Online-Partnerbörsen: Psychologen halten Dating-Seiten für untauglich

AFPDie Suche nach dem Traumpartner im Internet ist ein Millionengeschäft. US-Psychologen haben Dating-Seiten jetzt wissenschaftlich untersucht und kommen zu einem vernichtenden Urteil: Die Versprechen der Anbieter sind kaum haltbar.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...815192,00.html
  1. #30

    Zitat von zukunft21 Beitrag anzeigen
    Könnte eigentlich mal jemand recherchieren, was die Partnerbörsen mit dem ganzen Geld machen? Meine Vermutung: 1) Werbung 2) Verhindern, dass nicht zahlende Nutzer Kontaktdaten austauschen. An den Matching-Fragen bei Parship hat sich jedenfalls seit Jahren nichts geändert.
    3) Frische Bilder/Accounts zur Not selbst generieren, damit Mitgliedern vorgegaukelt wird, hier sind viel Singles unterwegs ;)

    LOL warum sollte sich was an den Matchingfragen ändern ? Ist doch total ausgereift und...btw..pssst... totaler nonsens
  2. #31

    Zitat von Excelence Beitrag anzeigen
    Vor knapp zwei Jahren habe ich online meine Partnerin gefunden und wir leben jetzt glücklich und zufrieden zusammen. Das Internet ist eine tolle Sache!
    ah, auch mal gute nachrichten :)
    muss an deutschland liegen das die partnersuche im inet immer noch anrüchig ist für die meisten, über datingsannoncen in der zeitung liest man gar nichts, ist bestimmt viel toller und seriöser. btw, die damen dort in printmedien scheinen echt pech zu haben, die gleichen bilder all die jahre, hrhrhr
  3. #32

    Zitat von Herr_HGS_1967_Berlin Beitrag anzeigen
    Also, mindestens einen Mann den ich seit der Schulzeit kannte fand seine neue Frau Ratz Fatz über ein Börse, verheiratet, gemeinsames haus, gemeinsames Kind. Was ist untauglich daran?
    Nunja, wenn Sie den erfolgreichen Einzelfall anbringen wollen werden sich wohl auch ein paar Paare finden lassen, die sich am Fussballspiel oder im Verkehrsstau kennengelernt haben. Ob das auf breiter Ebene erfolgreiche Optionen zur Partnersuche sind bedeutet das noch lange nicht, bei letzteren ist es eher zu bezweifeln. Partnerbörsen dürften da eher Ihre Vorteile haben, aber die Erfolgsraten liegen wohl letztlich doch klar unter dem, was gerne suggeriert wird.

    Und darum ging es im Prinzip, dass die Vermittlung des "idealen" Partners über Matchingpunkte bloss heisse Luft ist. Natürlich. Das bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass die Seiten per se untauglich sind zur aktiven Partnersuche, da gibt es wohl schlechtere Ansatzpunkte. Die Erfolgschancen werden aber wohl, wie gesagt, gerne überbewertet, trotz oder gerade wegen positiven Gegenbeispielen.
  4. #33

    Systematisierung der Partnerwahl...

    Ein Aspekt der im Artikel unbeleuchtet bleibt ist die Tatsache, daß sich über diese Matching-Verfahren, aber auch über Kontaktanzeigen die ohne irgendwelche Algorithmen funktionieren bei demjenigen der sie verfaßt eine Mentalität einschleicht die in gewisser Hinsicht mit einer Stellenausschreibung vergleichbar ist. Man hat quasi als Single die Stelle "Partner" bzw. "Lebensgefährte" zu vergeben, und man macht es fast wie ein Unternehmen das einen neuen Mitarbeiter sucht.

    Natürlich ist das wohl etwas was Kontaktanzeigen bestimmt schon vor 20 Jahren angehaftet hat. Aber die Selbstverständlichkeit mit der heute Kontaktanzeigen ins Internet gestellt werden hat nur noch wenig mit dem Image des verklemmten Eigenbrötlers zu tun der damals heimlich unter Chiffre in der Wochenendausgabe der örtlichen Tageszeitung inseriert hat. Heute gibt es wohl nur noch wenige die noch nie wenigstens mal versucht haben über das Internet eine/n Partner/in zu finden.

    Aber diese Mentalität hat wohl auch ihren Preis. Wahrscheinlich sind wir es durch unsere Welt der Zeitverträge, Zeitarbeit und sonstigen diskontinuierlichen Beschäftigungsverhältnisse einfach auch mehr gewohnt, unsere Haut zu Markte zu tragen und immer wieder neu in Bewerbungssituationen zu kommen, und warum soll man die Möglichkeiten des Internets nicht auch nutzen um sich einen Partner zu suchen der zu einem passt. Trotzdem glaube ich, daß diese ganzen Dating-Portale, und insbesondere solche die mit Matching-Verfahren arbeiten, einiges von der Romantik der Partnerwahl nehmen. Sie erzeugen - bewusst oder unbewusst - die Illusion, daß es genügt wenn ein klar artikuliertes Anforderungsprofil, quasi in Form einer Checkliste, von "Bewerbern" auf die Stelle des Partners/Lebensgefährten erfüllt wird. Und daß es dann reicht, einen Schwung "Bewerber" zu einem "Vorstellungsgespräch" in einem lauschigen Café einzuladen um zu sehen ob auch die "Chemie" stimmt. Vielleicht schwingt da auch ein bisschen ein "Effizienzgedanke" mit, denn viele die heute mitten im Berufsstress sind haben auch garnicht mehr die Zeit, sich in ihrer Freizeit und bei der Ausübung geselliger Hobbies langsam und peu à peu auf einen bestimmten Menschen einzulassen. Wir sind ja zudem als Konsumenten auch die schnelle Bedürfnisbefriedigung gewohnt.

    Eine Bekannte von mir ist Personal-Sachbearbeiterin in einem Unternehmen, hat schon ab und zu einen neuen Partner über Kontaktanzeigen gefunden, und gab mir gegenüber mal ganz unverhohlen zu, daß sie bei so einer "Auswahlrunde" glaubt von ihrer Menschenkenntnis zu profitieren die sie bei der Arbeit in unzähligen Vorstellungsgesprächen gesammelt hat. Das mag für sie selbst stimmen. Andererseits, das hat auch ein bisschen die Aura als würde man sehr nüchtern jemanden suchen, der für eine gewisse Zeit - auch hier besteht vielleicht die Gefahr der Zeitarbeits-Mentalität - die eigenen Bedürfnisse erfüllt, dem man aber auch ganz schnell wieder "betriebsbedingt" kündigen kann.

    Selten ist diese Dualität wohl so poetisch in einer einzigen Person vereint wie bei meiner Personaler-Bekannten. Aber trotzdem - ich habe meine Zweifel ob diese ganze Bewerber-Mentalität, gestützt durch Dating-Portale die die Illusion von Effizienz und schneller Bedürfnisbefriedigung verkaufen, uns am Ende glücklicher macht. Meine Bekannte jedenfalls hat in den letzten vier, fünf Jahren einige Kurzbeziehungen gehabt, einmal hat es mit einem auch zwei Jahre gehalten. Aber "der richtige" war trotzdem nie dabei.
  5. #34

    Die

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Suche nach dem Traumpartner im Internet ist ein Millionengeschäft. US-Psychologen haben Dating-Seiten jetzt wissenschaftlich untersucht und kommen zu einem vernichtenden Urteil: Die Versprechen der Anbieter sind kaum haltbar.

    Online-Partnerbörsen: Psychologen*halten Dating-Seiten für untauglich - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Anbieter wären auch hell entsetzt, wenn es klappen würde. Nach spätestens einem Jahr könnten die meisten dann ja zumachen.
  6. #35

    Deplaziert

    Zitat von readme74 Beitrag anzeigen
    ...
    Eine Bekannte von mir ist Personal-Sachbearbeiterin in einem Unternehmen, hat schon ab und zu einen neuen Partner über Kontaktanzeigen gefunden, und gab ...
    Die Formulierung "ab und zu" weckt allerdings schon arge Zweifel bei mir, ob sie wirklich einen Partner sucht oder nur planlos rumvögeln will.

    Wenn ich einen Partner suche, dann für seeehr lange - sonst wäre das Wort "Partnerschaft" wohl eher deplaziert ?
  7. #36

    fein beobachtet...

    Zitat von readme74 Beitrag anzeigen
    ...Andererseits, das hat auch ein bisschen die Aura als würde man sehr nüchtern jemanden suchen, der für eine gewisse Zeit - auch hier besteht vielleicht die Gefahr der Zeitarbeits-Mentalität - die eigenen Bedürfnisse erfüllt, dem man aber auch ganz schnell wieder "betriebsbedingt" kündigen kann.
    Stimmt- selbst erlebt... Ich könnte nicht gerade ein Buch, aber sicher eine Broschüre füllen mit meinen Erlebnissen. Mir ist allerdings lediglich eine Dame begegnet, die ausschließlich fremd gehen wollte und sich in einer Partneragentur tummelte. Diese Quote liegt bei den männlichen Kandidaten wohl deutlich höher.
    Trotzdem ist die wissenschaftliche Erkenntnis über die Untauglichkeit der Dating-Seiten wohl falsch. Auch der Schluß, dass wenn es funktionieren würde, wohl die Seiten schnell wieder dichtmachen müßten, ist falsch, denn mit dem grundsätzlichen Erfolg wird geworben und es wachsen ja immer wieder potentielle Kandidaten nach.
  8. #37

    Zitat von Beintanz Beitrag anzeigen
    Es gibt eine Menge Menschen die sich einen Besuch in einem Fitnessstudio nicht leisten können.
    Schüchterne Menschen lernen auch in Fitnessstudio niemanden kennen, genau so wenig wie in einer Partnerschaftsbörse.
    Ganz abgesehen davon, dass man aus den meisten seriösen Fitnessstudios raus geworfen wird, wenn man anfängt, die Frauen dort anzubaggern. Viele haben auch abgetrennte Bereiche für Frauen. Ins Fitnessstudio geht man, wenn man trainieren möchte. Wenn man Frauen kennen lernen möchte, sind andere Lokalitäten besser geeignet.
  9. #38

    Fehlerhafte Darstellung des Artikels

    Es sei empfohlen, den Artikel einmal im Original, wie es auch von Spiegel-Online verlinkt wird, zu lesen. Dann fällt nämlich auf, dass die Zusammenfassung durch Spiegel-Obnline nicht richtig ist, jedenfalls wesentlichen Schlussfolgerungen des Artikels zuwider läuft. Letztlich hebt der Artikel hervor, dass Partnerbörsen eine enorme Möglichkeit darstellen, den Zugang zu partnersuchenden Personen zu gewährleisten. Di8e Autoren gehen ebenfalls davon aus, dass Partnerbörsen eben diese Funktion auch erfüllen. Im wesentlichen sind damit die Schlussfolgerungen positiv, was beim Spiegel-Artikel untergeht. Es wird in der Tat aber auch eine kritische Analyse vorgenommen, die sich vorwiegend darauf konzentriert, zu hinterfragen, ob es sinnvoll ist, dass bei Partnerbörsen viele Vorschläge gleichzeitig erfolgen und inwiefern die implementierten Matching-Algoorithmen tatsächlich effektiv sind. Zudem wird untersucht, inwiefern die virtuelle Kommunikation den Aufbau einer tatsächlichen Beziehung eher fördert oder hemmt. Die Autoren bringen hier zahlreiche kritische Aspekte vor, die teilweise als richtig zu erachten sind, teilweise aber auch von der falschen Voraussetzung ausgehen, dass es an den Partnerbörsen und nicht an den Nutzern selbst liegt, den Kommunikationsprtozess aktivi zu gestalten und dabei auch möglichst schnell zu Telefonaten und realen Begegnungen überzugehen. Zudem verkennen die Autoren die Sachlagen, dass in der Tat die Übereinstimmung in Persönlichkeitsmerkmalen nach zahlreichen Untersuchungen mit der Partnerschaftsstabilität korreliert und daher auch zur Vermittlung gnutzt werden kann. sicherist die direkte Interaktion entscheidend, aber auch Interaktionsstile werden u.a. durch Persönlichkeitsmerkmale mit bestimmt, was nicht ausreichend gewürdigt wird. Sehr nachvollziehbar ist, dass das Vorgehen der OPfferieurng möglichst vieler Vorschläge zu einem oberflächlichen Auswahlprozess auf Seiten der Mitglieder führen kann und in den Profilen wirklich relevante Merkmale für die Partnerschafts-Entscheidung nicht hinreichend zu Ausdruck kommen oder kommen können. Dies ist teilweise notwednigerweise der Fall und bedeutet dann eben nur, dass die Menschen direkt mitenander kommunizieren müssen, zum anderen Teil ist es Ergebnis der fehlgeleiteten und durch die Medien immer wieder transportierten Annahme, dass bei der Partnersuche im Internet gilt "Möglichst viele Vorschläge"; obwohl genau dies zu ständiger Interferenz und einer ungünstigen Konsumhaltung von Vorschlägen führt. In unserer Analyse des Originalartikels kommen wir zum Schluss, dass die Kritik teilweise berechtigt ist, teilweise aber nicht zutrifft, wobei ein erheblicher Teil der Kritikpunkte ohnehin nur die großen Mainstream-Anbieter betreffen, nicht aber sehr viel selektiver vorgehender Anbieter, wie z.B. uns. Eine dem Artikel und seinen Implikationen gerechter werdende Darstellung haben wir in unserem Blog für jeden zum Nachlesen und Diskutieren eingestellt:

    Aktuelle Kritik (Finkel et. al.) an Partnerbörsen für Gleichklang unzutreffend « Der Gleichklang-Blog
  10. #39

    Ich denke auch dass Partnerbörsen - auch wenn es Kritikpunkte gibt - im Endeffekt für viele Menschen eine große Chance darstellen. Ich kenne das Selber denn vor allem mit Handicap ist es schwer z.B. zu einem Speeddating oder einer Singleparty zu gehen, es ist einfach so. Man entspricht nicht dem was sich manche dort erhoffen, niemand mit Handicap oder Einschränkungen geht dort hin.

    Gerade auch wenn man schüchtern ist ist es gut sich vorher zu beschnuppern und Vertrauen aufzubauen, denn nicht alle haben so ein großes Selbstbewusstsein und wenige Schwächen. Ich z.B. bin dankbar das es vor allem Partnerbörsen wie auch hier erwähnt Gleichklang gibt. Bei den großen würde ich mich nicht unbedingt anmelden, bei Gleichklang aber weiss ich ich treffe auf nette Leute die sich nie über mich Lustig machen würden (vielleicht in anderen Börsen auch nicht), auch wenn sich daraus manchmal "nur" Freunschaften entwickeln.

    Ich habe auch vorher in einer dieser Vergleichsportale nachgesehen (Link) und dann eben gesehen was zu mir passt.

    Habe ich meinen Traumpartner durch Singlebörsen,Matching,Profiling etc. pp. gefunden? Nein noch nicht - aber wenn es Partnerbörsen nicht geben würde hätte ich denke ich weniger Hoffung als jetzt.