dass der Laden erst seit kurzem existiert. Es wäre aber schön, wenn der Autor in einem Reisebericht auch die Adresse oder zumindest die Straße nennen könnte, wo sich die von ihm besungenen Kneiben befinden. Und mit der Ausfallstraße Richtung Pulheim Frechen können ja wohl nur die Dürener oder Luxemburger Straße jenseits des Gürtels gemeint sein. Denn im Kwatier Lateng, dem eigentlichen Studentenviertel zwischen Zülpicher Platz und Innerer Kanalstraße tobt nachts um eins der Geizbock auch noch am Aschermittwoch. Aber da hat Missjöh Floh sich nicht wohl rumgetrieben, wie ich annehme. Sollte er aber, vor allem Karnevalsdienstag abends, wenn die Nubbel in der Roonstraße auf dem Scheiterhaufen enden.
  6. #6

    wenn man keine ahnung hat einfach die ****** halte

    viel mehr muss ich gar nicht sagen. sonic ballroom und werkstatt....
  7. #7

    Kölle

    Zitat von einuntoter Beitrag anzeigen
    Und solche Berichte erscheinen dann demnächst über jedes Kaff mit mehr als 20000 Einwohnern? So kann man seine Seiten auch füllen
    Köln ist ziemlich hässlich, obwohl alle Kölner ernsthaft glauben, dass sie in der schönsten Stadt Deutschlands wohnen. Köln ist dreckig und keinen stört's. Der Kölner ist niemals selbstironisch, wenn es um seine Stadt oder Karneval geht.
    Aber wenn man das aber alles mal akzeptiert hat (dazu braucht es für Neuankömmlinge seine Zeit), dann kann man hier wunderbar leben. Besser als in jeder anderen Goßstadt. Diese Stadt hat eine ehrliche Grundfröhlichkeit und Offenheit, davon kann sich Berlin oder München fünf Scheiben abschneiden. In Berlin ist alles sicherlich viel hipper, aber hier sind sogar die Medienmenschen nett und natürlich.
  8. #8

    Die aufgesuchten Orte ... na ja, wer länger in Köln lebt, lässt diese aus, für Neu-Kölner geht so.
    Nach einigen Jahren München und Berlin fühle ich mich in Köln erst richtig wohl.

    München, eigentlich ein Dorf welches gern Paris, Mailand und Rom (zusammen) wäre aber irgendwie doch nichts anderes ist als Augsburg nur halt in XL mit einer Ansammlung von Promis in der Liga von Boris Becker und Rummenige (da hat Hamburg und Berlin eindeutig die Nase vorn), irgendwie möchte man größer und kultivierter und besonders intellektueller erscheinen aber die eigentlicher Herkunft kommt doch durch. Bauern bleiben Bauern und Neureiche bleiben Neureiche.

    Berlin, eigentlich ganz Klasse, nur wenn da nicht die Neuzuzügler aus BW und Bayern wären, die wollen der Enge in ihrer Heimat (ziehen meist aus pulsierenden Metropolen wie Stuttgart, Augsburg, Mannheim oder Esslingen nach Berlin) entfliehen und schaffen es sich doch nicht integrieren, in Kreuzberg gilt die Kehrwoche auch, nur halt die Bionade-Version. Leider gibt es das echte Berlin nur noch im Osten, doch auch hier haben die Völker aus Bayern und BW gehört, dass die Mauer weg sei. Ja liebe Berliner, ihr werden nie London oder New York, irgendwo bleibt ihr die Hart IV und Beamtenmetropole Deutschlands, irgendwie spießig aber mit dem Drang, größer zu sein als NYC. Da nützt auch der hässliche Potsdamer Platz nichts, nein es ist keine Mitte einer europäischen Metropole mit Geschichte!

    Köln ist größenwahnsinnig aber irgendwo so überzogen, dass man darüber lachen kann, was man von Münchnern und Berlinern nicht behaupten kann, denen fehlt einfach die Lässigkeit vieler Kölner.

    Wirkliche „coole“ Orte gibt es in Europa nur noch wenige, richtig interessant ist nur noch der Osten. D.h. Breslau, Krakau, Warschau und das Baltikum. Der Süden Europas hat abgewirtschaftet, Bella Figura ist pleite (das Posen wirkt nicht mehr in Madrid, Barcelona, Mailand und Rom) aber vielleicht können wir in 20 Jahren in Griechenland, genau das erleben was wir z.Zt. im Osten Europas erleben, viel neues und viele interessante Menschen, vor allem wenn es nicht die Spießer aus München, Berlin, Baden-Württemberg und Bayern sind.
  9. #9

    Nach.....

    ...mehreren Jahren München hat es mich beruflich vor einiger Zeit in die Domstadt verschlagen. Ein Unterschied wie Tag und Nacht: Rücken die Münchner auseinander und verneinen, wenn man in einer Kneipe nach einem freien Platz fragt, so rücken die Kölner zusammen und geben ein Bier aus.