E-Books: "Nicht jeder Kunde verhält sich logisch"

Axel Nehen ist Pragmatiker: Zum einen will der Chef des Verlages Addison-Wesley sein Programm als E-Books veröffentlichen, zum anderen hält er den Hype für überzogen. SPIEGEL ONLINE erklärte er, was noch fehlt zum Boom des elektronischen Buches.

http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/...585535,00.html
  1. #1

    Nettes Arbeitsgerät. Mehr nicht.

    In den Urlaub werde ich immernoch nur mit nem Papierbuch fahren. Genauso wie ins Bett gehen.
    Aber als Arbeitserleichterung im Büro dürfte es unschlagbar sein. Mal eben den Text geschnappt, nen Kaffe und zurücklehnen und das neuste PDF beschnuppern. Fehlt noch ne Korrekturfunktion, dann wäre es unschlagbar.

    Am schlimmsten ist das Formatchaos mal wieder. Lernen die Unternehmen eigentlich nie dazu?
    Solange sich kein Formatsystem durchsetzt, werde ich einfach abwarten. Sinn macht es nur das klassische PDF. Alles andere ist Unfug oder Realitätsfremd.

    Ansonsten ist es nett, aber alltagsuntauglich. Papier ist haptisch, intiutiv bedienbar und wesentlich robuster, in Farbe und es geht ihm kein Strom aus....

    Das soll erstmal ein Ebook nachmachen.
  2. #2

    Falscher Thread

    SpOn, nicht immer alles in zig Threads splitten.

    Das Thema gibt es bereits hier:
    http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=5349
  3. #3

    mehrere fehler

    mm nach macht der vertreter mehrere wesentliche fehler:

    - pdf. pdf als format halte ich für völlig ungeeignet. mir schwebt hier ein format vor, bei welchem man die darstellung an die verschiedenen bildschirmgrößen und -verhältnisse anpassen kann, sodass man ein buch ohne zu scollen auf einem normalen computerbildschirm in mehreren spalten etwa oder auf einem kleinen pda, netbook oder ähnlichem komfortabel lesen kann. pdf ist hier meines wissens nicht geeignet.
    wahlweise könnte man auch auch die schriftgröße, -art und farbe ändern usw.
    - der preis. das fadenscheinige argument kunden nicht beeinflussen zu wollen ist doch eine frechheit. die verlage sollen den preisvorteil der durch die einsparungen durch den vertrieb von ebooks entsteht auch an die kunden weitergeben.

    wenn sich ebooks über kurz oder lang durchsetzen werden die verlage genauso um ihre existens kämpfen müssen wie die musiklabels. ihre funktion wird in teilen obsolet werden und sie werden sich entweder neu ausrichten müssen oder andere anbieter werden ihre funktion übernehmen. natürlich wird das nicht über nacht geschehen, aber das is meine einschätzung der längerfristigen entwicklungen.
  4. #4

    Weiß nicht

    Also ich glaub nicht, dass das eBook ein Erfolg wird. Langfristig bestimmt, aber das Gerät... Es ist nicht sexy... Wie hat Apple denn seinen Weg aus den Miesen geschafft und es hinbekommen, dass alle einen Apple wollten? Mit einem ansprechenden Design Ende der neunziger mit den bunten PCs und Notebooks.
    Oder das iPhone, besonders toll ist es abgesehen von seiner Steuerung nicht, aber es ist sexy.
    Oder Motorola... Mitte der Neunziger war die Firma fast am Ende. Dann kam das geniale Design des "StarTac" (heute weitergeführt in der Razr-Reihe) und die Firma war wieder oben auf.

    Wenn das eBook mit dem Charme eines Büro-Taschenrechners daherkommt, werden es nur Profis haben wollen und nicht die breite Masse.
    Auch wenn es gut sein mag, aber wie der Titel des Artikels schon sagt, darum geht es nicht, Kunden verhalten sich nunmal nicht logisch...
  5. #5

    Überschätzt....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Axel Nehen ist Pragmatiker: Zum einen will der Chef des Verlages Addison-Wesley sein Programm als E-Books veröffentlichen, zum anderen hält er den Hype für überzogen. SPIEGEL ONLINE erklärte er, was noch fehlt zum Boom des elektronischen Buches.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/...585535,00.html
    Mal wieder so eine künstlich gepuschte Technik-hype!
    Das herkömnliche Buch ist dem E-Book (allein dieser Begriff ist schon eine Zumutung!) in jeder Hinsicht überlegen:

    - es braucht keinen Strom (es braucht weder neue Batterien noch musse der Akku aufgeladen werden)
    - es braucht kein Internet
    - es braucht keine 8 Stunden für einen Download
    - es braucht keinen PC/laptop usw.
    - es bekommt keinen Kurzschluss
    - es hat keine Fomatprobleme
    - es ist stoß-, staub- und wasserfest
    - es ist sofort betriebsbereit
    - .... usw.
  6. #6

    seh ich anders

    Zitat von kljkl Beitrag anzeigen
    Mal wieder so eine künstlich gepuschte Technik-hype!
    Das herkömnliche Buch ist dem E-Book (allein dieser Begriff ist schon eine Zumutung!) in jeder Hinsicht überlegen:

    - es braucht keinen Strom (es braucht weder neue Batterien noch musse der Akku aufgeladen werden)
    - es braucht kein Internet
    - es braucht ....
    dafür hat das buch erhebliche andere nachteile.
    - ebooks könnte man sehr leicht auch für behinderte menschen lesbar machen.
    - ebooks sind jederzeit verfügbar
    - 8h downloads sind doch eine maßlose übertreibung- wenn sie sagen 8s käme es schon eher hin, ob das allerdings ein nachteil ist im vergleich zu 4d lieferzeit?
    - kurzschluss wenn sie wasser drüberkippen? moment was passiert da nochmal mit einem buch? ;)

    ansonstens ist ihre meinung doch sehr stark technikfeindlich geprägt. es wäre besser etwas mehr objektivität und weitblick in hinsicht auf stärken und schwächen dieser technik walten zu lassen. sie steckt immerhin noch in den kinderschuhen.
  7. #7

    Formatwirrwar und PDF

    Zitat von Osis Beitrag anzeigen
    Am schlimmsten ist das Formatchaos mal wieder. Lernen die Unternehmen eigentlich nie dazu?
    Solange sich kein Formatsystem durchsetzt, werde ich einfach abwarten. Sinn macht es nur das klassische PDF. Alles andere ist Unfug oder Realitätsfremd.
    Das Formatchaos wird sich geben. Nicht vergessen, dass auch PDF ein "proprietärer" Standard der Firma Adobe ist. Nur hat der sich halt am Markt weit verbreitet durchgesetzt. Vor allem, weil sie damals kostenlose Reader verteilt haben. Kostenlos gibt es ja auch im Internet den Flashplayer, auch der ist zum Quasi-Standard geworden.

    PDF ist weniger geeignet, weil es weitgehend ans Papierformat geknüpft ist, was ja auch sein ursprünglicher Sinn war. Im eBook Bereich ist das aber nur bedingt sinnvoll. Da will man Schriftgröße etc. möglichst variabel halten. Schließlich ist gerade das einer der unschlagbaren Vorteile des eBook. Sehbehinderte Menschen werden sich freuen, wenn sie mit einer einzigen Einstellung die Schrift im Buch beliebig vergrößern können.

    Aufgrund des seitengebundenen Layouts des PDF müsste man auf den Seiten permanent scrollen, was wieder den Energievorteil den die neuesten eInk Displays haben, zunichte macht.

    Außerdem unterstützt der Sony Reader zwar PDF, aber nicht nativ. Soweit ich gesehen habe, muss man die PDF Dokumente am PC erst konvertieren und dann auf den Reader schieben - wenn das stimmt ist das total nervig, wie ich aus Konvertierungserfahrungen mit anderen Formaten weiß.

    Deswegen hat Adobe ja auch dieses ePub Format entwickelt. Mal sehn wer gewinnt, Adobe oder Amazon. Aber ist letztendlich egal. Ein weiterer Vorteil der elektronischen Medien ist ja, dass jeder Reader verschiedene Formate lesen kann - sofern Amazon das für sein Format lizenziert. Aus den Erfahrungen von Adobe sind sie imho gut beraten das zu tun.
  8. #8

    Grundsätzliche Fehler vorprogrammiert...

    Zitat von merlinn Beitrag anzeigen
    mm nach macht der vertreter mehrere wesentliche fehler:

    - pdf. pdf als format halte ich für völlig ungeeignet. mir schwebt hier ein format vor, bei welchem man die darstellung an die verschiedenen bildschirmgrößen und -verhältnisse anpassen kann, sodass man ein buch ohne zu scollen auf einem normalen computerbildschirm in mehreren spalten etwa oder auf einem kleinen pda, netbook oder ähnlichem komfortabel lesen kann. pdf ist hier meines wissens nicht geeignet.
    wahlweise könnte man auch auch die schriftgröße, -art und farbe ändern usw.

    Vielleicht war das schon der erste Fehler... Eben nicht die Normierung zu haben auf das gängigste Format. Was hab ich denn davon, wenn jedes Gerät ein anderes Format braucht, Tausch unmöglich wird (z.B. im wissenschatflichen Betrieb) und hier nur Insellösungen existieren.
    Technische Hürden hemmen immer den Absatz. So einfach ist das.

    Bin gespannt was am Ende überleben wird. Oder ob es sich überhaupt durchsetzt. Was vom Hype bleibt.

    Das nächste ist ja auch: Bücher werden gerne verliehen. Auch an Freunde. Jedenfalls rotieren die Taschenbücher in meinem Freundeskreis. Was mich quais in elektronischer Form wieder zu nem "Schwerverbrecher" machen würde, wie in der Musikindustrie...
  9. #9

    Html + Css

    Zitat von merlinn Beitrag anzeigen
    mir schwebt hier ein format vor, bei welchem man die darstellung an die verschiedenen bildschirmgrößen und -verhältnisse anpassen kann, sodass man ein buch ohne zu scollen auf einem normalen computerbildschirm in mehreren spalten etwa oder auf einem kleinen pda, netbook oder ähnlichem komfortabel lesen kann. pdf ist hier meines wissens nicht geeignet.
    wahlweise könnte man auch auch die schriftgröße, -art und farbe ändern usw.
    Nennt sich HTML (+ CSS). ;-)