Studentische Spießer: Endlich erwachsen

Sie heiraten, kriegen Kinder, ziehen sich zurück in eine neue Bürgerlichkeit: Unerhört, diese Studentengeneration! Doch was ist dran am Klischee der braven Neo-Spießer? Sind sie nicht die wahren Helden, die den Mut zur Verantwortung haben? Louisa Thomas hat sich im Milieu umgesehen.

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  1. #1

    Da ...

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    Sie heiraten, kriegen Kinder, ziehen sich zurück in eine neue Bürgerlichkeit: Unerhört, diese Studentengeneration! Doch was ist dran am Klischee der braven Neo-Spießer? Sind sie nicht die wahren Helden, die den Mut zur Verantwortung haben? Louisa Thomas hat sich im Milieu umgesehen.

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    ... müssen erst Studenten zu Spießern werden, bis man kapiert, dass so ein Leben mit Verantwortung zu tun hat?
    Wer ist da eigentlich der Engstirnige.
  2. #2

    die beste Zeit

    Meine Frau und ich haben während unseres Medizin-Studiums 3! Kinder bekommen. Und wenn ich nun als berufstätiger auf diese Zeit zurückschaue, so muss ich sagen, dass es für uns die beste Zeit war um Kinder zu kriegen.
    Natürlich war es nicht immer einfachen aber wir konnten Gott sei Dank auf einegutes soziales Netzwerk zurückgreifen das uns immer wieder unterstütz hat. Ansonsten wäre es nicht möglichgewesen mit nur jeweils einem Frei-Semester unseren Abschluss zu erreichen.
    Und trotzdem hatte ich soviel Zeit für meine Kinder wie ich sie nun als berufstätiger nie haben werde. Ich war viel näher an meinen Kindern drann, weil ich sie auch tagsüber gesehen habe und nicht nur beim Frühstück uns ins Bett bringen.
    Um dann nicht im Stübchen zu versauern haben wir unsere Kinder zu den meisten Partys mitgenommen (meistens gibt es einen ruhigen Raum). Man muss einfach etwas flexibel sein und improvisieren, dann geht das schon.
    Und als junger Mensch ist man einfach noch nervlich belastbarer und kann noch einigermaßen schmerzfrei auf dem Boden herumkrabbeln...
    Also wenn es das Studium und die finazniellen Möglichkeiten (allein mitden staatlichen Möglichkeiten kann man mit Kindern mittlerweile sehr gut durchs Studium kommen) zulassen, warum nicht?
  3. #3

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    Sie heiraten, kriegen Kinder, ziehen sich zurück in eine neue Bürgerlichkeit: Unerhört, diese Studentengeneration! Doch was ist dran am Klischee der braven Neo-Spießer? Sind sie nicht die wahren Helden, die den Mut zur Verantwortung haben? Louisa Thomas hat sich im Milieu umgesehen.

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    Menschen zwischen 20 und 30 Jahren bekommen Nachwuchs, oder auch nicht.
    Was soll hier diskutiert werden?
    Warum muss sich jeder immer für sein Leben rechtfertigen?

    Wenn es klappt mit Studium und Kind : Gut gemacht, Glückwunsch!
    Wer sein Kind erst nach dem Karrierestart kriegt : Glückwunsch, auch schön!
    Wer keine Kinder will: Kann ich auch nachvollziehen. Glücklich damit? Dann: Herzlichen Glückwunsch!
    Ungewolltes Kind und es klappt trotzdem irgendwie: Fehler macht jeder, ihr löffelt es aus. Respekt!
    Karriere und Kind sind nicht unter einen Hut zu bringen: Dann entscheidet euch für das Kind! Es kann nichts dafür dass ihr es gezeugt habt.

    Euch allen (auch denen, die ich vergessen habe) wünsche ich ein glückliches Leben.

    Kein anderer kann für Euch Euer Leben beurteilen. Das muss jeder für sich selbst entscheiden.
    Löst Eure eigenen Probleme und schüttelt nicht die Köpfe über das Leben anderer, solange es Euch nicht selbst beeinflusst!
  4. #4

    Der

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    Sie heiraten, kriegen Kinder, ziehen sich zurück in eine neue Bürgerlichkeit: Unerhört, diese Studentengeneration! Doch was ist dran am Klischee der braven Neo-Spießer? Sind sie nicht die wahren Helden, die den Mut zur Verantwortung haben? Louisa Thomas hat sich im Milieu umgesehen.

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    "Neo-Spiesser" heiratet nicht weil er nicht will.
    Sondern er hat die "Spiessigkeit" dieser Institution endlich als das erkannt was es wirklich ist.
    Eine überflüssige überholte Funktion die uns die Gesellschaft und allen
    voran die Kirche immer als das allein glückseligmachende verkauft hat.
    Die Bevorzugung von "Ehe"paaren vor allen anderen Lebensgemeinschaften auch immer noch in der heutigen Gesellschaft
    ist absolut diskriminierend.
    Die Ehe gehört eindeutig auf den Scheiterhaufen der Geschichte.
    Und das sage ich als über 50 jähriger.
    Wer jetzt die "mangelhafte Versorgung" bei einem Scheitern einer
    nichtehelichen Beziehung ins Feld führt....
    Ich denke es sind alle so emanzipiert und aufgeschlossen.
    Jeder ist doch wohl erwachsen genug, allein für sich zu sorgen.
    Ach ja und Kinder... bla bla bla... Auch das regelt sich in einer modernen Gesellschaft mit intelligenten Mitbürgern von ganz allein.
    Männchen und Weibchen die auf eine günstige Vollversorgung spekulieren, muss man natürlich in einer Gesellschaft ohne künstliches
    Auffangtuch eine Absage erteilen. Wie ich finde zurecht.
    Für die Gleichheit aller wie auch immer gearteten Lebenseinstellungen.
    Als Paar, als Single und auch als alleinerziehende/r Frau oder Mann.
  5. #5

    -

    Ich hatte während meines Studiums viele wechselnde rein sexuelle Partnerschaften. Jedesmal, wenn *sie* dann morgens/mittags gegangen ist, dachte ich mir, was für ein toller Hengst ich doch sei. Auch nach dem Studium habe ich so noch einige Jahre weitergemacht und erst allmählich gemerkt, wie armselig ich eigentlich bin. Heute beneide ich die Menschen, die in meinem Alter bereits 10 Jahre ein festes Paar sind, einfach zusammen gehören. Die sagen können: "wir haben uns an der Uni kennengelernt". Wenn das Spießertum bedeutet, oh ja, dann wäre ich so gerne Spießer. Wie das kleine Mädchen in der Werbung.
  6. #6

    toller, aufschlussreicher Artikel

    Ansichten, Lebensweise und Verhaltensstrukturen einer gesamten Generation werden mal wieder über den Kamm geschürrt.
    Es gibt kein Individuum oder Abweichungen mehr, nur eine breite Masse mit genormten Ansichten und Verhaltensmuster.

    Ist es schon wieder da? Das Sommerloch?
    Verantwortung für sein Leben tragen im Übrigen die meisten menschen, egal welchen Lebensentwurf Sie wählen.
  7. #7

    Von welcher Front

    redet der Autor? Meine Studienjahre sind zwar schon seit knapp 4 Jahren vorbei, aber die "Hedonistische Front", deren Leben aus Clubs und Drogen besteht, gab es nicht. Auch gab es keine "Spießer Front" und Gefühlssozialisten, ist eine Wortneuschöpfung, die die Welt echt nicht braucht.

    Studenten und das Studentenleben ist so bunt, wie das sonstige Leben auch. Aber natürlich kann man auch zwei unterschiedliche Lebensentwürfe gegeneinander klatschen, die zu "Fronten" erklären und so tun, als würde diese Skizierzungen die Realität treffen.
  8. #8

    Wenn das alles mal so einfach wäre, Frau Thomas...

    Zitat von Louisa Thomas
    Es scheint, als sei der Spießer von heute vor allem eines: bindungsscheu.
    Das nennt man dann wohl tendenziöse Berichterstattung.
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ...Sind sie nicht die wahren Helden, die den Mut zur Verantwortung haben? Louisa Thomas hat sich im Milieu umgesehen.

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    Helden oder nicht, natürlich gehört viel Mut dazu quasi ohne ein gemachtes Nest seine Kinder zu bekommen, stellt das jemand in Frage?

    Wer sind denn für die Autorin die wahren Helden, die, die erst mit Ü40 seßhaft im Villenviertel u. Firmenwagen ihre Kinder bekommen?
    Dies ist zwar mit Sicherheit vernünftiger, aber schwieriger ist doch wohl der erstere Weg, oder?