Googles Super-Profil: Datenschützer empfiehlt Streubesitz

Google führt die Nutzerdaten*seiner zahlreichen Dienste zusammen. Der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar rät Usern, die einer umfassenden Profilbildung entgehen wollen, den Umstieg auf mehrere andere Anbieter.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...811359,00.html
  1. #10

    nicht umsonst...

    Zitat von super_nanny Beitrag anzeigen
    Irrtum, das Gegenteil ist der Fall. Facebook, Google etc. machen es einem Staat doch sehr einfach unliebsame Mitbürger zu überwachen und auszuschalten.

    Gruppen kann man auch sehr gut via Newsgroups organisieren - eine Technologie aus den 80ern, die direkt auf TCP aufsetzt und niemandem gehört und daher viel sicherer ist, insbesondere wenn man die Kommunikation verschlüsselt.
    ...hatte Facebook sein Startkapital unter anderem vom US-Geheimdienst.
  2. #11

    Fantasie gefragt

    Facebook, Google und Co. verlangen ja regelrecht ihre Dienste nur noch mit Pseudo-Identitäten in Anspruch zu nehmen.
    Max Mustermann lässt grüßen. Die User haben es in der Hand, diese Datensauger ad absurdum zu führen. Name: Mustermann. Vorname: Max. Geburtsdatum: 05.05.1955. Geburtsort. Gehtdichnichtsan Wohnort: Musterstadt. PLZ:12345 usw.usw. Wer seine Klarnamen angibt, muss sich über die Folgen im Klaren sein. Ob Jugendliche diesen Weitblick haben, wage ich zu bezweifeln. Die Vorschläge des Bundesdatenschutzbeauftragten kann ich nur befürworten.
  3. #12

    Per Bing googeln

    Ein wenig bin ich hier von Google enttäuscht. "Don't be evil" war mir sympatisch, aber Microsoft scheint (nach IBM) die Firma meines Vertrauens zu werden.

    Ich such ab jetzt erst mal per Bing und nur wenn ich nichts finde per Google.
  4. #13

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Google führt die Nutzerdaten*seiner zahlreichen Dienste zusammen. Der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar rät Usern, die einer umfassenden Profilbildung entgehen wollen, den Umstieg auf mehrere andere Anbieter.

    [...]

    "Wünschenswert wäre aber, dem Nutzer eine Wahlmöglichkeit einzuräumen, so dass er die Nutzung seiner Daten aus bestimmten Produkten unterbinden kann", so Schaar.

    Googles Super-Profil: Datenschützer empfiehlt Streubesitz - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt
    Personendaten, Nutzungsdaten, social signals usw. haben einen Wert für Google. Diese Daten sind die Währung, mit welcher die Nutzer die Google-Dienste bezahlen - umsonst sind die Produkte nämlich mitnichten. Die Forderung nach einer "Wahlmöglichkeit" verkennt diese Tatsache vollkommen. Warum sollte Google seine Dienste umsonst zur Verfügung stellen? Wie sollte dies möglich sein? In Bezug auf die Nutzung der Daten durch Google hat der User keine Wahlmöglichkeit, wenn er die Produkte nutzen möchte. Die Wahl hat der User dennoch, schließlich kann er komplett auf bestimmte Dienste verzichten. Geschenkt bekommt er allerdings nichts.
  5. #14

    Google

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Google führt die Nutzerdaten*seiner zahlreichen Dienste zusammen. Der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar rät Usern, die einer umfassenden Profilbildung entgehen wollen, den Umstieg auf mehrere andere Anbieter.

    Googles Super-Profil: Datenschützer empfiehlt Streubesitz - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt
    Und da versucht Google noch, die Vereinheitlichung der sogenannten Datenschutz-Richtlinien als vereinfachten Datenschutz zu verkaufen, siehe Suchmaschinen - Neue Datenschutzrichtlinie bei Google Ich habe mehr den Eindruck, Google vereinfacht den Datenschutz für sich, damit sie die Nutzerdaten noch besser zusammenführen können. Wenn ich dann noch heute bei Zeit Online lese, dass Google die anonymisierte Suche über Scroogle blockiert - siehe Suchmaschine: Anonymisierte Google-Suche über Scroogle ist blockiert | Digital | ZEIT ONLINE - dann sträuben sich mir echt die Nackenhaare
  6. #15

    Bing

    Zitat von Karsteman Beitrag anzeigen
    Ein wenig bin ich hier von Google enttäuscht. "Don't be evil" war mir sympatisch, aber Microsoft scheint (nach IBM) die Firma meines Vertrauens zu werden.

    Ich such ab jetzt erst mal per Bing und nur wenn ich nichts finde per Google.
    viel Spaß dabei...und grüßen Sie die anderen Neurotiker
  7. #16

    titel

    Zitat von super_nanny Beitrag anzeigen
    Selbst wenn man Cookies und Google-Analytics zuläßt - solange Google den Real-Name nicht kennt, werden sie damit nicht viel anfangen können. Und es wird m.E. keinen Grund geben sich zu outen.
    Wenn genügend Daten gesammelt werden, ist es recht einfach an den Realname heranzukommen. Außer Sie verwenden nirgendwo im WWW Ihren Realname.
  8. #17

    titel

    Zitat von super_nanny Beitrag anzeigen
    Da gebe ich Ihnen recht. Allerdings läßt sich die Interpretation der Emails nur sehr schwer automatisieren, das sieht man ja z.B. an der Qualität der Spam-Filter. Außerdem nutze ich mehrere Email-Accounts und natürlich kann keiner meiner Email-Provider etwas über mein Surfverhalten wissen.
    Der Klarname steht in der Email immer an der gleichen Stelle. Er ist also sehr einfach automatisiert herauszulesen.
    Benutzen Sie Gmail, kann Google Ihre Suchanfragen, links die Sie anklicken, Ihre Youtubesuchen, links die Sie anklicken, und Ihre Emailadresse mit Ihrem Klarnamen verknüpfen. Das ist gar kein Problem.
    Außerdem gibt es ja noch das Evercookie-Problem.
  9. #18

    Ich will die Datensammelwut dieser Datenkraken ja nicht gutheißen, frage mich aber dennoch, was denn alle zu verbergen haben, dass sie 7 E-Mail-Accounts vorhalten oder Angst haben müssen, dass trotz der Nutzung von Pseudonymen versucht werden könnte, den Klarnamen herauszubekommen. Wen sollte das denn interessieren, wer "meinmein" ist, welche Rechnungen er bezahlt und wem er Mails schickt und wie er sein Privatleben gestaltet?
    99.999 % der Menschen sind einfach nur langweilig und uninteressant, von denen scheinen sich ja viele geradezu danach zu sehnen, dass sich jemand für sie interessiert.
  10. #19

    titel

    Zitat von willi2007 Beitrag anzeigen
    Facebook, Google und Co. verlangen ja regelrecht ihre Dienste nur noch mit Pseudo-Identitäten in Anspruch zu nehmen.
    Max Mustermann lässt grüßen. Die User haben es in der Hand, diese Datensauger ad absurdum zu führen. Name: Mustermann. Vorname: Max. Geburtsdatum: 05.05.1955. Geburtsort. Gehtdichnichtsan Wohnort: Musterstadt. PLZ:12345 usw.usw. Wer seine Klarnamen angibt, muss sich über die Folgen im Klaren sein. Ob Jugendliche diesen Weitblick haben, wage ich zu bezweifeln. Die Vorschläge des Bundesdatenschutzbeauftragten kann ich nur befürworten.
    Facebook verbietet die Verwendung von Pseudonymen (ein Schelm, wer böses dabei denkt) und versucht, pseudonyme Accounts zu sperren. Facebook fragt dazu User, ob sie Accounts als Echtnamen-Accounts bestätigen können.