Was hat dieser Papst der Welt gebracht?

Die Nachricht vom Tod des Papstes löste weltweit Trauer und große Anteilnahme aus. Johannes Paul II. bewegte Vieles, scheute keine Kontroversen, gilt als einer der bedeutendsten Päpste der Geschichte. Er arbeitete mit den Medien und war doch konservativer Traditionalist. Was bedeutete Ihnen Johannes Paul II.? Welche Ereignisse seines Pontifikats bleiben Ihnen im Gedächtnis?
  1. #1

    Ein großer Verlust.

    Ein großer Mann ist von uns gegangen.

    Wie leider so häufig wurde vielen erst im Augenblick des Verlust klar, wie viel er ihnen bedeutete.

    Erstaunlich ist, daß Papst Johanns Paul II. gerade bei der jungen Generation so "gut ankam": Gerade die Kinder der 68er, denen welche die Friede-Freude-Eierkuchen-Scheinmoral bestenfalls als Beliebigkeit, schlimmstenfalls als Heuchelei wahrnimmt, hatte hier eine Persönlichkeit gefunden, welche "anders" war: Klar in seinen Ansichten - selbst wenn diese den jungen Menschen nicht immer gefielen. Doch "Politiker", die A sagen und B tun (und vice versa) und dieses Verhalten dann als "liberal" sublimieren, kennt die junge Generation zu Genüge. Und sucht offenbar nach Wahrhaftigkeit.

    Johannes Paul II. war einer, der sagte, was er meinte, und der meinte, was er sagte.
  2. #2

    Herr Merl,

    ich Verherrlichung des verstorbenen Papstes und die der katholischen Kirche kann man nicht mehr ernst nehmen. Da wundert es nicht, wenn immer wieder religiöser Fanatismus jedweder Art diskutiert wird.

    Untermauern tun Sie Ihre Haltung durch Verleugngung wissenschaftlicher Fakten.Es fehlen Ihnen dazu Gegenargumente.

    Wundern Sie sich also nicht, wenn ich Ihre Beitraege nicht mehr ernst nehme und Ihnen dazu auch nicht persönlich antworte.
  3. #3

    Aufgaben für die Zukunft

    Eine der wichtigsten Aufgaben der Zukunft wird die Ökumene sein - aber nicht, wie sie in Westeuropa und insbesondere in Deutschland verstanden wird, zwischen Katholiken und Protestanten, sondern auch zwischen Katholiken und russisch-orthodoxen Christen. Es war auffällig, daß als einziger wichtiger Staatschef (außer China) der russische Präsident Putin bei den Beisetzungsfeierlichkeiten fehlte.

    Eine andere Aufgabe, die noch nicht hinreichend gelöst ist, ist der Kampf gegen Pädophilie innerhalb der Katholischen Kirche. Hier wurde bereits energisch vorgegangen, aber noch nicht energisch genug. Insbesondere scheint die Kurie noch nicht die Tragweite des Problems begriffen zu haben: Sonst hätte etwa Bernard Kardinal Law, der beschuldigt wird, pädophile Priester gedeckt zu haben, heute keine Novendiali-Messe zelebrieren dürfen.

    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,350746,00.html

    Dieses Vorgehen zeigt, vorsichtig ausgedrückt, mangelndes Fingerspitzengefühl.
  4. #4

    Kein Fanatismus

    Wenn von "Verherrlichung" des verstorbenen Heiligen Vaters Johannes Pauls II., gesprochen wird und der Gefahr des "religiösen Fanatismus", so trifft dies nicht die Sache: Viele Menschen haben schlichtweg erkannt, daß ein GROSSER MANN von uns gegangen ist.

    Daß unter den vielen Trauergästen nicht nur Katholiken und Vertreter anderer christlicher Konfessionen waren, sondern auch etwa Vertreter des Judentums und des Islam zeigt, daß es sich gerade nicht einfach um "fanatische Katholiken" handelte, die trauern.

    Fidel Castro hat übrigens auch seine Trauer bekundet.
  5. #5

    Julia B.

    Das bezieht sich auf eine bestimme Person Frau B. Nicht auf die Allgemeinheit.

    Ihnen allerdings täte eine kritischere Haltung auch ganz gut. Im übrigen ein bisschen sehr viel, was Sie einstellen. Da verliert man eher die Lust, das noch alles zu lesen.
  6. #6

    Liebe Julia B.,

    "Johannes Paul II. war einer, der sagte, was er meinte, und der meinte, was er sagte."

    Was bei sehr vielen Menschen großen Anklang fand, aber auch bedeutet, dass Kritiker nicht nur Licht sondern auch Schatten bei ihm sehen und in diesen Punkten ebenfalls sagen, was sie meinen und meinen, was sie sagen, weshalb deren Kritik ausgehalten und nicht mit Pauschalurteilen diskreditiert werden muss. Man würde diesem Mann gerade in seiner vielzitierten Gradlinigkeit nicht gerecht, würde man angesichts seiner Widersprüchlichkeit nur Jubeln und alles mit Harmoniesauce überträufeln.

    So sind in Deutschland sehr viele, sogar eine große Mehrheit der Katholiken und Katholikinnen recht deutlich geworden in ihren Wünschen nach einer Revision bzw. Neujustierung von vatikanischen und päpstlichen Moralvorstellungen, die den Menschen und dem Leben nicht gerecht werden. Die Hoffnungen und Erwartungen an den neuen Papst sind so klar wie Johannes Paul II in der Art seiner Aussagen war, allerdings innhaltlich teilweise diametral entgegengesetzt. Besser kann man dem Mann nicht seine Ehre erweisen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Hans H.
  7. #7

    Eine unglückliche(!) Veränderung dieses Forums?

    ... ick wunder mir über jar nischt mehr! ;-(
  8. #8

    Wissenschaft, Pfarrer und Pastor ...

    Lieber Henner Dehn,

    "Verherrlichung des verstorbenen Papstes und die der katholischen Kirche kann man nicht mehr ernst nehmen. Da wundert es nicht, wenn immer wieder religiöser Fanatismus jedweder Art diskutiert wird.

    Untermauern tun Sie Ihre Haltung durch Verleugngung wissenschaftlicher Fakten.Es fehlen Ihnen dazu Gegenargumente."

    Dafür wird dann herzhaft über die Titel Pastor und Pfarrer doziert, um anderen das Etikett "angeblich" bezüglich ihres Katholischseins anzuhängen.

    Und dann wird mit dieser Nummer kräftigst auf die Nase gefallen, weil z.B. katholische Pfarrer Gemeindebriefe mit "Euer Pastor" unterschreiben. Wer da wohl welche Rahmenbezüge und welche Axiome aktiviert hat. Habe selten so gelacht.

    Mit freundlichen Grüßen

    Hans H.
  9. #9

    Zitat von Hans H.
    Und dann wird mit dieser Nummer kräftigst auf die Nase gefallen, weil z.B. katholische Pfarrer Gemeindebriefe mit "Euer Pastor" unterschreiben. Wer da wohl welche Rahmenbezüge und welche Axiome aktiviert hat. Habe selten so gelacht.
    Jetzt wo es PM/PN (Private Message/ Private Nachrichten) gibt, können Sie ja bitte Ihren Streit, wer wo zu wem und warum Pastor sagt, darüber klären, das bringt die Diskussion nicht wirklich weiter.

    *SysOpa spiel*