Landwirtschaft im Internet: Schwein oder Wurstsein

SPIEGEL ONLINEWer muss den Stall als nächstes verlassen? Ein Berliner Unternehmer lässt Schweine von Geburt an filmen und Fleischesser im Internet darüber abstimmen, welches Tier geschlachtet, verarbeitet und per Post verschickt wird. Wer sich ein Leben lang kennt, respektiert sich, das ist die Idee. Ein Kaufbericht.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...812541,00.html
  1. #40

    Ich habe mir jetzt das dazugehörige Video angesehen und bin ambivalent.

    Einerseits sehe ich es durchaus positiv, Menschen (wieder) dafür zu sensibilisieren, dass für das Schnitzel auf dem Teller ein Schwein geschlachtet wurde. Positiv ist auch jeder Einsatz zu bewerten, der dazu führt, die Lebensbedingungen für Schlachttiere zu verbessern, was bei dem vorgestellten Bauern deutlich gelungen ist.
    Die Idee, dem Verbraucher, der in der heutigen Zeit berechtigten Grund zur Skepsis hat, Transparenz zu schaffen, indem er Einsicht in den "Produktionsbetrieb" hat, halte ich auch für gut. Nur zu oft frage ich mich selbst, wo denn zum Beispiel all die ganzen Bioeier bei Aldi herkommen - da doch jedem "Biohuhn" per Gesetz 4 qm Fläche zustehen. Wenn der Käufer wirklich sicher sein kann, dass das Produkt auch die vom Verkäufer versprochenen Eigenschaften besitzt (das Fleisch auch überprüfbar aus artgerechter Haltung stammt), ist er auch eher bereit, einen höheren Preis zu zahlen.
    Dazu hätte es aber gereicht, Webcams zu installieren, so dass der Kunde jederzeit Einblick in die Haltungsbedingungen und das Geschehen auf dem Hof hat. Das halte ich für eine gute Idee.

    Mit Befremden erfüllt es mich jedoch, dass man dem Ganzen den Charakter und Namen eines Computerspiels verpasst hat, mit Voting und Quiz. Das Anliegen, den Mensch zu vermitteln, dass auch Schlachttiere Lebewesen mit einem Recht auf Achtung ihrer Würde sind, sehe ich hierdurch gefährdet.

    Generell ist es gut, wenn Biolandwirtschaft (oder artgerechte Tierhaltung) lukrativ - und damit für Landwirte interessant wird.
    Dieses Geschäftsmodell könnte als Beispiel dafür dienen, wie Tierschutz für Bauern (kommerziell) attraktiv wird.
    Eine erhöhte Nachfrage an artgerecht produziertem Fleisch könnte langfristig zumindest zu einer Reduktion der Massentierhaltung führen.

    Dieses Reality-Farm-Schweineschlachtspiel hat jedoch nicht das Potenzial, am Schweineelend Deutschlands etwas zu ändern.
    Es ist eine clevere, kleine Geschäftsidee, zugeschnitten auf eine junge, internet-affine, gut-situierte Kundschaft, jenseits des Mainstream.

    Wer Wert auf Biofleisch legt, dem reicht es, wenn er verlässlich weiß, dass es dem Tier zu Lebzeiten gutging.
    Sich während des Essens eines Schinkenbrötchens ein Video anzusehen, wie das Schweinchen, das da auf dem Brötchen liegt, aufwuchs, ist doch eher was für Freaks.
  2. #41

    Ich habe mir jetzt das dazugehörige Video angesehen und bin ambivalent.

    Einerseits sehe ich es durchaus positiv, Menschen (wieder) dafür zu sensibilisieren, dass für das Schnitzel auf dem Teller ein Schwein geschlachtet wurde. Positiv ist auch jeder Einsatz zu bewerten, der dazu führt, die Lebensbedingungen für Schlachttiere zu verbessern, was bei dem vorgestellten Bauern deutlich gelungen ist.
    Die Idee, dem Verbraucher, der in der heutigen Zeit berechtigten Grund zur Skepsis hat, Transparenz zu schaffen, indem er Einsicht in den "Produktionsbetrieb" hat, halte ich auch für gut. Nur zu oft frage ich mich selbst, wo denn zum Beispiel all die ganzen Bioeier bei Aldi herkommen - da doch jedem "Biohuhn" per Gesetz 4 qm Fläche zustehen. Wenn der Käufer wirklich sicher sein kann, dass das Produkt auch die vom Verkäufer versprochenen Eigenschaften besitzt (das Fleisch auch überprüfbar aus artgerechter Haltung stammt), ist er auch eher bereit, einen höheren Preis zu zahlen.
    Dazu hätte es aber gereicht, Webcams zu installieren, so dass der Kunde jederzeit Einblick in die Haltungsbedingungen und das Geschehen auf dem Hof hat. Das halte ich für eine gute Idee.

    Mit Befremden erfüllt es mich jedoch, dass man dem Ganzen den Charakter und Namen eines Computerspiels verpasst hat, mit Voting und Quiz. Das Anliegen, den Mensch zu vermitteln, dass auch Schlachttiere Lebewesen mit einem Recht auf Achtung ihrer Würde sind, sehe ich hierdurch gefährdet.

    Generell ist es gut, wenn Biolandwirtschaft (oder artgerechte Tierhaltung) lukrativ - und damit für Landwirte interessant wird.
    Dieses Geschäftsmodell könnte als Beispiel dafür dienen, wie Tierschutz für Bauern (kommerziell) attraktiv wird.
    Eine erhöhte Nachfrage an artgerecht produziertem Fleisch könnte langfristig zumindest zu einer Reduktion der Massentierhaltung führen.

    Dieses Reality-Farm-Schweineschlachtspiel hat jedoch nicht das Potenzial, am Schweineelend Deutschlands etwas zu ändern.
    Es ist eine clevere, kleine Geschäftsidee, zugeschnitten auf eine junge, internet-affine, gut-situierte Kundschaft, jenseits des Mainstream.

    Wer Wert auf Biofleisch legt, dem reicht es, wenn er verlässlich weiß, dass es dem Tier zu Lebzeiten gutging.
    Sich während des Essens eines Schinkenbrötchens ein Video anzusehen, wie das Schweinchen, das da auf dem Brötchen liegt, aufwuchs, ist doch eher was für Freaks.
  3. #42

    Zitat von supernovaiswatching Beitrag anzeigen
    Es kostet nichts, diesen Tieren diese entsetzlichen Qualen zu ersparen.
    Doch es kostet sie sehr viel, nämlich eine ausgewogene Ernäherung. Nur durch die Tatsache, daß es ausreichend Nichtvegetarier gibt, ist es ihnen überhaupt möglich sich als Vegetarier richtig zu ernähren.

    Flächendeckender Vegetarismus führt zwangsläufig zum Rückgang der landwirtschaftlichen Produktion, da es keinen tierischen Dünger mehr gibt. Natürlich kann man die Felder mit Kunstdünger zu müllen, um die Erträge zu halten, es wird dann auch gar nichts anderes übrig bleiben. Historisch hilft hier der Vergleich zwischen der Landwirtschaft Südamerikas vor der Eroberung durch die Europäer und der in Europa. Da in Südamerika früher keine großen Nutztiere gehalten wurden, gab es kaum tierischen Dünger, so daß dort die Hektarerträge nur bei etwa 10% der Werte liegen, die mit Nutztierhaltung möglich sind.

    Desweiteren ist die Bejagung von Wildtieren dann auch keine Option mehr. Wir haben jetzt schon eine explosionsartige Vermehrung von Wildschweinen. Die Bestände haben sich in kurzer Zeit verzehnfacht. Wenn sie nicht mehr bereit sind Tiere zu töten, werden diese zwangsläufig zu direkten Nahrungskonkurrenten, d.h. die Menge der Lebensmittel für Menschen sinkt drastisch ab, was dann zwangsläufig zu Hungersnöten führt.
  4. #43

    Zitat von achazvonthymian Beitrag anzeigen
    Tolstoi sagte einmal einen klugen Satz: "Solange es Schlachthöfe gibt, wird es Schlachtfelder geben".
    Im indianischen Amerika gab es faktisch keine Nutztiere (wenn man von Kleintieren absieht) und die Ernäherung bestand fast ausschließlich aus pflanzlicher Nahrung. Das führte immer wieder zu Hungersnöten und deren Resultat waren extrem brutale Kriege um Nahrungsresourcen.
  5. #44

    Zitat von JupiterIII Beitrag anzeigen
    Im indianischen Amerika gab es faktisch keine Nutztiere (wenn man von Kleintieren absieht) und die Ernäherung bestand fast ausschließlich aus pflanzlicher Nahrung. Das führte immer wieder zu Hungersnöten und deren Resultat waren extrem brutale Kriege um Nahrungsresourcen.
    Gemeinsames Auftreten impliziert keine Kausalität.

    Nordamerikanische Indianer lebten von der Jagd, nur teilweise vom Ackerbau. Hungersnöte entstanden deshalb, weil sie durch europäische Siedler von einer Lebensgrundlage, dem Bison, beraubt wurden. Die indianischen Völker, die zum Zeitpunkt der Verknappung keinen Ackerbau betrieben, mussten Krieg führen, um zu überleben.

    Danke für die Geschichtsstunde, aber was hat das Ganze mit der Massentierhaltung in der heutigen Zeit zu tun?
  6. #45

    Zitat von JupiterIII Beitrag anzeigen
    Doch es kostet sie sehr viel, nämlich eine ausgewogene Ernäherung. Nur durch die Tatsache, daß es ausreichend Nichtvegetarier gibt, ist es ihnen überhaupt möglich sich als Vegetarier richtig zu ernähren.

    Flächendeckender Vegetarismus führt zwangsläufig zum Rückgang der landwirtschaftlichen Produktion, da es keinen tierischen Dünger mehr gibt. Natürlich kann man die Felder mit Kunstdünger zu müllen, um die Erträge zu halten, es wird dann auch gar nichts anderes übrig bleiben. Historisch hilft hier der Vergleich zwischen der Landwirtschaft Südamerikas vor der Eroberung durch die Europäer und der in Europa. Da in Südamerika früher keine großen Nutztiere gehalten wurden, gab es kaum tierischen Dünger, so daß dort die Hektarerträge nur bei etwa 10% der Werte liegen, die mit Nutztierhaltung möglich sind.

    Desweiteren ist die Bejagung von Wildtieren dann auch keine Option mehr. Wir haben jetzt schon eine explosionsartige Vermehrung von Wildschweinen. Die Bestände haben sich in kurzer Zeit verzehnfacht. Wenn sie nicht mehr bereit sind Tiere zu töten, werden diese zwangsläufig zu direkten Nahrungskonkurrenten, d.h. die Menge der Lebensmittel für Menschen sinkt drastisch ab, was dann zwangsläufig zu Hungersnöten führt.

    Völlig absurd, was Sie sich da zusammenreimen.
    Wieso sagen Sie nicht einfach, ich esse Fleisch, weil mir das Elend der Tiere in der Massentierhaltung scheißegal ist?

    Es muss doch selbst Ihnen einleuchten, dass man die Methoden (und Erträge) der modernen europäischen Landwirtschaft nicht mit der der Indianer Südamerikas vergleichen kann?

    Alternativen zu Gülle sind mineralische Dünger und organische Dünger, die sich ebensogut aus Pflanzenteilen, wie aus Tierexkrementen herstellen lassen.

    Beim Düngen mit Gülle gelangen antibiotikaresistente Bakterien ("EHEC") und Rückstände von Antibiotika in den Boden und in unseren Nahrungskreislauf. Die WHO spricht im Zusammenhang mit den Resistenzgenen im Boden von einer "weltweiten Gesundheitskrise". Darüber hinaus verseucht die Gülle den Boden und das Trinkwasser mit Nitrat. Weil man jedoch nicht weiß (oder wusste), wohin mit der ganzen Gülle, muss man sie gezwungenermaßen auf die Felder kippen.

    Der Zusammenhang zwischen dem Welthunger und dem hohen Fleischkonsum der Industrienationen ist unbestritten.

    Ein Drittel der Weltgetreideernte wird zur Viehmast verwendet. Um ein Kilo Fleisch zu erzeugen, werden jedoch (je nachTierart) 4 - 10 Kilogramm Getreideäquivalente benötigt. Würden die Menschen ihren Fleischkonsum nur um ein Drittel einschränken, es gäbe genug Nahrung für alle Menschen auf der Welt.

    Was Sie da schreiben verdreht nicht nur die Tatsachen auf das Ungeheuerlichste, sondern zeugt darüberhinaus von unglaublicher Ignoranz.
  7. #46

    Zitat von chronotrop Beitrag anzeigen
    Völlig absurd, was Sie sich da zusammenreimen.
    Wieso sagen Sie nicht einfach, ich esse Fleisch, weil mir das Elend der Tiere in der Massentierhaltung scheißegal ist?

    Es muss doch selbst Ihnen einleuchten, dass man die Methoden (und Erträge) der modernen europäischen Landwirtschaft nicht mit der der Indianer Südamerikas vergleichen kann?

    Alternativen zu Gülle sind mineralische Dünger und organische Dünger, die sich ebensogut aus Pflanzenteilen, wie aus Tierexkrementen herstellen lassen.

    Beim Düngen mit Gülle gelangen antibiotikaresistente Bakterien ("EHEC") und Rückstände von Antibiotika in den Boden und in unseren Nahrungskreislauf. Die WHO spricht im Zusammenhang mit den Resistenzgenen im Boden von einer "weltweiten Gesundheitskrise". Darüber hinaus verseucht die Gülle den Boden und das Trinkwasser mit Nitrat. Weil man jedoch nicht weiß (oder wusste), wohin mit der ganzen Gülle, muss man sie gezwungenermaßen auf die Felder kippen.

    Der Zusammenhang zwischen dem Welthunger und dem hohen Fleischkonsum der Industrienationen ist unbestritten.

    Ein Drittel der Weltgetreideernte wird zur Viehmast verwendet. Um ein Kilo Fleisch zu erzeugen, werden jedoch (je nachTierart) 4 - 10 Kilogramm Getreideäquivalente benötigt. Würden die Menschen ihren Fleischkonsum nur um ein Drittel einschränken, es gäbe genug Nahrung für alle Menschen auf der Welt.

    Was Sie da schreiben verdreht nicht nur die Tatsachen auf das Ungeheuerlichste, sondern zeugt darüberhinaus von unglaublicher Ignoranz.
    Auch völlig absurd.

    Organische Dünger sind auch Tierextremente. Mineralischer Dünger ist schlecht für die Bodenfruchtbarkeit und benötigt zu Herstellung ne Menge Energie. Mineralischer Dünger wie Phosphor ist begrenzt und wird bald zu Ende gehen.
    Tierextremente( Mist, Gülle) dagegen schont Ressourcen und verbessert die Bodenfruchtbarkeit. Außerdem wird organische Substanz in den Boden als Nahrung für die Bodenlebewesen rückgeführt und ist Ausgangsstoff für die Humusbildung.

    Darüber hinaus sind sie wichtig für die Zufuhr von Pflanzennährstoffen. Neben den Hauptnährstoffen weist Gülle erhebliche Mengen an Spurennährstoffen auf. Mögliche Nitrat Auswaschungen durch Gülle liegt hauptsächlich an falschen Zeitpunkt der Düngung. Bei mineralischer Düngung gibt es keine Begrenzung und ist somit der Hauptgrund für Nitratauswaschungen.

    Mögliche Antibiotika rückständ in der Gülle werden über den Boden abgebaut. Die meisten antibiotikaresistente Keime die beim Menschen vorkommen entstehen durch den Menschen. Innerhalb der MRSA-Gruppe gibt es unterschiedliche Typen. Interessant ist, dass bei den bisherigen MRSA-Krankenhausinfektionen kaum die Typen auftreten, die typischerweise in den Schweinställen gefunden werden. So konnte 2007 in einer groß angelegten Studie nur in 11 von 4370 MRSA-Isolaten (= 0,3%) der schweinespezifische Typ ST398 nachgewiesen werden.
    Das heißt, die bisherigen Probleme in den Krankenhäusern sind kaum auf Einträge aus Schweinestallungen zurückzuführen.
  8. #47

    Zitat von chronotrop Beitrag anzeigen
    Völlig absurd, was Sie sich da zusammenreimen.
    Wieso sagen Sie nicht einfach, ich esse Fleisch, weil mir das Elend der Tiere in der Massentierhaltung scheißegal ist?

    Es muss doch selbst Ihnen einleuchten, dass man die Methoden (und Erträge) der modernen europäischen Landwirtschaft nicht mit der der Indianer Südamerikas vergleichen kann?

    Alternativen zu Gülle sind mineralische Dünger und organische Dünger, die sich ebensogut aus Pflanzenteilen, wie aus Tierexkrementen herstellen lassen.

    Beim Düngen mit Gülle gelangen antibiotikaresistente Bakterien ("EHEC") und Rückstände von Antibiotika in den Boden und in unseren Nahrungskreislauf. Die WHO spricht im Zusammenhang mit den Resistenzgenen im Boden von einer "weltweiten Gesundheitskrise". Darüber hinaus verseucht die Gülle den Boden und das Trinkwasser mit Nitrat. Weil man jedoch nicht weiß (oder wusste), wohin mit der ganzen Gülle, muss man sie gezwungenermaßen auf die Felder kippen.

    Der Zusammenhang zwischen dem Welthunger und dem hohen Fleischkonsum der Industrienationen ist unbestritten.

    Ein Drittel der Weltgetreideernte wird zur Viehmast verwendet. Um ein Kilo Fleisch zu erzeugen, werden jedoch (je nachTierart) 4 - 10 Kilogramm Getreideäquivalente benötigt. Würden die Menschen ihren Fleischkonsum nur um ein Drittel einschränken, es gäbe genug Nahrung für alle Menschen auf der Welt.

    Was Sie da schreiben verdreht nicht nur die Tatsachen auf das Ungeheuerlichste, sondern zeugt darüberhinaus von unglaublicher Ignoranz.
    Das Ehec-Bakterium in der Eheckrise stammte vom Menschen ab. Und wurde durch einen veganen Biobetrieb verbreitet. Göttinger Wissenschaftler schlugen dafür den Namen EAHEC vor, weil der für das Ausbruchsgeschehen verantwortliche Bakterienstamm zu 93 Prozent mit einer bei Menschen nachgewiesenen E.coli-Form (EAEC) übereinstimmt.
    Der für den Ausbruch verantwortliche Ehec-Serotyp O104:H4 wurde bei Tieren noch nicht gefunden, ist im Menschen mutiert und wurde von Menschen verbreitet.
    NovoArgumente Online: Ehec & Bio: Eine politisch unkorrekte Verbindung!
    Ob durch Vegetarismus mehr Menschen Ernährt werden kann stimmt durch auf dem Papier Die Tiere bekommen keine vegetarischen Leckereien, so werden aus Gras, Massenertragspflanzen und Koppelprodukten hochwertige Lebensmittel. Die Masse der Futtermittel sind für den Menschen ungeeignet oder unerwünscht, sie werden, ökologisch höchst sinnvoll, zu begehrten tierischen Lebensmittel veredelt.
    Die landwirtschaftlichen Tiere werden zu 85% aus Inlandprodukten ernährt. Dagegen stammen inzwischen 79% des Obst und 62% des Gemüsebedarfes sowie viele vegetarische Spezialtäten aus Importen.

    Der Bioverband Demeter schreibt seinen Betrieben Viehhaltung vor, weil ohne den Mist das Prinzip des Nährstoffkreislauf schwer zu verwirklichen ist und auch weniger anspruchsvolle Früchte wie Gerste, Hafer, Mais oder Futterleguminosen in einer abwechslungsreichen, gesunden Fruchtwechsel stehen sollten.

    Außerdem bedeutet Massentierhaltung nicht automatisch Tierquälerei.
    http://www.scilogs.de/wblogs/blog/vo...rhaltung-warum

    Was sie schreiben ist nicht nur Einseitig sonder auch mit schlechten Absichten
  9. #48

    Zitat von Cluseo Beitrag anzeigen
    Das Ehec-Bakterium in der Eheckrise stammte vom Menschen ab. Und wurde durch einen veganen Biobetrieb verbreitet.[...]
    Ich habe nicht von der EHEC-Krise gesprochen. Will das mit Ihnen auch nicht diskutieren und halte darüber hinaus Ihre Quelle für unmaßgeblich.
    EHEC Bakterien werden im Darm von Rindern gebildet, welcher Subtyp ist erst einmal unerheblich.
    Antibiotikaresistente Bakterien aus der Gülle sterben - je nach Bodenbeschaffenheit - nicht oder nicht sofort ab, sie besitzen die Fähigkeit zu horizontalem Transfer der Resistenzgene auf die Bodenbakterien.
    Lesen Sie auch mal hier:DER SPIEGEL*4/2012 - Stumpfe Wunderwaffen
    Zitat von Cluseo Beitrag anzeigen
    Ob durch Vegetarismus mehr Menschen Ernährt werden kann stimmt durch auf dem Papier [...] Die Masse der Futtermittel sind für den Menschen ungeeignet oder unerwünscht, sie werden, ökologisch höchst sinnvoll, zu begehrten tierischen Lebensmittel veredelt.
    Schweinemastfutter besteht überwiegend aus Getreide, Gerste, Weizen, Mais. Das sind auch für Menschen hochwertige Lebensmittel.
    Zitat von Cluseo Beitrag anzeigen
    Die landwirtschaftlichen Tiere werden zu 85% aus Inlandprodukten ernährt. Dagegen stammen inzwischen 79% des Obst und 62% des Gemüsebedarfes sowie viele vegetarische Spezialtäten aus Importen.
    Diese Zahlen tun nichts zur Sache. Wen stört es, wenn ich Gurken aus Holland oder Orangen aus Spanien kaufe? Tatsache ist, dass die globale Fleischproduktion 291 Millionen Tonnen (2010) beträgt. Um den Nährwert von 1 KG Fleisch zu erhalten muss ein Vielfaches an Getreide (4-10, je nach Tierart) verfüttert werden.

    Würden 100 Millionen Tonnen Fleisch weniger verzehrt, stünden jährlich rund 400 Millionen Tonnen mehr Getreide zur Ernährung der hungerndern Weltbevölkerung zur Verfügung.

    Mir ist klar, dies ist nur ein sehr einfaches Modell, es zeigt, dass eine Einschränkung des Fleischkonsums die globalen Lebensmittelresourcen vergrößern würde, ohne die Problematik der Verteilung zu berücksichtigen.

    Zitat von Cluseo Beitrag anzeigen
    Der Bioverband Demeter schreibt seinen Betrieben Viehhaltung vor, weil ohne den Mist das Prinzip des Nährstoffkreislauf schwer zu verwirklichen ist [...]
    Jetzt ziehen Sie Demeter heran, um für Massentierhaltung zu plädieren? Sehr gewagt.
    Ich habe jetzt keine Lust zu googlen, jedoch weiß ich, dass Demeter vor allen Dingen große Flächen Land für jedes Stück Vieh vorschreibt.

    Im Rahmen einer biologischen, extensiven Landwirtschaft (ohne Antibiotika) wird dieser Kreislauf auch gut funktionieren.
    Entgegen Ihrer Unterstellung sprach ich mich lediglich für eine deutliche Reduktion des Fleischkonsums aus, nicht für eine vegetarische Welt. Auch wenn ich sie mir wünschen würde, halte ich sie leider nicht für realistisch.

    Zitat von Cluseo Beitrag anzeigen
    Außerdem bedeutet Massentierhaltung nicht automatisch Tierquälerei.
    http://www.scilogs.de/wblogs/blog/vo...rhaltung-warum
    Oh, der "Bauernblogger" schreibt, dass Massentierhaltung eigentlich doch nicht so schlimm ist. [IRONIE] DAS hat mich jetzt überzeugt. [/IRONIE]
    Vielleicht sehen Sie sich das mal an:
    Earthlings mit deutschen Untertiteln - Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt - Tierschutz & Tierrechte

    Zitat von Cluseo Beitrag anzeigen
    Was sie schreiben ist nicht nur Einseitig sonder auch mit schlechten Absichten
    Komisch, genau das denke ich von Ihnen auch.