Währungsunion: Wir bekämpfen die falsche Krise

Standard & Poor's hat Recht. Ich rede nicht von der*Benotung Frankreichs, sondern von ihrer Begründung. Europa leidet nicht an zu hohen Haushaltsdefiziten, sondern an den krassen Unterschieden in der*Leistungsfähigkeit der einzelnen Staaten.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...809769,00.html
  1. #1

    Neuigkeiten?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Standard & Poor's hat Recht. Ich rede nicht von der*Benotung Frankreichs, sondern von ihrer Begründung. Europa leidet nicht an zu hohen Haushaltsdefiziten, sondern an den krassen Unterschieden in der*Leistungsfähigkeit der einzelnen Staaten.

    Währungsunion: Wir bekämpfen die falsche Krise - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Aber das Wissen wir doch schon längst und das haben die Professoren, die gegen die Einführung geklagt haben, schon vorher gewusst. Sagen Sie das mal Frau Merkel und Herrn Schäuble! Die freuen sich immer noch über den Titel Export-Weltmeister! Nur das sie dafür überhaupt nichts bekommen werden - Stickwort Target und Geld drucken der Zentralbanken im Süden!

    Solange niemand die Debatte über die Wettbewerbsfähigkeit bzw. die Exportüberschüsse der Einen und Defizite der Anderen auf die Tagesordnung setzt wird sich das Problem weiter verschärfen! Die PIIGS haben per Kredit aufgewertet und quasi Party gemacht - Hohe Löhne ausgezahlt und Beamte eingestellt! Jetzt müssen sie durch Sparen wieder dahin zurück! So einfach ist das! Kein Wachstum, sondern Schrumpfen ist angesagt für die nächsten Jahre!!
  2. #2

    Finale!

    Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Sportfreunde! Ich begrüße sie recht herzlich live aus der globalen Finanzarena zur Verlängerung im Finale der Weltfinanzliga! Ja liebe Sportfreunde, alle 60 bis 80 Jahre kommt es zu einem solchen Finale und in der Vergangenheit haben wir wirklich denkwürdige Partien gesehen.

    Unsere heutige Paarung lautet: zinsbasiertes Schuldgeldsystem vs. Exponentialfunktion

    Ein Blick in die Statistik verrät, dass Exponentialfunktion alle bisherigen Begegnungen gewinnen konnte. Mal sehen, ob das auch dieses Mal der Fall sein wird oder ob Schuldgeldsystem seinen ersten Titel holen kann...

    wie es weitergeht, steht hier: LIVE! - Das Finale der Weltfinanzliga - The Intelligence
  3. #3

    Wir?

    Nicht wir bekämpfen die falsche Krise, sondern unsere Regierung, dank der Einflüsterungen der falschen Berater wird sich das auch nicht ändern. Der Zusammenbruch des Euros wird auf diese Weise unvermeidbar werden.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Standard & Poor's hat Recht. Ich rede nicht von der*Benotung Frankreichs, sondern von ihrer Begründung. Europa leidet nicht an zu hohen Haushaltsdefiziten, sondern an den krassen Unterschieden in der*Leistungsfähigkeit der einzelnen Staaten.

    Euro-Währungsunion: Wir bekämpfen die falsche Krise - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    ...und genau das ist der Punkt. Da stimme ich voll zu. Daß wir mit unseren Schulden über unsere Verhätlnisse leben und die kommenden Generationen belasten, gehört auch mit dazu. Aber was solls. Der von der Politik, und nur von der, liberalisierte Markt, wird das schon lösen. Ob es dann in unser aller Sinn ist...? Oder glaubt wirklich jemand, daß Politiker (die ja durch ihre Wahl zu "Experten" wurden), hier noch durchblicken oder überhaupt einen Lösungswillen besitzen? Ihr einziger Antrieb heißt: Ich müßt mich doch wieder wählen!
  5. #5

    Raus aus dem €

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Standard & Poor's hat Recht. Ich rede nicht von der*Benotung Frankreichs, sondern von ihrer Begründung. Europa leidet nicht an zu hohen Haushaltsdefiziten, sondern an den krassen Unterschieden in der*Leistungsf-
    +ähigkeit der einzelnen Staaten.

    Euro-Währungsunion: Wir bekämpfen die falsche Krise - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Der entscheidende Fehler war/ist, daß der € politisch gewollt und durchgesetzt wurde, ohne ihm einen wirtschaftlichen Unterbau zu geben. Dieser Fehler wurde (bewußt/zwangsweise) bei der €-Einführung begangen; schlimmer ist, daß auch heute nach dem Desaster die Politiker nicht bereit sind, gegen die Errosion des € durch eine einheitliche EU- Wirtschafts-, Finanz-und Fiskalpolitik gegen zu steuern. Auch ist "Gegensteuern" mit dem Logo der EU - Vielfalt in Einheit - nicht kompatibel. Wenn Monti für Italien von Deutschland mit der Begründung - Deutschland profitiert am meisten vom €; mehr als 27% Anteil an den finanziellen Leistungen fordert, (was faktisch falsch und dumm ist), dann zeigt diese Forderung; daß S&P mit seinen Vorbehalten recht hat. Auf der einen Seite die Solidarität einfordern und auf der anderen Seite auf die volle Souverinität bestehen; daß ist ein Perpetuum Mobile - seit Menschwerdung probiert und nie erreicht.
  6. #6

    Stimmt.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer jetzt sagt, das sei politisch nicht machbar, prophezeit letztendlich den Zusammenbruch des Euroraums.
    Und es ist auch politisch nicht machbar.

    Wir versuchen, ueber Loehn-, Renten- und Preiskontrollen den Effekt flexibler Wechselkurse zu simulieren. Aber Loehne und Renten lassen sich nun mal wesentlich schlechter anpassen als Wechselkurse, bei denen das automatisch geht.
    Vor dem Euro waren die Zahlungsbilanzen innerhalb Europas praktisch ausgeglichen, zumindest gemessan an dem, was wir jetzt haben.

    Erst geht Griechenland, dann Italien, irgendwann Deutschland und kurz danach hat die liebe Seele endlich Ruh'.
  7. #7

    ...

    Im Unterschied zum Politiker darf der Forist sagen, was er denkt. Und ich denke, dass der Artikel indirekt folgendes zum Ausdruck bringt:
    Die Deutschen sind fleißiger als die Griechen. Entweder wir werden so faul wie die Griechen oder die Griechen werden so fleißig wie wir!
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer jetzt sagt, das sei politisch nicht machbar, prophezeit letztendlich den Zusammenbruch des Euroraums. Die 463 Milliarden Euro wären dann plötzlich nicht mehr da. Die Verbindlichkeiten in Target 2 stellen ja eine Forderung der Bundesbank gegenüber der EZB dar. Wenn der Euro explodieren sollte, dann gäbe es keine EZB mehr, die diese Forderung einlösen könnte.

    Euro-Währungsunion: Wir bekämpfen die falsche Krise - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Genauso wird es kommen! Alle notwendigen Reformen sind politisch nicht durchsetzbar, oder würden soviel Zeit benötigen, dass sie zu spät kämen. Das System wird zwangsläufig zusammenbrechen. Die politischen-, wirtschaftlichen- und sozialen Folgen kann niemand vorhersagen. Zieht Euch warm an....
  9. #9

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer jetzt sagt, das sei politisch nicht machbar, prophezeit letztendlich den Zusammenbruch des Euroraums. Die 463 Milliarden Euro wären dann plötzlich nicht mehr da. Die Verbindlichkeiten in Target 2 stellen ja eine Forderung der Bundesbank gegenüber der EZB dar. Wenn der Euro explodieren sollte, dann gäbe es keine EZB mehr, die diese Forderung einlösen könnte.
    Da ist sie also endlich, die Pistole auf der Brust des deutschen Steuerzahlers und Wählers: Friß die Wirtschaftsregierung, die Eurobonds und lasse deine Volkswirtschaft von Brüssel aus steuern, oder du siehst deine 463 Milliarden nicht mehr!

    Ich bin dafür, das Geld abzuschreiben.

    Mal ehrlich: Wenn die Wahl 463 Milliarden oder die freie Selbstbestimmung eines ganzen Volkes ist, dann muss die Wahl leicht fallen. Gegen Geld verkauft man einfach niemanden, nicht seine Schwiegermutter und schon gar nicht sein Volk.