Streit um Handy-Patente: Apple*wendet Verkaufsverbot für Alt-iPhones ab

So schnell kann es gehen: Nachdem Apple einige seiner Produkte am Morgen aus seinem Online-Angebot entfernen musste, sollten die Geräte noch heute wieder verfügbar werden.

http://www.spiegel.de/netzwelt/gadge...813264,00.html
  1. #1

    Am eigenen Leib

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    So schnell kann es gehen: Nachdem Apple einige seiner Produkte am Morgen aus seinem Online-Angebot entfernen musste, sollten die Geräte noch heute wieder verfügbar werden.

    Streit um Handy-Patente: Apple*wendet Verkaufsverbot für Alt-iPhones ab - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt
    Zwar schade für die Kunden, die ein iPhone oder iPad kaufen wollten, aber irgendwie gönne ich's Apple, dass sie mal die destruktive Macht von Trivialpatenten am eigenen Geschäft spüren.

    Hab freilich wenig Hoffnung, dass Apple draus lernt ...
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    So schnell kann es gehen: Nachdem Apple einige seiner Produkte am Morgen aus seinem Online-Angebot entfernen musste, sollten die Geräte noch heute wieder verfügbar werden.

    Streit um Handy-Patente: Apple*wendet Verkaufsverbot für Alt-iPhones ab - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt
    " Apple vertritt die Ansicht, dass Motorola gesetzlich dazu verpflichtet ist, die Nutzung des Patents auch Konkurrenten zu fairen Konditionen zugänglich zu machen."

    Dass ein Konzern der sich dumm und dämlich verdient weil er Produkte zu Niedrigstlöhnen herstellen läßt und mehrere 100 Prozent Gewinn jeweils damit macht, das Wort fair in den Mund nimmt ist pervers.
  3. #3

    Das Patent-System ist überholt

    Jedes in Deutschland verkaufte Smartphone könnte rund 60 Euro billiger verkauft werden, wenn die Hersteller die Kosten für diese aberwitzigen Patentstreitigkeiten nicht mehr einpreisen müssten!

    Bald ist es soweit, dass wir gar keine Handys mehr kaufen können, weil sich die Hersteller (Apple vs. Samsung vs. HTC vs. Motorola ...) gegenseitig den Verkauf ihrer Produkte verbieten.

    Ich erinnere mich gut an die "schneller-höher-weiter-Wettbewerbe" der 90er-Jahre, als die Technologienationen sich an der Anzahl der dort angemeldeten Patente gemessen haben. Jetzt sieht man, wo das hinführt: Tausende von Trivialpatenten, die nur dazu dienen, neuen Anbietern den Zugang zum Markt zu versperren. Alles auf Kosten der Kunden, der Bürger.

    So ein Quatsch!!!

    Das ganze Patentsystem gehört abgeschafft. Das ist ein Relikt aus dem 19. Jahrhundert, heute überflüssig wie ein Kropf!
  4. #4

    Neues Apple-Patent angekündigt!

    Wie aus gut unterrichteten Kreisen aus Kalifornien berichtet wird, hat Apple das Patent mit der Nummer US 11997733 eingereicht und sich den Buchstaben i patentieren lassen. Alle Produkte der !nformations- und Kommunikations!ndustrie dürfen diesen in Zukunft nicht mehr verwenden. Im !nternet regt sich erst Widerstand.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    So schnell kann es gehen: Nachdem Apple einige seiner Produkte am Morgen aus seinem Online-Angebot entfernen musste, sollten die Geräte noch heute wieder verfügbar werden.

    Streit um Handy-Patente: Apple*wendet Verkaufsverbot für Alt-iPhones ab - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt
  5. #5

    Zitat von stiip Beitrag anzeigen
    Hab freilich wenig Hoffnung, dass Apple draus lernt ...
    Was soll Apple denn lernen? Firmen, und speziell Aktienunternehmen, sind ihren Investoren gegenüber verpflichtet den Firmenwert zu verteidigen.

    Die Gesetzgebung ermöglicht leider solche "Patentkriege". Aber würde eine Firma nicht alle rechtlichen Möglichkeiten nutzen hätte sie bald selbst eine Aktionärsklage am Hals.
    Andere Firmen handeln genauso.

    Auch wenn's wie Kindergarten aussieht.
  6. #6

    Zitat von Loosa Beitrag anzeigen
    Was soll Apple denn lernen? Firmen, und speziell Aktienunternehmen, sind ihren Investoren gegenüber verpflichtet den Firmenwert zu verteidigen.

    Die Gesetzgebung ermöglicht leider solche "Patentkriege". Aber würde eine Firma nicht alle rechtlichen Möglichkeiten nutzen hätte sie bald selbst eine Aktionärsklage am Hals.
    Andere Firmen handeln genauso.

    Auch wenn's wie Kindergarten aussieht.
    Es stellt sich die Frage ob das wirklich im Interesse der Investoren ist. Investoren sind daran interessiert, dass Geld verdient wird. Geld wird nicht mit hochgerüsteten Rechtsabteilungen verdient. Vielmehr sollten solche Konflikte aus Sicht der Investoren dazu führen, dass der Patentnutzer dem Patentinhaber Lizenzgebühren zahlt und nicht Verkaufsverbote mit aller Gewalt durchgedrückt werden.
  7. #7

    Zitat von JohnMcGully Beitrag anzeigen
    Es stellt sich die Frage ob das wirklich im Interesse der Investoren ist. Investoren sind daran interessiert, dass Geld verdient wird. Geld wird nicht mit hochgerüsteten Rechtsabteilungen verdient. Vielmehr sollten solche Konflikte aus Sicht der Investoren dazu führen, dass der Patentnutzer dem Patentinhaber Lizenzgebühren zahlt und nicht Verkaufsverbote mit aller Gewalt durchgedrückt werden.
    Das ist eben eine klassische wirtschaftliche Dilemma Situation. Würden alle nicht Klagen, hätten alle mehr. Klagt einer, so hat er einen Vorteil und somit Klagen am ende alle -> Alle wieder auf einem Niveau, nur das im insgesamten weniger Gewinn übrig bleibt.
    Ist bei Zigaretten doch genauso, würde keiner Werben, hätten alle mehr, da aber einer der Wirbt mehr verdient, werben alle, wodurch am Ende dann der Gewinn schmilzt. Das ist nunmal so im Kapitalismus.

    Allerdings könnte man das Patentrecht mal erneuern, insofern das nur noch wirkliche technische Errungenschaften patentiert werden dürfen und nicht Design (bis auf manche Fälle, die nicht so grotesk sind wie ein Viereck mit abgerundeten Kanten) oder gar Text (Stichwort: das Smiley-patent). Die Patentinhaber sollten dann nach einer Zeit auch gezwungen sein ihre Patente zu lizenzieren und nach einigen Jahren komplett Zugänglich sein.

    Im moment ist das nur ein Sich-Steine-in-den-Weg-legen..
  8. #8

    nein ganz normal

    Zitat von ökos teuer Beitrag anzeigen
    " Apple vertritt die Ansicht, dass Motorola gesetzlich dazu verpflichtet ist, die Nutzung des Patents auch Konkurrenten zu fairen Konditionen zugänglich zu machen."

    Dass ein Konzern der sich dumm und dämlich verdient weil er Produkte zu Niedrigstlöhnen herstellen läßt und mehrere 100 Prozent Gewinn jeweils damit macht, das Wort fair in den Mund nimmt ist pervers.
    Verträge sind einzuhalten, wer seine Patente in einen Mobilfunkstandard einbringt, übernimmt eben die Verpflichtung zu fairen Bedingungen zu lizenzieren. Tut er das nicht, begeht er Vertragsbruch und wird zurecht verklagt. Gegen Samsung ermittelt deshalb schon die EU Komission. Sollte Samsung schuldig sein, wird das ganz teuer für Samsung, denn bei wettbewerbswidrigem Verhalten kennt die EU überhaupt kein Pardon.
  9. #9

    Schon, aber ...

    Zitat von JohnMcGully Beitrag anzeigen
    Es stellt sich die Frage ob das wirklich im Interesse der Investoren ist. Investoren sind daran interessiert, dass Geld verdient wird. Geld wird nicht mit hochgerüsteten Rechtsabteilungen verdient. Vielmehr sollten solche Konflikte aus Sicht der Investoren dazu führen, dass der Patentnutzer dem Patentinhaber Lizenzgebühren zahlt und nicht Verkaufsverbote mit aller Gewalt durchgedrückt werden.
    Geld wird unter anderem auch damit verdient, dass man sich um das intellektuelle Eigentum anderer nicht schert. Da brauchen dann die anderen die hochgeruesteten Rechtsabteilungen, um sich zu wehren.

    Klar, es ist besser, wenn man sich auf Lizenzvertraege einigen kann. Aber wo das nicht geht, ist das Verkaufsverbot als Druckmittel schon erforderlich.

    Etwas anderes ist es, wenn man einen unliebsamen Konkurrenten blockieren will, wie es derzeit zwischen Apple und Samsung bzw. zwischen Motorola/Google und Apple zu sein scheint. Diese Situation ist insofern "pervers" als sich da zum Teil Zulieferer und Abnehmer bekriegen und offensichtlich kein Interesse an einer Vereinbarung haben.

    Deshalb sollten die Gerichte im Interesse aller festlegen duerfen, was faire Lizenzgebuehren sind, und dann die Kontrahenden dazu zwingen entsprechende Vereinbarungen zu akzeptieren. Damit waeren Verkaufsverbote weitgehend vom Tisch. Wenn dann jemand zu dem Ergebnis kommt, dass er unter fairen Bedingungen nicht konkurrenzfaehig ist, darf er's gerne freiwillig sein lassen ...