Jahrestag des Dresden-Bombardements: In Trauer entzweit

DPAZum Jahrestag der Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg planen Neonazis einen Aufmarsch. In der Bevölkerung regt sich Widerstand. Doch ein Streit über den Umgang mit der Vergangenheit blockiert ein geschlossenes Vorgehen gegen die Rechtsextremen.

Jahrestag des Dresden-Bombardements: In Trauer entzweit - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zum Jahrestag der Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg planen Neonazis einen Aufmarsch. In der Bevölkerung regt sich Widerstand. Doch ein Streit über den Umgang mit der Vergangenheit blockiert ein geschlossenes Vorgehen gegen die Rechtsextremen.

    Jahrestag des Dresden-Bombardements: In Trauer entzweit - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Es ist genau dieses Durcheinanderwerfen von Fakten und die Intention von der political correctness abweichende Meinungen wenn schon nicht zuzulassen, dann denn doch nicht einmal zu tolerieren. Es waren nicht die Krater, sondern der bewußt angefachte Feuersturm, der soviele Opfer kostete.
    Die 8. USAAF hatten 2, das RAF Bomber Command hatten 4 Jahre Zeit die Rüstungsfabriken, die Kasernen, Dresden-Klotzsche zu bombardieren, sie haben es bis zum 13./ 14. Februar 45 nicht getan. Dafür werden die "richtigen" Gefühle von irgendeinem Soziologen Jahrzehnte später päsentiert und "richtig gestellt", genau wie irgendwelche Historiker in Tagungen Opferzahlen und Vorgänge festlegen.
    Es ist inzwischen nicht mehr das Geschehen was wütend macht sondert der verordnete Umgang damit.

    Wer lesen kann, der lese. Wenn man es noch bekommt; vielleicht hat es noch die eine oder andere Universitätsbibliothek: Hrsg. Horst Boog: Luftkriegführung im Zweiten Weltkrieg. Ein internationaler Vergleich, Verlag E.S. Mittler & Sohn GmbH, 1993
  2. #2

    Schade

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zum Jahrestag der Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg planen Neonazis einen Aufmarsch. In der Bevölkerung regt sich Widerstand. Doch ein Streit über den Umgang mit der Vergangenheit blockiert ein geschlossenes Vorgehen gegen die Rechtsextremen.

    Jahrestag des Dresden-Bombardements: In Trauer entzweit - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Das ist ja so komisch oder traurig bei uns in Deutschland, daß der Protest gegen solche Kriegsverbrechen den Nazis vorbehalten bleibt.
  3. #3

    .....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zum Jahrestag der Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg planen Neonazis einen Aufmarsch. In der Bevölkerung regt sich Widerstand. Doch ein Streit über den Umgang mit der Vergangenheit blockiert ein geschlossenes Vorgehen gegen die Rechtsextremen.

    Jahrestag des Dresden-Bombardements: In Trauer entzweit - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Ein Schöner Artikel, da werden parallelen zwischen paar von Verfassungsschutz finanzierten Mördern zum Bombardement gezogen. Gespickt mit irgendeiner Oma Geschichte. Ich bin zwar kein Historiker, aber der gesunde Menschenverstand sagt mir das paar Monate vor der offiziellen Kapitulation man besseres zu tun hatte als die Öfen zu heizen. Besonders wie solch eine Befehlskette aussehen sollte, bei der Technik. Ich bin mir sicher das bei einer genauren Analyse noch mehr schmutzige Details ans Tageslicht kommen, zum Märtyrer werden die Opfer dadurch nicht, aber so ein Artikel haben sie nun wirklich nicht verdient.
  4. #4

    aber hallo, wieso das denn ?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zum Jahrestag der Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg planen Neonazis einen Aufmarsch. In der Bevölkerung regt sich Widerstand. Doch ein Streit über den Umgang mit der Vergangenheit blockiert ein geschlossenes Vorgehen gegen die Rechtsextremen.

    Jahrestag des Dresden-Bombardements: In Trauer entzweit - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    40 jahre DDR und jetzt schon über 20 Jahre Wiedervereinigung haben das merkwürdige Geschichtsbild nicht zurechtrücken können (oder wollen ???) ?

    Als ich kurz nach der Wende zum ersten Mal nach Wittstock im Land Brandenburg gefahren bin, sind mir Gedenktafeln aufgefallen über den Todesmarsch der Internierten nach der Auflösung des KZ Sachsenhausen -
    und ich las zum ersten Mal davon und ich hatte nicht das Gefühl, dass irgendwie Geschichtskittelung betrieben worden war.

    Ich wundere mich sehr darüber, dass in Sachsen ein eigentümliches Geschichtsbild herrscht und das hat meiner Meinung nach wenig mit der DDR- Zeit zu tun.
  5. #5

    ...

    Zitat von gruenerfg Beitrag anzeigen
    Das ist ja so komisch oder traurig bei uns in Deutschland, daß der Protest gegen solche Kriegsverbrechen den Nazis vorbehalten bleibt.
    Eben weil es immer noch soviele Nazis gibt und seit Ende des Krieges bei uns leider auch immer gab ist es eben nicht möglich.
    Man erkennt sie nunmal gerade daran, wenn sie sich gegen die angeblich PC "aufbäumen" wollen... in einem Deutschland, wo das BKA zehn Jahre lang die NSU deckt, aber für linke Abgeordnete die Immunität aufgehoben wird wenn sie gegen Nazis demonstrieren.
    Und eben deswegen: Keinen Fußbreit den Faschisten! Lasst dieses Gedankengut nicht wieder zur Normalität werden. Zu viele würden sich dem wieder anschließen, wenn man aufhört es als das zu betrachten was es ist. Sarrazin hat das bewiesen.
  6. #6

    Sie haben

    Zitat von gruenerfg Beitrag anzeigen
    Das ist ja so komisch oder traurig bei uns in Deutschland, daß der Protest gegen solche Kriegsverbrechen den Nazis vorbehalten bleibt.
    vollkommen recht! Die Zerstörung Dresdens war ein Kriegsverbrechen, weil das Bombardement sich ausschließlich gegen die Zivilbevölkerung richtete. Nur weil die Öffentlichkeit in Deutschland dazu überwiegend schamhaft schweigt, können die Neonazis dieses Verbrechen für ihre Zwecke funtkionalisieren.
  7. #7

    Mir fehlt das Verständnis

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zum Jahrestag der Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg planen Neonazis einen Aufmarsch. In der Bevölkerung regt sich Widerstand. Doch ein Streit über den Umgang mit der Vergangenheit blockiert ein geschlossenes Vorgehen gegen die Rechtsextremen.

    Jahrestag des Dresden-Bombardements: In Trauer entzweit - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    für Dresdens Gejammere.
    Dass beim Angriff auf Hamburg mehr Menschen ums Leben kamen, wurde im Artikel erwähnt.

    Aber von Zerstörung Dresdens zu reden ist ja nun Blödsinn.
    Dresden wurde zu 60 % zerstört, und das nur in der Innenstadt.
    Köln wurde zu 90 % zerstört, eingeschlossen sämtliche Außenbezirke. Seitens der Alliierten gab es sogar Überlegungen, sie ganz aufzugeben: nur machten das die in Massen illegal heim kehrenden Bewohner nicht mit.

    Die älteste Großstadt Deutschlands, unumkämpft und unbesiegt bis zu Napoleon, und auch da hat die Stadt lieber ihre Tore geöffnet, als sie aufbrechen zu lassen, was unvermeidlich gewesen wäre, war ein historisches Juwel. Heute ist sie eher hässlich; die Dringlichkeit gebot, die Häuser schnell und ohne Rücksicht auf Planung und Schönheit hoch zu ziehen.

    Weder Hamburg noch Köln, die es beide erheblich schlimmer getroffen hat, jammern so herum wie Dresden. Was also soll das?
  8. #8

    muss

    Zitat von gruenerfg Beitrag anzeigen
    Das ist ja so komisch oder traurig bei uns in Deutschland, daß der Protest gegen solche Kriegsverbrechen den Nazis vorbehalten bleibt.
    Ob die Bombardierung Dresdens als "Kriegsverbrechen" war, ist an sich schon umstritten. Kriegsentscheidende Wirkungs hatte sie sicher nicht, aber das kann bei der Einordnung nicht die entscheidende Frage sein. Wichtiger ist doch, das im Februar 1945 noch Abertausende Menschen in den KZ´s der Nazis getötet und Abertausende Soldaten der Allierten bei der Befreiung Europas starben oder verwundet worden.

    Die Bombardierung Dresdens muss in diesen Kontext eingeordnet werden, ansonsten verkommt die Erinnerung zu deutschnationaler Verklärung, die leider nicht nur Neonazis, sondern auch viele Konservative und Rechtspopulisten betreiben.
  9. #9

    "Mythos grundloser Zerstörung"???

    Dresden WURDE grundlos zerstört! Das ist eine Tatsache!

    Die Royal Air Force hatte sich - nicht nur in Dresden, sondern in ganz Deutschland - auf das nächtliche Bombardieren deutscher Innenstädte verlegt, als die Tagesangriffe auf gut gesicherte Militär- und Industrieziele zu verlustreich wurden.
    Das war Jahre vor Dresden`45

    Unter Arthur Harris wurde das "Moral Bombing" eingeführt. Es war schierer Terror gegen Zivilisten, bei dem eher zufällig auch mal strategisch wichige Ziele getroffen wurden. Gewissermaßen als "Kollateralschaden". Die Zivilisten waren das Primärziel! Und dieses Verbrechen muß man so nennen dürfen!

    Und nein, mit Nazis habe ich nichts am Hut. Nicht mit den damaligen und auch nicht mit denen von heute. Aber es ist eine Lüge der Alliierten, die hier immer noch verbreitet wird, daß es in diesem Bombenkrieg um die Verkürzung des Krieges durch Zerstören strategischer Ziele ging. In Dresden wird das besonders deutlich.

    Nicht nur, weil die Stadt bis zum 13. 2. 1945 unbeschädigt geblieben war, trotz daß es die militärischen Ziele dort vorher auch schon gab, und die Luftverteidigung gering war. Nein, vor allem daß ausschließlich die Altstadt nicht nur getroffen wurde, sondern alleiniges Ziel schon bei der Planung war, belegt das anschaulich. Die strategischen Ziele in Dresden waren damals vor allem die Albertstadt mit ihren riesigen Kasernenkomplexen im Norden der Stadt, die Tanklager im Norden, Industriebetriebe im Norden und Osten der Stadt und der große Rangierbahnhof in der Friedrichstadt. NICHTS davon wurde am 13. Februar bombardiert!!! Gar nichts! Auch nicht durch die US-Airforce, die im Gegensatz zur RAF auf Tagangriffe militärischer Ziele spezialisiert wurde, in diesem Fall aber hauptsächlich die ebenfalls rein zivile Neustadt angriff.

    Die Bahnstrecke wurde nur am Rande und eher zufällig getroffen, weil der Hauptbahnhof die Grenze zum Zielgebiet darstellte. Schon einige Tage nach dem Bombardement fuhren die Züge wieder. Das endete erst im April (!!) 1945, als die US-Airforce einen gezielten Angriff auf den Hauptbahnhof startete.

    Was am 13. 2. 1945 in Dresden geschah, war ein Verbrechen. Massenmord! Es hat keinen Sinn, diese Tatsache zu relativieren. Das wird dem, was Krieg war und ist, nicht gerecht.