Amazon, Facebook, Google, Apple – sind die großen Vier Fluch oder Segen für das Inter

Das Internet bestimmt und verbindet das Leben der Menschen in aller Welt. Aber die Kommunikation gerät zunehmend in die Hände einiger weniger Firmen und Anbieter, die sich Daten in nie gekanntem Ausmaß sichern und sie nutzen. So sehr sie unser Leben angenehmer und leichter machen - sind Amazon, Facebook, Google und Apple eher Segen oder Fluch des Internets?
  1. #1

    Nennt mich un-emanzipiert, aber mein Amazon möchte ich nicht mehr missenIch würde behaupten, dass ich 90% meiner Nicht-Tagesbedarfs-Einkäufe über die diversen Amazon-Domains abwickle (hauptsächlich .co.uk, .de, .com - in der Reihenfolge).

    Aber auch abseits von Amazon findet man im Netz einfach Shops für Sachen, die lokale Händler einfach nicht bereithalten.

    Ich war in den letzten 6 Monaten gerade mal zweimal zum Einkaufen in der Innenstadt der Stadt an dessen Rand ich arbeite (KA).


    Mit Apple hab ich eigentlich nichts am Hut, da ich die Faszination von deren Produkten einfach nicht sehe und das, obwohl ich schon mal Angry Birds auf dem iPad 2 gespielt habe.


    Bei Google würde ich es mir wünschen, wenn man einstellen könnte, ob man den auf sich persönlich zugeschnittenen Filter ein- oder ausschalten will. Manchmal will ich einfach Sachen finden, die abseits von mir ausgelatschter Trampelpfade liegen.


    Bei Facebook habe ich zwar einen Account und gucke auch mal alle 5 Tage rein, aber auch hier entzieht sich mir die Faszination, die einige damit haben. Ich wüsste gar nicht, was ich drei Stunden lang täglich auf der Seite machen sollte.
  2. #2

    Braucht man die wirklich?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Internet bestimmt und verbindet das Leben der Menschen in aller Welt. Aber die Kommunikation gerät zunehmend in die Hände einiger weniger Firmen und Anbieter, die sich Daten in nie gekanntem Ausmaß sichern und sie nutzen. So sehr sie unser Leben angenehmer und leichter machen - sind Amazon, Facebook, Google und Apple eher Segen oder Fluch des Internets?
    Amazon? Nie wieder, nachdem sie mir den Account gesperrt hatten, weil ich eine aus meiner Sicht ungerechtfertigte Lastschrift zurück gerufen hatte.

    Facebook? Mit einem Fake-Account (Fantasiename, Fantasie-E-Mail-Adresse) kann man dort gut mitlesen und Suchen starten, ohne dass man irgendwelche relevante Daten bei facebook hinterlassen muss.

    Google? Nur zur Suche. Sonst nix.

    Apple? Schon gar nicht. Nichts. Nothing.

    Mein Tipp: Gute Internet-Kauf-Portale wie zum Beispiel Alternate in Linden für Shop-Einkäufe vor Ort nutzen. Vorab kann man sich gut im Internet-Shopkatalog informieren und zum Kaufen geht es in den Laden. Die Anfahrt ist immer noch billiger, als die Verpackungs- und Versandkosten. Im Shop Barzahlen ohne Kunden-Account.

    Und dann noch eBay für Auktionen und Einkäufe bis maximal 50 Euro.

    Last but not least: Ghostery im Browser nutzen. Blockiert Tracking-Cookies. Das wär´s.
  3. #3

    re

    Zitat von DJ Doena Beitrag anzeigen
    Nennt mich un-emanzipiert, aber mein Amazon möchte ich nicht mehr missenIch würde behaupten, dass ich 90% meiner Nicht-Tagesbedarfs-Einkäufe über die diversen Amazon-Domains abwickle (hauptsächlich .co.uk, .de, .com - in der Reihenfolge).

    Aber auch abseits von Amazon findet man im Netz einfach Shops für Sachen, die lokale Händler einfach nicht bereithalten.

    Ich war in den letzten 6 Monaten gerade mal zweimal zum Einkaufen in der Innenstadt der Stadt an dessen Rand ich arbeite (KA).


    Mit Apple hab ich eigentlich nichts am Hut, da ich die Faszination von deren Produkten einfach nicht sehe und das, obwohl ich schon mal Angry Birds auf dem iPad 2 gespielt habe.


    Bei Google würde ich es mir wünschen, wenn man einstellen könnte, ob man den auf sich persönlich zugeschnittenen Filter ein- oder ausschalten will. Manchmal will ich einfach Sachen finden, die abseits von mir ausgelatschter Trampelpfade liegen.


    Bei Facebook habe ich zwar einen Account und gucke auch mal alle 5 Tage rein, aber auch hier entzieht sich mir die Faszination, die einige damit haben. Ich wüsste gar nicht, was ich drei Stunden lang täglich auf der Seite machen sollte.
    Ja als Serienjunkie, ist man bei amazon.co.uk schon bestens aufgehoben, schon aus Budgetgründen. Ich möchte Amazon gerade im in der Weihnachtseinkaufsterrorzeit nicht missen.

    Um Google kommt man im Netz nicht drumrum deshalb ist es unnötig darüber zu diskutieren. Was den Umgang mit Daten angeht, verhalten sich andere Anbieter auch nicht anders, bei wesentlich geringerem Leistungsumfang.

    Facebook ist praktisch, aber verzichtbar.
  4. #4

    re

    Zitat von Geziefer Beitrag anzeigen
    Amazon? Nie wieder, nachdem sie mir den Account gesperrt hatten, weil ich eine aus meiner Sicht ungerechtfertigte Lastschrift zurück gerufen hatte.

    Facebook? Mit einem Fake-Account (Fantasiename, Fantasie-E-Mail-Adresse) kann man dort gut mitlesen und Suchen starten, ohne dass man irgendwelche relevante Daten bei facebook hinterlassen muss.

    Google? Nur zur Suche. Sonst nix.

    Apple? Schon gar nicht. Nichts. Nothing.

    Mein Tipp: Gute Internet-Kauf-Portale wie zum Beispiel Alternate in Linden für Shop-Einkäufe vor Ort nutzen. Vorab kann man sich gut im Internet-Shopkatalog informieren und zum Kaufen geht es in den Laden. Die Anfahrt ist immer noch billiger, als die Verpackungs- und Versandkosten. Im Shop Barzahlen ohne Kunden-Account.

    Und dann noch eBay für Auktionen und Einkäufe bis maximal 50 Euro.

    Last but not least: Ghostery im Browser nutzen. Blockiert Tracking-Cookies. Das wär´s.
    Bei den meisten Anbietern, wenn nicht allen, Internetshops wird ihr Account nach einer Rücklastschrift erstmal gesperrt. Das passiert idR automatisch durch das System.Das dient allein der Betrugsprävention.

    Was spricht denn gegen einen GMail-Account, oder das Nutzen von Goolge Docs etc. mit einer anderen Mailadresse
  5. #5

    Keine Naivität, aber bitte auch keine Panik

    Wer nicht gewillt ist, der "Google-Mania" und der Anbetung des Götzen namens Microsoft völlig zu verfallen, dem kann ich nur aus eigener Praxis und Überzeugung Linux (konkret gesagt: die jeweils aktuellste Ubuntu-Version, also zz 11.10), Firefox, Open-Source-"Arbeitspferde" für die Office-Nutzung und als Suchmaschine Metager 2 (www.metager2.de) anempfehlen.
    Zusammen mit einem vernünftigen, regelmäßig aktualisierten Virenschutzprogramm, einfallsreichen Passwörtern, einem "scharfen" Werbeblocker und einer ebenfalls vernünftig eingestellten Firewall sollte der "Normaluser" damit etwa 90 Prozent seiner Probleme los sein.
    Und ansonsten gilt: Der Computer ist ein Werkzeug wie ein Hammer. Er muss weder überhöht noch verteufelt werden. Aber genau wie bei einem Hammer sollte man jederzeit wissen, wa<s man tut - und jederzeit im Auge behalten, dass man mit "elektronischen Postkarten" arbeitet: Irgend jemand liest vermutlich doch mit.
    Ein gesundes (nicht panisches) Misstrauen und die Einschaltung des Verstandes an Tastatur und Maus haben wirklich noch niemandem geschadet!
  6. #6

    re

    Zitat von bdxc Beitrag anzeigen
    Wer nicht gewillt ist, der "Google-Mania" und der Anbetung des Götzen namens Microsoft völlig zu verfallen, dem kann ich nur aus eigener Praxis und Überzeugung Linux (konkret gesagt: die jeweils aktuellste Ubuntu-Version, also zz 11.10), Firefox, Open-Source-"Arbeitspferde" für die Office-Nutzung und als Suchmaschine Metager 2 (www.metager2.de) anempfehlen.
    Zusammen mit einem vernünftigen, regelmäßig aktualisierten Virenschutzprogramm, einfallsreichen Passwörtern, einem "scharfen" Werbeblocker und einer ebenfalls vernünftig eingestellten Firewall sollte der "Normaluser" damit etwa 90 Prozent seiner Probleme los sein.
    Und ansonsten gilt: Der Computer ist ein Werkzeug wie ein Hammer. Er muss weder überhöht noch verteufelt werden. Aber genau wie bei einem Hammer sollte man jederzeit wissen, wa<s man tut - und jederzeit im Auge behalten, dass man mit "elektronischen Postkarten" arbeitet: Irgend jemand liest vermutlich doch mit.
    Ein gesundes (nicht panisches) Misstrauen und die Einschaltung des Verstandes an Tastatur und Maus haben wirklich noch niemandem geschadet!
    Das kann ja jeder handhaben wie er will, nur

    1. Läuft Chrome deutlich schneller als FF
    2. Kann man unter Ubuntu (wobei ich persönlich Xubuntu bevorzuge) auf die Windows-typische Sicherheitssoftware fast komplett verzichten. Ansonsten immer nen Router mit FW benutzen, die Personal Firewall eignet sich eher um den Datenausgang zu kontrollieren.
    3. Wer soll denn da mitlesen, und vor allem warum?
    Mails sollte man grundsätzlich nur SSL-Verschlüsselt senden, da brauch man natürlich eine Anbieter der das Protokoll unterstützt, apropos Protokoll, IMAP ist ebenfalls ne feine Sache, auch dieses Protokoll sollte unterstütz werden. Da ist Gmail ganz weit vorne, ansonsten leuchtet mir nicht ein warum man nicht über Google suchen sollte oder meinetwegen Bing, nur weil da Konzerne hinterstecken?

    Ansonsten scheinen Sie einiges zu überhöhen (Manie, Götzen)
    und gleichzeitig davon abzuraten, etwas Schizophren.
  7. #7

    Ich finde mein Gmail extrem praktisch. Gerade ein Computer-Idioten wie ich, kommt damit wunderbar zurecht. Darum habe ich jetzt auch ein Gmail-Account fuer meinen fast 86 jaehrigen Vater eingerichtet.
    Bei Facebook bin ich auch, schon deswegen, weil es damit ganz einfach ist, Kontakt zu meinen sehr weit verstreut lebenden Freunden und Verwandten zu halten.
    Wegen der Sicherheit mache ich mir genauso wenig Gedanken als wuerde ich einen Brief verschicken. Auch der koennte geoeffnet und gelesen werden. Na und? Meine Mitteilungen sind zu langweilig fuer jeden anderen ausser den dafuer vorgesehenen Empfaengern.
    Zu Microsoft kann ich nichts sagen. Habe zwar einen I-Pod, aber bin mir immer noch nicht ganz sicher, wie ich da was machen kann. :-).
  8. #8

    ...

    Zitat von bdxc Beitrag anzeigen
    Wer nicht gewillt ist, der "Google-Mania" und der Anbetung des Götzen namens Microsoft völlig zu verfallen, dem kann ich nur aus eigener Praxis und Überzeugung Linux (konkret gesagt....
    Microsoft ist eher kein "Götze". Viele der Win-Nutzer, die ich kenne, sehen das Unternehmen eher kritisch. MS hat ja nicht umsonst wegen vieler "Verfehlungen" in der Vergangenheit einen eher schlechten Ruf und versucht nun diesen zu verbessern.

    Statt ubuntu würde ich inzwischen Linux Mint empfehlen. Wird auch in der aktuellen c't ziemlich gelobt. Mit unity hat ubuntu sich jedenfalls keinen Gefallen getan.

    Für Chrome gibt es ebenfalls Adblock Plus und ein Plugin von Google, dass die Erfassung durch das hauseigene Analytics blockiert. Damit ist man schneller und fast ebenso sicher unterwegs wie mit dem mächtig aufgeblähten FF. Einzig NoScript vermisse ich doch etwas.

    On topic:
    Auf Google kann ich nicht verzichten. Bei GMail habe ich meinen Hauptaccount und muss mich dort nicht mit sinnlosen Eigenwerbemails wie bei sonstigen freien EMail-Anbietern wie gmx, freenet oder web.de herumschlagen. Dass ich für den großen Funktionsumfang Daten spende, nehme ich in Kauf (als würden es die anderen nicht tun ... Haha). Aber es ist einfach unheimlich funktional, mich überzeugen Features wie der riesige Speicherplatz, IMAP und gute Spamfilter.

    Auch ohne Amazon geht es nicht. Dort erledige ich den Großteil meiner Einkäufe für mich und für andere. Riesiges Angebot, bequem, schneller Versand, gute Preise. Kindle oder Fire etc. brauche ich jedoch nicht.

    Facebook halte ich für verzichtbar. Bin dort auch nur mit einem Phantasienamen angemeldet und brauche die Plattform nicht.

    Apple. Naja, ein Thema für sich. Kein Kommentar.
  9. #9

    Zitat von anna cotty Beitrag anzeigen
    Wegen der Sicherheit mache ich mir genauso wenig Gedanken als wuerde ich einen Brief verschicken. Auch der koennte geoeffnet und gelesen werden. Na und?
    Würde in Deutschland irgendeine Stelle meine Post öffnen, wäre ich aber sehr erzürnt! Unsere Vorfahren haben sehr für das Briefgeheimnis gekämpft, teils mit ihrem eigenen Blut, und nun soll das alles plötzlich unwichtig sein?

    Sie haben schon recht: in einer freien Gesellschaft braucht man kein Briefgeheimnis. Aber was, sollte in Dtl. doch wieder ein Putin oder ein Berlusconi Fuß fassen, dann werden Sie sehr schnell das Postgeheimnis wieder als Menschenrecht begreifen. Wir in Dtl. können uns relativ gefahrlos frei austauschen. Eine Dissidentin in Teheran wird das wohl anders sehen, wenn ihr Leben bedroht ist, sobald staatliche Organe ihr Twitter-Account zurückverfolgen können.