Revolutionäres Arbeitsmodell: IBM schafft den Miet-Jobber

Der massive Stellenabbau beim IT-Konzern IBM ist offenbar Teil eines radikal neuen Job-Konzepts. Nach Informationen des SPIEGEL soll das Unternehmen künftig nur noch eine kleine Kernbelegschaft haben - die meisten Aufgaben würden dann externe Kräfte erledigen, die von Fall zu Fall eingekauft werden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...813388,00.html
  1. #10

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der massive Stellenabbau beim IT-Konzern IBM ist offenbar Teil eines radikal neuen Job-Konzepts. Nach Informationen des SPIEGEL soll das Unternehmen künftig nur noch eine kleine Kernbelegschaft haben - die meisten Aufgaben würden dann externe Kräfte erledigen, die von Fall zu Fall eingekauft werden.

    Revolutionäres Arbeitsmodell: IBM schafft den Miet-Jobber - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Dann macht mal schön - ohne Humankapital, d.h. keine Mitarbeiter, die sich mit dem Unternehmen identifizieren wird Euch das Schicksal wie Nokia ereilen - und ich gönne es Euch.
    Da hat die Spitze von IBM wohl irgendein Kauderwelsch eines der sensationell neuen Konzepte einer Unternehmensberatung nachgeplappert.
  2. #11

    Anfang vom Ende

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der massive Stellenabbau beim IT-Konzern IBM ist offenbar Teil eines radikal neuen Job-Konzepts. Nach Informationen des SPIEGEL soll das Unternehmen künftig nur noch eine kleine Kernbelegschaft haben - die meisten Aufgaben würden dann externe Kräfte erledigen, die von Fall zu Fall eingekauft werden.

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    Bis Sie merken, dass sich mit Ihrem Unternehmen keiner mehr idendifiziert...
  3. #12

    Ein weiterer Schritt zur Lohnsklaverei

    Für einfache Arbeiten gibt es das ja schon - siehe Mechanical Turk von Amazon. Hier verdingen sich Menschen, meist aus Entwicklungs- oder Schwellenländern für Cent-Beträge.
    Wer auf diese Weise versucht, den Schutz für Arbeitnehmer zu umgehen, um sie weltweit gegeneinander aus zu spielen, verdient tiefste Verachtung. In Zukunft ist IBM kein Partner mehr, mit dem ich unsere Projekte durchziehen werde.
  4. #13

    Dieses neue "Arbeitsmodell" wird die Welt revolutionieren

    Wenn sich dieses Modell durchsetzt, kann sich Europa, vor allem aber Deutschland nur sehr, sehr warm anziehen.

    Dann gbit es keine Arbeitsverträge mehr, mit sozialer Absicherung, sondern knallharte Werkverträge.

    Wo ist eigentlich das Soziale, wo sind die Gewerkschaften, die Parteien mit einem Christlich oder Sozial in Ihren Namen??

    Wo sind die Sozialpolitiker die diesem Wahnsinn Einhalt gebieten oder ist auch dies wieder mal "ALTERNATIVLOS"?

    Solange Boom herrscht in Deutschland, ist das ein Problem, das viele nicht sehen, nicht begreifen, wenn aber dann der Boom zu Ende ist, dann Gnade Gott Deutschland.

    Übrigens, wieviele Arbeitslose hat Deutschland tatsächlich??

    Jetzt schon, trotz Boom?
  5. #14

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der massive Stellenabbau beim IT-Konzern IBM ist offenbar Teil eines radikal neuen Job-Konzepts. Nach Informationen des SPIEGEL soll das Unternehmen künftig nur noch eine kleine Kernbelegschaft haben - die meisten Aufgaben würden dann externe Kräfte erledigen, die von Fall zu Fall eingekauft werden.

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    So revolutionär ist das aber nicht. Immerhin gibts das in Deutschland schon lange, den Miet-Politiker ;)
    Im Ernst, es wird es irgenwann ein Problem geben, wenn die Miet-Jobber so wenig verdienen ( Mieten = Lohnspar-Konzept ), dass ein normales Auskommen in einem TEuro-Land nichtmehr möglich ist.
    Ohne soziale Verplichtung/Gesetzen des Arbeitgebers gegenüber der Gesellschaft, geht das langsam aber sicher wieder in Richtung Ausbeutung. Hier werden wohl schon langsam weltweite soziale Brandherde langsam angeheizt.
  6. #15

    Revolutionär? Wo?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der massive Stellenabbau beim IT-Konzern IBM ist offenbar Teil eines radikal neuen Job-Konzepts. Nach Informationen des SPIEGEL soll das Unternehmen künftig nur noch eine kleine Kernbelegschaft haben - die meisten Aufgaben würden dann externe Kräfte erledigen, die von Fall zu Fall eingekauft werden.

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    Genau! Kleine Kernbelegschaft und "geführt"! Das sagt doch alles. Also. übersetzt heißt das, wie beutet ein noch größerer, extrem gut bezahlter Wasserkopf, eine große menge Menschen noch effektiver aus. Und das dann auf dem Buckel des Steuerzahlers. Denn die Allgemeinheit zahlt die von Fall zu Fall angemieteten Arbeitskräfte in der Zwischen zeit. Und die zahlen in der Zwischenzeit natürlich auch keine Beiträge in irgendwelche Rentenkassen etc. ein! Ich kaufe nichts mehr wo IBM draufsteht. Macht auch nichts, denn die meisten Sachen sind sowieso nicht zum Leben notwendig!
  7. #16

    Ich fürchte, wir werden es erfahren ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der massive Stellenabbau beim IT-Konzern IBM ist offenbar Teil eines radikal neuen Job-Konzepts. Nach Informationen des SPIEGEL soll das Unternehmen künftig nur noch eine kleine Kernbelegschaft haben - die meisten Aufgaben würden dann externe Kräfte erledigen, die von Fall zu Fall eingekauft werden.

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    Zur Zeit existieren noch massenhaft Unterlagen, worin IBM die Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter als wichtigstes Kapital bezeichnet und Mitarbeiter-Förderung sowie -Motivierung groß geschrieben werden.

    Das wäre bei dieser neuen Politik wohl totale Makulatur. Man wird also beobachten müssen, inwieweit sich das auf die Qualität von IBM's Arbeit und auf die Kundenzufriedenheit auswirkt. Schon heute läßt man ja gerne gewisse Arbeiten durch Partnerfirmen erledigen. Von Zeit zu Zeit ergibt es sich dann schon einmal, daß die Kunden diese Partnerfirmen an IBM vorbei engagieren. IBM wird also das Problem haben, den Kunden gegenüber den Mehrwert eines Projektes zu erklären, das gegen einen saftigen Aufpreis unter IBM-Briefpapier von freien Mitarbeitern und/oder Fremdfirmen abgewickelt wird.

    Möglicherweise werden aber solche Projekte weniger teuer als heute, weil ja die Personalkosten deutlich geringer ausfallen würden, wenn es denn so käme, wie geplant.

    Der kritische Punkt wird aber sein, ob es gelingt, die hinreichend qualifizierten Mitarbeiter für die wichtigen Projekte zu bekommen. Es ist offensichtlich vorgesehen, daß sich die externen Arbeitskräfte auf eigene Rechnung qualifizieren - hier rechnet IBM offensichtlich mit einem Anstieg der Gewinne aus ihren Training-Programmen.

    In einer Übergangszeit werden qualifizierte Ex-IBMer sicherlich den Markt neu definieren. Danach werden Spezialisten für IBM-Systeme womöglich knapper werden, was Kunden zur Konkurrenz treiben könnte.

    Warten wir's ab. Auch bei IBM ist noch lange nicht jede fatale Entwicklung bis zu ihrem logischen Ende durchgezogen worden.

    In dem Jahr ihres 100-jährigen Gründungsjubiläums fühlt das IBM-Management sich sicher unsterblich. Man sollte aber nicht vergessen, daß auch lange im Markt etablierte Firmen Probleme bekommen können, wenn sie die falsche Richtung einschlagen - Kodak hat uns das gerade gezeigt - und die gab es noch ein paar Jahrzehnte länger ...
  8. #17

    Lou Gerstner

    So neu ist die Idee nicht ... bereits vor zehn Jahren gab es diese Konzepte auch in Branchen wie der Automobilindustrie.
    Die Vorteile des Konzeptes für Unternehmen liegen klar auf der Hand, die Nachteile sind in der Zwischenzeit (insbesondere für die amerikan. IT-Industrie) erheblich vermindert worden.
    Diese Strategie ist eine folgerichtige Fortsetzung der unter Lou Gerstner begonnenen Prozesse, welche dem Fast-Konkurs geschuldet sind (Nahtod der IBM im Jahr 1993!!!). Dieses Erlebnis prägt ALLE IBMer bis heute!
    Aber Lou Gerstner konnte ja bekanntlich IBM retten (Meisterleistung!), indem er "Commodity Products" wie den PC aus dem Sortiment nahm.
    IBM macht heute den mit Abstand größten Teil seines Gewinns mit Beratung, der zweitgrößte Teil wird mit Software (IBM Softwaregroup ist der zweit- oder drittgrößte Softwarekonzern der Welt) verdient. Deswegen ist eigentlich auch die Entscheidung von Ex-HP-CEO Leo Apotheker folgerichtig gewesen, mit HP den gleichen Weg zu beschreiten (man muß sich immer wundern, daß Ex-HP-CEO Carli Fiorina im Jahr 2002 so ohne weiteres Compaq kaufen durfte ... anscheinend weil der rest der IT-Industrie das nicht für zukunftsträchtig hielt - was sich ja auch gezeigt hat).
    der Vorteil von eigenem Personal ist im wesentlichen nur:
    1) Kontinuität (wenn's denn der Kunde bezahlt)
    2) Loyalität (wenn es etwas zu schützen gilt)
    Pkt.1 wird im wesentlichen um Mainframes herum gefordert - nicht bei PCs. Da wird IBM eine Kerntruppe halten, weil die Banken hierfür auch zahlen (u.a. wegen Basel I und II)
    Pkt.2 ist nur noch in geringem Maße erforderlich, da seit einigen Jahren int. Rechtsabkommen in Kraft sind, welche geistiges Eigentum - und weniger - schützen. Beispiel hierfür ist zur Zeit der von Apple angezettelte gegen Samsung Streit über "Geschmacksmuster".

    Ergo: die int. Rechtsabkommen ermöglichen erst die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland. Und um Patente oder Geschmacksmuster juristisch zu verteidigen, bedarf es tatsächlich nur einer geringen Kernmannschaft.
    Insofern geht IBM konsequent einen Weg, den auch Apple eingeschlagen hat, und den HP auch nehmen wollte.
    Die IT-Jobs der Zukunft liegen nicht mehr in Europa sondern in China ggf. Indien (ist aber eigentlich zu teuer).
  9. #18

    Man kann gar nicht soviel essen....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der massive Stellenabbau beim IT-Konzern IBM ist offenbar Teil eines radikal neuen Job-Konzepts. Nach Informationen des SPIEGEL soll das Unternehmen künftig nur noch eine kleine Kernbelegschaft haben - die meisten Aufgaben würden dann externe Kräfte erledigen, die von Fall zu Fall eingekauft werden.

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    ...wie man ....möchte!
    Lebensplanung, Vorsorge ein Ding der Unmöglichkeit, aber Hauptsache unsere Polithansel sind 4 Jahre versorgt und werden dann fürstlich bezahlt auch wenn sie nicht mehr gewählt werden. Was aus dem Volk wird, aus den Menschen ist denen sowas von sch...egal. Kinderwunsch, für was wenn ich nicht weis wo ich nächsten Monat mein Geld her bekomme zum Leben. Amerikanische Verhältnisse, eine neue Weltordnung das ist das erklärte Ziel. Ich bin froh das ich schon in Rente bin und keine Enkelkinder mein nennen kann, denn ich würde mir sehr große Angst um die Zukunft meiner Nachkommen machen, aber das ist so gewollt, denn die neuen Sklaverei macht die Menschen gefügig. Nur so kann man Kriege führen und die Menschen gegeneinander aushetzen und das macht sich gut bei Aktionären usw.
  10. #19

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der massive Stellenabbau beim IT-Konzern IBM ist offenbar Teil eines radikal neuen Job-Konzepts. Nach Informationen des SPIEGEL soll das Unternehmen künftig nur noch eine kleine Kernbelegschaft haben - die meisten Aufgaben würden dann externe Kräfte erledigen, die von Fall zu Fall eingekauft werden.

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    in meinen augen eine ziemlich perverse zukunftsperspektive, aber ich bin ja auch kein besitzer von ibm-aktien. die rendite wird dadurch sicher gesteigert, bravo ! ok, die arbeitnehmer sind nun endlich so richtig gearscht: keine sicherheit, keine perspektive, durch umgehung von arbeitsschutzregelungen quasi degradierung zum sklaven usw... aber hey, in der heutigen zeit muss man eben flexibel sein. eigentlich sollte man dem arbeitgeber ja noch geld bezahlen, weil es einem erlaubt ist in den ehrwürdigen hallen zu tätig zu sein...