Dänische Studentin mit Luxussorgen: Das Geld ist nicht genug

Studenten in Dänemark bekommen bis zu 737 Euro vom Staat*- geschenkt. Eine junge Dänin klagt nun: Das reicht hinten und vorne nicht. Mit einem Zeitungsartikel löste sie heftige Debatten aus, die im Bafög-Land Deutschland höchst seltsam anmuten.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...811895,00.html
  1. #1

    Ehrlich gesagt, mir kommt die junge Dame ein wenig verwöhnt vor. Das Geld sollte ausreichen um zu studieren, selbst ohne den Kredit. Klar muss man sich ein wenig einschränken, aber das müssen Studenten anderswo auch. Die sollte sich mal in den USA umsehen, da sind die Bedingungen ungleich härter. Und das Studium soll auf das leben vorbereiten, da sind ein kleiner Nebenjob und ein wenig Einschränkungen gar nicht mal so falsch.
  2. #2

    Millionen von Studenten reißen sich den Arsch auf um ihr Studium zu finanzieren, haben sogar zwei Jobs nebeneinander oder nehmen Kredite auf an deren Abzahlung sie noch Jahre lang zu knabbern haben... und dieser Dame beschwert sich, dass sie nicht ALLES geschenkt kriegt?

    Sorry, hab ich kein Verständnis für. Das Geld reicht offensichtlich zum Leben, und wenn nicht und sie keinen Kredit aufnehmen will (für diese 400 Euro Zusatz-BäFöG dürften die Zinsen auch nicht zu hoch sein) muss sie halt mal ein Wochenende opfern und was dazuverdienen. "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" sagt man hierzulande, und das gilt auch für Studenten. Wenn man keine spendablen Eltern hat, dann ist das halt nicht die Zeit, in der man prassen kann. Punkt.
  3. #3

    Zitat von cs01 Beitrag anzeigen
    Ehrlich gesagt, mir kommt die junge Dame ein wenig verwöhnt vor. Das Geld sollte ausreichen um zu studieren, selbst ohne den Kredit. Klar muss man sich ein wenig einschränken, aber das müssen Studenten anderswo auch. Die sollte sich mal in den USA umsehen, da sind die Bedingungen ungleich härter. Und das Studium soll auf das leben vorbereiten, da sind ein kleiner Nebenjob und ein wenig Einschränkungen gar nicht mal so falsch.
    das sehe ich anders, wer gute Zensuren vorweisen kann, nicht von den Eltern unterstützt werden kann, bekommt selbst in den 1A Universitäten ein Stipendium. Wenn das Härte bedeutet?
    Und es scheint mir, dass Sie Dänemark und die Preise dort nicht so gut kennen.
  4. #4

    Nö, kein Titel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Studenten in Dänemark bekommen bis zu 737 Euro vom Staat*- geschenkt. Eine junge Dänin klagt nun: Das reicht hinten und vorne nicht. Mit einem Zeitungsartikel löste sie heftige Debatten aus, die im Bafög-Land Deutschland höchst seltsam anmuten.

    Dänische Studentin mit Luxussorgen: Das Geld ist nicht genug - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - UniSPIEGEL
    Ja, da sieht man wohin eine "Rundum-Versorgung" letztlich führt: Der Wunsch der Studentin sich auch mal ein Bier oder eine Latte leisten zu können ist ja absolut nachvollziehbar und kein Wunsch nach übertriebenen Luxus.

    Aber sie hat nicht verstanden dass sie für dieses bisschen mehr schlicht und ergreifend selbst verantwortlich ist. Also einfach 2 oder 3 mal im Monat einen Nebenjob für ein paar Stunden machen - ein bisschen mehr Leistung zeigen - und sie kann sich das prima erlauben.

    Nur weil sie das nicht verstanden hat wird der vermeintlich einfache Weg gewählt: Es wird mehr Geld vom "Staat" gefordert, weil eine gute Ausbildung ja im Interesse des Staates ist. Und wer bringt das Geld dafür dann auf? Der Nachbar, der morgens um 6.00 Uhr aufsteht und zur Arbeit geht. Diesem begreiflich zu machen, dass er zukünftig besser um 5.50 Uhr aufsteht und in den 10 Minuten das Bier der Studenten-Nachbarin verdienen soll dürfte aber auch recht schwer werden.
  5. #5

    Es sind Luxus-Sorgen

    Dänische Lebenshaltungskosten kann ich nicht einschätzen, ebensowenig den Jobmarkt für Studenten.
    Einschätzen kann ich, daß in der Studienzeit schlicht und einfach nicht drin war, ohne nachzudenken in ein Café zu gehen. Klar! Das tun zu können IST Luxus, ebenso eine komplett eigene Wohnung in der Studienzeit. Wenn das nicht geht, dann geht das halt nicht. Es wird immer jemanden geben, der reicher ist und jeden Samstagabend ausgeht.
    Ich kann mich noch sehr gut an den Tag erinnern, wo ich mein erstes "richtiges" Gehalt bekommen habe, und endlich mal im Supermarkt eingekauft habe, wonach mir gerade war, ohne nachzudenken....

    Sparen und ein schlechtes Gewissen sind zwei ganz andere Dinge. Selbst wenn man über die Nachhaltigkeit der Lebensmittel aus dem Netto-Discounter nachdenkt.
  6. #6

    Lusxusprobleme!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Studenten in Dänemark bekommen bis zu 737 Euro vom Staat*- geschenkt. Eine junge Dänin klagt nun: Das reicht hinten und vorne nicht. Mit einem Zeitungsartikel löste sie heftige Debatten aus, die im Bafög-Land Deutschland höchst seltsam anmuten.

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    Manchen geht es so gut, das das einzeige Problem ist, das es anderen noch besser geht! Und Arbeit scheint ja wohl was für Asis zu sein?
    Himmel Arsch und Zwirn - ich hab damals in den Semesterferien Guss geputzt. Gut bezahlt Schweinearbeit mit weiteren Studis und sonst nur genügsammem Stammpersonal mit Migrationshintergrund. Stuab, Scheiß Dreck - ich habs fürs Geld getan und den Job jedes Jahr verflucht... heute weis ich meinen sauberen Job zu schätzen. Auch wegen so einer Sache! Und BAFöG hatte ich schon mal garnicht.
  7. #7

    Einfach so und ohne zu überlegen...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Studenten in Dänemark bekommen bis zu 737 Euro vom Staat*- geschenkt. Eine junge Dänin klagt nun: Das reicht hinten und vorne nicht. Mit einem Zeitungsartikel löste sie heftige Debatten aus, die im Bafög-Land Deutschland höchst seltsam anmuten.

    Dänische Studentin mit Luxussorgen: Das Geld ist nicht genug - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - UniSPIEGEL
    ...möchte ich auch einmal das Geld anderer Leute ausgeben dürfen. Mache ich aber nicht mal mit meinem eigenen.

    "einfach so und ohne zu überlegen" (eine Latte bestellen) funktioniert nur als Ausnahmefall und setzt als Regel im Alltag eiserne finanzielle Disziplin voraus. Das ist für Studenten so und für Arbeitnehmer nicht anders und wird auch nie anders sein.
  8. #8

    Diese Sorgen...

    ...hätte ich auch gern gehabt. Ich hatte nur Nebenjobs als Einkommensquelle und noch dazu deutlich weniger pro Monat...und nun liest man von den Luxussorgen solcher verpäppelter Wohlstandskinder. Es schadet niemandem, mal temporär nicht aus dem Vollen schöpfen zu können.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Studenten in Dänemark bekommen bis zu 737 Euro vom Staat*- geschenkt. Eine junge Dänin klagt nun: Das reicht hinten und vorne nicht. Mit einem Zeitungsartikel löste sie heftige Debatten aus, die im Bafög-Land Deutschland höchst seltsam anmuten.

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  9. #9

    Fast so paradisisch wie H4 in D

    Die Kritik der Studentin ist typisch für menschliches Verhalten - egal wie gut die Umstände sind, der Mensch findet immer Grund zur Klage - selbst wenn an der Spitze der Dekadenz Apple-Produkten als Mangelerscheinungen aufgeführt werden.

    Dennoch: Das andere Extrem sehen wir in Deutschland: Studenten der Mittelschicht erhalten keinerlei staatliche Zuwendung, wenn ihre Eltern Normalverdiener sind, ohne sich jedoch eine dauerhafte Vollunterstützung ihrer Kinder leisten zu können - auf der anderen Seite erhalten gewöhnliche H4 Empfänger ein all-inclusive Programm vom Staat mit dem es sich weit besser leben lässt als einfache Arbeiter es realisieren könnten (Die Zuwendungen schätze ich p. P. auf einen Wert von ca. 950 - 1.300 € netto / Monat (u. a. Miete (warm!), Pflege-, Renten-, Kranken-, Haftpflicht- und Rechtschutzversicherung, 350 € Taschengeld, Erstausstattungen für alles!, Service-Ansprüche z. B. für Umzüge und und und))

    Kurz: in D wird die Zukunft des Landes sich selbst überlassen und der Bodensatz deluxe alimentiert und damit notwendige Investitionen in die Zukunft abgeschnürt - Paradox!