Betrug in Unternehmen: Der Chef bittet zur Vernehmung

Leere Tresore, veruntreute Gelder: Manchmal stecken die Mitarbeiter eines Unternehmens dahinter. Marco Löw war*Ermittler bei der Polizei. Jetzt zeigt er Firmenchefs, wie sie Diebe überführen und Betrüger schon an der Bewerbung erkennen. Übeltätern rät er: Achten Sie auf Ihre Beine!

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...798708,00.html
  1. #1

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    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Leere Tresore, veruntreute Gelder: Manchmal stecken die Mitarbeiter eines Unternehmens dahinter. Marco Löw war*Ermittler bei der Polizei. Jetzt zeigt er Firmenchefs, wie sie Diebe überführen und Betrüger schon an der Bewerbung erkennen. Übeltätern rät er: Achten Sie auf Ihre Beine!

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    Wer zu so einem Gespräch geladen wird, der durchschaut die Sache wohl relativ schnell und stellt sich ein. Ansonsten, aufstehen - gehen - kündigen lassen. Externe "ermittler"? Gnadenlos auflaufen lassen.
  2. #2

    Alles verdächtig

    Na super. Da hat der Chef einen Verdacht und bestellt den freiberuflichen Überführer Herr Löw. Der möchte natürlich möglichst viele manntage abrechnen können und haut richtig rein. Da kommt es nach 5 Tagen natürlich schlecht, wenn mit der/ den Personen alles in Ordnung ist. Zumindest Verdacht und tolle Hinweise (für die Kasse, Buchhaltung, Einkauf nur beschränkt einsetzbar) machen den Chef froh.
    Die ganzen Tricks die er da nennt, sind doch Kartenleserei. Jede Bewegung, jeder Blick, jedes Wort ist ja immer irgendwie falsch.
    Und wenn diese verräterischen Signale fehlen, ist das erst recht verdächtig.
    Zum Thema Verdachtsmomente würde mich vielmehr interessieren, wie jemand dazu kommt nach 15 Jahren bei der Kripo seinen Beamtenjob hinzuschmeissen und sich ausgerechnet in der völlig überbesetzten und unregulierten Sicherheits- und Beraterbranche selbstständig zu machen. Was war den damals so, Herr Löw, sie können hier ganz offen sprechen..................
  3. #3

    Hallo Sie da !

    Haben Sie Ihr Unternehmen schon mal bestohlen ?

    Und sind dann aufgestanden und gegangen ?
    Geändert von ( um Uhr)
    Häuser werden nicht auf Sand gebaut und Träume nicht auf Ausreden.
    Du bist der Architekt Deines Lebens. Du bist der Autor Deiner Erfolgsstory - niemand sonst.
  4. #4

    Ungereimheiten

    Was bringt einen Beamten dazu, seinen sicheren Beamtenjob und großzügiger Pension und Privatkassenprivileg so einfach auf zu geben und in das hochriskante Leben einzusteigen. Welche Leiche liegt da im Keller. Wenn ich daran denke, wer überlegt antwortet ist verdächtig. Wer ist eigendlich unverdächtig, der mich bezahlt, der Chef. Diese Privatermittler haben keine Rechte. Man kann sich einfach stehen lassen und gehen und sollte sich so ein Ermitteler herausnehmen, einen aufzuhalten, dann ist es Freiheitsberaubung, Geiselnahme, Nötigung und im ungünsigen Fall Körperverletzung. Es könnten noch die Straftatbestände wie Erpressung dazu kommen usw. Ein einfacher Rat, wenn man in diese Situation kommt, die Polizei rufen und der Rechtsstaat wird wieder in Kraft gesetzt, gegenüber Unternehmerwillkür. Der Rat gilt auch, wenn man sich schuldig gemacht hat.
  5. #5

    wenn der Chef / Vorgesetzte der Betrüger ist ..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Leere Tresore, veruntreute Gelder: Manchmal stecken die Mitarbeiter eines Unternehmens dahinter. Marco Löw war*Ermittler bei der Polizei. Jetzt zeigt er Firmenchefs, wie sie Diebe überführen und Betrüger schon an der Bewerbung erkennen. Übeltätern rät er: Achten Sie auf Ihre Beine!

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    ..und den Beschiss keiner wahrhaben will weil der Arbeitgeber ein großer Konzern oder eine Behörde ist? Wo es auf ein paar Tausender / Zehntausender / Hunderttausender / Mio. nicht ankommt. Da wird zur Ablenkung, wenn das Versagen nach vielen Jahren nicht mehr verborgen werden kann, alles auf Personalmangel (Anzahl nicht Kompetenz oder Integrität) geschoben und - wenn auch nur für mal ein paar Jahre - eine neue Abteilung oder ein neues Ministerium gegründet. Dann weren die Mitarbeiter, die versagt haben, die Taschenträger des Ministers / Abteilungsleiters und machen, ob ihrer verwandtschaftlichen, parteipolitischen oder sonstigen Verbindungen Karriere. Für deren Arbeit wird zusätzliches Personal eingestellt.
    In solchen Fällen kann dem unbeteiligten Mitarbeiter nur geraten werden: Besser nichts bemerkt zu haben, Mund halten! Da schadet man sich nur selber.
    Ob die im Artikel angeführte Fälschung von Zeugnissen oder Arbeitsnachweisen überhaubt noch erforderlich ist kann langsam schon verneint werden, wenn man z.B. die Änderungen zum Dienstrecht im öffentlichen Dienst zur Kenntnis nicht. Nunmehr können auf Veranlassung durch die obersten Landesbehörden Personen übernommen werden, die die Laufbahnvoraussetzungen gar nicht erfüllen. Im Extremen könnte der Krankenpfleger als Amtsarzt eingestellt werden. Wenn er halt der Vetter des Ministers ist.
    Das Fälschen von Approbationsurkunden oder das Abschreiben (lassen) von Doktorarbeiten ist nicht mehr notwendig.
  6. #6

    gruselig

    Mensch, wie schlimm...nein, ich habe weder bei meinen Bewerbungsunterlagen gefälscht (auch meine Titel sind verdient), noch habe ich meine Arbeitgeber bestohlen. Selbst die Kugelschreiber, die ich immer wieder reflexartig eingesteckt habe, habe ich pflichtbewußt wieder zurückgebracht.
    Trotzdem wäre ich mit Sicherheit extrem auffällig gewesen, wenn man mich mit solchen "Methoden" "verhört" hätte.
    Weiß er das denn nicht? Daß in einer verdächtigen/verdächtigenden Situation jeder verdächtig wird und sich verdächtig verhält? Wer denn in drei Gottes Namen könnte sich in so einer unnormalen Situation normal verhalten?
  7. #7

    Vorgefasste Meinung?

    Zitat von Spiegelwahr Beitrag anzeigen
    Was bringt einen Beamten dazu, seinen sicheren Beamtenjob und großzügiger Pension und Privatkassenprivileg so einfach auf zu geben und in das hochriskante Leben einzusteigen. Welche Leiche liegt da im Keller. Wenn ich daran denke, wer überlegt antwortet ist verdächtig. Wer ......
    Einmal Beamter, immer Beamter oder gleich korrupter Beamter?
    Ich kann Ihnen sagen, was jemanden dazu bringt aus der Tretmühle Öffentlicher Dienst auszusteigen.

    - gute Arbeit, qualifizierte Tätigkeit bei gleichzeitiger Missachtung derselben und fehlenden Aufstiegschancen.
    - Mobbing der Kollegen die einen erfolgreichen Kollegen nicht aushalten, weil er deren eigene Aufstiegschancen mindern könnte.

    - das Interesse einfach noch einmal etwas neues auszuprobieren.
    - keine Lust mehr das tägliche Leid in der Polizeiarbeit zu sehen und oftmals nicht helfen zu können.
    Versuchen Sie einfach mal über Ihren Tellerrand hinauszusehen, dann kommen Sie auch selbst darauf.

    Zu Ihrem "Tipp" - das können Sie gerne machen. Wenn es vor allem so ist, daß die Tat begangen wurde, dann ist es elementar die Polizei zu rufen - für die Betrogenen. Damit so ein "Mitarbeiter" künftig nicht mehr andere Arbeitgeber und Kollegen schädigen kann.

    Ein Diebstahl von ein paar Tausend Euro kann in einem kleinem Geschäft den Ruin und den Verlust von einigen Arbeitsplätzen ausmachen. Aber das ist auch nicht in Ihrer Vorstellungswelt von bösen Unternehmern und korrupten Beamten.

    Im übrigen - es gibt das Festnahmerecht für jedermann bei einer Straftat. Man muss nur gleichzeitig die Polizei rufen. Bei so manchen würde wahrscheinlich schon dieser Hinweis reichen um die Zunge zu lösen - um in Ihrer Vorstellungswelt zu bleiben.
  8. #8

    so ein quatsch

    Zitat von JackFM Beitrag anzeigen
    Im übrigen - es gibt das Festnahmerecht für jedermann bei einer Straftat. Man muss nur gleichzeitig die Polizei rufen. Bei so manchen würde wahrscheinlich schon dieser Hinweis reichen um die Zunge zu lösen - um in Ihrer Vorstellungswelt zu bleiben.
    Das Recht zur Festnahme steht ausschliesslich einem Haftrichter zu. Er kann das natürlich - per Haftbefehl - an einen Polizeibeamten delegieren.
    Ansonsten darf ein Polizist nur vorläufig festnehmen. Und sie als Privatperson dürfen "festhalten". Und zwar nur dann, wenn Sie die Person auf frischer Tat antreffen - oder nach frischer Tat unmittelbar verfolgen, sie diese Person nicht kennen, sich diese Person ihnen gegenüber nicht ausweisen kann. Sie müssen aber unverzüglich die Polizei verständigen und dann deren Eintreffen abwarten.

    Hätten Sie mal doch etwas besser bei der Wachausbildung der Bundeswehr aufgepasst.
  9. #9

    Zitat von fjr Beitrag anzeigen
    Das Recht zur Festnahme steht ausschliesslich einem Haftrichter zu. Er kann das natürlich - per Haftbefehl - an einen Polizeibeamten delegieren.
    Ansonsten darf ein Polizist nur vorläufig festnehmen. Und sie als Privatperson dürfen "festhalten". Und zwar nur dann, wenn Sie die Person auf frischer Tat antreffen - oder nach frischer Tat unmittelbar verfolgen, sie diese Person nicht kennen, sich diese Person ihnen gegenüber nicht ausweisen kann. Sie müssen aber unverzüglich die Polizei verständigen und dann deren Eintreffen abwarten.

    Hätten Sie mal doch etwas besser bei der Wachausbildung der Bundeswehr aufgepasst.
    Bei der wachausbildung der Bundeswehr gibt es das "unmittelbare Zwanggesetz der Bundeswehr" das ist etwas völlig anderes als §127 STPO, der die vorlüfige Festnahme durch "jedermann" erlaubt.

    Jaja, mal wieder nur die Hälfte gewußt! :-)