Gesetz gegen Sinnlos-Medikamente: Union will Pharmalobby beschenken

Medikamente dürfen jetzt nur noch zu Höchstpreisen verkauft werden, wenn sie besser sind als bisherige Arzneien. Doch kaum ist das entsprechende Gesetz in Kraft, will die Union es weitgehend entschärfen. Den Gewinn hätten die Pharmakonzerne, den Schaden die Patienten.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...812269,00.html
  1. #150

    Zitat von falco1001 Beitrag anzeigen
    Hä? Ist das Satire ? Oder verstehe ich den Witz nicht ? Die Fakten sehen etwas anders aus, wir habe ein äußerst teures System, ohne dass wir im Vergleich zu anderen westlichen Ländern eine höhere Lebenserwartung oder einen niedrigeren Krankenstand haben.
    Und: Selbstverständlich werden auch von der Pharmaindustrie Urlaube bezahlt, günstige Kredite gegeben, Bücher und Wahlkämpfe kostenlos gesponsort ... ;-)
    Und natürlich auch Parteispenden bezahlt, und ohne jeden Zweifel auch schlicht und einfach Schmiergelder. Wie kann man daran Zweifel haben ??
    Das sind leere Behauptungen, für die Sie keine Belege bringen.

    Als besonders schmerzhaft (und ehrenrührig) empfinde ich Ihre schamlose Unterstellung, die pharmazeutischen Hersteller würden "Schmiergelder" zahlen. Soweit mit bekannt, und hier spreche im Namen aller meiner Parteifreunde, würde die Union niemals auch nur einen Pfennig nehmen. Sachlich orientierte Politik ist für die Union ein Top-Thema, gerade auch im Gesundheitsbereich.
  2. #151

    ???

    Zitat von gerda 2 Beitrag anzeigen
    Die Krankenkasse wird nicht vom Patienten finanziert, sondern von der Allgemeinheit.
    Welche Krankenkasse wir nicht von ihren Kunden finanziert.

    Diese Weisheit hätten Sie mal der City BKK erzählen sollen, dann wäre sie vermutlich nicht Pleite gegangen!
  3. #152

    Allein mit der Bahauptung...

    Zitat von gerda 2 Beitrag anzeigen
    Das sind leere Behauptungen, für die Sie keine Belege bringen.

    Als besonders schmerzhaft (und ehrenrührig) empfinde ich Ihre schamlose Unterstellung, die pharmazeutischen Hersteller würden "Schmiergelder" zahlen. Soweit mit bekannt, und hier spreche im Namen aller meiner Parteifreunde, würde die Union niemals auch nur einen Pfennig nehmen. Sachlich orientierte Politik ist für die Union ein Top-Thema, gerade auch im Gesundheitsbereich.
    ...Sie hätten die möglichkeit für alle Ihre Parteifreunde zu sprechen maßen Sie sich eine Handlungsvollmacht zu die sich eigentlich nur die CSU erlaubt. Mit welchem Parteibeschluss haben Sie diese Vollmacht erhalten? Weiter: Sie behaupten dass sich auch nach alle an Ihren Spruch halten - wie stellen Sie das sicher?

    Der Gegenbeweis, dass Pahrmakonzerne Parteispenden geben ist wohl wesentlich einfacher zu führen!
  4. #153

    Datenaustausch

    Zitat von Corinna Beitrag anzeigen
    Prozentual ists weniger (Beitragsbemessungsgrenze, unerfreulicherweise erhöht sich diese aber jedes Jahr).

    Was mich mehr aufregt ist dass ein Viertel des Geldes in der Verwaltung verschwindet:

    Bürokratie verschlingt ein Viertel der Gesundheitskosten

    Da ist ein riesiges Einsparpotential welches sich durch Fusionen von Krankenkassen realisieren liesse.

    eben!
    Ok,nun hier mal eine kleine Geschichte,die in jeder deutschen Stadt ,so oder so ähnlich passiert:
    Ich war vor kurzen beim Arzt einer Stadt mit so 50.000 Einwohner,wo er fast das Monopol auf eine ärztliche Dienstleistung seines Fachbereiches inne hält,so wie die 5 Monopoly Apotheken in dieser Stadt.
    Ich besuche ihn regelmäßig und hatte Einblick in die Einrichtungen seiner Praxis:

    50% seiner Praxis füllen Fachbücher,Aktenschränke,Aktenordner,Papier und Büromaschinen,seine Arzthelferinnen haben sämtlichen bürokratischen Arbeiten zutunen um ihren "Arbeitgeber" zu entlasten.Bürokraten im weißen Kittel?

    Wenn Menschen mit der höchstmöglichen und wertvollen Ausbildung sich mit überflüssiger Bürokratie beschäftigen müssen,ist dass echt Zeitverschwendung,genauso für ihre Arzthelferinnen oder Krankenschwester.
    Wie auch Platzverschwendung in einer Praxis.

    Ich wäre dafür dass im Zukunft Ärzte sich lieber wieder vor Ort als Forscher sehen,die aktiv in ihren Fachgebiet forschen und sich Online mit anderen Ärzten wie Experten austauschen z.b. Unis.
    Der Datenschutz muss dabei natürlich geachtet werden.

    Rocky Horror Picture USB Show:
    Die einfaches Lösung wäre ein Krankenkassen USB Stick
    ,der jeden besuchten Arzt einen Ordner auf diesen Stick gibt,der genügend Platz für die üblichen Dinge wie Blutbilder,Röntgenbilder,Urinmessdaten sowie Text,Befund,Analysen des behandelnen Arztes sowie die verschriebenen Behandlungen,Medikamte bietet.
    Ausdruck per PDF auf Wunsch jederzeit möglich.

    Und da wir ja schon einige Zeit ein Europa haben, wäre es auch endlich an der Zeit Fusionen d.h. mehrere
    Europäische Kranken Kassen zu bilden ala das Geschäftmodell einer Onlinebank.

    Und wie schon gesagt sehe ich persönlich die Apotheke nur als Hilfsdienst an,der anstelle der derzeitigen Apotheken(preise),in jedes öffentliche Krankenhaus mit eingebaut werden kann als z.b. "DRUG SHOP 24h open"
    als stinknormaler Angestellter des Krankenhauses.
  5. #154

    Mehr Qualität für wenig Geld

    Zitat von capitain_future Beitrag anzeigen
    Ok,nun hier mal eine kleine Geschichte,die in jeder deutschen Stadt ,so oder so ähnlich passiert:
    Ich war vor kurzen beim Arzt einer Stadt mit so 50.000 Einwohner,wo er fast das Monopol auf eine ärztliche Dienstleistung seines Fachbereiches inne hält,so wie die 5 Monopoly Apotheken in dieser Stadt.
    Ich besuche ihn regelmäßig und hatte .....
    Diese angesprochne Reform,würde Millarden von Euros einsparen und gleichzeitig die Quailtät steigern.
    Die Krankenkasse in der Zukunft kann sehr viel Druck auf die Pharmalobby ausüben,was Rabatte ermöglich und die Forschung anheizt.
    Wer biete weniger? 14,6% v. Brutto war gestern!
    Mitglieds-Beiträge werden dann sinken.
    Medikamente werden von jeden Krankenhaus DANN zu Weltmarktpreisen eingekauft.

    Die derzeitigen Apothekenpreise sind dann Schnee von gestern.Ebenso wie der örtliche Dorfmonopolist "Graf Koks" Apotheker.

    Die Krankenkasse von morgen kann Gratis Software ala eines modernen Linux jeden Krankenhaus somit Arzt vor Ort geben,was sonstige teuere Betriebssysteme überflüssig macht.Sowie eine einheitliche Software entwickeln lassen und verteilen.

    Der spezielle USB Stick bzw. die neue Krankenversicherungkarte kostet in der Massenproduktion mit 4 GB Speicher nicht einmal 1€.
  6. #155

    na gut...

    Zitat von generix4 Beitrag anzeigen
    Was ist mit England? Auch in anderen Staaten sind Medikamente oft teurer als bei uns. Da ich im Re-Import arbeite, weiss ich auch von was ich rede.

    Wenn die Pharmaindustrie zu Zwangsrabatten (16%) gezwungen wird nennen Sie es keine Federn lassen.
    oh...ja...hab ich glatt vergessen....durch den zwangsrabatt verdient sich die pharmaindustrie bei uns nicht mehr dumm und dämlich sondern nur noch blöde.
    setzen sie doch mal den RICHTIGEN maßstab an.
  7. #156

    Hmm

    wieso werfen wir eigentlich den Griechen Verschwendungssucht vor und Patronagentum in allen Parteien, Stadien und Ebenen?
    Wir sollten mal vor unserer Haustüre kehren und die Industrie, egal in welchen Feldern auch immer, in die Schranken und in das tatsächlich Bezahlbare verweisen.

    Bei den Pillendrehern reicht es sicherlich einfach zu einer Gewinnmarge (sagen wir mal 0,000001 Promille pro Pille) die reinen Materialkosten pro Pille dazu zu addieren und anteilig eventuell angefallene Entwicklungskosten; Personalkosten pp nach den Richtlinien für Beamte im mittleren Dienst, Wissenschaftler im höheren Dienst).
    Werbung, Vertretertum und ähnlichen Luxus sollen dann die Pillendreher gefälligst aus eigener Tasche bezahlen, sprich vom Nettoreingewinn (nach dem Abzug aller Steuern pp.).

    Betrachte ich mir z.B. die Kosten für eine Aspirin-Pille ín den USA oder in Tunesien dann sind bei uns die Pillenpreise irgendwo zwischen 500% und 1000% überhöht und das schlägt natürlich nicht nur auf den Magen sondern auch auf den Geldbeutel der Krankenkassen und der beitragspflichtigen Arbeitnehmer.
    Wären die Preise tatsächlich marktbezogen dann könnten einige Prozente alleine an Krankenkassen-Beiträgen eingespart werden.
  8. #157

    100000 Wähler

    21000 Apoteken mit sagen wir mal 5 Mitarbeitern = ca. 100000 Wähler. So viele sind das nun nicht, dazu noch ein paar Hotelbesitzer und die Arbeitnehmer der Pharmaindustrie wählen bestimmt nicht nur CDU/FDP.
    Ob die Politiker da mal nicht auf das falsche Pferd setzen?
    Ich hab schon Pferde kotzen seh'n, vor der Apoteke.....
  9. #158

    Zitat von gerda 2 Beitrag anzeigen
    Derart abstruse Behauptungen lassen sich sinnvollerweise nur mit beredtem Schweigen übergehen. Seehofer hat richtig reagiert.

    Ich kann mir beim besten Willen keinen Unionsabgeordneten (damit meine ich auch meine Partei, die CDU) vorstellen, der Geld von der Pharmaindustrie (oder sonst wem) nimmt.

    Die Union betreibt (im Unterschied zu rot - tiefrot - grün) eine ausschließlich sachlich orientierte Politik. Wir haben das beste Gesundheitssystem der Welt - und damit das so bleibt, ist eine enge Verzahnung mit den pharmazeutischen Herstellern unabdingbar.

    Das "lernende System" (Spahn, CDU) erfüllt genau diesen Zweck: Nur wenn beide Seiten voneinander lernen (die Politik von der Pharmaindustrie und die Pharmaindustrie von der Politik) und sich ständig befruchten, ist der Gesundheit der Patienten optimal gedient.
    Das, was Sie hier gerade geschrieben haben, war doch Satire, oder? Schon erstaunlich, dass ein CDU'ler die Machenschaften seiner Partei so erbarmungslos aufs Korn nimmt.

    Oder sollten Sie das wirklich im Ernst gemeint haben? Da könnte man ja nicht mal mehr drüber lachen.

    Helmchen
  10. #159

    Zitat von LeToubib Beitrag anzeigen
    Ich bin kein Apotheker, antworte aber dennoch:

    Was nutzt Ihnen Ihre Internetapotheke, wenn Sie ein rezeptpflichtiges Medikament erst nach 2 bis 3 Tagen später bekommen, nur weil die keine Apotheke an der Ecke schliessen musste? Diese vermeidbare Vezögerung könnte bei einer bakteriellen Bronchitis schon fatale Folgen haben!

    Rezeptpflichtige Medikamente bekommen Sie dort auch nicht billiger als nebenan, das Gehalt der Apothekenhelferinnen und die Miete für die Apotheke behält "Doc Morris" in seinem Geldbeutel.

    Und die Anzahl der Apotheken nebenan nimmt - unter Anderem wegen Patienten wie Ihnen - stetig ab: Alleine bei uns haben innert dieses noch kurzen Jahres schon 4 aufgegeben, in Luxembourg-Centre hingegen 5 neu eröffnet ...
    Wnn ich nun dazu Ihr anderes Posting über den Unterschied der Medikamentenpreise in Deutschland und Luxemburg betrachte (was hat Sie denn da bloß geritten? Da haben Sie ja sich und Ihren Apothekerfreunden selber von hinten ins Knie geschossen, Herr Doktor), dann machen die luxemburger Apotheken also trotz der um ein Vielfaches geringeren Preise immer noch genügend Gewinn, um zu existieren, oder? Und die Pharmafirmen werden ja wohl kaum unter dem Einstandspreis ins Ausland verkaufen. Also reicht es bei Luxemburger Preisen immer noch für beide.

    Wenn ich natürlich in einer Apotheke 4 Leute rumstehen habe, die mindestens zur Hälfte der Zeit Däumchen drehen, brauch ich schon einen saftigen Profit - und (einfach nur so als Beispiel) 20% von 25 € sind nun mal mehr als sogar 40 % von 8 €. Scheinbar sind die Luxemburger Apotheker bessere Geschäftsleute.

    Helmchen