SPD und die K-Frage: Quatsch mit Gabriel

Bringt sich Sigmar Gabriel in Stellung? Eine Zeitung berichtet, der SPD-Vorsitzende habe Generalsekretärin Andrea Nahles entmachtet und die Leitung des Wahlkampfes 2013 an sich gerissen. Der Chef-Genosse widerspricht. Und doch wird deutlich:*Gabriel*wittert seine Chance in der K-Frage.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...806589,00.html
  1. #40

    Forderung nach Eurobonds

    Zitat von Neurovore Beitrag anzeigen
    Mit Natürlich-müssen-die-Deutschen-zahlen-Steinbrück? Das ist so, als ob Sie dem nächstbesten Bankrotteur Ihr Häuschen übereignen - und dann selber noch Miete zahlen.
    Da gibt es einen wichtigen Unterschied, was einerseits Steinbrücks und andererseits Gabriels/Steinmeiers/Krafts Haltung angeht:
    Dass Deutschland einen finanziellen Beitrag zur Sanierung der Euro-Zone leisten muss, bestreitet wohl kein realistisch denkender Mensch, aber die Höhe der Summe muss begrenzt und unter eigener Kontrolle bleiben.
    Die jedoch von den "Finanzmärkten", von Junkers/Barroso (Portugiese!), Griechenland, Münchau, Financial Times Deutschland und der "Londoner City", Trittin, Gabriel, Kraft, SteinMEIER geforderten EURO-BONDS bedeuten, dass die heutigen Schulden-Positionen der Einzelländer (GR, I, E, P, B) mit jeder Teil-Neuaufnahme, die ja spätestens alle 3 Jahre fällig ist, zunehmend, zuletzt völlig, in Gemeinschaftsschulden aller Euro-Staaten übergehen, sodass eine völlig unbegrenzte Haftung derselben entsteht; zunächst seitens aller noch soliden Staaten, die derart teilweise schnell ebenfalls in Schieflage geraten, sodass zuletzt nur noch die solidestens Staaten als Schuldenrückzahler in Frage kommen, bis diese schliesslich auch "untergehen".
  2. #41

    sehe ich genauso

    Zitat von Lotharou812 Beitrag anzeigen
    Es ist vollkommen egal, unter welcher Lei(s)und die SPD die Wahl verliert. Ob es mir gefällt oder nicht: Merkel hat schon gewonnen, den Koalitionspartner sucht sie sich dann aus, vermutlich die Grünen, nur die wurden ja noch nicht von ihr zerlegt.

    Habe Gabriel in Niedersachsen erlitten, definitiv eine gestörte Persönlichkeit! Der in der Eurokrise? Dann doch lieber die rationelle Mutti....
    die Deutschen werden mitten in einer schweren Krise keine Kanzlerin abwählen, die inzwischen eine Menge Erfahrung hat, und es im Großen und Ganzen ja nicht so schlecht macht.

    Insofern kann sich die SPD aussuchen, wen sie in der nächsten Wahl gegen Merkel verheizt.
    So gesehen, warum nicht Gabriel? Dann sind wir ihn wenigstens los, so wie damals Scharping.
  3. #42

    Ego-Trip bedeutet Machtverlust

    Gabriel will ganz sicher an die Macht, will Kanzler werden! Dabei ist er unsensibel wie immer.

    Der gute Stil in der Kommunikation, zumal von Demokraten, war noch nie seine Leidenschaft. Immer etwas zu laut, immer etwas zu demagogisch! Wenn die SPD sich wirklich für ihn anstatt für Steinbrück oder Steinmeier entscheidet, wird das Stimmen kosten und auch Akzeptanz beim denkbaren Koalitionspartner, den Grünen. Bei einer CDU - für den Fall einer großen Koalition -sowieso!

    Sachlich hat er als niedersächsischer Ministerpräsident nichts bewegt, als Pop-/Kultur-Beauftragter seiner Partei zwischendurch auch nicht, und als Umweltminister der großen Koalition hat er eine Amtsperiode lang keine vernünftige Kfz-Steuerreform geschafft, die den Namen verdient. Als Alleinflieger (Mallorca) mit Bundeswehrmaschine und als lautstarker Sarrazin-Kritiker (mit Ausschlußverfahren gescheitert) war er sicher auch kein Vorbild!

    Sigmar Gabriel ist der Prototyp des eigennützigen Berufspolitikers, der sich über wesentliche gesellschaftliche Werte (s.a. www.richtungswechsel.info ) hinwegsetzt, um eigene Ziele zu erreichen.
  4. #43

    Besinnung in der SPD?

    Zitat von arac Beitrag anzeigen
    Ihre Einschätzung von Nahles teile ich (als Bonner) vollends. Die Frage bleibt aber aus meiner Sicht, wer ohne Nahles Kanzlerkandidat werden kann. Keiner der genannten Kandidaten weckt da Begeisterung.
    -(
    Dass keiner der Kandidaten so recht überzeugt liegt wohl auch daran , dass sich keiner aus der Deckung wagt und sich inhaltlich/programmatisch positioniert.
    Das hat Gabriel wohl schon erkannt, daher nimmt er für sich in Anspruch, dass er sich über das Thema "Gerechtigkeit" beim Wähler qualifizieren kann. Das klingt gut - scheinbar. Denn, wer sich mit diesem Begriff befasst hat, weiß, dass man ihn kaum genau fassen kann. Man muss konkrete Ableitungen für die Praxis darstellen , nur diese wären verständlich.
    Das aber hat bisher noch niemand in der SPD versucht, zumimndest ist es nicht an die Öffentlichkeit gedrungen.

    Zur Frage nach der Unterstüzung für den Kanzlerkandidaten durch Nahles : Ich glaube eher, dass sich angesichts der großen Unbeliebtheit von Nahles und der offensichtlichen Begrenzungen ihrer Kompetenz ein Kandidat davor hüten sollte, mit ihr in Verbindung gebracht zu werden.
  5. #44

    Naja

    Zitat von b.oreilly Beitrag anzeigen
    Wer wie Gabriel seinen eigenen Körper nicht managen kann, der hat auch nicht das Zeug als Generalmanager Deutschlands!
    !
    Und "Birne" ?
  6. #45

    Heiter bsi tödlich

    Es ist schon merkwürdig. Gerade ist das Jahr 2012 geboren worden, schon gibt es Spekulationen über eine mögliche Kanzler-Kandidatur eines Siegmar Gabriel. Ausgangsbasis ist ein BILD-Artikel. Nun ist (hoffe ich) inzwischen klar geworden, dass BILD das halboffizielle politische Nachrichten-Blatt ist, denn wenn man die Anfangssätze in allen Presseorganen über die Aussagen von Politikern liest, steht dort zumeist: “Herr/Frau xyz sagte gegenüber der BILD (oder äußerte sich in der BILD): bla, bla, bla“

    Das hat zur Folge, dass man lediglich ein Gerücht in die BILD setzen muss, um damit die wildesten Spekulationen im gesamten Mainstream in Gang zu setzen. Aber zunächst sollten wir bedenken, dass die Wahl erst 2013 im Herbst stattfindet, das ist der offizielle Termin, denn theoretisch ist es ja auch möglich, dass es zu einer vorzeitigen Wahl kommen wird. Doch das, so vermute ich, wird erst auf der Bilderberg-Konferenz 2012 entschieden, wie vermutlich auch die vorgezogene Wahl 2005.

    Natürlich darf man spekulieren, welche Person die SPD bei der nächsten Wahl als Kanzlerkandidaten ins Rennen schickt, doch soweit mein Auge reicht, sehe ich in der SPD keinen vertrauenswürdigen Kandidaten, ebenso wenig in der CDU/CSU (sicherlich Merkel). Die FDP wird wohl nach der nächsten BT-Wahl nicht mehr vertreten sein und die Grünen werden bei der Kanzlerwahl keine Rolle spielen, was ich ebenfalls begrüße.

    Werfe ich einen Blick auf die SPD-Kandidaten, die derzeit im Gespräch sind, stelle ich erneu fest, dass das Wähler-Gedächtnis nicht funktioniert. Steinbrück z. B. ist mir noch gut in Erinnerung, dass er in Sachen IKB und HRE den deutschen Steuerzahler dreistellige Milliardenbeträge kostete. Dabei war die IKB noch der kleinere Posten. Bei der HRE allerdings ist klar, dass er einen Tag, nachdem die Gewährleistungspflicht der HRE-Mutter (Hypo-Vereinsbank) abgelaufen war, die Pleite der HRE verkündete und als einer der Ersten die “Rettung der HRE“ damit begründete, dass sie systemisch sei. Nicht zu vergessen, dass in seiner Ägide Asmussen zum Staatssekretär und wichtigstem Mann im Finanzministerium wurde, der gleiche Asmussen, der, als sich bereits die Finanzkrise in den USA wegen der ABS und der Verbriefungen abzeichnete, hier noch lautstark Werbung für diese Papiere machte und betonte, man dürfe diesem Handel bei den Banken keine „Steine in den Weg legen“. Dennoch könnte Steinbrück erste Wahl sein, war er doch 2011 Gast der Bilderberger und hat damit klare Vorstellungen künftiger Finanzpolitik

    Steinmeier, unter Schröder Kanzleramtsminister, fiel in seiner Zeit nach 2005 besonders durch seine kriecherische Haltung gegenüber Merkel auf. Und da er auch noch nicht Gast einer Bilderbergkonferenz war, sehe ich seine Chancen eher gering an, denn woher soll er sonst seine Direktiven für die künftige Finanzpolitik Deutschlands herbekommen? Da ist der SPD-Mann Scholz schon eine bessere Wahl, Der weiß, wo es lang geht, schließlich hat man es ihm 2010 auf der Bilderberg-Konferenz eingetrichtert.

    Und Gabriel? Nun, er dürfte nichts anderes als eine Lenkpuppe Schröders sein und das Gerücht in der BILD nur ein Böller, um Reaktionen insgesamt auszuloten, evtl. auch, um Nahles Wind aus den Segeln zu nehmen.

    Es ist aber völlig gleichgültig, wer nächster Kanzler wird, denn wie er oder sie zu agieren hat, wird nicht in Deutschland bestimmt (Hier erinnere ich einmal mehr an die Kanzlerakte).
  7. #46

    Zustimmung

    Zitat von friedrich_eckard Beitrag anzeigen
    Da macht nun Frau Aydan Özoguz einen vollkommen vernünftigen Vorschlag - und dann diskreditiert sie ihn durch eine unvernünftige Begründung: es ist doch zum Heulen! Dass weiblichen Geschlechts zu sein allein weder gegen noch für die Qualität einer Regierungschefin etwas aussagt, beweisen doch als Positivbeispiele Frau Jóhanna Sigurðardóttir in Island und Frau Helle .....
    bis auf eine Sache, lieber Fritz Eckard. Frau Kraft ist absolut nicht volksfronttauglich so dringend erforderlich das auch wäre. Sie ist ja selbst Unternehmensberaterin und erklärte auch schon öfters die Linke sein im Bund nicht regierungsfähig und in NRW na ja..... Also da sind doch ernsthafte Zweifel angebracht ob gerade Die jemand ist welche die SPD für die Linke öffnen könnte..
  8. #47

    Zitat von warndtbewohner Beitrag anzeigen
    bis auf eine Sache, lieber Fritz Eckard. Frau Kraft ist absolut nicht volksfronttauglich so dringend erforderlich das auch wäre. Sie ist ja selbst Unternehmensberaterin und erklärte auch schon öfters die Linke sein im Bund nicht regierungsfähig und in NRW na ja..... Also da sind doch ernsthafte Zweifel angebracht ob gerade Die jemand ist welche die SPD für die Linke öffnen könnte..
    Tatsache ist aber doch, dass NRW schon im zweiten Jahr von einer de-facto-Volksfront regiert wird, deren Ministerpräsidenten nun einmal Frau Kraft ist. Mit einer einzigen Ausnahme haben alle wesentlichen Entscheidungen der rot-grünen Minderheitenregierung ihre Mehrheit nur durch Zustimmung oder Enthaltung der LINKEN im Landtag von NRW gefunden, da beisst die berühmte Maus keinen Faden von ab.

    Ich hätte das Frau Kraft als politischem Ziehkind des Herrn Clement ja auch nicht zugetraut - aber an ihren Früchten... zugestanden sei, dass Frau Kraft bei mir einen Sympathiebonus hat, seit sie die eigentlich unlösbare Aufgabe, anlässlich der Duisburger Katastrophe eine dem Anlass adäquate Rede zu halten, gemeistert hat; und zugestanden sei auch, dass ich den Verdacht nicht loswerde, dass Herz, Hirn und Rückgrat der Dusseldorfer Konstellation eigentlich Frau Löhrmann von den GRÜNEN ist, die man wohl gegebenfalls auch zu einem Wechsel in die Bundespolitik überreden müsste.

    Jedenfalls ist Frau Kraft aber die einzige auf weiter Flur, die nachweislich - ich hasse diese modische Sprachdummheit! - "rot-grün-rot kann."