iBooks 2: Apple geht in die Schule

iBooks 2 heißt ein neues Produkt, mit dem Apple sein iPad als Schulbuch-Ersatz vermarkten will. Mit interaktiven, multimedialen Lehrbüchern sollen Schüler für Lerninhalte interessiert werden - und noch mehr Apple-Tablets verkauft.

http://www.spiegel.de/netzwelt/gadge...810205,00.html
  1. #130

    iStick? Echt, wo?!
    Muss ich vorbestellen!
  2. #131

    Zitat von firefox34 Beitrag anzeigen
    Wer eine Kreisäge bedienen kann, hat noch lange nicht das Zeug zum Möbeldesigner. Es geht doch bei dem Einsatz von Technik im Unterricht nicht darum die Bedienung der Technik zu vermitteln, sondern den Lehrprozess zu unterstützen.
    Stimmt, aber warum zitieren Sie dann mich? Meine Aussage hat sichbauf etwas ganz anderes bezogen.
  3. #132

    MarkInTosh

    Zitat von MarkInTosh Beitrag anzeigen
    Schreibt viel technischen Kram, u.a.
    Wow! Für Sie noch einmal zum mitdenken:

    - e-Books in der iBooks-App liegen auf lokal dem iPad vor und benötigen keinen extra mobilen Internetzugang via UMTS etc.. Ein Abgleich über WiFi kann - ohne dass der Schüler irgendetwas tun muss - in der Schule geschehen.

    - Ein Internetzugang zuhause ist für Sie noch etwas besonderes? Willkommen im Jahre 2012!

    - Um ein iPad per USB zu synchronisieren reichen auch vier/fünf Jahre alte PCs/Macs locker aus. Aber es würde ja nicht zwingend benötigt, da Synchronisierung, Softwareinstallation, -aktualisierung und Datensicherung auch in der Schule geschehen können (s.o.).

    Ähem... Nennen Sie mir auch nur eine kostenlos verfügbare Lösung, die auch nur annähernd das bietet, was "iBooks Author" und iBooks 2 ermöglichen. Wenn Sie Glück haben, gibt's in einem Jahr einen mit dem heutigen Stand bei Apple vergleichbaren Android-Clone.
    Lieber MarkInTosh,
    was sie schreiben mag ja alles zutreffen, aber das sind alles keine neuen "Features", automatisches Sync, Patchen etc., kurz "Client Automation" ist in jedem größeren Unternehmen seit einigen Jahrzehnten bereits implementiert. Dazu gibt es genügend Lösungen von großen Anbietern wie z.B. HP. Für einen Privatuser oder einen MacUser mag das alles magisch und zauberhaft sein, da sich ein Privatuser i.d.R. keine solche Infrastruktur aufbaut und Macs in Unternehmen ein Nischendasein führen (und jetzt kommen sie mir nicht Multimediaagenturen und Verlagen).
    Auch Software ala "iBooks Author" gibt es zu hauf. Womit produzieren die Verlage wohl Zeitungen und Bücher? Mit Schere und Schreibmaschine?
    All dieses kostet Geld! Aber als Anwender bewahre ich ein gewisses Maß an Unabhänigkeit! Bei Apple bekomme ich die Inrastruktur und die Tools umsonst, aber wie wir alle wissen "Umsonst ist der Tod und der kostet das Leben" und in diesem Fall mein geistiges Eigentum.
    Wenn unser Bildungssystem sich weiterentwickeln soll, sollten wir alle bereit sein das Geld dafür selbst aufzubringen, als sich in die Abhänigkeit eines Großkonzerns zu begeben. Dafür ist das Thema viel zu wichtig für unser aller Zukunft.
  4. #133

    buchauswahl

    Zitat von firefox34 Beitrag anzeigen
    Ich will hier nicht ins Detail gehen, aber vielleicht sollten sie mal darüber nachdenken wer die Schulbuchinhalte derzeit bestimmt und warum Verlage diese dann auch produzieren. Wer den Zuschlag hat wird auch gekauft, sonst würden die Verlage die Bücher nicht produzieren... und das auf Jahre! Es gibt keine "Konkurenzsituation".
    in Hessen entsprechen die Inhalte der Schulbücher dem Lehrplan des Kultusministeriums.
    Jede Schule kann frei entscheiden, welches der verschiedenen Bücher ausgewählt wird.
    Meine zwei Kinder im Abstand von 4 Jahren haben an derselben Schule unterschiedliche Mathe-, Deutsch- und Englisch-Bücher verwendet.
    (Ich als Mathematiker fand beide Mathe-Bücher didaktisch nicht ok, aber das ist ein anderes Thema).
  5. #134

    Dumm ohne Apfel

    Zitat von chinataxi Beitrag anzeigen
    wie mc donalds, in so ziemlcih allen tests schlechter als die konkurrenz, aber was die verführung angeht sehr gut.

    nur schade dass die menscheit mit apple-produkten schnell dümmer wird. bei der bedienung und der zensur.

    ich bin gespannt auf den aufklärungsuntericht :)
    So ein Schwachsinn - das Gleiche koennte man ueber Microsoft sagen, die ein Quasi Monopol hatten [welches nur langsam broeckelt].

    Die Idee mit digitalen Buecher [die nicht nur gelesen werden koennen sondern auch interactiv sind] ist genial - und die Schulen, Lehrer und Schueler werden davon wohl sehr profitieren.

    Der iPad ist nunmal ein sehr modernes Werkzeug - und es hat noch niemanden duemmer gemacht, ein besseres Werkzeug zu benutzen...
  6. #135

    Zitat von sbo Beitrag anzeigen
    Wird dann wohl nicht mehr lauten. Vielmehr: "Und? Akku geladen?"

    Die Idee ist nicht neu. Wer Kinder hat und ein wenig Ahnung von den Möglichkeiten, diskutiert seit Jahren über dieses Thema (Buch mit PDF - fertig)

    Ich fänd es aber rechtlich bedenklich. Denn, darf denn nur ein Hardware Hersteller allein in diesen Markt (Monopol)?

    Wo bleibt die freie Wahl für die Hardware?
    Abgesehen davon, das ein NetBook sicherlich die bessere Wahl wäre. Schliesslich sollen unsere Kinder auch "schreiben" lernen!

    Wer bezahlt die iPads eigentlich?
    Was ist, wenn das Gerät defekt ist?
    Welche Programme dürfen auf dem Gerät ausserdem laufen?
    Und, und, und ...

    Ich glaube, da macht sich mal wieder im Vorfeld dann keiner Gedanken und später heißt es dann: "Oh, die haben den ganzen im Internet gesurft. Das hätte ich nicht gedacht, dass das geht, nee, aber auch!"

    Ausserdem: Bücher riechen besser, das ist so und das bleibt so ;-)

    Zitat von sbo Beitrag anzeigen
    Wird dann wohl nicht mehr lauten. Vielmehr: "Und? Akku geladen?"

    Die Idee ist nicht neu. Wer Kinder hat und ein wenig Ahnung von den Möglichkeiten, diskutiert seit Jahren über dieses Thema (Buch mit PDF - fertig)

    Ich fänd es aber rechtlich bedenklich. Denn, darf denn nur ein Hardware Hersteller allein in diesen Markt (Monopol)?

    Wo bleibt die freie Wahl für die Hardware?
    Abgesehen davon, das ein NetBook sicherlich die bessere Wahl wäre. Schliesslich sollen unsere Kinder auch "schreiben" lernen!

    Wer bezahlt die iPads eigentlich?
    Was ist, wenn das Gerät defekt ist?
    Welche Programme dürfen auf dem Gerät ausserdem laufen?
    Und, und, und ...

    Ich glaube, da macht sich mal wieder im Vorfeld dann keiner Gedanken und später heißt es dann: "Oh, die haben den ganzen im Internet gesurft. Das hätte ich nicht gedacht, dass das geht, nee, aber auch!"

    Ausserdem: Bücher riechen besser, das ist so und das bleibt so ;-)
    Komisch - ich dachte dass schon seit Jahren ein Microsoft Quasi Monopol an Schulen herrscht! Ich moechte hier nicht anklagen - aber sind es nicht IBM-Compatible, auf dem der Informatik Unterricht gehalten wird - wird nicht Office als Grundlage fuer Buero Programme verwendet?
    Es macht zu einer bestimmten Grenze Sinn- da die Kinder / Jugendliche relativ fast ausschliesslich mit diesen Geraeten im Berufsleben zu tun haben werden... Aber dies ist wohl kaum anders als wenn iPads verwendet werden wuerden!

    Das vernuenftigere System wird sich durchsetzen. Und es ist eher bedenklich, auf eine freie Wahl zu warten und andere Schulen und Laendern bei der Bildung den Vorrang einzuraeumen.

    Es geht doch nicht nur ums Gewicht der Buecher, sondern auch um den Inhalt. Es ist auch traurig, dass die Schulen kaum "Lebensnah" sind - weil sie meistens doch recht technikfeindlich sind.

    Das Traurigste ist eigentlich, dass Apple erst kommen musste, um ein solches Konzept vorzustellen. In einer vernuenftigen Welt, waere die Idee doch von einem Bildungsministerium gekommen...
  7. #136

    Das Falsche System vorrausgesetzt

    Zitat von peddersen Beitrag anzeigen
    Bitte, lassen Sie doch diese etwas unnötigen Spitzen - ich bin weder ein Technikverächter noch will ich in die Steinzeit zurück.

    Trotzdem ist meiner Meinung nach das Hurra-Geschrei etwas sehr einfältig - die Bücher auf dem reader zu haben, heißt ja nicht, daß die dann nichts mehr kosten. Und die angesprochenen Segnungen und Erleichterungen wollen ja auch erstmal intelligent umgesetzt werden - das ganze erinnert mich etwas an die Chimäre des papierlosen Büros, welches schon 1980 Thema war - bis jetzt ist da leider wenig Wahres dran, zumindest hat es lange gebraucht.

    Bis dahin ist das wie erwähnt der Tausch eines unkomplizierten, Handelbaren Mediums Buch gegen ein künstlich vertechnisiertes Gimmick.
    Was glauben Sie, was das kostet - wieviel unzählige Stunden da drauf gehen, bis das alles bei jedem Schüler eingerichtet, mit jedem System abgeglichen usw. ist - da ist doch bei ca 30 Prozent der Klasse der Akku leer, das System abgestürzt, die Datei nicht auffindbar - und alle naselang können Sie ihrem Nachwuchs das nächste teil kaufen, weil es kaputt, geklaut, verloren wurde. Und in den pausen und bei unbeobachteten Situationen wird draufrumgedaddelt - irgend einen sinnvollen Zeitvertreib werden die Kids den Kisten schon entlocken.

    Sorry, intelligenter Unterricht ist auch ohne solche Mätzchen zu schaffen.
    Sie haetten recht. Aber halt... das iPad laeuft auf iOS nicht auf Windows Vista...
    Wenn Sie es mit einem iPad/iPhone zu tun hatten werden Sie sehen, dass das System nicht abstuerzt, und seit iOS 5 ist das Abgleichen ein Klacks.
    Und Schulen, die sich auf so ein Lehrsystem einstellen wuerden, haetten Ladekabel an den Schuelertischen... das ist nicht wirklich revolutionaere Technik...

    Das Einzige Problem sehe ich im Randalieren... Geklaut kann ein iOS Geraet kaum - man kann es ja recht schnell lokalisieren... aber wenn es beschaedigt wird, muessen hoechstwahrscheinlich die Eltern dafuer aufkommen...

    Das ist aber noch lange kein Grund Technikfeindlich zu sein!