Sprachen in Europa : Deutsch steigt ab

Marie-Charlotte MaasJunge Schweden finden Deutsch öde - und sind damit nicht allein. Immer mehr Schüler in Europa lernen lieber andere Fremdsprachen. Goethe-Institut & Co. forcieren zwar das Marketing, doch eine Europakarte zeigt: Unsere Nachbarn werden zu Deutschmuffeln.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...805646,00.html
  1. #10

    ???

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Junge Schweden finden Deutsch öde - und sind damit nicht allein. Immer mehr Schüler in Europa lernen lieber andere Fremdsprachen. Goethe-Institut & Co. forcieren zwar das Marketing, doch eine Europakarte zeigt: Unsere Nachbarn werden zu Deutschmuffeln.

    Sprachen in Europa*: Deutsch steigt ab - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - SchulSPIEGEL
    Als gebürtiger Schwede kann ich nur sagen, Ihr Artikel stimmt von vorne bis hinten nicht - zumindest nicht was Schweden anbelangt. Nach dem Krieg war Deutsch - bis dahin die Zweitsprache in Schweden - verpönt und unbeliebt. Die Sprache der Kriegsgewinner - English - ersetzte Deutsch in Windeseile, danach kam Französisch. In den letzten Jahre hingegen lässt sich ein Umdenken was die deutsche Kultur und die Sprache betrifft, mann besinnt sich wieder auf die gemeinsamen germanischen Wurzeln.
  2. #11

    Schlechtes Image

    Durch die Medien ist Deutsch auch die Sprache der Kriegsverbrecher. Durch die mehr oder weniger authentischen Kriegsfilme kriegt Deutsch einen negativen Eindruck. Da junge Menschen ihre Prägung heute zu einem guten Teil durch die Telemedien erhalten, spielt dass eine Rolle. Die WM 2006 ist für einen 12 Jährigen ein historisches Ereignis, ein Film den er heute sieht real.
  3. #12

    Man spricht Englisch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Junge Schweden finden Deutsch öde - und sind damit nicht allein. Immer mehr Schüler in Europa lernen lieber andere Fremdsprachen. Goethe-Institut & Co. forcieren zwar das Marketing, doch eine Europakarte zeigt: Unsere Nachbarn werden zu Deutschmuffeln.

    Sprachen in Europa*: Deutsch steigt ab - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - SchulSPIEGEL
    Inzwischen haben sehr viele Menschen, besonders in Europa, gemerkt, dass man in Deutschland gar nicht unbedingt Deutsch sprechen muss, weil sie meisten Menschen auch Englisch sprechen und man damit ebenso weiterkommt. Junge Deutsche, die Kontakt zu anderen Nationalitäten z.B. übers Internet haben, kommunizieren natürlich in Englisch.
    Auch in D wird zunächst Englisch gelernt, dann, wenn es angeboten wird, Spanisch statt Französisch.
    Da das hier so läuft, sollte es einen nicht wundern, dass es im Rest Europas genauso läuft.
    Mich wundert es jedenfalls nicht.
  4. #13

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Junge Schweden finden Deutsch öde - und sind damit nicht allein. Immer mehr Schüler in Europa lernen lieber andere Fremdsprachen. Goethe-Institut & Co. forcieren zwar das Marketing, doch eine Europakarte zeigt: Unsere Nachbarn werden zu Deutschmuffeln.

    Sprachen in Europa*: Deutsch steigt ab - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - SchulSPIEGEL
    Die Liebe Osteuropas zur Deuschen Sprache hatte weniger mit der Liebe zur DDR als solcher zu tun als vielmehr damit, daß die wissenschaftlichen und technischen Lehrbücher aus der DDR kamen und im Osten weite Verbreitung fanden.

    Im übrigen darf man nicht übersehen, daß das Deutsche, obwohl in Europa die an Muttersprachlern mit Abstand größte Sprachgruppe (abgesehen vielleicht vom Russischen), keine "Weltsprache" ist. Mit Englisch, Spanisch und Französisch kommt man einfach weiter.
  5. #14

    Keine elegante Sprache

    Zitat von ginlai Beitrag anzeigen
    Nun ja, wenn nicht einmal im eigenen Land das Lernen von Deutsch bei Migranten durchgesetzt werden kann ("Zwangsgermanisierung"): warum sollten sich unsere europäischen Nachbarn das denn freiwillig selbst zumuten?
    Weiterhin: obwohl in Europa die Mehrzahl der Bürger Deutsch als Muttersprache hat, ist es keine europäische Amtssprache, im Gegensatz zu Englisch und Französisch.
    Deutschland also tut bereits das Seine, um sich selbst abzuschaffen, da ist der Sinn des Erlernens der deutschen Sprache schon irgendwie fraglich.
    Wer in die Zukunft blickt, lernt lieber englisch oder chinesisch.
    Als Mehrsprachler liegt der Grund auf der Hand: die deutsche Sprache ist im Vergleich zur englischen Spache weder einfach noch elegant. Wer schon mal Bücher auf Englisch gelesen hat, wird die Klarheit dieser Sprache zu schätzen wissen. Das Französische ist in seiner Aussprache sehr elegant und kling auch gut. Wer will da schon die hölzerne deutsche Sprache lernen, die, wie Herbert Grönemeyer mal gesagt hat, erstmal geknetet werden muss, um gut zu klingen? Wird wohl an der Tatsache liegen, dass das Deutsche eine künstlich zusammengewürfelte Sprache ist.
    Deutsch wird hauptsächlich aus wirtschaftlichen Gründen gelernt, weil man sich später in Deutschland eine Existenz erhofft.
    Dennoch sollte man man die Sprache des Landes, in dem man lebt, lernen und so gut es geht beherrschen. Geht kein Weg dran vorbei.
  6. #15

    ....

    Zitat von ginlai Beitrag anzeigen
    Weiterhin: obwohl in Europa die Mehrzahl der Bürger Deutsch als Muttersprache hat, ist es keine europäische Amtssprache, im Gegensatz zu Englisch und Französisch.
    .
    Die Mehrzahl der Menschen in Europa hat Deutsch als Muttersprache? Bis zu welchem Jahrhundert gehen Sie bitte zurück? Deutschland hat rund 80 Mio Einwohner und selbst da sprechen nicht alle deutsch. Dann könnte man noch den großteil Österreichs hinzunehmen und einige Randgebiete unserer europäischen Nachbarn wie Elsaß-Lothringen, Sudetenland etc. Wenn man großzügig ist kommt man vielleicht auf 100 Mio (?) Menschen mit Deutsch als Muttersprache, was nicht mal 20% der europäischen bevölkerung entspricht. Englisch und Französisch dagegen sind Sprachen, die auch außerhalb der Landesgrenzen gesprochen werden.
    Vielleicht meinten Sie ja, dass in Relation der Sprachen die meisten Menschen Deutsch sprechen.

    Ansonsten....mir ist es schnuppe ob sich nun Englisch oder Deutsch durchsetzt. Es kann doch jeder lernen, was er möchte.
  7. #16

    Zustimmung: Selbst die Deutschen mögen Deutsch nicht

    Zitat von burgundy2 Beitrag anzeigen
    ist Deutsch doch selbst in Deutschland auf dem Rückzug, ...
    Im übrigen mangelt es Deutschland auch an der geistigen Substanz, die das deutsche Volk in seinen Spitzen einst ausgezeichnet hat. ...Sieht man dies, dann kann man angesichts des heutigen Zustandes nur traurig werden.
    Burgendy2 stimme ich leider voll zu. Es fehlt den Deutschen an einer fröhlichen Lebendigkeit, und das drückt sich eben auch in der Sprache aus, die deshalb wenig attraktiv ist. Traurig.
  8. #17

    Aw:

    Zitat von George712 Beitrag anzeigen
    die deutsche Sprache ist im Vergleich zur englischen Spache weder einfach noch elegant
    Dann sagen Sie doch bitte mal in elegantem Englisch "übermorgen" und "vorgestern".
  9. #18

    Ödes Goethe- Institut-Prorogram

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Junge Schweden finden Deutsch öde - und sind damit nicht allein. Immer mehr Schüler in Europa lernen lieber andere Fremdsprachen. Goethe-Institut & Co. forcieren zwar das Marketing, doch eine Europakarte zeigt: Unsere Nachbarn werden zu Deutschmuffeln.

    Sprachen in Europa*: Deutsch steigt ab - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - SchulSPIEGEL
    Ja, anstatt sich herzlich und schwungvoll auf Turbo-Deutsch zu konzentrieren, bietet das Goethe-Institut hier im Ausland leider zu oft ödes, ungeheuer politisch-korrekt belehrendes Programm an. Das schreckt ab. Ich empfehle es meinen Bekannten hier gar nicht
  10. #19

    .

    Zitat von michaelXXLF Beitrag anzeigen
    Natürlich ist Deutsch Amtssprache in der EU. Machen sie sich doch bitte erst schlau, bevor sie so etwas behaupten!
    Amtssprache (Europäische Union)

    Zum Thema: Französisch wird auch in Deutschland immer weniger gewählt und Spanisch boomt dagegen hier genauso wie im Rest Europas. Warum? Wer als 15-jährige/r günstig richtig einen drauf machen will, fährt der a) nach Deutschland b) nach Frankreich oder c) nach Spanien? Aha.
    Und auch wirtschaftlich ist spanisch, bzw. auch portugisisch interessanter als Französisch, Mittel- und Südamerika boomt. Dagegen kommt das bißchen Afrika wo auch noch französisch gesprochen wird nicht an.