Privatpatienten: Schneller dran, aber nicht besser

CorbisZweiklassen-Medizin in Deutschland - Fakt oder Mythos? Hamburger Gesundheitsökonomen haben untersucht, wie lange Patienten auf Termine in Arztpraxen warten müssen. Die Erkenntnis: Der Versichertenstatus hat Einfluss auf den Arztzugang, besser behandelt werden die Privaten aber nicht.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...815504,00.html
  1. #30

    Es ist nicht alles Gold...

    ... viele Privatversicherte jammern aber auch darüber, dass sie länger im Krankenhaus sind, weil jeden Tag nur max. 1 Untersuchung gemacht wird. Die gesetzlichen werden den ganzen Tag durchgecheckt, weil man eben weiß, dass jeder Tag im KH viel Geld kostet.
    Da dann doch lieber gesetzlich versichert... ;-)

    Auch von einem Chefarzt muss ich nicht unbedingt operiert werden. Das sind nämlich oft die, die mehr Zeit am Schreibtisch als am OP verbringen. Die Assistenz- und Stationsärzte sind nämlich die, die wirklich die Routine haben, da sie täglich im OP stehen. ;-)

    Und die ach so tollen IGEL-Leistungen wurden gerade eben erst (auch hier im Spiegel) als größtenteils schwachsinnig eingestuft, die man sich getrost sparen kann. Es hat auch Vorteile, wenn die Krankenkasse nur nachweislich hilfreiche Verfahren bezahlt.
  2. #31

    Schreiben um des Schreibens willen

    Ziemlicher Blödsinn. Der Privatpatient geht direkt zum Facharzt. Das kann der GKV – Kunde auch, wenn er die Praxisgebühr erlegt (noch).

    Im Regelfall wartet er nicht kürzer im Wartezimmer. Häufig hat er allerdings den Vorteil, ein wenig anerkannter zu sein, und ihm sind Widerworte erlaubt. Das hängt allerdings mit Bildung und Kenntnissen zusammen und nicht mit der Kassenzugehörigkeit.
    Einen Vorteil hatte der Private früher. Er mußte nur einmal antanzen und bekam seine stinkteure Medizin, die keine GKV bezahlen würde, während der Kassenpatient dreimal gebeten wurde, damit alles seine Richtigkeit hatte. Aber dann bekam er das Zeug auch. Das wurde geändert über die Fallpauschalen.

    Neuerdings hat der Private aber auch entscheidende Nachteile. Es wird jede noch so absurde Untersuchung vorgenommen, vor allem in Krankenhäusern, weil die Kasse sich einen Dreck dafür interessiert. Man kann den Privatpatienten also ausnehmen ohne jedes Regulativ. Dafür gibt es eine Lösung, nämlich mitdenken, drei Ärzte konsultieren (möglichst auf dem Land), und eine hohe Selbstbeteiligung. Und Behandlungen ablehnen.
    Chefarztzuschlag ist Quatsch. Einmal hatte es allerdings Sinn, nachdem ich wegen einer Minimaloperation eine Woche im Krankenhaus festgehalten wurde. Ich habe ihn schlicht als Straßenräuber beschimpft und gut war es. Dies verarmten Raubritter kotzen Einen wirklich an.
  3. #32

    Lieber besser dransein als eher drankommen

    Was nützt es denn , wenn man eher dran kommt , um dann ein Karussel von unnützen Untersuchungen über sich ergehen lassen zu müssen , während der Kassenpatient schon längst
    seine Diagnose hat und vielleicht schon wieder gesund ist ? Am Ende landet man von dem ganzen Schwachsinn beim Psychiater auf der Couch so wie ich , das bringt dann ja auch nochmal Kohle.
    Erstattungszeiten von 10 Wochen sind jetzt die Regel , dem sauberen „Dienstherrn“ ist es egal wie krank man dabei wird ,je mehr Beamte vorzeitig ins Gras beissen desto weniger Pensionslasten.
    Je kränker man wird , desto mehr verdient auch der Doc , es ist ein Teufelskreis , von wegen
    „Vertrauensverhältnis“. Wenn wenigstens alle in Deutschland zu gleichen Preisen dieselben Gesundheitsleistungen in Anspruch nehmen könnten wären wir ja schon einen riesigen Schritt weiter , noch nicht einmal soweit haben die Schlafmützen von der CDU/FDP bis jetzt gedacht .