Welche Verantwortung trägt die Deutsche Bank für die Finanzkrise?

Die Spekulationen der Banken haben unter anderem dazu beigetragen, dass die Wirtschaftskrise erhebliche Ausmaße erreichen konnte. Wie sehr war die Deutsche Bank daran beteiligt?
  1. #100

    Zitat von makuzei Beitrag anzeigen
    Die Ursache der Bankenpleiten
    Die Hauptursache der Bankenpleiten wird kaum erwähnt.
    Es ist das idiotische Missverhältnis der Prüfung der Kreditwürdigkeit
    zwischen kleinen Krediten und hunderttausendfach höheren Krediten.

    Als denkender Mensch würde man sofort sagen: Bei einem hunderttausendfach
    höheren Kreditvolumen muss auch der Prüfungsaufwand hunderttausendfach
    grösser sein- oder doch wenigstens 1000-fach.-

    Das Gegenteil ist der Fall.Jeder € 50.000,-- Kredit wird mit einer irrsinnigen und demütigenden
    Sorgfalt- unter Sicherheitsanforderungen geprüft,als hinge die Existenz der Bank davon ab.-
    Dem steht eine im Verhältnis fast Null-Prüfung bei einem 100 Millionen-Kredit gegenüber.-
    Diese werden in Relation gesehen praktisch freihändig vergeben- da reicht ein Urteil einer Rating-Agentur – und peng-sind mal eben ein paar Mrd futsch.-
    Warum ist das so?

    Zum einen wird die Berechtigung der irrwitzigen Gehälter vom Bankführungspersonal
    hieraus abgeleitet.“Verdienen“ sie doch oft mit einem Federstrich für die Banken
    100 Millionen,weil sie eine Mrd bei der EZB billig borgen- und dann für ein paar %
    mehr jemandem verleihen,den sie mal eben für kreditwürdig erachten.-

    Wenns gut geht,stimmt das ja auch.Die Bank verdient hundert Millionen,und da soll der
    geniale Mensch,der dies Geschäft getätigt hat,nicht wenigstens eine Million abbekommen?

    Das ist der doch wert-oder.-

    In Wahrheit hätte jeder von uns,der das kleine Einmal-Eins-beherrscht,diesen Kredit vergeben können- in dieser leichtfertigen Weise.-

    Diese Leichtfertigkeit führt zu den hohen Gewinnen von Banken.Würden sie sorgfältig gerade die
    grossen Kredite prüfen,würde dies den Gewinn schmälern.-

    Die irrwitzigen Bezüge der Bankleiter resultieren also daraus,dass sie ihre Arbeit nicht ordentlich machen.Das kann lange gut gehen- und wenn es schief geht- wir wissen es,trägt der Steuerzahler die Last- und die überbezahlten Durchschnittsintelligenzen der Bankdirektoren oder Vorstände sind doch immerhin so schlau,von ihren unberechtigt hohen Bezügen nichts mehr zurückzugeben.

    Sie gehen dann schlimmstenfalls in den Ruhestand- oft auch noch mit Abfindungen,als hätten sie wenigstens Durchschnittliches geleistet.-

    Wie kann man das System ändern?
    Das Problem ist,es gibt eben durchaus Leute mit Näschen,die wirklich ein besseres Gespür für
    gute Geschäfte haben.Leider erkennen wir hier einen Irrtum erst dann,wenn es zu spät ist.

    Die Bankleiter in die Haftung zu nehmen,bringt bei den ungeheuren Summen,mit denen diese notwendig hantieren müssen,nichts. ...ff
    Ebensowenig ändert eine Erhöhung des Eigenkapitals daran etwas.Die Eigentümerzahl erhöht sich-es müssen mehr Menschen bluten-
    oder die Banken müssen wichtige Teilbereiche verkaufen-Blödsinn pur-

    Reduziert das die Risikobereitschaft der Bankvorstände? Nada.
    Null.Denn deren Boni hängen ja ab von hohen Gewinnen.-

    Was notwendig und sehr viel wirkungsvoller wäre-

    und was allein in Deutschland auch sofort durchgeführt werden könnte,

    wären gesetzliche Prüfungsvorschriften,die es eben verhindern,dass Mrd investiert werden in Immobilien-Kredite,ohne die Bonität der Kreditnehmer wenigstens stichprobenartig zu prüfen.-


    Dies wäre ein Weg,SOFORT eine Ansteckung einer Bank durch eine Kreditblase zu verhindern.
  2. #101

    Die Zocker AG

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Spekulationen der Banken haben unter anderem dazu beigetragen, dass die Wirtschaftskrise erhebliche Ausmaße erreichen konnte. Wie sehr war die Deutsche Bank daran beteiligt?
    Die Zocker AG – vom 30.01.2012

    An ihrem Artikel fand ich bemerkenswert mit welcher Akribie Sie die Historie des Investment Banking Engagements der Deutschen Bank in USA nachgezeichnet haben; und der treibenden Personen. Wenn Ihre Darstellung der Wirklichkeit entspricht, und davon gehe ich aus, dann müsste meines Erachtens die Bewertung möglicher Konsequenzen härter ausfallen. Mir fallen da Begriffe ein, wie unverantwortliche Abzocker, Betrüger, Verbrecher, Macht- und Geld versessen auf Kosten gläubiger Opfer, Raubtierkapitalisten, und vieles mehr.
    Nennen Sie mir einen guten Grund, warum anständige Bürger, die ihr Geld redlich verdienen, dieser Bank und ihren undurchsichtigen Tochterfirmen künftig auch nur einen Cent anvertrauen sollten! Und warum wird ein Mann, der einer der Hauptakteure dieses betrügerischen Spiels gewesen ist, trotzdem Chef dieser Firma?! Zeigt dies nicht, dass sich künftig wenig ändern wird am Geschäftsgebaren? Im Mittelpunkt wird immer das Wohl der Chefbanker und nicht des Kunden stehen!
  3. #102

    Zitat von kukkuk Beitrag anzeigen
    Die Zocker AG – vom 30.01.2012

    An ihrem Artikel fand ich bemerkenswert mit welcher Akribie Sie die Historie des Investment Banking Engagements der Deutschen Bank in USA nachgezeichnet haben; und der treibenden Personen. Wenn Ihre Darstellung der Wirklichkeit entspricht, und davon gehe ich aus, dann müsste meines Erachtens die Bewertung möglicher Konsequenzen härter ausfallen. Mir fallen da Begriffe ein, wie unverantwortliche Abzocker, Betrüger, Verbrecher, Macht- und Geld versessen auf Kosten gläubiger Opfer, Raubtierkapitalisten, und vieles mehr.
    Nennen Sie mir einen guten Grund, warum anständige Bürger, die ihr Geld redlich verdienen, dieser Bank und ihren undurchsichtigen Tochterfirmen künftig auch nur einen Cent anvertrauen sollten! Und warum wird ein Mann, der einer der Hauptakteure dieses betrügerischen Spiels gewesen ist, trotzdem Chef dieser Firma?! Zeigt dies nicht, dass sich künftig wenig ändern wird am Geschäftsgebaren? Im Mittelpunkt wird immer das Wohl der Chefbanker und nicht des Kunden stehen!
    Der Grund den Sie vermissen, ist ein allzu menschlicher: Gier. Mehr muss man dazu nicht sagen.

    exilator
  4. #103

    DB, zwar nichtjungfräulich, aber immerhin

    Die DB, zwar nichtjungfräulich, aber immerhin ist sie nicht in der öffentlichen Schuld. Noch vor Jahren auf Rang 6 der weltweit größten Institute, ist sie nur noch auf Platz 26. Und dennoch, sie ist weitgehend unbeschadet dem Fiasko entkommen und hat keine staatliche Beihilfe benötigt und erhalten. Die wahrlich unersättlichen Steuerabzocker sind die staatlichen Institute.

    Anders als die Schweizer und US-Banken, mußte die DB nicht ihr Tafelsilber verpfänden und einschneidende Not-Umstrukturierungen vornehmen. Zwar hat auch die DB Fonds vertrieben, die jetzt notleidend sind (ich bin noch rechtzeitig ausgestiegen, andere nicht), aber im internationalen Vergleich steht sie noch gut da. Anders die staatlichen Banken. Die West-LB wird abgewickelt, die anderen Landesbanken sind wahrlich nicht auf Rosen gebettet und die Hypo Real Estate (was für ein verführerischer Name und Anspruch!) ist das personifizierte Unvermögen auf Kosten der Steuerzahler. Soviel zur Verantwortung und zum Fachwissen dieser sogenannten Banken oder bankähnlichen Institute.

    Ich bin wahrlich kein Freund der Deutschen Bank, die den unvermögenden Steuerzahler mittels der Bank 24 vom direkten Kontakt fernhalten wollte und sich jetzt wieder reumütig über den Kauf der popeligen Postbank an den Normalverbrauchen heranrobben will. Aber Vorwürfe, die nicht fair sind, sollte man unterlassen.
  5. #104

    Welche Verantwortung trägt die Deutsche BAnk für die Finanzkrise?

    Zitat von pepper_pike Beitrag anzeigen
    Die deutsche Bank macht was eine Bank machen muss, Geld verwalten und vermehren, ihr den Sinn und Zweck das eigenen Daseins vorzuwerfen ist schändlich. Keiner wurde gezwungen Schrottpapiere zu kaufen, maßlose Gier in Verbindung mit maßloser Dummheit trieb die "Nachahmer" dazu diese Papiere zu kaufen, da wollten ABC-Schützen schlauer als der Lehrer sein. Eiterbeulen sind nur die Pleitebanken, Inkompetenz zum Quadrat, die Deutsche Bank hat den Markt von den Schwachmaten bereinigt, natürliche Auslese.
    Alles was Sie schreiben ist richtig! Es wundert mich, dass hier eine wirklich betrügerishe Bank und deren Helfershelfer - auf Honorarbasis beschäftigte Politiker - eisnchließlich Frau Merkel lt. Film - nicht aufgefordert wird, ihre Praktiken zu veröffentlichen.
  6. #105

    Zitat von leoaul Beitrag anzeigen
    Die DB, zwar nichtjungfräulich, aber immerhin ist sie nicht in der öffentlichen Schuld. Noch vor Jahren auf Rang 6 der weltweit größten Institute, ist sie nur noch auf Platz 26. Und dennoch, sie ist weitgehend unbeschadet dem Fiasko entkommen und hat keine staatliche Beihilfe benötigt und erhalten. Die wahrlich unersättlichen Steuerabzocker sind die staatlichen Institute.

    Anders als die Schweizer und US-Banken, mußte die DB nicht ihr Tafelsilber verpfänden und einschneidende Not-Umstrukturierungen vornehmen. Zwar hat auch die DB Fonds vertrieben, die jetzt notleidend sind (ich bin noch rechtzeitig ausgestiegen, andere nicht), aber im internationalen Vergleich steht sie noch gut da. Anders die staatlichen Banken. Die West-LB wird abgewickelt, die anderen Landesbanken sind wahrlich nicht auf Rosen gebettet und die Hypo Real Estate (was für ein verführerischer Name und Anspruch!) ist das personifizierte Unvermögen auf Kosten der Steuerzahler. Soviel zur Verantwortung und zum Fachwissen dieser sogenannten Banken oder bankähnlichen Institute.

    Ich bin wahrlich kein Freund der Deutschen Bank, die den unvermögenden Steuerzahler mittels der Bank 24 vom direkten Kontakt fernhalten wollte und sich jetzt wieder reumütig über den Kauf der popeligen Postbank an den Normalverbrauchen heranrobben will. Aber Vorwürfe, die nicht fair sind, sollte man unterlassen.
    Das ist absolut falsch. Die DB hat massiv sowohl vom amerikanischen als auch vom deutschen Steuerzahler Geld bekommen. Wenn Obama nicht die Rettung Fanny Mae und Fredy Mac angesagt hätte, wären alleine in den USA etwa 200 Mrd. $ von der deutschen Bank abzuschreiben gewesen, und in D. hat die DB massiv von KFW und anderen Staatsbanken Geld für Fehlinvestitionen bekommen. Wenn Sie meinen, dass die deutsche Bank offiziell keinen Antrag auf beihilfe gestellt hat, dann haben Sie recht. Aber Steuerzahlerns Geld ist massiv da hingeflossen.
    Und wenn man die Schuld untersucht, warum die Landesbanken so in die Bredouille gekommen sind, dann sieht man, dass diese die abgewrackten Produkte von der deutschen Bank noch immer angeboten und abgenommen wurden, als die subprime Krise bereits hochkochte. Die DB ist der dealer und pusher dieses miesen und verkommenen Finanzsystems.

    rolli
  7. #106

    Dazu haben wir das Forum .

    Danke ROLLI! Die Sicht werde ich verinnerlichen.
  8. #107

    Klar, die Banken sind schuld ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Spekulationen der Banken haben unter anderem dazu beigetragen, dass die Wirtschaftskrise erhebliche Ausmaße erreichen konnte. Wie sehr war die Deutsche Bank daran beteiligt?
    Ich frage mich nur, wem die Banken diese Schrottpapiere verkauft haben? Sind denn die Kunden alles völlige unmündigen Idioten?

    Ich habe bei WiSO einen Fall gesehen, dan hat eine Bank einer alten Frau Zertifikate verkauft, die hochspekulativ waren. Die alte Dame hat damit fast 50% ihrer Anlagesumme verloren.

    Traurig!

    Die Kehrseite sieht jedoch anders aus.

    Als der WISO-Jouranlist die Dame bat,doch mal vorzulesen, was für einen Titel dieses Zertifikat hat, welches sie da gekauft hat, da musste sie passen. Sie konnte auch nach mehrmaligem Ansatz den Titel des Zertifikats nicht vorlesen. Nicht dass die Dame Analphabetin gewesen wäre, oh nein, es handelte sich um eine pensionierte Deutschlehrerin.

    Warum in aller Welt hat sie dann diesen Mist gekauft?

    Aber es ist eben so, dass grundsätzlich immer jemand anders Schuld ist an der eigenen Misere.
  9. #108

    Drogendealer?

    Zitat von faxfxx930 Beitrag anzeigen
    Eiterbeule ist lediglich die Deutsche Bank, die 120 Mrd. Dollar vom amerikanischen Steuerzahler erhalten hat, um sich dann zu brüsten, dass man kein Geld vom DEUTSCHEN Steuerzahler bekommen habe. Sie geben immerhin zu, dass die Deutschen Bank der Lehrer war. Ich sage, dass sie nicht nur der Prophet sondern der Drogendealer des Neoliberalismusses war und ist.

    faxfxx930
    Ja, ja, der Drogendealer ist hat Schuld, aber niemals der Abhängige, der ist schließlich nur krank.
    Wenn die leichtgläubigen Rentner nur ein-mal, versucht hätten, den Titel der Schrottpapiere, die ihnen da angedreht wurden, auch nur zu lesen, dann hätten viele nicht ihr Geld verloren.

    Wenn ein Lidl-Verkäufer ihnen eine braune, verschlossene Tüte hin hält, würden Sie die dann kaufen, ohne zu wissen, was drin ist?
    Warum kaufen die Typen nur solche Papiere? Es zwingt sie doch keiner?
    Aber, Schuld hat immer und stets der Andere!!
  10. #109

    Rest der Menschen

    Zitat von zins-bürger Beitrag anzeigen
    Die Deutsche Bank macht das, was die Große Religion (alle großen Religionen !) vorgibt: die Macht und das Geld der 0,1 bis 1 % Adeligen, Mächtigen und Eliten zu mehren und zu verteidigen, damit diese ihren Himmel auf Erden haben mögen.
    für den Rest der Menschen ist der Trost auf das Jenseits vorbehalten,
    ansonsten haben sie zu gehorchen, zu arbeiten und den Ruhm der Mächtigen und ihrer Länder und religiösen Führer zu mehren.
    Es liegt aber eben auch am Rest der Menschen. Wer kümmert sich denn schon um sein eigenes Geld? Man vertraut lieber auf den Staat und macht high live, solange es geht.

    Wenn's dann klemmt, sind's wieder die Anderen, die Schuld an der eigenen Misere haben.