Akademischer*Titelkampf: Stoiber-Tochter klagt ihren Doktor ein

Sie war das erste Ziel der VroniPlag-Jäger: Veronica "Vroni" Saß, Tochter von Edmund Stoiber. Sie verlor ihren Doktorgrad, weil "erhebliche Teile" ihrer Arbeit aus Plagiaten bestehen, wie die Uni Konstanz feststellte. Jetzt will sie den Dr. zurück und hat Klage eingereicht.

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...813861,00.html
  1. #60

    Zitat von tw1974 Beitrag anzeigen
    Lt. Piratenpartei wäre ein solches Vorgehen (nichtkommerzielle Nutzung fremden geistigen Eigentums) doch vollkommen OK, oder?
    Es besteht offensichtlich ein Unterschied zwischen:

    (a) Kopieren und wahrheitsgemäß behaupten "Das ist von XY" und
    (b) Kopieren und wahrheitswidrig behaupten "Das ist von mir".
  2. #61

    Moral

    Zitat von spiegel-hai Beitrag anzeigen
    Und Frau Vroni darf nicht gegen die Aberkennung des Doktors klagen weil - er zu Recht aberkannt wurde und die Klage daher unmoralisch sei?
    Natürlich darf sie klagen. Bis zum Sankt Nimmerleinstag. Ganz unabhängig von irgendeiner Moral.

    Was aber sehr wohl unter moralischen Gesichtspunkten diskutiert werden kann (und sollte), ist die durchschimmernde geistige Haltung, die hinter dem Entschluss, Klage einzureichen, stehen mag. Und diese Haltung dürfte so aussehen: "Ich habe zwar plagiiert, aber die Uni hat's damals ja nicht bemerkt, also darf ich meinen Doktor behalten."

    Das ist eine Haltung, die von realitätsferner Egozentrik und infantiler Unbescheidenheit nur so strotzt, die den sogenannten "oberen Zehntausend" zwar oft hinter vorgehaltener Hand nachgesagt wurde, nun aber von Frau Saß (wahrscheinlich) und Frau Koch-Mehrin (tatsächlich) relativ ungeniert präsentiert wird und somit jegliches Schuldbewusstsein vermissen lässt. Wer zur sogenannten Elite gehören möchte und eine derartige Haltung an den Tag legt, disqualifiziert sich in meinen Augen dafür, Teil irgendeiner Elite sein zu können.
  3. #62

    klar

    Zitat von cirrusMinor Beitrag anzeigen
    Es besteht offensichtlich ein Unterschied zwischen:

    (a) Kopieren und wahrheitsgemäß behaupten "Das ist von XY" und
    (b) Kopieren und wahrheitswidrig behaupten "Das ist von mir".
    Absolut korrekt. Leider hat der admin eine längere Erwiderung von mir nicht durchgelassen. Aber Sie sollten meinen Beitrag im Zusammenhang lesen:

    Zitat von tw1974 Beitrag anzeigen
    (...) Zugegeben, dabei geht es in dem Verfahren gegen den Entzug des Titels nur am Rande. Trotzdem geht die Programmatik der Piraten doch genau in die andere Richtung, oder?
  4. #63

    Naja

    Zitat von cirrusMinor Beitrag anzeigen
    Das ist eine Haltung, die von realitätsferner Egozentrik und infantiler Unbescheidenheit nur so strotzt, die den sogenannten "oberen Zehntausend" zwar oft hinter vorgehaltener Hand nachgesagt wurde, nun aber von Frau Saß (wahrscheinlich) und Frau Koch-Mehrin (tatsächlich) relativ ungeniert präsentiert wird und somit jegliches Schuldbewusstsein vermissen lässt. Wer zur sogenannten Elite gehören möchte und eine derartige Haltung an den Tag legt, disqualifiziert sich in meinen Augen dafür, Teil irgendeiner Elite sein zu können.
    Ob Herr Stoiber oder Frau Saß zu den "oberen Zehntausend" gehören darf ernsthaft bezweifelt werden. Damit kommt man mit rund 200.000 Euro Jahreseinkommen (Ministerpräsidentengehalt) nicht hin, und auch Frau Saß dürfte als Anwältin in einer Wald und Wiesen (für Bayern "Wald und Wiesn")-Kanzlei auch nicht gerade Millionen verdienen.

    Glauben Sie übrigens nicht, was so hinter vorgehaltener Hand gemurmelt wird. Blender, Selbstgerechte und Dünnbrettbohrer kommen in allen Schichten gleichmäßig vor. Allerdings berichtet es sich über "Daphne Schmutz-Klöppler", die sich den 5ten erfolglosen Versuch zur Statistikprüfung im Soziologiestudium eingeklagt hat, nicht so gut, wie über die zumindest hinsichtlich ihrer juristischen Leistungsfähigkeit missratene Tochter vom Stoiber.

    Dr. Jennings
  5. #64

    Sind Sie ganz sicher?

    Zitat von tw1974 Beitrag anzeigen
    Mich wundert, dass hier von Bayern die Rede ist. Vroni hat ihren Titel von der Uni Konstanz verliehen bekommen. Konstanz liegt bekanntlilch in Baden-Württemberg, nicht in Bayern und auch das zuständige VG Sigmaringen ist ein baden-württembergisches Gericht.
    Haben Sie dafür gegoogelt oder geguttenbergt?
    Könnte man das "Gestottere" des Vaters in der schriftlichen Doktorarbeit wiederfinden, wäre ich bereit Abbitte zu leisten und alles zurückziehen.
    Dann könnte man die Leistung als weitestgehend "ererbt" ansehen "oder so".
  6. #65

    Zitat von cirrusMinor Beitrag anzeigen
    Natürlich darf sie klagen. Bis zum Sankt Nimmerleinstag. Ganz unabhängig von irgendeiner Moral.

    Was aber sehr wohl unter moralischen Gesichtspunkten diskutiert werden kann (und sollte), ist die durchschimmernde geistige Haltung, die hinter dem Entschluss, Klage einzureichen, stehen mag. Und diese Haltung dürfte so aussehen: "Ich habe zwar plagiiert, aber die Uni hat's damals ja nicht bemerkt, also darf ich meinen Doktor behalten."
    nun, wenn ich's recht verstanden habe, behauptet sie das genaue Gegenteil.
    Das ist eine Haltung, die von realitätsferner Egozentrik und infantiler Unbescheidenheit nur so strotzt, die den sogenannten "oberen Zehntausend" zwar oft hinter vorgehaltener Hand nachgesagt wurde, nun aber von Frau Saß (wahrscheinlich) und Frau Koch-Mehrin (tatsächlich) relativ ungeniert präsentiert wird und somit jegliches Schuldbewusstsein vermissen lässt. Wer zur sogenannten Elite gehören möchte und eine derartige Haltung an den Tag legt, disqualifiziert sich in meinen Augen dafür, Teil irgendeiner Elite sein zu können.
    Ach was. Wenn es einen Ihrer Freunde, Verwandten oder Bekannten betreffen würde, würden Sie das ganz anders sehen. Und dann von fiesen Eliten schwafeln, die unverschämterweise auf die Idee kommen, hart erarbeitete Dissertationen zu diffamieren, weil sie anderen den Aufstieg in die Eliten verwehren wollen. Absurd? In der Tat, allein käme ich da nicht drauf, das habe ich vor längerer Zeit hier im Forum gelesen.
    *Plagiat* ;-)
  7. #66

    Richtig gelesen........

    Zitat von Robert_Rostock Beitrag anzeigen
    Ach so, ich verstehe.
    Im Prinzip hat zwar jeder ein Recht darauf zu klagen, aber bestimmte Leute (konkret Politiker und ihre Verwandten) haben das gefäligst nicht in Anspruch zu nehmen.
    ..........den Post? Ich glaube eher nicht. Obrigkeits-Hörigkeit scheint wieder in Mode zu kommen.
  8. #67

    Ich würde Vroni vorschlagen,

    Zitat von gfh9889d3de Beitrag anzeigen
    Sollte sie den Prozeß selbst führen und gewinnen, müßte sich eine Uni finden, die ihr den Dr.-h.c.-Segen erteilt. Aber nur dann.
    sich entweder an die Universität Hildesheim (Dr. h. c. Carsten Maschmeyer) oder die Universität Marburg (Prof. h. c. Dr. Reinfried Pohl) mit einer kleinen "Aufmerksamkeit" zu wenden.
  9. #68

    Ähhhhh,

    Zitat von cassandros Beitrag anzeigen
    Erst zu faul, eine ordentliche Dissertation abzufassen, und jetzt diese allen Fässern die Böden ausschlagende Dreistigkeit.

    Vielleicht sollte Edi sie mal beim Schlafittchen packen und in 10 Minuten zum Münchner Hauptbahnhof schaffen und in einen Zug nach Brüssel setzen, damit sie da irgendwo gut versorgt in der Beamtenbürokratie verschwindet.

    Dann machen wir alle erleichtert ein Glas Sekt auf und richten im Vorgarten im Angedenken an das abgewendete Unheil ein Blümchen hin.
    leider muß man bei Ihnen einen tief reichenden Mangel an rechtsstaatlichem Bewußtsein feststellen.

    Wie dreist, einen Verwaltungsakt anzufechten! Wie dreist, dass sich Mörder vor Gericht verteidigen wollen! Wie dreist überhaupt, dass Menschen auf den Gedanken kommen, sich gegen Vorwürfe von Anwälten verteidigen zu lassen. Was sind Rechtsanwälte, insbesondere Verteidiger und Strafverteidiger doch für dreiste, freche Menschen. Wo Sie und ihresgeleichen doch sowieso von Anfang an wissen, was Recht ist und wer Schuld hat.

    Gehts Ihnen eigentlich sonst gut???