Sprachen in Europa : Deutsch steigt ab

Marie-Charlotte MaasJunge Schweden finden Deutsch öde - und sind damit nicht allein. Immer mehr Schüler in Europa lernen lieber andere Fremdsprachen. Goethe-Institut & Co. forcieren zwar das Marketing, doch eine Europakarte zeigt: Unsere Nachbarn werden zu Deutschmuffeln.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...805646,00.html
  1. #220

    Mit

    Zitat von WHO23 Beitrag anzeigen
    Wie oder was die Schwaben reden, ist dem Rest der Republik doch piepe egal.
    Ausnahme von Ihnen, denn Sie haben darauf reagiert - warum? ;)
  2. #221

    Zitat von Gertrud Stamm-Holz Beitrag anzeigen
    Das ist nicht falsch. Was Sie meinen, das sind verschiedene Unterarten der gesprochenen Sprachen. Ladinisch fächert sich auf und findet sich in verschiedenen Regionen in abgewandelter Form.
    wie man es auch immer sehen mag, es gibt mehr als die vier von Ihnen erwähnten Sprachen in der Schweiz. Aus und fertig. Das Ladinische ist keine "Unterart" des Rätotomanischen. Das haben Sie flux erfunden. Oder sind Sie neuerdings Linguistin?
    Ihr attestierter Unfug fußt auf einem Fehler Ihrer Lesekompetenz. Man muss auch verstehen was der Verfasser wie ausdrückt.
    na dann gehen Sie mal mit besserem Beispiel voran, davon kann bei Ihnen jedenfalls keine Rede sein.
    Natürlich spricht man in den Südstaaten einen komplett anderen Dialekt als an der Ostküste. Treffen aber beide Gruppen aufeinander, man wechselt hurtig zu einem lupenreinen Oxford-Englisch.
    das ist wiederum Unfug, Verehrteste. US-Amerikaner können gewöhnlich überhaupt kein "Oxford-Englisch", schon gar kein lupenreines (und kommen Sie mir jetzt nicht damit, ich hätte Sie falsch verstanden). Amerikanisches und "englisches" Englisch unterscheiden sich nun einmal. Und Australier, Kanadier, Südafrikaner etc. sprechen auch ihr "eigenes" Englisch, welches sich erkennbar vom britischen Englisch unterscheidet.

    Daß sich die US-Amerikaner gewöhnlich untereinander verständigen können, ist ebenso wenig sonderbar, als sich bei uns in Deutschland die Deutschen untereinander, Österreicher, Schweizer etc. etc. auch trotz mehr oder weniger starker mundartlicher Unterschiede untereinander verständigen können, ohne Hochdeutsch zu sprechen, was ebenfalls keineswegs alle können.
    Also tun genau das, was die werte Foristin den Schweizern vorgeworfen hat, sie würden es nicht tun.
    Die Foristin hat lediglich darauf hingewiesen, daß die Schweizer auf ihrem "eigenen" Deutsch beharren, auch im Umgang nicht Schweizer Deutsch Sprechenden. Und sich gewundert, daß es darüber angeblich keine Lehrbücher gibt (ich glaube, die gibt es sehr wohl, aber das ist ein anderes Thema). Sie hat lediglich eine Feststellung gestroffen, über deren Zutreffen man verschiedener Ansicht sein mag. Nirgendwo hat sie daraus irgendeine Forderung abgeleitet. Da haben Sie sie zumindest überinterpretiert.
    Bei erneuten Missverständnissen fragen Sie Ihre Frau und gehen in sich, vorbeugend.
    Die Mißverständnisse bestehen allein auf Ihrer Seite, wie auch Zweifel an Ihrer Lesekompetenz nahe liegen. Und wenn Sie meinen, durch Unverschämtheiten und Beleidigungen andere Foristen von Widerrede gegen Ihre oftmals grobmotorischen Äußerungen abhalten zu können, haben Sie sich getäuscht.
  3. #222

    Thema?

    Zitat von Gertrud Stamm-Holz Beitrag anzeigen
    Das ist nicht falsch. Was Sie meinen, das sind verschiedene Unterarten der gesprochenen Sprachen. Ladinisch fächert sich auf und findet sich in verschiedenen Regionen in abgewandelter Form.
    Ihr attestierter Unfug fußt auf einem Fehler Ihrer Lesekompetenz. Man.....
    Ob nun die Amis verschiedene Dialekte sprechen oder die Franzosen - wenn man mal nicht die Alt-Franzosen in den USA vergessen will - meinen Sie nicht, dass das Thema hier die Deutsche Sprache ist? Halten Sie sich doch mal am Thema fest, ohne wieder auf die langweilige Diskussion über andere Sprachen abzuweichen.
  4. #223

    Houston...

    Zitat von Montanabear Beitrag anzeigen
    Klingt mir sehr nach sauren Trauben. "Ami-Slang" ist ein guter Hnwes auf die wahren Beweggruende. Die Sprache heisst "Englisch" oder "amerikanisches Englisch." Dass Amerikaner "nie" Deutsch lernen wollen stimmt auch nicht. Ich arbeite seit zehn Jahren in verschiedenen Sprachschulen hier und es fehlt uns nie an Klienten.
    Wenn Deutschland Exportweltmeister sein und bleiben will, muss es Englisch lernen und muss es diese Sprachfaehigkeit vom Politischen abkoppeln. Die DDR existiert nicht mehr. Ich kann Ihnen eine Anekdote entgegenhalten : ich versuchte bei der Telekom einmal, ein Gespraech nach Houton, Texas vermittelt zu bekommen. Die Dame wusste nicht, wo Texas lag und belehrte mich dann auch noch, dass es ein Nord- und ein Suedamerika gaebe. Politik gehoert nicht Dienstleistungen.
    Nur eines noch:
    es ist Ihnen auch bekannt, dass es in den USA mehrere Houston gibt? Ich find es immer lustig, wenn man bei Houston immer davon ausgeht, es gäbe nur eines... so wie Frankfurt oder Bismark eben auch mehrmals vorkommen... nur Stuyvesant nicht... na, egal.
  5. #224

    Vollkommener Quatsch

    Zitat von baberich Beitrag anzeigen
    ich bleibe bei meinem Standpunkt.

    Gebens Sie es doch zu, Eisdiele hört sich doch fürchterlich an. Man könnte meinen, man meine damit ein Waffenlager. Darum sagen wir in der Schweiz auch''Gelateria''. Oder ''Gehweg'' hört sich doch an, wie ein geheimer weg für Soldaten(grauenhaft). Darum sagen wir hier ''trottoir''. Oder wenn ein deutscher ''Fahrrad'' sagt, bekommt man doch gleich Angst. Da hört sich ''velo'', so wie wir es in der Schweiz bezeichnen, doch einfach viel viel viel schöner an! Geben Sie es zu! Deutsch ist keine charmvolle Sprache, sondern eine harte Sprache für das Militär!
    Also soviel Dünnsinn, den Sie hier von sich geben, höre ich selten.
    Nehmen wir nur mal das "Trottoir", das wurde aus Zeiten der französischen Besatzung in diesen Ländern eingeführt, wie zB Basel, Baden, Württemberg oder auch Teile in Preußen. Sie haben allein bei diesem Wort einfach keine Sachkenntnis.
    Das Gelateria kommt aus dem Italienischem und wird auch bei uns in Deutschland für eine "Eisdiele" verwendet - das ist aber eher den Menschen geschuldet, die das Geschäft eröffneten und hat nichts mit einer allgemeingültigen Nutzung zu tun. Auch hier kennen Sie einfach nicht den wirklichen Hintergrund.

    Haben Sie eigentlich schon mal was von dem Volk der "Dichter und Denker" gehört? Wenn man Ihre Zeilen so liest, wohl eher nicht! In diesen Zeiten war die deutsche Sprache weitaus populärer, als es ihnen lieb ist. Und es stimmt, bis 1939 wurde gerade in der Wissenschaft sich weltweit des deutschen bemüht, als einer Sprache, die weder ein Wort für "Kindergarten" noch für "Wendekreis" hat - für eine Sprache, die, wenn man einen führenden Anglizisten Glauben schenken soll, doch nur ein dämlicher, verballhornende Abart des Französischen ist.
    Im übrigen, wenn Sie schon die Behauptung aufstellen, die deutsche Sprache sei die für das Militär: jahrhundertelang wurde gerade im Militär ausschließlich Französisch gesprochen (aber auch das wissen Sie natürlich nicht, woher denn auch?).
  6. #225

    111

    Zitat von forumgehts? Beitrag anzeigen
    Ausnahme von Ihnen, denn Sie haben darauf reagiert - warum? ;)
    Weil ich in Baden aufgewachsen bin.:-)
  7. #226

    Das

    Zitat von WHO23 Beitrag anzeigen
    Weil ich in Baden aufgewachsen bin.:-)
    erklärt natürlich alles! Danke für die Antwort! :-)
  8. #227

    letztlich nichtig

    Es ist egal wie Deutsch klingt
    Es ist egal, was das Goetheinstitut so treibt
    Es ist egal, ob Deutsch schwer oder leicht ist

    Vor 15.000 Jahren soll es ca. 10 Mio. Menschen und 10000 Sprachen gegeben haben, heute sind es 7 Mrd. und nur noch 5000-7000 Sprachen, wovon 3 Mrd. nur ca. 5 Sprachen sprechen ...

    In einem vielschichtigen Globalisierungsprozess (simple Synchronisationsmechanismen) werden zunaechst wenige Gewinnersprachen alle anderen verdraengen, nebenbei wird sich English als Standardsprache weiter ausbauen und letztlich als eine stark europaeisch-Englisch-basierte Mischsprache mit Einfluessen aus aller Welt uebrigbleiben.

    Es wird auf gar keinen Fall Chinesisch, Spanisch oder derlei sein. Mal davon abgesehen, dass etwa China demographisch in absehbarer Zeit abnimmt, viel zu zentriert sind, als Community zu abgeschottet, werden sie nicht mit ueber 1. Mrd Inder in Hindu sprechen oder umgekehrt diese in Chinesisch. Sie werden in der Regel Englisch sprechen und damit selbst zur weiteren Verfestigung des Standards sorgen. Derlei gilt auch fuer den Austausch zwischen Lateinamerika und Indien/China oder der Restwelt. Die gesamte arabische Halbinsel tendiert weiter zunehmend zu Englisch als 1. Fremdsprache. Franzoesisch wird immer mehr verdraengt. In Afrika ebenso, etwa in Tunesien. In Suedafrika, wirtschaftliches Schwergewicht genauso wie Nigeria (bevoelkerungsreichsts Land dort), haben neben einigen anderen Englisch als Amtssprachen. Englisch wird da neben ein oder zwei afrikanischen Sprachen erstmal den ganzen 'Kleinkram' wegglobalisieren, danach auch diese, denn es globalisiert sich ja der Planet und Austausch mit der Restwelt ebenfalls immer weiter.

    Englisch ist auch in Russland die erste Fremdsprache. Auch Russen werden mehr zur Verbreitung des Englischen als des Russischen beitragen wie die meiste Restwelt bei ihren jeweiligen Sprachen. So auch Japan

    Auch in Europa, zieht man heisse Multikulti-Luft ab, spricht im Grunde das meiste Englisch. In Berlin, Paris, London, Madrid und in immer mehr grossen Metropolen immer mehr Alltag.

    Klar, weltweit gibts lokal immer eigene Mischungen und Uebergangssituationen, aber letztlich ...

    Die ganzen neuen Mischsprachen (DEnglish, Singlish, Hindis ..) sind ebenfalls nur Uebergangsprozesse. Im Unterschied zu frueher besteht ja Globalisierung, da keine Isolationsraeume mehr fuer wirkliche neue Sprachen. Klar, Jugendslangs, Szenesprachen, Veraenderungen in der Sprache wirds immer geben etc.

    Daher waere es auch vernuenftig Englisch in Europa als 2. Amtssprache einzufuehren. Deutschland koennte da laengst Vorreiter sein mit allen Vorteilen. Kulturtransport funktioniert auch ueber die lingua franca besser, nicht etwa ueber Deutsch. Das sollte man laengst getrennt sehen. Waeren deutsche Filme laengst internationalisiert Englisch, haetten sie einen weit groesseren Einzugsbereich und Erfolg. Auch viele gute Internetprojekte starben oder siechen, weil derlei simple Dinge nicht erkannt wurden.
  9. #228

    Anglizismen, Lehnwoerter usw.

    Da gibts m.E. auch jede Menge denkwuerdiger Projektionen.

    1. Nur Anti-Anglizisten glauben staendig, es waere noch cool English zu sprechen (oder gar krampfhaft defizitaer mit Deutsch dagegenzuhalten). Ist doch blanker Unsinn. Englisch ist entweder laengst so selbstverstaendlicher Alltag, dass die Normalitaet jegliche Coolness zunichte gemacht hat oder es geht halt um

    nichtig gemacht hat, oder aber es handelt sich um die schlichte Freude am Gebrauch von etwas Neuem - wie auch bei ein paar neuen Woertern bei anderen Sprachen ...

    Das vermeintlich Coole am Englisch in der Popkultur ist nicht mehr cool, weil Englisch, sondern cool weil Trend innerhalb der Popkultur ... das verwechseln staendig viele. Typisches 80er Jahre Denken ...

    2. Der Alltag ist unperfekt und bunt gemischt. Gerade in den groesseren Staedten mit zunehmender Sprachmischung ist es voellig natuerlich und trivial, dass sowohl massenweise Fehler als auch gemischte Saetze aus unterschiedlichen Sprachen, aber natuerlich haeufig mit Englisch durchsetzt sind bzw. die Verstaendigung so aussieht. Auch das hat nix mit cool, sondern laengst mit Normalitaet im Alltag zu tun. Wer da eherplatt auf exakte Trennung von Deutsch oder Englisch (oder sonstiges) insistiert, geht laengst an der Realitaet vorbei. Entsprechend unsinnig halt ich auch Vorstellungen von wegen "auf Amis/Englaender" wirkt dies und das total peinlich. Bloedsinn! Die sind schon laenger gewoehnt, dass Menschen auf allen Sprachniveaus und immer wieder Fehlerhaftigkeiten und kulturellen Einfluessen das Englisch verzerren. Amis, Englaender, die das selbst nicht merken, projiezieren ebenso "Sprachkultur" wie en Deutscher, der nicht merkt, dass auch das Deutsche durch unterschiedlichste Einfluesse unterschiedlich fehlerhaft gesprochen wird, gerade bei zunehmender Globalisierung.

    Fehlende Perfektion und unterschiedliche Level (aber auch Bildung usw.) sind Alltag, Normalitaet nicht Ausnahme!

    Daher ist es auch gerade kein Zeichen von Internationalitaet, wenn Menschen derlei nicht erkennen, da koennen sie noch so rumgereist sein. Was man erkennt hat immer noch auch mit der mitgenommenen Brille zu tun ...